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Zeit der Trauer

Heute ist wieder so ein Tag, wo ich denke, dass ich nie darüber hinwegkommen werde.

Das ist kein Leben mehr seit 4 Jahren sondern pures Überleben.

Ich schaffe es nicht, wieder Freude am Leben zu bekommen.
Ich habe keine Interessen mehr, keine Vorfreude auf irgendwas, geh keinen Meter oder mache irgendwas wenn nicht müssend.

Aber vielleicht sind 4 Jahre auch noch zu kurz, vielleicht braucht es 5, 6 oder 10 Jhre. Wer weiß.
So schlecht, wie es mir gerade geht, will ich trotzdem weiter darauf vertrauen, dass alles irgendwann wieder gut wird
 
Heute ist wieder so ein Tag, wo ich denke, dass ich nie darüber hinwegkommen werde.

Das ist kein Leben mehr seit 4 Jahren sondern pures Überleben.

Ich schaffe es nicht, wieder Freude am Leben zu bekommen.
Ich habe keine Interessen mehr, keine Vorfreude auf irgendwas, geh keinen Meter oder mache irgendwas wenn nicht müssend.

Aber vielleicht sind 4 Jahre auch noch zu kurz, vielleicht braucht es 5, 6 oder 10 Jhre. Wer weiß.
So schlecht, wie es mir gerade geht, will ich trotzdem weiter darauf vertrauen, dass alles irgendwann wieder gut wird
Hey claudia,
mir geht es ähnlich...-.-
Ich habe immer noch keinen "ruhigen" Tag - und das nach fast 10 Monaten.
Ich weiß weniger Zeit, als bei dir verstrichen ist, aber nichts ist mehr "normal"; ich finde einfach keinen Anfang mehr...-.-

Komme weder vor noch zurück.

Auch wenn du das schon so viel länger mit machst als ich, ich glaube, ich verstehe genau, wie es dir in deiner Situation geht...

Mir kann auch niemand helfen...ich kann es selbst nicht...

Ich habe dich nur gelesen und wollte irgendwie mitteilen, dass du "leider" - oder Gott sei Dank - das mal dahin gestellt, nicht alleine bist!

x
 
Bei mir sind es im Februar drei Jahre und nichts ist besser geworden.
Die Weihnachtszeit und das Neujahr macht es nicht einfacher!
Wir waren immer zusammen an solchen Tagen.
Ich fühle mich vereinsamt,trotz vieler Menschen...
Nichts und niemand kann mir da wirklich helfen.
Ich verstehe Dich,liebe Claudia!

Herzlich,Vindobona
 
Werde ich jemals darüber hinweg kommen? So ganz allein auf mich gestellt? Ich kann mich zu nix mehr aufraffen, mir ist alles egal... Was würdet ihr zum Beispiel tun, wenn ihr vorm Kühlschrank steht und feststellt, ihr habt keine Milch mehr für den Kaffee? Ihr würdet in den nächsten Laden gehen und Milch kaufen, wie jeder normale Mensch. Was mache ich? Denke mir, ja Pech, dann ist halt keine Milch mehr da, trink ich den Kaffee eben schwarz. Obwohl mir das nicht schmeckt. Einkaufen zu gehen, ist mir meist zu stressig.
Genauso wollte ich schon am 1. Dezember anfangen, Plätzchen zu backen. Konnte mich aber bis jetzt noch nicht dazu aufraffen.
Das wird mir im Moment alles zu viel. Mein Kopf ist leer, und doch voll von Gedanken. Mir steht's bis oben. Ich will hier weg. Was soll das alles.
Er wird immer mein bester Freund bleiben! Auch wenn mir gewisse Personen sagen: "Wieso nennst du ihn immer noch deinen besten Freund, der ist doch jetzt schon so lange tot. Langsam müsstest du ihn doch vergessen haben." Ja, unglaublich aber wahr, sowas bekomme ich von meinem Umfeld zu hören!
Und vor kurzem hat 'ne Freundin von mir, DIE IHN AUCH KANNTE!!!, zu mir gesagt: "Wieso weinst du um ihn, der war doch voll das A*******..." Oo :-/// Ich bin fast explodiert, ich wusste gar nicht, was ich darauf antworten sollte... Oo Als ob ich Liebeskummer hätte... wenn mein Partner die Beziehung beendet hätte, hätte ich diese Aussage ja noch als tröstend empfunden... aber über einen toten Menschen, den man selbst kennt, sowas zu sagen?! Also ich empfinde sowas als provozierend und einfach nur unangebracht in dieser Situation!
Oder wie seht ihr das? Übertreibe ich?-.-
 
Die Trauer, das ist etwas, das eigentlich immer da ist.
Man kann und muss sie im Alltag verdrängen, das klappt auch (bei mir nach inzwischen bald 5 Jahren), aber sobald 1 Minute zum Nachdenken ist, ist auch SIE wieder da.

