Einige arbeiten für 1 €.
Das erklärt die Wahrheit innerhalb der Realitäten ...
Auch wenn die Wahrheit die Realität trübt, solltet ihr euren Gesunden Optimismus nicht verlieren.
Naja. Das mit den 1€-Jobs ist meiner Meinung nach ziemlich ungeschickt entwickelt worden.
Ein (z.B.) 10€-Job-Konzept ohne weitere ALG-II-Leistung wäre cleverer gewesen. Würde man den Menschen sagen: "Ihr bekommt jetzt kein Arbeitslosengeld mehr, dafür (z.B.) 10 Euro netto für maximal 60 Stunden/Monat, wären sie deutlich motivierter.
Gut. Andersrum könnte man den 1€-Job aber auch einfach so begreifen, als würde man auch für das ALG 2 + 1€/h arbeiten gehen. Soweit können viele Leute nicht denken.
Das ist so wie mit dem Servicezuschlag an Automaten der Bahn. Hätte man alle Preise um 2,50 angehoben und gesagt: "Ihr bekommt jetzt am Automaten 2,50 Rabatt", hätte das keinen gestört und alle wären motiviert an die Automaten gegangen...
Berufsarbeitslos ist doch was tolles.
Wenn mich die ganze Zeit jemand anschnorren würde, der sich selbst versorgen könnte, wäre er nach ein paar Monaten nicht mehr mein Freund. Genauso verhält es sich mit dauerarbeitsunwilligen Menschen, die mir das Geld indirekt aus der Tasche ziehen und meinen, es käme "vom Staat".
Wenn so jemand dann einen 1€-Job macht, ist das was komplett anderes. Wenn er blockiert ist, ist das auch was anderes.
Aber bewußt und kalkulierend dauerhaft Geld von den Mitmenschen zu saugen, das Sozialsystem zu missbrauchen und so die Gelder für andere Menschen zu verknappen, ist unterm Strich genauso freundlich, wie in die Fußgängerzone zu gehen und Leuten Beine zu stellen. Das eine ist aktiv asozial, das andere passiv asozial. Beides gleich mies.
LG
Wolf