Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Wieso wollen sich manche Menschen "partout" nicht helfen lassen und das Phänomen "des Helfens" ?

Oh ja, Du hast wieder recht @Binchy : ganz sicher sind manche "Argumente" einfach nur Ausreden der etwas niedereren Sorte, aber gehören sie nicht untrennbar zu diesem Licht und Schatten? Jeder(r) von uns kann etwas gut oder eben nicht. Mache "Fehler" lassen sich einfach nicht beseitigen oder der Aufwand dafür wäre so groß, dass für nichts anderes mehr Zeit und Kraft bleibt und manche dunklen Seiten sind auch die Quelle der Kreativität. Hilfe ist vielschichtig und manchmal folgenschwer.
 
Oh ja, Du hast wieder recht @Binchy : ganz sicher sind manche "Argumente" einfach nur Ausreden der etwas niedereren Sorte, aber gehören sie nicht untrennbar zu diesem Licht und Schatten? Jeder(r) von uns kann etwas gut oder eben nicht. Mache "Fehler" lassen sich einfach nicht beseitigen oder der Aufwand dafür wäre so groß, dass für nichts anderes mehr Zeit und Kraft bleibt und manche dunklen Seiten sind auch die Quelle der Kreativität. Hilfe ist vielschichtig und manchmal folgenschwer.

Das Thema ist sicherlich sehr vielschichtig. Manche wollen ein bisschen was ändern, so 30%, fragen dann nach Hilfe. Sind auch etwas unzufrieden, aber so furchtbar dringend wollen sie dann doch nichts ändern, wenn sie merken, dass es ja alleine mit dem Wunsch, etwas möge besser werden, nicht getan ist.

Die Fälle, die Hajoo zitiert hat, waren ja normale Alltagsfälle, wo es zumindest auf den ersten Blick nicht um Krankheiten ging, um besonders schwere Situationen, wo man gelähmt ist und handlungsunfähig.

Ein Musicalbesuch, das Sexleben aktivieren. Gut, klingt für Außenstehende vielleicht einfacher als für diejenigen, die dann was tun müssen. Allgemein kann man ja oft Anderen gute Ratschläge geben, die man selbst bei sich nicht befolgt 😉.

Und manche sind einfach "Macher-Typen" und "Organisations-Typen", die schnell mal locker einen Musicalbesuch organisieren, weil es ihnen leichtfällt. Anderen nicht.
Und bei dem Problem mit dem Sexleben wäre es natürlich nicht furchtbar schwer, mal einen Restaurantbesuch zu vereinbaren. Aber ich denke, dass es oft so ist, dass viele ihr Problem nicht wirklich in aller Tiefe angucken wollen, nicht wirklich sich einlassen wollen, weil es dann nämlich sein kann, dass das vermeintlich kleine Problem auf viel tieferliegende Lebensprobleme stoßen lässt.

Dass nämlich vielleicht die Ehe schon lange kaputt ist, dass das Sexleben nur die Spitze des Eisbergs ist und wenn ich mir das dann angucke und daran arbeite, kommen vielleicht viele andere Dinge zum Vorschein, die ich gar nicht angucken will.

Oft spielt auch Angst mit rein. Angst, wenn man jemanden kennenlernen will, dass man nicht ankommt, nicht geliebt wird, dass man vielleicht Mobbing-Erlebnisse der Kindheit wieder erlebt.

Ja: Licht und Schatten, da hast Du wohl recht.
 
Bei der Frau, die aufs Konzert will, da wäre die richtige Hilfe, sie einzuladen, ihr so ein Ticket zu kaufen, sie abzuholen und mit ihr hinzufahren, oder mit noch wem, der ihr hilft, sich das zu trauen.
Ja, das hätte ich auch Angeboten, nur war ich schon dreimal bei "Starlight Express"
Bei der Hotelauswahl, der Bahnverbindung den Tickets etc. habe ich Hilfe angeboten, ich hätte ihnen sogar die PKW-Route dahin "ausgedruckt"
(wie früher) 😀
 
Man muss ja nicht mittun, wenn man den Sinn einer Aktion anzweifelt.
Das ist ja das Phänomen....
Weshalb meinen einige "mittun zu müssen", obwohl scheinbar kein Sinn dahinter ersichtlich ist ?

