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Wie lebt man mit einer Sozial Phobie?

Moah,
hut ab.

Mehr fällt dazu nicht ein, das liest sich so gut. Gibt Hoffnung.
Hört sich so einfach an, ist es warscheinlich auch irgendwo wenn man es mal macht *g*

Bitte mehr davon, ermutigt sehr

Dankeschön dafür:daumen:

Und viel Spaß heute Abend
 
Ja - es ist einfach. Die Befürchtungen, die man vorher hat, sind völlig dämlich. Leider checkt man das immer erst, auf der richtigen Ebene, nach den Übungen und wenn die Angst "runter ist" und es sogar Spaß macht dafür ist dann aber das AHA-Erlebnis grandios.

Ich gehe z.B. nachher, das zweite Mal in dieser Woche, auf Party und dass alles weil ich in dieser Woche viele Menschen "nach dem nächsten Puff gefragt habe". 😀

Morgen werde ich übrigens die Puff-Übung ein weiteres Mal wiederholen. Eventuell steigere ich den Schwiriegkeitsgrad.

Ich berichte hier weiter.
 
Du könntest die Puff-Frage ja erweitern, nach speziellen "Einrichtungen" mit dem und dem Fetisch fragen usw 😀

Viel Spaß auf der Party :daumen:
 
Die schwerste Übung ist folgende .... Wir binden 6 leere Cola-Dosen an eine ca. 2 Meter lange Schnur. Diese Dosen zieht man dann, während man durch eine Einkaufsstraße mit vielen Menschen geht, hinter sich her. Ab und an dreht man sich zu den Dosen um und ruft "Pfiffi komm her".

Es ist klar, dass die Menschen, die soetwas sehen, denken, dass man nicht mehr alle Tassen im Schrank hat aber genau darum geht es ja. 🙂 Das Unterbewußtsein muss lernen, dass nichts lebensbedrohliches passiert obwohl andere schlecht über einen denken.

Je krasser solche Übungen sind und je öfter man sie macht, um so schneller verschwindet die soziale Phobie.

Andere Möglichkeiten um soziale Ängste zu überwinden, gibt es nicht.

Ich hab das mal mit einer Banane gemacht 😉 Es war sehr lustig, weil man seinen "Fifi" irgendwann als völlig normal empfindet und gar nicht verstehen kann, wieso die Leute so blöd schauen. Gleichzeitig helfen mir solche Übungen nicht so sehr, weil es ja logisch ist, dass die Leute ihre Aufmerksamkeit auf die Banane richten. Das ist, als würde man verkleidet rausgehen. Es ist viel leichter, für sowas Offensichtliches Blicke einzustecken, die man nicht auf sich persönlich beziehen muss. Was auch interessant war, war, dass die meisten Leute gar nicht gelacht haben, sondern eher verunsichert/verstört reagiert haben, als würde man gleich eine Kalaschnikow aus dem Mantel ziehen und wild um sich ballern.

Ich finde, eins hast du bei deinen Ausführungen vergessen - es stimmt, dass es übt, sich immer wieder unter Menschen zu begeben und seine eigene Bequemlichkeit zu überwinden. Andererseits hat man auf viele Sachen auch einfach gar keine Lust. Als ich Sozialphobie hatte, habe ich Panikattacken bekommen, mit Zittern, Atemnot und allem drum und dran. Heute habe ich das nicht mehr, allerdings verspüre ich immer noch Unlust, wenn ich unter Menschen gehen muss. Ich würde mich niemals alleine in eine Bar setzen, aber nicht, weil ich Angst davor hätte - wenn es mir wichtig wäre, würde ich es tun. Es macht mir ganz einfach keinen Spaß.

Ich gehe alleine ins Kino, wenn ich den Film sehen will, vielleicht empfinde ich vorher leichte Unlust, aber Panikattacken habe ich nicht. Ist das jetzt Sozialphobie? Ich empfinde es nicht als etwas, was ich zwingend ablegen muss. Genauso muss ich in Gruppen nicht mehr den Alleinunterhalter spielen. Bin ich nicht, will ich nicht. Bin ich jetzt schüchtern oder habe Sozialphobie oder hab ich nur einfach grade keine Lust? Ich finde es wichtig, das abzugrenzen, bevor man dauernd denkt, man wäre nicht normal. Ich kenn es wohl, dass ich mal tagelang keinen Kontakt zu Leuten habe und dann vergesse, wie sich meine Stimme eigentlich anhört und erstmal nur rumkrächze, wenn ich an der Bäckertheke reden muss. Das heißt aber nicht, dass ich mich nicht hintrauen würde, dass ich irgendwas aus Verlegenheit kaufen würde oder nur ansatzweise nervös wäre vor einem Bäckerbesuch.

