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WIR die Sklaven des Staates

  • Starter*in Starter*in Thomas1972
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Was willst Du erklärt haben?
Es gibt nicht "die Politiker". Sie sind ein Querschnitt des Volkes, nicht besser und auch nicht schlechter. Und es ist vollkommen normal, wenn sie selbst dafür sorgen, daß sie über halbwegs gute Gehälter und eine - zugegebenermaßen überzogene - Altersversorgung verfügen. Da reicht das Wort "menschlich" als Erklärung aus.
So allmählich können wir diskutieren, es liegen tatsächlich mal Thesen auf dem Tisch. Politiker sind mit Sicherheit kein Querschnitt des Volkes, jedenfalls nciht in dem Sinne, dass sie gleichmäßig die Gesellschaft repräsentieren würden.

Du hast das Wort menschlich hier übrigens recht synonym mit gierig verwendet.

Ich glaube noch nicht mal, daß das Wort "Macht" auf die Politik überhaupt zutrifft. Politiker stehen in verschiedenen Pflichten - Industrie, Sozialstaat, Volk ( als Beispiele ) - und werden lediglich getrieben. Und zwar vom stärksten Treiber ( was wechseln kann ) in die genehmste Entscheidung.
Wir erleben einseitige Entscheidungen zu Gunsten der Industrie ( Beispiel Steuersenkungen ) - aber auch Entscheidungen zu Gunsten der Mehrheit. ( Beispiel Atomausstieg ) Insofern ist Politik vielleicht auch mehr ein Spiel mit den Meinungsumfragen und ein Suchen nach den Mehrheiten.
Als Gewerbetreibender versuche ich ja auch genau das zu produzieren, was mir eine Mehrheit abkaufen will. Insofern verstehe ich das alles vollkommen.

Zunächst einmal sind Politiker keine Händler und Staaten keine Unternehmen. Auch wenn einige Öffentlichkeitsarbeit in diese Richtung läuft. Ansonsten hast Du natürlich Recht. Ich schrieb allerdings auch nicht von absoluter (losgelöster) Macht. Ich meine nur mehrmals Interviews gelesen zu haben (nicht aus der aktuellen ersten Reihe natürlich), dass am Politikapparat eben gerade das Gefühl von Macht fasziniert. Für seine sachlichen Kenntnisse alleine kommt vermutlich niemand ganz nach oben.
 
Nur: Wer soll bestimmen, was die "Leistung" ist?

Ich hätte da ne Idee.
Es muß eine Arbeitsgruppe geben, die komplett nur aus Freelancern besteht, die (weiß ich) durch irgendeine Sharing-Argentur vermittelt werden. Diese Freelancer sind preiswerter und sollen Experten für internationales Recht, Betriebs- und Volkswirtschaft sein.

So da haben wir schonmal ein Element, daß nach Leistung bezahlt wird. Nun dürfen Politiker Vorschläge ... einzelne, losgelöste Vorschläge zu konstruktiven Lösung eines oder mehrerer Probleme ihres Arbeitsbereichs machen. Diese werden durch die Arbeitsgruppe (im Folgenden Future-AG genannt) geprüft und hinsichtlich der Gebrauchstauglichkeit bewertet. Je nach "Gütegrad" bekommt der einzelne Politiker eine Provision von 5-200 Euro. Wenn mehrere gute Vorschläge gesammelt wurden, muß durch die Future-AG ein Workshop oder Arbeitskreis einberufen werden. Dieses Team aus arbeitswilligen Politikern soll sorgfältig durch die Future-AG aufgestellt werden, dazu dienen die Listen der gemachten Vorschläge mit dem jeweiligen Gütegrad.

Dieser Arbeitskreis erarbeitet dann ein Modell oder ein Reformkonzept, daß wiederum durch die Future-AG geprüft und bewertet wird. Zum näheren Verständnis seitens der Future-AG empfielt es sich, daß einer der Future-AG-Member als Protokollant in dem Workshop permanent vertreten ist (so erfolgt eine genaue Kontrolle ... sonst machen die Polis noch heimlich Ringelpietz mit Anfassen).

Das erarbeitete grobe Reformkonzept wird dann wieder nach Güte kategoriesiert. Je nach Güte-Grad bekommen die beteiligten Politiker eine Provision. Ist das Konzept mies und leisten die Politiker in einem Monat überhaupt nix, dann bekommen sie den nun üblichen Standardsatz für deutsche Bürger, nämlich Hartz4 ... außerdem ist das Previleg der Nutzung von jeglichen Firmenfahrzeugen für den Folgemonat gesperrt ... andere Sanktionen sind denkbar.