Oder ist der Sinn, von sich selbst abzulenken ?
Angst vor der "Wohnzimmerstille" zu Hause ?
Langeweile mit sich selbst ?
Langeweile im Bürojob ?
 
Das Phänomen habe ich einige Zeit in einer EA-Selbsthilfegruppe erlebt. Es werden Hilfen anhand der 12-Schritte an die Hand gegeben. Wenn man sich um diese 12 Schritte kümmert und sie in Situationen befolgt, in denen es heikel wird, dann sind diese Schritte eine riesengroße Hilfe.

Was ich allerdings in der Gruppe erlebt habe, die Leute kümmerten sich überhaupt nicht darum. Sie jammerten an ihren Problemen herum, jede Woche aufs Neue. Hatte ich ein Problem, dann habe ich kurz darüber gesprochen und gleichzeitig über den Schritt gesprochen, der mir dabei geholfen hat, wieder klar zu sehen, zu denken, herunterzukommen, ruhig werden. Die Leute haben mich angeguckt als wenn ich vom Mars komme. Ich habe dann irgendwann aufgegeben, weil mich dieses Verhalten genervt. hat. Warum geht man in eine Selbsthilfegruppe, wenn man die Hilfe nicht annimmt.

Wenn jemand ein Problem hat, höre ich mir das an und sage da nichts mehr zu, weil ich die Antworten kenne und ich keine Lust darauf habe. Die Antworten und Gespräche sind so ähnlich wie du sie geschildert hast. Ihr Problem. Wer wirklich Hilfe und Antworten haben möchte, verhält sich anders.

Es könnte sein, dass man sich so verhält, wenn man Angst hat. Vor lauter Angst redet man den größten Stuss zusammen und hat immer noch mehr Einwände, anstatt sich zu kümmern, sich schlau machen, Informationen beschaffen. Wer keine Angst hat, verhält sich anders. In solchen Situationen kann man den anderen fragen, um was es eigentlich geht. Warum sich ständig neue Zweifel aufbauen. Wenn sich schon viele Argumente aufbauen, dann beende ich das für mich und schalte ab. Wenn man sich darauf einlässt, ist man letzendlich derjenige, der kaput, ausgelaugt und malade in der Ecke liegt.

Es gibt Menchen, die benötigen Aufmerksamkeit und denen ist jedes Mittel recht, weil sie vielleicht an andere Stelle keine Aufmerksamkeit bekommen, weil sie so sind, wie sie sind. Weiß der Geier warum.
Adenauer hat es gesagt: "Die Menschen sind wie sie sind, es gibt keine anderen".
Mach für dich etwas daraus.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was ich mir bei manchen dieser Hilfesuchenden vorstellen könnte:
1. Sie wollen sich am liebsten selber helfen, um möglichst selbstständig bleiben zu können.
2. Sie haben ein gewisses Misstrauen gegenüber dem Helfer, da nicht die emphatischsten Worte gewählt worden.
3. Sie misstrauen durch negative Glaubenssätze aus der Kindheit sich selbst und anderen Menschen.
4. Sie waren zu lange schädlichen psychischen und physischen Einflüssen ausgesetzt und glauben schlecht an eine Änderung.
5. Sie wollen mit ihren Sorgen, Problemen und Nöten einfach so akzeptiert werden.
6. Sie leiden schon mal gerne vor sich hin, da durch eine falsche Erziehung, Mobbing usw., es für diese Menschen zur Normalität geworden sein kann, als der Böse zu gelten. Schädliche Gefühle können dann zur Sucht werden.
7. Sie verstehen das Hilfsangebot des Helfers nicht.
8. Sie finden das Angebot des Helfers einfach nicht hilfreich.
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben