In manchen Gegenden gibt es Streuobstwiesen oder verwilderte Gärten günstig zu kaufen. Ich habe z. B. grade einen mit 1700 qm für 500 Euro erstanden. Vor Jahren einen Garten daneben ähnlich günstig. Beide waren von Brombeeren überwuchert – als ich anfing, die zurückzuschneiden (teilweise 2-3 m hoch!) kamen zahlreiche Apfelbäume zum Vorschein, die musste ich erstmal zurechtschneiden. Viele davon haben überlebt, da wachsen jetzt feine Früchte, zum Teil ältere Sorten. Ich pflanze auch neue Bäume, lasse aber auch große Brombeer-Inseln stehen, weil die a) lecker sind und b) Zaunkönig darin nisten.
Ich hole mir mein Obst von der Wiese. Hier steht alles überall voll.
Wenn das öffentlich ist, super. Nur wenn nicht, ist es nicht okay, das von gepflegten Wiesen zu nehmen, denn "wir" stecken da oft viel Arbeit rein. Und wenn dann 50 Leute vorbeilaufen und jeder nimmt sich 2-3 Äpfel ... oder Blumen – habe schon Leute dabei ertappt, wie sie auf mein Grundstück gehen und sich bedienen. Nicht okay.
Ansonsten mein Tipp für den Obstkauf: immer zuerst die günstigsten Angebote anschauen – das sind nämlich oft diejenigen Früchte, die reif und lecker sind. Stimmt nicht immer, aber meistens. Und auch der Zeitpunkt für den Einkauf kann den Preis reduzieren: kurz vor Ladenschluss am Samstag oder vor zwei Feiertagen.
Wenn ich beim Spazierengehen sehe, dass ein Garten/Grundstück völlig verwildert und ungepflegt ist, habe ich auch keinen Skrupel, da ein wenig Obst mitzunehmen – vor allem, wenn es schon auf dem Boden liegt. Tausch mit Gartennachbar ist auch prima – wenn ich zu viele Walnüsse habe, hat der Trauben.