Also fing es mit so fünf, sechs Jahren an bei ihm?
Wie?
Warum?
Wie ging sein Umfeld damit um?
Wohnte er bisher alleine? Wenn ja, seit wann?
Ich auch.
Elo, ich befürchte, Du kannst Dir im Moment gar nicht vorstellen, wie schlimm das werden kann für Dich.
Daran glaube ich nicht, daß das funktioniert. Er wird mMn versuchen oder zumindest vorgeben zu versuchen, es zu ertragen und Dir dann mitteilen, es ginge eben nicht.
Das traumatische Ereignis, wodurch die Essstörung ausgelöst wurde, war irgendwann zwischen seinem 3. und 4. Geburtstag. Er weiß das und das wurde auch ausführlich in seinen Therapien besprochen.
Die Eltern haben versucht ihm zu helfen und haben alles getan, was in ihrer Macht stand. Sie waren aber auch sehr überfordert damit.
Er ist dann nach der Schule zum Studium weggezogen und hat dann alleine gelebt.
Gibt es denn genug Gerichte, die er einigermaßen toleriert, die du kochen kannst, ohne dass er würgen muss?
Gute Abzugshaube, Fenster in der Küche, dass du etwas kochen kannst, wenn er nicht da ist? So dass die Gerüche relativ schnell wieder " verschwinden"?
Küche müsste unbedingt mit Tür sein, so dass die Gerüche einigermaßen dort bleiben und nicht ins ganze Haus gehen.
Ich hoffe, ihr habt darauf geachtet, bei der Auswahl der Wohnung.
Es gibt so mehrere Kategorien (also so nenne ich das).
Lebensmittel/Gerichte, die er zwar nicht isst, aber komplett ertragen kann.
Lebensmittel/Gerichte, die er erträgt, solange er nicht sehen muss, wie sie jemand isst.
Lebensmittel/Gerichte, die er überhaupt nicht erträgt.
Die ersten beiden Kategorien, sind genug, um mich normal ernähren zu können. Ich müsste dann nicht jeden Tag nur Pommes oder Nudeln essen. Das sind schon sehr sehr viele Sachen.
Ich denke, sich hier das Hirn zerbröseln, wieso und warum er das tut, wird nichts bringen. Es gibt nur zwei Möglichkeiten: Du ziehst nicht mit ihm zusammen. Oder du behandelst es wie eine massive Unverträglichkeit oder Allergie und akzeptierst es. Ich kenne so ein Verhalten eigentlich nur von Autisten.
Er ist zwar kein Autist, aber ARFID und Autismus tritt tatsächlich oft gemeinsam auf.