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Wie lebt man mit einer Sozial Phobie?

Hallo,

ich leide seit ich ein kleines Kind bin an einer Sozial Phobie.
Am Anfang war diese Phobie noch kein so extremes Problem,
doch mit der Zeit wurde es immer schlimmer und schlimmer.

Jetzt bin ich 16 Jahre alt, und kann kaum noch das Haus verlassen.
Die Schule habe ich auch abgebrochen, weil ich diese ständige
Konfrontation mit anderen Menschen nichtmehr ausgehalten habe
nachdem es an einer Schule dann auch zu einer Mobbing-Attacke
gegen mich kam. Ich kann mich einfach nichtmehr frei bewegen.
Die Angst nagt zu sehr an mir.

Wenn ich das Haus dann doch mal verlasse, was extrem selten
vorkommt, verkrampfe ich mich komplett. Ich habe keine Ahnung
wie ich mich verhalten soll. Ich habe vorher schon oft Stunden
bevor ich das Haus verlassen soll Bauchschmerzen bzw Magen-
schmerzen vor Angst. Langsam verfalle ich immer mehr in eine
Depression, ich fühle mich oft wie schwer behindert weil das
in meinen Augen einfach kein Leben mehr ist.

Ich soll meinen Abschluss diesen Sommer machen und im
September eine Ausbildung beginnen, doch auch
davor habe ich so extreme Angst, dass ich mich garnicht erst
traue zu meinen Schulbüchern zu greifen geschweigedenn mich
irgendwo zu bewerben. Ich weiss einfach nichtmehr weiter,
alle versuche aus diesem Teufelskreis heraus zu kommen
sind bisher gescheitert. Eine Therapie hat bisher auch nicht
viel an meinem Zustand geändert.

Vielleicht befinden sich in diesem Forum ja ein paar Leute
die bereits mit dieser Problematik zu kämpfen hatten.
Oder auch einfach Leute die mir Tipps geben könnten :/

Danke schonmal im vorraus!

Angst gehört zum Leben dazu und ist dazu da dass du lernst sie in den Griff zu kriegen.

Therapie ist nur so gut wie stark dein Wille ist deine Angst zu überwinden. Es ist letztlich deine Entscheidung ob du den Weg des geringsten Widerstandes gehst und dich angstvoll wie ein Kaninchen versteckst ober Mensch bist, also ein Wesen dass willens und in der Lage ist gut mit seinen Ängsten um zu gehen.

Geh sinnvollen Beschäftigungen nach, vermeide Alleinsein und Grübeleien. Mach Sport...Und weiter Therapie, Verhaltenstherapie wäre gut für dich. Und geh z.B Reiten.
Ich war als Kind auch ein ängstlicher Typ aber mir half das Reiten damals, in deinem Alter führte ich eigenständig mit meiner Freundin einen kleinen Reitstall. Mit wachsendem Selbstbewusstsein schwindet die Angst von allein.

Vermeide Genuckel an der medialen Titte wie ich es ausdrücke, also zu starke Abhängigkeit von PC- und TV-Konsum, damit kannst du dein Selbstbewusstsein nicht ausreichend aufbauen. Wichtig sind reale Kontakte vor Ort, also Leute mit denen du dich triffst und austauschst. Medienjunkies sind Flatliner, also bewegen sich zweidimensional durch Raum und Zeit...leben ein Leben ohne Tiefen und Höhen. Fantasie ist dazu da sie z.B künstlerisch aus zu leben. Im Beruf, in der Partnerschaft oder Ähnlichem. Menschen sind an sich mehrdimensional und nicht nur Flatliner aber für einige ist es bequemer sich auf einer Linie hin und her zu bewegen aus Angst vor Höhen und Tiefen.

Vermeide starke Schwarz-Weiss Sicht und Gedanken dass du total anders bist als andere Menschen. Es gibt kein entweder-oder auch kein entweder individuell oder Standard. Die Wahrheit liegt in der Mitte und du du bist sowohl Jedermann als auch gleichzeitig individuell/einzigartig. Dir nutzt aber deine Individualität gar nix wenn du sie nicht mit einbringst in die soziale Gemeinschaft. Individualität ist dazu da dass sie eine soziale Gemeinschaft bereichert und farbiger gestaltet und nicht dazu im stillen Kämmerlein zu verrotten und zu verstauben.
Du bist ein krasser Egoist wenn du dich als was Besseres oder Schlechteres siehst. Finde die Mitte und dein Gleichgewicht.