Stellt die Future-AG eine chronische Arbeitsunlust eines oder mehrer Politiker fest, dann erfolgt nach spätestens 3 Monaten eine Mahnung, auf die !keinen! Wiederspruch eingelegt werden kann. Die nun eingetretene Bewährungsfrist beträgt maximal 3 Monate, kann in schweren Fällen aber auf bis zu 1 Monat gekürzt werden. Dann erfolgt ein Tritt in den Hintern und eine Rückgabe sämtlicher Gegenstände, die durch öffentliche Gelder privat angeschafft wurden ... als Service der Future-AG könnte man dann einen Platz in der Warteschlange des Arbeitsamtes für den Folgemonat nach der Kündigung unter den ersten 10 garantieren. Dies liegt aber im Ermessen der Future-AG.

Jawoll. 😀
 
Ich verstehe die ganze Diskussion nicht! Sklaven des Staates? Warum sind wir Sklaven? Wir leben ja nicht in Nord Korea oder Kuba. Zunächst mal sollten wir doch alle froh sein das wir in einem Staat wie der BRD leben dürfen. Denn ein soziales Netz wie wir es kennen gibt es in sonst keinem anderen Land. Natürlich ist die Erhöhung der Mwst für viele von uns bitter. Aber im Prinzip handelt der Staat doch nur wie ein ganz gewöhnlicher Kaufmann, nach volkswirtschaftlichen Prinzipien. Er muss zusehen das er genug Einnahmen hat, um die Ausgaben decken zu können. Politiker wären doch geradezu unfähig, wenn sie nicht nach diesem Prinzip handeln würden. Und man kann auch sicher nicht alle Politiker über einen Kamm scheeren. Es gibt durchaus brilliante Köpfe, wie z.B Friedrich Merz. Nur stehen deren gute Ideen manchmal leider im Widerspruch zu parteipolitischen Interessen.
Und wenn ich mir manche Beiträge hier so anschaue, könnte man glatt den Eindruck gewinnen, das manche poster sich die Planwirtschaft der DDR zurück wünschen. Und das, kann doch nun wirklich nicht euer ernst sein!

Gruss

Cheney
 
Es gibt durchaus brilliante Köpfe, wie z.B Friedrich Merz. Nur stehen deren gute Ideen manchmal leider im Widerspruch zu parteipolitischen Interessen.

Gruss

Cheney

Und der ist sogar so brillant, dass er es bisher geschafft hat, seine Nebeneinnahmen zu verschweigen und gegen diese Vorschrift der Offenbarung geklagt hat, wie so manch anderer aus diesem erlauchten Kreis auch.
 
Und der ist sogar so brillant, dass er es bisher geschafft hat, seine Nebeneinnahmen zu verschweigen und gegen diese Vorschrift der Offenbarung geklagt hat, wie so manch anderer aus diesem erlauchten Kreis auch.

Ja da haste recht! Und das kann man auch sicher kritisieren. Mit brilliant habe ich mich auf seine Vorschläge zur Steuerreform bezogen. Nur leider hat Fr. Merkel ihn rechtzeitig kaltgestellt.
 
Alles gut und schön. Die Frage ist aber, ob man für diese Politik überhaupt Politiker bräuchte. Ich spreche jetzt nur mal vom Parlament. Wie ich schon hier ausführte, ist ja Politik nichts weiter als das Umsetzen von Kompromissen, die von Intressengruppen ( auch ab und an mal das Volk ) verlangt werden. Insofern könnte ich mir auch einen abwägenden Großcomputer vorstellen, der die Strömungen in Gesetze gießt. Ich meine, diese ganzen Berater der einzelnen führenden Politiker sind ja auch nichts weiter, wie Leute die Ihrem "Zögling" bestimmte Entscheidungen nahelegen.
Gibt ja Gottseidank ab und an mal einen, der über den eigenen Schatten springt und etwas völlig überraschendes sagt. Wobei aber die großen Ankündigungen ( "der Professor aus Heidelberg" ) zumeist von außen kommen.
Tja, ich glaube, ich hab´s jetzt: Politik wird lediglich deswegen vom Volk geduldet, weil man einfach hofft, daß irgendwann doch der große Visionär auftaucht, der weiß wie es weitergehen soll. Der ist im Moment leider nicht in Sicht, aber irgendwie wünscht man sich doch mal einen jungen Kennedy, einen Martin Luther King, einen Lech Walensa oder einen anderen Großen, dem man zujubeln kann.
 
Aber nichts destotrotz würde ich mal frech behaupten, dass hier die Bürger keine Sklaven des Staates sind.

Der Bürger erwartet auch Leistungen vom Staat, die finanziert werden müssen. Das fängt mit der Sicherheit an, geht über den Brandschutz, die Verteidigung, Straßenbau, Soziales, Schule und so weiter und so fort. Und dann ist auch der demographische Faktor nicht zu vernachlässigen. Der spielt auch noch eine große Rolle. Und auf die Dauer gesehen, muss hier eine Umstrukturierung und auch eine Einwanderung stattfinden, um überhaupt noch alles finanzieren zu können.

