Ich denke auch, dass es kaum jemanden Ärmeres gibt als Büroangestellte im Deutschland in diesen Tagen. Wann will man denn da noch mal was für sich machen? Etwa nach Feierabend? Aber am Wochenende? Oder an einem Feiertag? Oder gar während der etwas fünf bis sechs Wochen Urlaub?
Bei allem Verständnis für alle psychischen Probleme, sollte man diese aber eben auch als das benennen: psychische Probleme.
Wir haben hier historisch und global betrachtet ein Paradies. Und selbst hier und jetzt müssen die meisten mehr fürs Überleben und Leben tun, als ein paar Stunden in einem Büro zu sitzen.
Du leidest wirklich, das spreche ich dir nicht ab. Aber du musst dich um Hilfe bemühen, das, woran du leidest, ist halt das ganz normale Leben eines Menschen, und zwar in wohl einer seiner schonendsten Ausprägungen.
(Vermutlich wird auch das hier wieder wegmoderiert, weil schon die Realität hier niemandem mehr zugemutet werden kann.)