P
primavera7
Gast
Traurig ist so was.Ich glaube, dass du
-weder theologisches Fachwissen besitzt
-noch fähig bist Bibelstellen zu verstehen
-die Bibel jemals gelesen hast
-nur von deiner eigenen Meinung ausgehst
-alles tust um die Bibel und die katholische Kirche schlecht zu reden
-keine positive Seite an den Katholiken akzeptieren willst
schlussendlich keine Ahnung hast 😉
Gut, dass nicht alle so denken.
Ich habe heute als Katholikin an einem evangelischen Gottesdienst teilgenommen bzw. ihn sogar aktiv mitgestaltet. Seit kurzem musiziere ich ab und zu mit dem dortigen Kirchenchor. Es war ein Abendmahlsgottesdienst, und da die Einladung zum Abendmahl nach protestantischem Verständnis von Christus ausgeht, lud der Vikar auch getaufte Angehörige anderer christlicher Konfessionen ausdrücklich dazu ein. Wegen des anderen Abendmahlsverständnisses meiner Kirche konnte ich der Einladung leider nicht folgen, obwohl ich es gern getan hätte. Ich hätte mich ja einfach darüber hinwegsetzen können, aber dann wäre ich auch in einen Gewissenskonflikt geraten. Werde mich demnächst mal mit meinem Vermieter, der katholische Theologie studiert hat, darüber unterhalten, ob nicht unter bestimmten Voraussetzungen Ausnahmen möglich sind.
Dass eine Gemeinschaft zwischen Katholiken und Protestanten beim Abendmahl noch nicht möglich ist, habe ich jedenfalls in dieser Situation als schmerzlich empfunden, vielleicht gerade deshalb, weil ich es heute zum ersten Mal am eigenen Leibe erfuhr. Da ich nie verheiratet war, weiß ich auch nicht, wie Paare in konfessionsverschiedenen Ehen, wenn ihnen der Glaube überhaupt noch beiden etwas bedeutet, damit umgehen.
Es würde mir aber im Traum nicht einfallen, hier über Protestanten herzuziehen, nur weil sie ein anderes Abendmahlsverständnis haben. Auch käme ich niemals auf die Idee, deren Glauben schlecht zu reden. Ich stamme aus einer Stadt mit überwiegend protestantischer Bevölkerung, und so wurden früher schon morgens in der Schule mit der evangelischen Lehrerin Gebete von Dietrich Bonhoeffer gebetet und Lieder von Paul Gerhardt gesungen. Das ist mir nicht fremd, sondern von Kindheit an sehr vertraut. Ich habe auch heute in der evangelischen Gemeinde sehr nette, aufgeschlossene Leute kennen gelernt und mich wohl gefühlt. Ich finde, Protestanten und Katholiken sollten sich mehr aufeinander zubewegen und sich auf ihre gemeinsamen Wurzeln besinnen. Aber das ist fast schon wieder ein Thema für einen eigenen Thread...
Ich verstehe absolut nicht, warum derselbe gegenseitige Respekt in diesem Forum nicht auch zwischen Gläubigen und Atheisten möglich ist.
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