Und dies alles muss auch irgendwie finanziert werden. Der eigene Beitrag für einen Kindergartenplatz deckt z.B. die tatsächlich entstehenden Kosten nur zu einem Bruchteil ab.

Und wenn man sich mal die Mühe macht und schaut sich die Haushaltspläne an, dann sind die Kosten für die Politiker eigentlich einer der geringsten Posten.

Unabhängig davon, ob die jetzt etwas taugen oder nicht, wir haben sie doch gewählt und niemand sonst.

Und was den Wohlstand hier betrifft, ist es im Vergleich mit anderen Ländern, sogar in der EU, noch wirklich paradiesisch, um es mal so zu formulieren. Selbst da gibt es noch Länder, wo sich die Menschen die Krankenversicherung nicht leisten können und die Lebensmittel mittlerweile mehr kosten als bei uns hier. Man sollte dies alles mal in einer vernünftigen Relation betrachten.

Man sollte sich mal davon abwenden, dass ein Leben auf Pump, wie es jahrelang vom Staat und auch vom Bürgern geführt wurde, auf Dauer nicht mehr möglich ist. Man muss hinterfragen, was kann man sich noch leisten. Das gilt sowohl für den Staat als auch für die Bürger. Man braucht ja nur mal so sein eigenes Konsumverhalten zu analysieren und sich die Frage stellen, brauche ich eigentlich dies oder jenes. Die Antwort wird möglicherweise überraschend sein.

Und abschließend zu diesem Post jetzt muss ich feststellen, dass von der Definition des Begriffes "Sklave" es hier keinen gibt, der ein Sklave des Staates ist. Es ist niemand festgebunden und die Grenzen sind offen. Wer meint, dass es in anderen Ländern besser ist, warum sollte er nicht dort sein Glück versuchen. Manchmal habe ich das Gefühl, dass solche Äußerungen mehr aus einer Unzufriedenheit heraus entstehen, die auch nachvollziehbar ist. Wenn man sich aber hinterfragt, was der Staat für die Bürger alles leistet, sieht es ganz anders aus.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Byk

Kein Politiker hat je zugegeben, daß er "Macht" haben will. Der Standardsatz, warum einer in der Politik landet, lautet: Ich bin Politiker geworden, weil ich da etwas gestalten kann.
Und natürlich setzt sich das Parlament berufsmäßig keineswegs so zusammen, wie der Querschnitt des Volkes. Das ist schon klar.
Ich habe da auch mehr an Charaktere gedacht. Wenn ich mich recht erinnere, findet sich unter den Politikern letzten Endes genau - und natürlich im kleinen - die gleichen Schicksale wie auch im großen Kosmos.
Ein paar völlig willkürliche Beispiele: "Normalos", Homosexuelle, Frauen, Ökos, AKW-Befürworter, Alkoholiker, Steuerhinterzieher, Straftäter, Selbstmörder.
 
Kein Politiker hat je zugegeben, daß er "Macht" haben will. Der Standardsatz, warum einer in der Politik landet, lautet: Ich bin Politiker geworden, weil ich da etwas gestalten kann.
Schöne Floskel. Behauptest Du, man könne in der Politk erfolgreich sein, ohne den Willen Macht zu akquirieren?

Und natürlich setzt sich das Parlament berufsmäßig keineswegs so zusammen, wie der Querschnitt des Volkes. Das ist schon klar.
Ich habe da auch mehr an Charaktere gedacht. Wenn ich mich recht erinnere, findet sich unter den Politikern letzten Endes genau - und natürlich im kleinen - die gleichen Schicksale wie auch im großen Kosmos.
Ein paar völlig willkürliche Beispiele: "Normalos", Homosexuelle, Frauen, Ökos, AKW-Befürworter, Alkoholiker, Steuerhinterzieher, Straftäter, Selbstmörder.
Ein recht netter Artikel zu den Anforderungen an einen Politiker.
http://www.spiegel.de/politik/debatte/0,1518,431448,00.html
 
Schöne Floskel. Behauptest Du, man könne in der Politk erfolgreich sein, ohne den Willen Macht zu akquirieren?

Ich fürchte, das wäre ein Widerspruch in sich, da ja ein Politiker in vielen Bereichen leider Macht ausüben muss.

Werten möchte ich dies nicht.

Aber selbst in einem kleinen Betrieb ist der Chef gezwungen in irgendeiner Art und Weise Macht auszuüben. Ob er will oder nicht.

Und einem Menschen, der auch diesen Anspruch für sich requiriert und dies auch kann, dem fällt es möglicherweise leichter.
 
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