B
ByK
Gast
So allmählich können wir diskutieren, es liegen tatsächlich mal Thesen auf dem Tisch. Politiker sind mit Sicherheit kein Querschnitt des Volkes, jedenfalls nciht in dem Sinne, dass sie gleichmäßig die Gesellschaft repräsentieren würden.Was willst Du erklärt haben?
Es gibt nicht "die Politiker". Sie sind ein Querschnitt des Volkes, nicht besser und auch nicht schlechter. Und es ist vollkommen normal, wenn sie selbst dafür sorgen, daß sie über halbwegs gute Gehälter und eine - zugegebenermaßen überzogene - Altersversorgung verfügen. Da reicht das Wort "menschlich" als Erklärung aus.
Du hast das Wort menschlich hier übrigens recht synonym mit gierig verwendet.
Ich glaube noch nicht mal, daß das Wort "Macht" auf die Politik überhaupt zutrifft. Politiker stehen in verschiedenen Pflichten - Industrie, Sozialstaat, Volk ( als Beispiele ) - und werden lediglich getrieben. Und zwar vom stärksten Treiber ( was wechseln kann ) in die genehmste Entscheidung.
Wir erleben einseitige Entscheidungen zu Gunsten der Industrie ( Beispiel Steuersenkungen ) - aber auch Entscheidungen zu Gunsten der Mehrheit. ( Beispiel Atomausstieg ) Insofern ist Politik vielleicht auch mehr ein Spiel mit den Meinungsumfragen und ein Suchen nach den Mehrheiten.
Als Gewerbetreibender versuche ich ja auch genau das zu produzieren, was mir eine Mehrheit abkaufen will. Insofern verstehe ich das alles vollkommen.
Zunächst einmal sind Politiker keine Händler und Staaten keine Unternehmen. Auch wenn einige Öffentlichkeitsarbeit in diese Richtung läuft. Ansonsten hast Du natürlich Recht. Ich schrieb allerdings auch nicht von absoluter (losgelöster) Macht. Ich meine nur mehrmals Interviews gelesen zu haben (nicht aus der aktuellen ersten Reihe natürlich), dass am Politikapparat eben gerade das Gefühl von Macht fasziniert. Für seine sachlichen Kenntnisse alleine kommt vermutlich niemand ganz nach oben.