Sozialphobie ist im Grunde Angst vor sich selbst die es zu überwinden gilt.

Ich war recht früh auch recht reif und hatte mit 16 Freundinnen die über 30 Jahre alt waren aber auch gleichaltrige Freundinnen. Es gibt immer auch Menschen die ähnlich drauf sind und Gemeinsamkeiten findet man überall...sofern man richtig hinschaut also nicht nur mit Flatlinerschisshasenblick.

Ich gucke grad hier mal in die Beiträge und lese dass einige Nachts um drei posten.....ich prognostiziere dass all diejenigen die das über längeren Zeitraum tun hirnschräg drauf kommen da das Gehirn um diese Zeit an sich in einem anderen Zustand sein sollte...Tiefschlaf oder REM...zur Reorganisation. Kopfgesundheit, sprich ein Systemzustand des Hirns der in Ordnung ist ist kein Zufall sondern Ergebnis von Pflege.

Angst hat was mit der Biochemie des Hirns zu tun. Zu starke Angst entsteht durch etliche innere und äußere Auslöser.....jeder produziert sich seine eigene Angst auf gewisse Weise selbst und sehr viele durch ungesunde Lebensweise....die schlaueren merken das natürlich relativ flott.

Das mit der Konfrontationstherapie erkannte ich mit 13...es war eine gute Zeit mit vielen Herausforderungen. Neben dem Reiten habe ich Langlauf gemacht..ist super fürs Hirn mit dem Input an Glückshormonen und bringt Selbstbewusstsein, es machte vor allem Spass zusammen mit Gleichgesinnten zu trainieren.

Ich wäre an ich weniger auf die Idee gekommen mit Coladosen die man Pfiffi nennt rum zu rennen....finde ich eher kontraproduktiv und welcher Mensch hat die Zeit sich a) sowas aus zu denken und b) so was um zu setzen? Ich habe stattdessen nen Pferdestall ausgemistet und Geld damit verdient. Finde ich irgendwie eleganter und intelligenter muss ich ehrlich sagen 😀 aber nix für ungut.

Gesellschaftliche Regeln sind auf gewisse Weise wichtig, sonst würde alles in Krieg und chaos untergehen. Aber es ist natürlich nicht gut dass diese Regeln zu starr werden und zu dogmatischen Normen od.ä. In einer Massenpopulation ist dies jedoch ggf schwer umgänglich. Es bringt wenig von Idealzuständen zu träumen, jeder hat die Freiheit für sich einen Bereich auf zu bauen in dem er die Zustände die er haben will in einem gewissen Rahmen verwirklichen kann...das reicht an sich auch schon. Zu hohe und unrealistische Erwartungshaltung bringt nur Frust, Depression und Phobien....Wir leben im totalen Luxus und in friedlichen geregelten Zeiten und sollten nicht zu viel klagen und meckern....und jeder Luxus hat halt seinen Preis. Wer drauf verzichten will dem steht es frei in die Anden zu gehen oder in der Mongolei Schafe hüten oder nach Neuseeland Lachse züchten oder sowas.

Was einem hierzulande oft begegnet sind Painbodyfetischisten.
Zum Begriff hier Infos:
The pain body by Eckhart Tolle

Eltern sind auch nur Eltern und ab der Pubertät nicht mehr so wichtig. Meine Eltern waren teilweise recht krass. Mein Vater gewalttätig, meine Mutter auf gewisse Weise durch Ignoranz ebenfalls. Da half nix anderes als neue Grundregeln ein zu führen und durch zu setzen. Mit genügend Willen, Selbstbewusstsein und Durchsetzungsvermögen geht das an sich recht gut. Dort wo kaum Moral und Sozialsinn herrscht wird er halt eingeführt und Orte an denen Sozialsinn wenig keimt und wächst meidet man.
Meine Eltern waren keine guten Gesprächspartner aber es gibt ja auch außerhalb des Elternhauses ein reichliches Angebot....Ab der Pubertät sollte man also so langsam abnabeln um los zu ziehen und außerhalb des Elternhauses reichlich an Erfahrungen zu sammeln. Und man wird überall erkennen: nichts ist perfekt und man findet überall immer was zu meckern...und auch Gutes...an sich hält sich das überall die Waage. In jeder näheren Begegnung lernt man Neues dazu.