Davon abgesehen kann es auch passieren, dass man im klassischen Verlauf einer SP irgendwann anfängt, sich darüber zu ärgern, sich so einzuschränken, und einsieht, dass die anderen Leute es gar nicht wert sind, sich davon aufhalten zu lassen. Das zumindest hat mich dazu getrieben, wieder Referate zu halten und einen Großteil meiner Ängste abzubauen. Klar, auch die Konfrontation, in Alltagssituationen, aber sehr viel die Erkenntnis, dass ich mich nicht zu verstecken brauche, dass andere nicht schlauer oder besser sind, und dass ich was kann. Ich kann Referate halten, ich kann flüssig sprechen, sehr gut sogar, und auch wenn ich vorher leicht nervös bin, kann ich das durchziehen. Irgendwie hat sich da mit der Zeit bei mir eine eher kämpferische Haltung entwickelt und dazu beigetragen, dass ich mittlerweile echt aus dem Gröbsten raus bin, auch ohne dauernd eine Banane hinter mir herzuziehen 😉

Gute Freunde sind dabei aber sehr hilfreich gewesen.
 
Ich hab das mal mit einer Banane gemacht
wink.gif
Es war sehr lustig, weil man seinen "Fifi" irgendwann als völlig normal empfindet und gar nicht verstehen kann, wieso die Leute so blöd schauen. Gleichzeitig helfen mir solche Übungen nicht so sehr, weil es ja logisch ist, dass die Leute ihre Aufmerksamkeit auf die Banane richten.
Hast du denen dann auch immer ins Gesicht geschaut, reaktion abgewartet?
Die Übung liest sich so surreal 😀

Ich finde, eins hast du bei deinen Ausführungen vergessen - es stimmt, dass es übt, sich immer wieder unter Menschen zu begeben und seine eigene Bequemlichkeit zu überwinden. Andererseits hat man auf viele Sachen auch einfach gar keine Lust. Als ich Sozialphobie hatte, habe ich Panikattacken bekommen, mit Zittern, Atemnot und allem drum und dran. Heute habe ich das nicht mehr, allerdings verspüre ich immer noch Unlust, wenn ich unter Menschen gehen muss. Ich würde mich niemals alleine in eine Bar setzen, aber nicht, weil ich Angst davor hätte - wenn es mir wichtig wäre, würde ich es tun. Es macht mir ganz einfach keinen Spaß.
Habe nie irgendwo hier rausgelesen das jeder, der sich nicht traut gleich eine Phobie hat.
Von Panikattacken und Zittern kann ich auch ein Lied singen.
In meinem Fall, ich war früher immer gerne unterwegs, lange her.
Gerne Freunde gesucht und auch immer gefunden. Irgendwann zurückgezogen und mit den Jahren eine Angst davor entwickelt jemanden anzusprechen, kontakte im RL aufzubauen.
Das würde ich gerne ändern, da lesen sich diese Übungen sehr angenehm für mich und klingen logisch, lustig.

Ich gehe alleine ins Kino, wenn ich den Film sehen will, vielleicht empfinde ich vorher leichte Unlust, aber Panikattacken habe ich nicht. Ist das jetzt Sozialphobie? Ich empfinde es nicht als etwas, was ich zwingend ablegen muss. Genauso muss ich in Gruppen nicht mehr den Alleinunterhalter spielen.
Geht ja auch nicht um Intro oder Extravertiertheit.
Finde kleine Gruppen sehr viel angenehmer, da kann man besser drin aufgehen.
Aber wenn man Angst davor hat, überhaupt in so eine Gruppe zu kommen bzw sich zu trauen, eine aufzubauen /anzuschließen usw, obwohl man es doch will. Steckt schon was dahinter imho.

Bin ich nicht, will ich nicht. Bin ich jetzt schüchtern oder habe Sozialphobie oder hab ich nur einfach grade keine Lust? Ich finde es wichtig, das abzugrenzen
Genau das, von Fall zu Fall anders zu bewerten:daumen:

Liebe Grüße
 
@SchlafesBruder

Dann bist du, meiner Meinung nach, mit der Phobie "durch". :daumen:

Wie ich schon, in einem anderen Thread, meinte .... wenn man gern allein sein und TROTZDEM (bei Bedarf) ohne Probleme unter Menschen gehen kann, ist das völlig normal und gesund.

Wenn man aber allein ist, weil man sich unter den Menschen unwohl fühlt, ist das nicht normal.