Grenzenlose Traurigkeit, Nichtwahrhabenwollen, dass das Leben ohne dich weitergehen soll, an NICHTS wirkliches Interesse haben, eigentlich immer nur ein Durchhalten mit der Hoffnung, dass endlich irgendwas passiert, das mir die Freude und das Interesse am Leben wiederbringt.

Man versucht, dankbar für jedes noch so kleine Dings zu sein und bemüht sich, sich auch über jeden noch so kleinen Erfolg zu freuen, und peng, im nächsten Moment ist das alles nichts mehr wert und alles ist nur noch zum Heulen.

Was für ein Kampf jeden Tag aufs Neue.

Einen ganz lieben Gruß an euch, denen es auch so geht und viel Kraft zum Weitermachen!
 
ja guter gedanke der strang hier.

ich habe einen kumpel verloren der ein wirklich guter freund war.
gestern war sein todestag.

mich hat das ziemlich umgehauen. er war wie ein bruder für mich.
sein selbstmord hat auch wut in mir entstehen lassen. er war homosexuell und wurde von seiner familie deswegen übelst im stich gelassen. besonders sein vater hat ihn schon als teenager beleidigt und immer wieder dumme anspielungen gemacht so dass er sich selber als "krank, unnormal, behindert" ansah.

er konnte mit diesem konflikt nicht mehr leben. dieses ewige auf dem thema herumreiten, dass die eigene familie sich lustig machte über ihn und......die gesellschaft.

boahh ich merke wie ich schon wieder zorn bekomme.
er war so ein feiner kerl, immer hilfsbereit, immer da wenn man ihn brauchte.
auch sein eigenener bruder hat ihn immer wieder hochgezogen mit saublöden witzen über homosexuelle.
in seinem abschiedsbrief stand u.a. :

"......ich kann es nicht mehr ertragen von der gesellschaft mit einem mitleidigen und einem witzelnden auge betrachtet zu werden und immer das gefühl vermittelt zu bekommen ich werde nie dazugehören..."

scheiss, krieg tränen in die augen...muss aufhören darüber zu schreiben...

e.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vor 10 Jahren habe ich die liebste Person in meinem Leben verloren.

In den ersten Monaten nach ihrem Tod hatte ich Suizidgedanken. Ich versuchte, meine Trauergefühle durch eine Selbsthilfegruppe für Trauerbegleitung in den Griff zu bekommen. Ich ging fast ein Jahr dorthin, und es hat tatsächlich etwas geholfen.

Trotzdem ist der Verlust eine tiefe Wunde, die erst nach Jahren beginnt zu heilen.
Heute kann ich an diesen Menschen auch mal mit ausschließlich positiven Gedanken zurückdenken und nicht bei der Erinnerung gleich in Tränen ausbrechen.

Ich habe mal in einem Buch tröstende Worte gefunden, die mich beeindruckt haben.
"Die Trauer wird weniger werden, ganz vergehen wird sie nie. Doch die Menschen, die wir geliebt haben, würden nicht wollen, dass wir ohne sie am Leben verzweifeln."

Ich möchte, dass sie vom Himmel auf mich herabblickt und sagt:"Du bist auf einem guten Weg. Weiter so."
 
Hallo,

gestern mußte mein Hund eingeschläfert werden müssen.

Ich bin unsagbar traurig, habe ganz schlimme Schmerzen in der Brust. Alles erinnert an ihn. Er gehörte zur Familie, war immer dabei, so viele Jahre.

Jetzt ist er tot. In meinen Armen gestorben und die ganze Familie war dabei.

Ich fühle mich ganz ganz traurig und weine nur noch.

Trauer tut weh, ganz schlimm weh.

Liebe Grüße
 

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