Mit meinen Eltern ist es teilweise manchmal immer noch nicht leicht. Mein Vater ist recht stur und ichzentriert, meine Mutter hatte ihn bequemlicherweise im Stadium eines verzogenen Kindes belassen, was sich auf Dauer immer unvorteilhafter erwies.....aber das ist halt Sache und Entscheidung meiner Mutter die mit ihm zusammen lebt. Es wird nun ein wenig schwierig da er nun dement ist. Um mit ihm klar zu kommen muss man in der Rolle des gestrengen Erziehers erst einmal einnorden, also runterholen vom hohen Ross um dann auf einer Ebene kommunizieren zu können. Das gesamte Leben ist per se so eine Art Rollenspiel und man braucht überall hin und wieder gewisse Kriegerfertigkeiten....gekoppelt an eine Art Ehrenkodex versteht sich. Damit will ich sagen: man kann nicht erwarten dass man Gerechtigkeit und Frieden frei Haus serviert kriegt sondern muss beides mit Herz und Verstand immer wieder herstellen.

Noch ein Tipp: das Wort "Problem" aus dem Denken und Wortschaft weitgehend eliminieren ist vorteilhaft. Man sollte von Herausforderung reden. Herausforderungen an denen man lernen und wachsen darf.

Gruß
Tyra

noch was zum Leiden: Leiden = Aufgabe das Leiden zu überwinden. Sieh es wie ein PC-Spiel und eine Aufgabenstellung die du mit Herz und Verstand lösen sollst.
Angst ist dein Freund und nicht dein Feind. Du selbst bist dir der Feind indem du Angst vor der Angst hast.
Mir half damals ein altbewährtes REzept: zur Ruhe kommen, tief in sich gehen um dort den Ort der inneren Kraft zu finden und von dort heraus wirken = proaktiv handeln um das Leben zu gestalten. Mir half auch Selbstbeobachtung und Reflexion...man tritt aus sich heraus und guckt sich seine Angst an und merkt: o.k ich habe manchmal Schiss, aber das gehört halt dazu, ich bin diese Angst nicht, ich bin ein Wesen dass in der Lage ist innere Ängste im Griff zu haben um damit gut zu leben.

Auch wichtig: nachts um drei schlafen..tief und fest....und tags z.B. Terry Pratchett lesen, schöne Dinge tun etc.in der Freizeit...versteht sich. 😉

Aus dem Zitattext oben liest sich zu viel Passivität ab.
Depression ist Aggression gegen sich selbst und andere.
Buchtipp: Krankheit als Weg von Dethlevsen/Dahlke.
In Depression fällt nur der der sich fallen läßt. Die Erwartung dass andere den Job erledigen einen ständig auf zu fangen und zu sagen was man tun soll oder so ist unangemessen und ungünstig. Jeder ist sich selbst Freund oder Feind..und es ist die eigene Entscheidung ob man sich selbst Freund oder Feind ist. Diese Entscheidung kann einem letztlich niemand abnehmen.
Die Pharmaindustrie freut sich natürlich auf all die passiven Kandidaten und Painbodyfetischisten die mit Dauerdepressionen auf ihr Pillchen warten im Frührentenstadium auf dem Sofa sitzen und in ihren Flachbildschirm starren......Brave New World?

Du hast nur ein Leben, dieses Leben mach was draus!

Nochwas zur Pubertät: Hormonchaos bedeutet Mehrarbeit in Sachen STabilisierungsarbeit...sprich viel Sport machen und natürlich artgerecht leben..sprich...Freundin, erste Partnerschaftserfahrungen und auch Sexerfahrungen = Stoffaustausch auf dieser Ebene...Nicht nur zu stark verkopft leben...und für Ausgleich sorgen.
 
Na Berliner, wie ist es dir ergangen? Interessiert mich sehr.🙂

So ich geh jetzt immer pfeiffend durch die Stadt. Ist echt die einfachste, und unkomplizierteste Übung von allen, die man spontan jederzeit, an jedem Ort machen kann. Und mit sehr großem Effekt. Sehr großer Nutzen. Es macht gute Laune und vertreibt die Ängste und die Gedanken von anderen werden einem immer mehr egal. Und vor allem: Das überträgt sich auch auf andere Lebensbereiche, das merke ich jetzt schon nach kurzer Zeit!!!!🙂
 
Hi,

Samstag: Puff-Übung wiederholt und gemerkt, dass das überhaupt kein Problem mehr darstellt. Ich habe, aus langer Weile, nach der zehnten Person aufgehört.