Man will die sozialen Ängste ja nicht verlieren um danach dann jeden Tag "auf Party zu gehen " ... dass man aber (jederzeit) könnte (wenn man will), ist das Ziel.

Alleine sein, ist überhaupt kein Problem ... auch nicht wenn man keine Lust auf andere Menschen oder auf Party/Bar/Restaurant hat.

Nur wenn man im sozialen Bereich Ängste hat und deshalb immer alleine ist, ist das problematisch.

Ich für mich hole jetzt erstmal einiges nach was ich in den letzten Jahren nicht erleben konnte. Etwas Party machen und Spaß haben, Menschen kennen lernen und auch Frauen ... Small-Talk halten und sich unterhalten ... völlig entspannt und selbstsicher ....

Sobald ich merke, dass ich damit keine Probleme mehr habe .... fahre ich das "Party machen" und "in Bars abhängen" wieder runter denn eigentlich liebe ich auch eher die Ruhe.

ABER .... ich weiß dann, dass ich JEDERZEIT wieder Party machen könnte (wenn ich will) ... ich weiß, dass ich JEDERZEIT in eine Bar gehen kann (wenn ich will), zu einem Konzert oder wasauchimmer .... und dann ist das "auch mal alleine sein" wieder schön .... und nicht beklemmend.

Ich werde jetzt los 🙂
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich fühle mich unter Menschen unwohl, aber nicht, weil ich direkt Angst vor ihnen hätte. Schwer zu beschreiben. Zum Beispiel würde ich niemals freiwillig mir einen Döner holen und im Gehen verspeisen. Nicht, weil ich Angst hätte, mich vollzukleckern, sondern weil die Tatsache, ihn so gegessen zu haben, ihn irgendwie entwerten würde. Und das betrifft viele Dinge. Sobald Menschen da reinspielen, gehen die Sachen irgendwie...kaputt. Kennt ihr das Gefühl?

Wollte mit dem vorigen Beitrag nur sagen, dass ich es für mich schwierig fand, abzugrenzen, weil es immer noch genug Leute gibt, die einem erzählen wollen, man sei irgendwie nicht normal, weil man keine Lust auf fröhliche Gesellschaften hat, und weil viele Leute es dann auch noch schlucken und sich selber einreden, sie müssten jetzt mal...
 
Man das war gestern mal eine unvorbereitete Übung.
War weg mit Freunden(einem Pärchen), mit denen ich mich aber gut verstehe. Nichtsdestotrotz ist es natürlich trotzdem ein bischen beklemmend, denen als verzweifelter Single beim Knutschen zuzusehen usw. Aber egal.
Dann hieß es, da kommt noch so ein Mädel mit....ok.
Auf einmal hieß es, die bringt nen Kerl mit.........
So jetzt musste ich also spontan mit zwei Pärchen als 5. Rad am Wagen ausgehen inne Bar......
Oh mein Gott, was hätt ich da früher Panik bekommen und wäre angepisst gewesen.😱

ABER NICHT DIESES MAL!!!
Auf dem Weg in die Stadt, wo ich noch alleine war, bin ich dann einfach mal pfeiffend durch die Straßen gelaufen. Habe mal verschiedene Fussballmelodien usw. LAUT HÖRBAR AUCH IN ENTFERNUNG gepfiffen. Am Anfang traute ich mich nur, wenn Leute weit weg waren. Dann nach ein paar Minuten, wenn sie flüchtig an mir vorbei gingen. Als ich am Treffpunkt vorm Cinemaxx ankam, musste ich noch fast ne halbe Stunde warten. Da strömten dann immer Menschenmassen raus und ich pfiff trotzdem weiter. LAUT. Und manchmal kamen mir da hunderte entgegen aus einer Vorstellung und ich lief in die rein und pfiff. LAUUUT! Immer mehr Menschen und ich pfiff einfach weiter! Es wurd mir irgentwann egal. Irgentwann hab ich die Menschen gar nicht mehr wahr genommen. Nur noch die paar, die gegengepfiffen haben oder die Weiber, die total entgeistert losgelacht haben im Hintergrund.

Das war so lustig und als dann die 2 Paare kamen, war ich sowas von gut gelaunt, wie lange nicht mehr!!!😀😀😀
Es wurd ein lustiger Abend, ich war sogar der, der die Hauptstimmung gemacht hat(nichts mit 5. Rad am Wagen) und dann hab ich sogar noch mit der Kellnerin geflirtet und im vollen Bewusstsein darüber, dass ich ne Abfuhr kriege, sie nach ihrer Telefonnr. gefragt und dann gabs auch einen Korb!!

Und es war mir scheissegal und hat einfach nur Spass gemacht!!!😀
 

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