Die Tiere nachts wirklich sicher zu verwahren, übersteigt die Möglichkeiten vieler Tierhalter.
Wobei die eigentliche Gefahr nicht von Wölfen ausgeht.
DNA Abgleich bestätigt, glaube es oder glaube es nicht.
Weißt Du, mit dem DNA-Abgleich ist es so eine Sache.
Wie früher schon bemerkt, gibt es bei uns hier nicht nur Wölfe, sondern auch Luchse. Wenn man "Auf Luchs geht" und dann nach langer Wartezeit tatsächlich mal einen sieht, kann man sich den Tag rot Kalender ankreuzen und den Jahrestag feiern, denn es wird ganz bestimmt nicht oft geschehen.
Im September/Oktober gab es in unserer Region eine irrsinnige Pilzschwemme. Ich war auch in Gebieten, in die ich normalerweise nicht gehe, aber die von den Arten her interessant sind.
Bin also dort, kommt ein Hund angerannt. Hund ohne Halter im Wald geht gar nicht und es war nicht das selbstsicherste Hunderl. Irgendwann kam dann der Besitzer...
Long story short: Etwa eine Woche später schlage ich die Zeitung auf, steht drin, ein Luchs hätte einen Hund, der mit seinem Besitzer beim Schwammerl suchen war, angegriffen und das arme Tier musste mit 40 Stichen genäht werden. Ein Foto des Hundes war auch drin, den Hund kannte ich doch. Der Luchs hätte ein Reh gerissen und den Hund als Futterkonkurrent gesehen und angegriffen. DNA konnte nachgewiesen werden. So die Presse...
In Wahrheit war es so: Der Besitzer ist in den Wald gegangen, hat seinen Hund frei laufen lassen und er ist ihm entwischt. Am nächsten Tag hat er nach dem Hund gesucht und hat ihn dann auch verletzt gefunden, neben einem Tierkadaver mit deutlichen Freßspuren. Das Reh lag da nicht nur 12 oder 18 Stunden, sondern schon länger und es wurde auch nicht von einem Luchs gerissen, sondern angeschossen und ist dort verendet. Tatsache ist, ein Luchs fraß dort. Deshalb die DNA.
Jetzt stellt sich die Frage: Nur der Luchs?
Und wer ist jetzt schuld an den Verletzungen des Hunderls?