Ob das "nur" Bequemlichkeit ist? Ja, zu einem Teil manchmal schon. Der andere Aspekt ist sicher, dass mir diese "Situation" noch einen gewissen Teil Kontrolle lässt und mir auch etwas gibt. Wie @Binchy geschrieben hat: "... sie bekommen Verständnis und es geht ihnen dadurch besser. " oder auch @kasiopaja "Weil manche Menschen anscheinend nur glücklich sind, wenn sie unglücklich sind. ", denn das verhilft einem zu Mitgefühl und Unterstützung und auch dem Helfenden geht es besser, denn helfen macht Sinn.
Ja, aus dieser Sicht habe ich mir das Leben auch schon angeschaut.
Hier kommt man gerne auf die Komfortzone zu sprechen.
Ich setze diese hier mit der Bequemlichkeit gleich.
Jetzt springe ich wieder zur Hilfeanfrage, die aus meiner Sicht aus einem Bedarf entsteht.
Für mich zum Beispiel der Wunsch nach menschlicher Nähe, einem besseren Gehalt im Job
oder
der Wunsch nach Sex mit meiner Frau nach jahrelanger Flaute im Bett.
Also erstelle ich ein Thema:
Familienleben, Kinder, Beruf, Gehalt, Haus passt alles...
leider haben wir keinen Sex mehr.
Es folgen Tipps aus eigenen Erfahrungen der User:
Macht was kleines ohne die Kinder, essen gehen, Kinobesuch, spazieren gehen,
gebt die Kiddies für ein paar Stunden zu den Großeltern,
evtl. eine Wochenendübernachtung mit Galadinner nur für euch zwei, etc.
Egal was man rät, kommen darauf nur Antworten wie.
wenn ich spazieren will regnet es immer,
im Kino kommt nichts gescheites
und im Restaurant essen gehen ist zu teuer,
den Großeltern sind die Kinder zu stressig,
oh je...
ein Wochenende, geht ohne Kinder schonmal gar nicht !
DAS ist doch somit die Komfortzone, die ich gerade so beschreiben würde:
So weit läuft mein Leben ziemlich rund, den Preis den ich dafür zahle ist keine sexuelle Nähe ?
Weshalb gestehe ich mir das jetzt nicht ein und negiere permanent die Hilfestellungen in x-Beiträgen in einem Internetforum ?
Ich könnte ja auch schreiben:
"Danke liebe User, ich muß mal schauen, was eure Tipps zu meinem Problem ergeben,
ich melde mich bei bedarf wieder bei euch ?"