Am WE war ein Freund zu Besuch. Dieser leidet nicht an sozialen Ängsten. Ich habe ihn gefragt ob er sich trauen würde Frauen nach dem nächsten Puff zu fragen. Er sagte: "Das wäre ihm ziemlich peinlich". Mir ist das nicht mehr peinlich und kurz darauf sprach ich einfach eine Frau auf dem Bürgersteig (wegen dem nächsten Puff) an - mein Kumpel fragte daraufhin ob ich nicht "ganz dicht bin". 😀 Danach waren wir "brunchen" - normalerweise habe ich in überfüllten Restaurants soziale Ängste und schaue am liebsten aus dem Fenster. Am Sonnatg setzte ich mich demonstrativ mit dem Rücken zum Fenster und schaute in den überfüllten Raum. Knapp 10 Personen saßen im Umkreis von 3 Metern und sie sahen mich immer wieder mal an. Ich fühlte mich gut und erwiderte die Blicke.

Ich habe die Schwierigkeit gesteigert und vorhin eine weitere Übung durchgeführt.
Übung: Sprich auf der Straße eine Frau an und frage Sie, ohne sich zu entschuldigen, ob Sie jetzt Lust auf Sex (mit Dir) hat.

Bei der ersten Frau spürte ich eine starke Angst vor der Angst .... aber ... schon nach der ersten Überwindung ging das Schamgefühl sofort runter, bei der zweiten Frau war fast keine Überwindung mehr notwendig und ab der dritten Frau war es mir völlig egal.

Ich habe 15 Frauen angesprochen. Bei 10 Frauen spürte man starke Abneigung bzw. Unsicherheit. Einige verzogen das Gesicht und gingen einfach weiter. Ich spürte Ablehnung aber es passierte "nichts Schlimmes" und, wie gesagt, die Reaktion war mir egal. 5 Frauen haben auf diese Frage erstaunlich smart reagiert. Es sagte zwar keine "Ja" aber sie waren sehr überrascht und bei zwei Frauen hatte ich sogar das Gefühl als wenn Sie von dieser Frage "positiv stimuliert" wurden. Es ergaben sich 2 nette Small-Talks.

Die Übung werde ich morgen wiederholen. Ich habe aber jetzt schon das Gefühl, dass es mir praktisch nicht mehr schwer fällt andere Menschen einfach anzuquatschen - auch Frauen nicht (besonders wichtig für mich).

Weitere Beobachtungen die ich (nach einer Woche Übungen) gemacht habe:

  1. soziale Ängste in Bars/Restaurants sind verschwunden.
  2. soziale Ängste in Bussen/Straßenbahnen/S-Bahnen sind verschwunden.
  3. mit (Bewertungs)Blicken (wenn mir jemand gegenüber sitzt und mich anschaut), habe ich keine Probleme mehr
  4. Blickkontakt ist sehr gut geworden. Ich kann den Blickkontakt sogar so lange aufrecht erhalten bis der andere wegschaut (das konnte ich bisher nicht)
  5. bisher fiel es mir schwer in einen, mit Menschen gefüllten, Fahrstuhl zu steigen. Ich fühlte mich immer unwohl. Dieses Unwohlgefühl ist auch verschwunden. Wenn ich in den Fahrstuhl steige, lächle ich sogar.
  6. Einkaufen in einem sehr engen und, mit Menschen gefüllten, Supermarkt fällt mir nicht mehr schwer. Wenn mir jemand im Weg steht, spreche ich ihn/sie höflich aber direkt an.
  7. Ich teile meine Meinung mit und wenn mich etwas stört, sage ich das (das konnte ich bisher nicht wirklich)
  8. Ich spüre immer öfter eine völlige "Scheiß-egal-Haltung" und mache mir nur noch wenige Gedanken darüber was andere über mich denken. Extrem cool!
  9. selbst wenn man Frauen völlig dämliche/peinliche Fragen stellt, ergeben sich mit einigen ganz entspannte (und sogar sexy) Gespräche. Bis vor einer Woche war das eine völlig fremde Welt für mich.
  10. meine Einstellung, anderen Menschen gegenüber, hat sich stark verbessert. Bisher waren "die anderen" eher "Feinde" ... langsam werden sie zu "Freunden" bzw. ich freue mich neue Leute kennen zu lernen. (unglaublich, dass ich soetwas mal sage) 🙂
Zusammenfassung: Ich mache seit einer Woche die Konfrontationsübungen und zusätzlich (mehrmals täglich) kurze Visualisierungsübungen zur Stärkung der Selbstliebe/Selbstwertgefühls. Ich mache Kameratraining, verbessere meine Aussprache, meine Gestik und Mimik.

