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Wo beginnt sexuelle Gewalt

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Ich bringe nichts durcheinander du ignorierst nur den Umstand, dass es dabei auf die Sichtweise des Opfers alleine ankommt. Daran ändert sich auch nichts, wie du ein Übel definierst.

Sie mag es aus ihrer Sichtweise durchaus als Übel ansehen, wenn sie zB nicht mehr so gut versorgt ist, wie sie denn vor ihren Bekannten dasteht usw.
Das alles sind keine nachvollziehbaren künftigen Übel im Sinn des Gesetzes

So gesehen wäre auch die Drohung mit einer Scheidung ein Übel.

Im Übrigen:

Wenn ein Mann nun versucht, eine Frau emotional zu erpressen, indem er droht, sie zu verlassen, wenn sie sich nicht fügt, ist das natürlich moralisch verwerflich. Aber wenn man es mal ganz nüchtern betrachtet, lässt er ihr doch die Wahl, oder nicht?

Sie hat die Freiheit zu gehen bzw. ihn gehen zu lassen - wenn sie sich selbst die Freiheit gibt.
 
@Chrismas

Die "Drohung" mit Scheidung oder Verlassen liegen auf gleicher Ebene

Bist du wirklich der Ansicht, dass das künftige Übel sind, weswegen sich eine Frau sexuell genötigt fühlen kann.
Mit einem Mann schläft und ihn dann aus ihrer Sichtweise wegen sexueller Nötigung anzeigen kann 😕








.
 
Sie mag es aus ihrer Sichtweise durchaus als Übel ansehen, wenn sie zB nicht mehr so gut versorgt ist, wie sie denn vor ihren Bekannten dasteht usw.
Das alles sind keine nachvollziehbaren künftigen Übel im Sinn des Gesetzes

Joa, erst machen wir jemanden psychisch fertig und hoffen dann darauf, dass dieser Mensch noch genug Kraft besitzt, um sich nicht alles gefallen zu lassen....

Noch Weltfremder geht es Nimmer, oder?

Nochmals, jeder Mensch ist anders. Du kannst und wirst niemals erwarten können, dass jeder Mensch in einer identischen Situation gleich reagiert, jeder ist hier abhängig von seiner individuellen Vorerfahrung, seinem Charakter und auch seinem sozialen Umfeld, sowie dessen Erziehung.

Das sind bei Themen bzgl. der Gewalt vollkommen unbekannte Faktoren, aber dennoch wird hier pauschalisiert auch von dir.

Und so langsam stelle ich mir die Frage nach dem Wieso.

Macht es das für die betreffenden Menschen, die deine Meinung teilen, einfacher, ihr Verhalten zu erklären oder schön zu reden, denn das ist langsam aber sicher mein Eindruck.

Das was ich per Se als Gewalt definiere für mich persönlich, ist etwas vollkommen anderes als das was die breite Masse als Gewalt definiert. Ich bin mit Gewalt (in einem sozialen Brennpunkt) aufgewachsen und habe daher auch eine größere Schwelle diesbezüglich, denn hier war Gewalt schlicht und ergreifend an der Tagesordnung. Dennoch stelle ich mich nicht hin und sage einem, obwohl ich schon um einiges schlimmeres erlebt habe, dass das keine Gewalttat gewesen wäre, egal in welcher Form diese auch ausgeprägt gewesen sein mag.

Denn im Gegensatz zu dir, bin ich mir darüber im klaren, dass jeder Mensch Gewalt gleich welcher Art unterschiedlich erlebt und auch überlebt.
 
Joa, erst machen wir jemanden psychisch fertig und hoffen dann darauf, dass dieser Mensch noch genug Kraft besitzt, um sich nicht alles gefallen zu lassen....

Noch Weltfremder geht es Nimmer, oder?

Nochmals, jeder Mensch ist anders. Du kannst und wirst niemals erwarten können, dass jeder Mensch in einer identischen Situation gleich reagiert, jeder ist hier abhängig von seiner individuellen Vorerfahrung, seinem Charakter und auch seinem sozialen Umfeld, sowie dessen Erziehung.

Wo hat die individuelle Sichtweise des Opfers für ein künftiges Übel deiner Meinung nach seine Grenzen?

Der Mann bedroht sie ihr keine Ringe mehr zu schenken. Ihr keine schönen Kleider mehr zu kaufen. Sie nicht mehr auf Einladungen mitzunehmen. Das alles kann eine Frau auch psychisch fertig machen. Weil ja Menschen wie die schreibst unterschiedlich erleben.

Oder er droht zunächst mal die gemeinsame Wohnung zu verlassen usw.

Alles künftige Übel durch die man sich bedroht fühlen kann?

Da wärest du mir noch eine Antwort "schuldig":


@Chrismas

Die "Drohung" mit Scheidung oder Verlassen liegen auf gleicher Ebene

Bist du wirklich der Ansicht, dass das künftige Übel sind, weswegen sich eine Frau sexuell genötigt fühlen kann.
Mit einem Mann schläft und ihn dann aus ihrer Sichtweise wegen sexueller Nötigung anzeigen kann 😕








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Wo hat die individuelle Sichtweise des Opfers für ein künftiges Übel deiner Meinung nach seine Grenzen?

Der Mann bedroht sie ihr keine Ringe mehr zu schenken. Ihr keine schönen Kleider mehr zu kaufen. Sie nicht mehr auf Einladungen mitzunehmen. Das alles kann eine Frau auch psychisch fertig machen. Weil ja Menschen wie die schreibst unterschiedlich erleben.

