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Wie umgehen mit Essstörung im Alltag?

Wir möchten gerne zusammen wohnen und es hat auch Vorteile für uns.

Du solltest sorgfältig abwägen, ob die Vorteile eines Zusammenlebens für dich tatsächlich überwiegen oder ob nicht möglicherweise eher die Nachteile.

Ein potenzieller Nachteil könnte sein, dass du durch die permanente Rücksichtnahme sowie die damit verbundenen Einschränkungen selbst psychisch belastet wirst. Zudem begibst du dich indirekt in eine Art therapeutische Rolle, die mit zusätzlicher Verantwortung einhergeht.

Das Zusammenleben mit einem stark psychisch erkrankten Menschen rund um die Uhr ist nicht zu unterschätzen und wird vermutlich auch von dir ein hohes Maß an Kraft einfordern.

Deshalb möchte ich nochmals anregen, gründlich zu evaluieren, ob die Vorteile eines Zusammenlebens für dich tatsächlich überwiegen. Für mich persönlich wäre die Antwort ein klares Nein.
 
Lana ich stimme mit dir überein, aber es wurden ja schon Fakten geschaffen (beide Wohnungen gekündigt, gemeinsamer Mietvertrag unterschrieben).
Vermutlich kann sich einer alleine die neue Wohnung nicht leisten, also müssten jetzt wieder zwei Wohnungen gefunden werden.

Eloo dir sind schon im Nachhinein Bedenken gekommen, weil du diesen Faden eröffnet hast?
Es gibt bestimmt Lösungen, mit denen beide leben können.
Versucht beide, das Thema Essen (oder nicht essen) nicht groß zu machen. Vielleicht könnt ihr wirklich nicht zusammen essen, dafür konzentriert ihr euch auf andere gemeinsame Sachen. Er muss nicht viel darüber reden (macht er, meine ich, nicht gerne), aber so, dass ihr beide Klarheit habt.
 
Was habt ihr besprochen als Regeln fürs Zusammenwohnen?

Darfst du essen, was du willst oder gibt es dann Stress?

Die Ideen, die aktuell im Raum stehen:
Wir benutzen nicht durchsichtige Boxen für Lebensmittel, die er nicht so gut ertragen kann, wenn er sie nur sieht.
Die zubereiteten Gerichte, die er wirklich absolut nicht aushalten kann und deswegen würgen muss, werde ich dann nicht essen bzw. esse ich dann auswärts oder bei meinem Freund oder bei Freunden.

@Eloo
Gibt es einen Plan B, falls das Zusammenleben nicht funktioniert?

Es gibt nicht so direkt einen Plan B bzw. es gibt den Plan B, den es so ziemlich immer gibt. Es ist ja total egal mit wem man zusammen wohnt, wenn es nicht oder nicht mehr funktioniert, dann muss man die Wohnsituation wieder auflösen.
 
26, aber was tut das zur Sache?
Also fing es mit so fünf, sechs Jahren an bei ihm?
Wie?
Warum?
Wie ging sein Umfeld damit um?
Wohnte er bisher alleine? Wenn ja, seit wann?
Lana ich stimme mit dir überein, aber es wurden ja schon Fakten geschaffen (beide Wohnungen gekündigt, gemeinsamer Mietvertrag unterschrieben).
Ich auch.
Elo, ich befürchte, Du kannst Dir im Moment gar nicht vorstellen, wie schlimm das werden kann für Dich.
Wir benutzen nicht durchsichtige Boxen für Lebensmittel, die er nicht so gut ertragen kann, wenn er sie nur sieht.
Daran glaube ich nicht, daß das funktioniert. Er wird mMn versuchen oder zumindest vorgeben zu versuchen, es zu ertragen und Dir dann mitteilen, es ginge eben nicht.
 
Die zubereiteten Gerichte, die er wirklich absolut nicht aushalten kann und deswegen würgen muss, werde ich dann nicht essen bzw. esse ich dann auswärts oder bei meinem Freund oder bei Freunden.
Gibt es denn genug Gerichte, die er einigermaßen toleriert, die du kochen kannst, ohne dass er würgen muss?

Gute Abzugshaube, Fenster in der Küche, dass du etwas kochen kannst, wenn er nicht da ist? So dass die Gerüche relativ schnell wieder " verschwinden"?
Küche müsste unbedingt mit Tür sein, so dass die Gerüche einigermaßen dort bleiben und nicht ins ganze Haus gehen.
Ich hoffe, ihr habt darauf geachtet, bei der Auswahl der Wohnung.
 