Morgen Abend gehts wieder zum Rhetorikclub.
😀

Gruß Matthias
 
Zuletzt bearbeitet:
Update:

Ich habe heute wieder die "Hast-Du-jetzt-Lust-auf-Sex-mit-mir-Übung" gemacht.

Heute habe ich die Schwierigkeit wieder ein Stück gesteigert und darauf geachtet nur richtig hübsche Frauen anzusprechen (solche bei denen ich mich normalerweise nie trauen würde ein ganz normales Gespräch anzufangen). Weil ich nur relativ wenige Frauen hübsch finde und ich länger suchen musste, hat die Übung heute fast 2 Stunden gedauert.

Ich habe wieder 15 Frauen angesprochen. Bei der ersten Frau musste ich mich ein wenig überwinden ... ab der zweiten Frau spürte ich aber keine Ängste/Hemmungen/Schamgefühle mehr.

12 Frauen haben ablehnend reagiert. Vielen verschlägt es einfach die Sprache und sie gehen dann, mit verdrehten Augen und ohne ein Wort zu sagen, weiter.

Bei 3 Frauen spürte ich wieder diese „positive Stimulierung“. Einige Frauen empfinden solch eine Frage scheinbar als willkommene Abwechslung des tristen Alltags. Keine Frau hat direkt „ja“ gesagt (darum geht es ja auch nicht) aber es ergaben sich 3 Small-Talks UND mit einer Frau habe ich ziemlich lange gequatscht und dann habe ich ihr gesagt warum ich diese Frage stelle (Konfrontationsübung -> soziale Phobie). Diese Frau (Anna) fand das so lustig, dass wir unsere Telefonnummern ausgetauscht haben und wir werden diese Woche zusammen „weg gehen“. Ob in eine Kneipe oder Kino steht noch nicht fest.

UND … die Frau sieht SUUUPER aus!

Bis vor knapp einer Woche hatte ich große Probleme überhaupt „Frauen anzusprechen“. Jetzt quatsche ich sogar die „Hübschen“ an und gehe mit einer Frau, bei der sich andere Männer umdrehen, aus.

Also … Sozial-Phobiker …. macht diese Übungen und wiederholt sie … dadurch verliert ihr nicht nur eure Ängste, ihr lernt sogar richtig scharfe Frauen kennen und könnt ein Date klar machen.

😀

"Leute anquatschen" ist für mich "durch" - damit habe ich keine Probleme mehr. Ich muss die Übungen jetzt mal steigern .... eventuell mache ich als nächstes die Dosenübung (alleine) ... diese Übung ist mit das schwerste was an "Konfrontation" möglich ist ... mal gucken ob ich das hinbekomme.

Hinweis:
Wenn ihr die Übung "Hast-Du-jetzt-Lust-auf-Sex-mit mir" macht, achtet UNBEDINGT darauf, dass die Frau alleine unterwegs und ihr Freund/Ehemann nicht in der Nähe ist. Sollte die Frau ihrem Freund/Mann erzählen was ihr gerade gefragt habt, besteht die Gefahr, dass ihr ein "paar in die Fresse bekommt". Also .... immer Augen auf .... 😀
 
Zuletzt bearbeitet:
Glückwunsch, Berliner 😉

Ich finde das lustig. Würde so eine Übung nicht machen, weil ich Angst vor den Konsequenzen hätte. Mit Leuten quatschen bedeutet, Leute an der Backe haben. Uah.

Wer drauf verzichten will dem steht es frei in die Anden zu gehen oder in der Mongolei Schafe hüten oder nach Neuseeland Lachse züchten oder sowas.

Stimmt gar nicht. Steht einem nicht frei. Das wird immer so dahingesagt, aber so leicht kriegt man ein Visum nicht und ohne Kohle geht vieles schon mal gar nicht und dafür muss man sich vorher auf den Hintern setzen. In die wenigsten Länder kann man als obdachloser Taugenichts einreisen (wie auch, angeschwommen kommen oder wie?) und schon gar nicht dort eine Existenz aus dem Boden stampfen.