Oder er droht zunächst mal die gemeinsame Wohnung zu verlassen usw.

Alles künftige Übel durch die man sich bedroht fühlen kann?

Da wärest du mir noch eine Antwort "schuldig":

Ich bin sie dir nicht schuldig, denn da fehlen weiterhin Informationen, inwieweit vorher schon etwas vorgefallen war, welche Persönlichkeit die Betroffen hat, welchen Charakter, wo sie aufgewachsen ist usw usw usw usw.
 
Die Gefühle, die mit dem NEIN-Sagen zusammen hingen, waren lebensbedrohlich.

Danke für diesen Satz, auch wenn ich mit einigem anderen, was du in dem Beitrag schreibst, nicht einverstanden bin - aber es ist dein Weg.

Nicht "Nein" sagen können, ändert nichts an der Tatsache, dass man es selbst war, die (der) nicht "Nein" gesagt hat.
Diese Verantwortung kann mann nicht abgeben.

Sehr oft - fast immer eigentlich - kommen an dieser Stelle die Fragen nach der Schuld ins Spiel - und die sind vollkommen falsch, haben da nichts zu suchen.

Verantwortung und Schuld sind nicht dasselbe. Um aber nicht schuldig sein zu müssen, weigert man sich oft, die eigene Verantwortung einzusehen.

Es kann extrem sein (die Gefühle, die damit einhergehen). Diese Gefühle können einen an die eigenen Grenzen dessen bringen, was man ertragen kann.

Es gehört u.a. Mut dazu, diesem Ganzen, so wie es sich in einem anfühlt, ins Auge zu sehen, es zulassen zu können. Man tut es oft nicht. Auch aus Angst vor dem lauernden Selbsthass.
Man braucht oft Unterstützung, Begleitung, Hilfe, um eines der schwersten inneren Wahrheiten annehmen zu können.
 
Ich bin sie dir nicht schuldig, denn da fehlen weiterhin Informationen, inwieweit vorher schon etwas vorgefallen war, welche Persönlichkeit die Betroffen hat, welchen Charakter, wo sie aufgewachsen ist usw usw usw usw.

Ich hab auch schuldig unter Anführungszeichen gesetzt.
Bei einer Diskussion geht man auf (alle) Dinge ein. Auch wenn sie nicht in die eigene Argumentation passen.

Also, wo liegen die Grenzen für die subjektive Sichtweise eines künftigen Übels - objektiv (unabhängig von Persönlichkeit, Charakter etc.)

Wo liegt der Unterschied zwischen den "Drohungen" Scheidung und Verlassen




.
 
Jeder Mensch bzw. jeder Erwachsene trägt Eigenverantwortung und dazu gehört auch, dass man nicht gegen seinen eigenen Willen handelt.

Wenn ein Mann nun versucht, eine Frau emotional zu erpressen, indem er droht, sie zu verlassen, wenn sie sich nicht fügt, ist das natürlich moralisch verwerflich. Aber wenn man es mal ganz nüchtern betrachtet, lässt er ihr doch die Wahl, oder nicht?

Die Drohung besteht darin, sie zu verlassen - und nicht darin, ihr Gewalt anzutun.

Sie hat die Freiheit zu gehen bzw. ihn gehen zu lassen - wenn sie sich selbst die Freiheit gibt.

Die sexuelle Gewalt bestünde also darin wie auf das Nein reagiert werden würde. Zum Beispiel durch Freiheitsentzug oder Körperverletzung.

Wenn jedoch kein Nein erfolgt bzw. man es geschehen lässt, gibt man damit sein Einverständnis.

(Ich spreche hier nicht von Schutzbefohlenen.)

Eigenartig, dass niemand auf den so trefflichen Beitrag eingeht






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Ich hab auch schuldig unter Anführungszeichen gesetzt.
Bei einer Diskussion geht man auf (alle) Dinge ein. Auch wenn sie nicht in die eigene Argumentation passen.

Seit wann? Du gibst ein Beispiel an ohne individiduelle Umstände zu berücksichtigen und das ist hier schlicht und ergreifend daher eine Frage, welche man nicht beantworten kann.


Also, wo liegen die Grenzen für die subjektive Sichtweise eines künftigen Übels - objektiv (unabhängig von Persönlichkeit, Charakter etc.)

Wo liegt der Unterschied zwischen den "Drohungen" Scheidung und Verlassen


Kommt darauf an, wem du damit drohst und hier willst du keine nähere Angaben zu deinem Beispiel machen, daher siehe Antwort erstes Zitat.

Es ist für mich mittlerweile Fakt, dass solche Beispiele nur von Menschen kommen, welche in der Theorie einen logischen Gedanken verfolgen, aber nicht die individuellen Menschen betrachten wollen oder können. Es ist halt so, wie ich in meinem ersten Beitrag in diesem Thema schrieb:

Es ist einfacher einen pauschalisierenden Standard zu erstellen als sich mit der Individualität der Menschen auseinander zu setzen.
 
Sexuelle Gewalt fängt genau dort an, wo jede andere Gewalt auch beginnt, und sie schließt Nötigung, Erpressung, Bedrohung mit ein.

Ich stimme dir zu. Aber es kommt auch darauf an, womit gedroht oder erpresst wird. Das Verlassen allein stellt nun erstmal keine Bedrohung für Leib und Leben dar, auch wenn es sehr schmerzhaft sein kann.

Bedeutet das Verlassen jedoch, dass man z.B. obdachlos wird, ist das schon wieder etwas anderes.
 
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