Ich denke, sich hier das Hirn zerbröseln, wieso und warum er das tut, wird nichts bringen. Es gibt nur zwei Möglichkeiten: Du ziehst nicht mit ihm zusammen. Oder du behandelst es wie eine massive Unverträglichkeit oder Allergie und akzeptierst es. Ich kenne so ein Verhalten eigentlich nur von Autisten.
 
Also fing es mit so fünf, sechs Jahren an bei ihm?
Wie?
Warum?
Wie ging sein Umfeld damit um?
Wohnte er bisher alleine? Wenn ja, seit wann?

Ich auch.
Elo, ich befürchte, Du kannst Dir im Moment gar nicht vorstellen, wie schlimm das werden kann für Dich.

Daran glaube ich nicht, daß das funktioniert. Er wird mMn versuchen oder zumindest vorgeben zu versuchen, es zu ertragen und Dir dann mitteilen, es ginge eben nicht.

Das traumatische Ereignis, wodurch die Essstörung ausgelöst wurde, war irgendwann zwischen seinem 3. und 4. Geburtstag. Er weiß das und das wurde auch ausführlich in seinen Therapien besprochen.

Die Eltern haben versucht ihm zu helfen und haben alles getan, was in ihrer Macht stand. Sie waren aber auch sehr überfordert damit.

Er ist dann nach der Schule zum Studium weggezogen und hat dann alleine gelebt.

Gibt es denn genug Gerichte, die er einigermaßen toleriert, die du kochen kannst, ohne dass er würgen muss?

Gute Abzugshaube, Fenster in der Küche, dass du etwas kochen kannst, wenn er nicht da ist? So dass die Gerüche relativ schnell wieder " verschwinden"?
Küche müsste unbedingt mit Tür sein, so dass die Gerüche einigermaßen dort bleiben und nicht ins ganze Haus gehen.
Ich hoffe, ihr habt darauf geachtet, bei der Auswahl der Wohnung.

Es gibt so mehrere Kategorien (also so nenne ich das).
Lebensmittel/Gerichte, die er zwar nicht isst, aber komplett ertragen kann.
Lebensmittel/Gerichte, die er erträgt, solange er nicht sehen muss, wie sie jemand isst.
Lebensmittel/Gerichte, die er überhaupt nicht erträgt.

Die ersten beiden Kategorien, sind genug, um mich normal ernähren zu können. Ich müsste dann nicht jeden Tag nur Pommes oder Nudeln essen. Das sind schon sehr sehr viele Sachen.

Ich denke, sich hier das Hirn zerbröseln, wieso und warum er das tut, wird nichts bringen. Es gibt nur zwei Möglichkeiten: Du ziehst nicht mit ihm zusammen. Oder du behandelst es wie eine massive Unverträglichkeit oder Allergie und akzeptierst es. Ich kenne so ein Verhalten eigentlich nur von Autisten.

Er ist zwar kein Autist, aber ARFID und Autismus tritt tatsächlich oft gemeinsam auf.
 
Sag mal, was würdest du denn dann alles nicht mehr essen dürfen? Oder wäre für ihn sehr schlimm?

Ich hab hier schon einmal geschrieben, dass ich dass auch habe. Bei mir beschränkt sich das aber zum Großteil nur auf das selber essen müssen.

Andere in ihrem Essen einzuschränken ist zu viel verlangt, für ein Problem das man selbst hat.

Du zeigst extrem Rücksicht. Aber du musst dich wirklich nicht komplett verbiegen. Er verlangt da zu viel. Ich find die Sache mit den Boxen noch in Ordnung. Aber bei dem Rest muss er sich auch an dich anpassen.

Ein Beispiel aus unserem Leben hab ich noch für dich. Ich koche jeden Tag für mich und meinem Mann. Und da verwende ich auch Lebensmittel die ich selber nicht essen will. Dann mach ich halt aus einem Rezept zwei verschiedene Sachen.

Eine Sache gibt es aber wirklich die ich nicht riechen kann. Das ist Blumenkohl. Und wenn er den will macht er den halt selber und in der Zeit sind hier die Fenster offen, damit der Geruch abziehen kann.

Weißt du Anpassung muss auf beiden Seiten stattfinden. Er kann nicht von dir verlangen, dass nur du dich verbiegst.
 

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