Die Schwierigkeit besteht darin, in dieser Gesellschaft etwas zu erreichen - soviel zu erreichen, dass ich aussteigen kann. Wirklich aussteigen, nicht nur so ein Möchtegern-ich-geh-mal-drei-Tage-in-den-Wald-und-such-Pilze-Trip, der von vornerein zum Scheitern verurteilt ist, sondern solide durchdacht. Und diese Gesellschaft lässt einen am ausgestreckten Arm verhungern, das zeichnet sie für mich mit aus. Einerseits wird einem überall Überfluss suggeriert, andererseits ist das meiste hohl und hält nicht, was es verspricht. Das fängt beim Heiteitei-lass-uns-Freunde-sein-Getue an und geht über alle möglichen sackteuren Konsumgüter, die trotzdem in China hergestellt werden und andere ausbeuten und nach kürzester Zeit auseinanderbröckeln und schließt auch Ernährung ein, die zu großen Teilen nur noch aus leeren Kalorien und viel Chemie besteht.

Es ist sicher nicht hilfreich, alles schwarz zu malen, aber es ist genausowenig hilfreich, so zu tun, als wären Probleme nichtexistent oder als wäre hier alles super und voller Chancen. Es gibt Chancen und man kann sie ergreifen, aber der Boden ist nicht gepflastert mit Reichtum (jedweder Art).
 
Danke für die Glückwünsche.

Was ich heute gelernt habe ist .... selbst hinter den Frauen, die richtig scharf aussehen, verbergen sich oftmals ziemlich unsichere Persönlichkeiten. Eine direkte und selbstsichere (ungewöhnliche) Frage führt dazu, dass bei vielen Frauen die aufgesetzte Fassade anfängt "zu bröckeln" und man kann ihre unsichere Seite erkennen.

Diese Erfahrungen und Beobachtungen sind unglaublich und steigern mein Selbstbewußtsein ungemein. Man glaubt ja immer, hübsche Frauen sind unnahbare "Göttinnen" .... aber das ist alles quatsch .... ich muss sogar sagen, dass nicht die Überwindung, die Frage nach "hast-du-lust-auf-sex" zu stellen, den besonderen Lerneffekt auslöst sondern die Beobachtung, dass selbst "Sexgöttinnen" ganz normale Menschen sind. Sie haben auch Ängste, sind unsicher, viele sind nicht besonders klug und sie verhalten sich auch teilweise völlig "komsich" (bisher dachte ich ja immer nur ich verhalte mich "komisch"). 😀

Abschließend:
Ich spüre immer öfter und intensiver, dass es mir völlig egal ist was andere über mich denken. Es ist mir immer öfter völlig "Scheiß egal" .... genau das wollte ich erreichen ... das ist soooo unglaublich befreiend .... ich fühle mich als wenn mir "5 Findlinge" vom Herzen gefallen sind ... und wenn mich jemand nicht mag soll derjenige/diejenige sich doch einfach "verpissen" .... mir ist es sowas von scheiß egal .....

Einfach genial ist dieses Gefühl!!!!!!!!!!!!!!!!

Falls mal von euch jemand in Berlin sein sollte und Lust auf solche Übungen hat, meldet euch einfach bei mir. Wir ziehen dann durch die Stadt, üben ein wenig und die nächsten 15 bis 30 "Sexgöttinnen" sind dann fällig. 😉
 
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Man kann damit leben, irgendwie, aber es wird auch ein lebenslanger Kampf bleiben, in dem man sich auch unbedingt gestatten sollte, zum einen seine anders als bei anderen engeren Grenzen zu wahren und zum zweiten Pausen im Bemühen um ein halbwegs normalen Alltagsablauf einzulegen.
 
Ich persönlich kann sagen, dass es kein "lebenslanger Kampf" ist und man damit nicht leben muss. Schon nach einer Woche Konfrontationsübungen sind die sozialen Ängste sowas von verschwunden, dass ich das selbst icht ganz glauben kann.

Die meisten Sozial-Phoniker schaffen es einfach nicht sich zu überwinden und sich in der Öffentlichkeit "zum Affen zu machen" und deshalb verschwinden die sozialen Ängste auch nicht.

Aber das muss jeder selbst wissen wie weit er/sie gehen mag. Ich jedenfalls habe keinen Bock mehr auf "soziale Ängste".

Ich habe mich entschieden ein Leben OHNE Angst führen zu wollen aber wenn DU weiter leiden willst, ist das deine Entscheidung.
 
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