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    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Wer leidet auch weil er/sie arbeiten muss?

Jetzt muss ich jeden Abend früh ins Bett, jeden Tag früh aufstehen und kann nicht einfach mal unter der Woche mittags was unternehmen. Ich fühle mich einfach so unfrei. Dazu kommen noch unendlich viele Meetings die teilweise so sinnlos sind etc. Das hamsterrad hat mich einfach voll im Griff und bin auch nicht mutig genug gerade auszubrechen.

100 % same bei mir........
Dieses Hamsterrad, dieser ewige Rhythmus......
 
Habt ihr alle im Büro so starre Zeiten?
Wie habe jeden Tag unser Zeitfenster von 6 bis 20 Uhr. Solange keine Termine oder Dienste sind, kann jeder bei uns seine Arbeitszeit frei einteilen. Das ganze in Verbindung mit einem Zeitkonto, das man ziemlich weit im Plus und minus benutzen kann.

Vielleicht nach dem Gespräch mit dem Psychologen mal über den Tellerrand blicken und schauen, was andere Firmen zu bieten haben.
 
Aber weiß bis heute nicht, was ich ansonsten machen könnte.

Ich habe immer überlegt, das hätte ich nicht gemacht, dies hätte ich nicht gemacht, aber was ich hätte machen sollen, keine Idee. Ich habe mit 15 Jahren angefangen zu arbeiten und hatte keinen blassen Schimmer was ich machen wollte. Meine Schwester ist dann auf die Idee gekommen, Rechtsanwaltsgehilfin. Das habe ich dann gemacht und zack saß ich im Büro. Nach der Ausbildung kaum Geld verdient und ich bin in die Industrie gegangen, da bekam ich das Doppelt an Gehalt.

Das einzige was mich da aufrecht gehalten hat, war das Geld. Für das Geld musste ich etwas tun und das habe ich gemacht.

Ich bin jetzt in Rente. Eines Tages habe ich mit VHS eine Führung in der Oper gemacht, wir kamen in die Werkstatt, in die kleine Werkstatt und das war es, da hätte ich gerne gearbeitet. Ich bin auch handwerklich interessiert, male und das wäre es gewesen. Es hat mir gut getan zu wissen, was ich gerne gemacht hätte. Es war nicht mehr so aussichtslos, dass für mich nichts passendes gegeben hätte.
 
Ich denke auch, dass es kaum jemanden Ärmeres gibt als Büroangestellte im Deutschland in diesen Tagen. Wann will man denn da noch mal was für sich machen? Etwa nach Feierabend? Aber am Wochenende? Oder an einem Feiertag? Oder gar während der etwas fünf bis sechs Wochen Urlaub?

Bei allem Verständnis für alle psychischen Probleme, sollte man diese aber eben auch als das benennen: psychische Probleme.

Wir haben hier historisch und global betrachtet ein Paradies. Und selbst hier und jetzt müssen die meisten mehr fürs Überleben und Leben tun, als ein paar Stunden in einem Büro zu sitzen.

Du leidest wirklich, das spreche ich dir nicht ab. Aber du musst dich um Hilfe bemühen, das, woran du leidest, ist halt das ganz normale Leben eines Menschen, und zwar in wohl einer seiner schonendsten Ausprägungen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Meine Schwester ist dann auf die Idee gekommen, Rechtsanwaltsgehilfin. Das habe ich dann gemacht und zack saß ich im Büro. Nach der Ausbildung kaum Geld verdient und ich bin in die Industrie gegangen, da bekam ich das Doppelt an Gehalt.

witzig, auch bei mir so!
Habe bei einem Anwalt begonnen, die Bezahlung war ein Witz.
Noch dazu Mobbing durch die Kolleginnen.
Ich habe es 3 Jahre durchgehalten, unter vielen Tränen und seelischem Schmerz.

Jetzt bin ich in einer anderen Branche im Büro, viel besser bezahlt.
Und die Kollegen sind nett.

Immerhin habe ich es mir dahingehend sehr verbessert.
 
Du leidest wirklich, das spreche ich dir nicht ab. Aber du musst dich um Hilfe bemühen, das, woran du leidest, ist halt das ganz normale Leben eines Menschen, und zwar in wohl einer seiner schonendsten Ausprägungen.

ja, das ist mir bewusst.
Ich weiß ja vom rationalen Verstand her, dass ich es eigentlich jetzt recht gut habe.
Dennoch bin ich eben leider nicht glücklich.
Es liegt an mir, nicht an dem Job an sich.
 
Ich denke auch, dass es kaum jemanden Ärmeres gibt als Büroangestellte im Deutschland in diesen Tagen. Wann will man denn da noch mal was für sich machen? Etwa nach Feierabend? Aber am Wochenende? Oder an einem Feiertag? Oder gar während der etwas fünf bis sechs Wochen Urlaub?

Bei allem Verständnis für alle psychischen Probleme, sollte man diese aber eben auch als das benennen: psychische Probleme.

Wir haben hier historisch und global betrachtet ein Paradies. Und selbst hier und jetzt müssen die meisten mehr fürs Überleben und Leben tun, als ein paar Stunden in einem Büro zu sitzen.

Du leidest wirklich, das spreche ich dir nicht ab. Aber du musst dich um Hilfe bemühen, das, woran du leidest, ist halt das ganz normale Leben eines Menschen, und zwar in wohl einer seiner schonendsten Ausprägungen.

(Vermutlich wird auch das hier wieder wegmoderiert, weil schon die Realität hier niemandem mehr zugemutet werden kann.)

Wenn man so argumentiert, kann man das Forum dicht machen, weil es uns ja sowieso allen total gut gehen muss.

Ich würde unterscheiden: Hier geht es um ein persönliches Thema, um persönliche Empfindungen und Probleme. Hier geht es nicht um eine politische Diskussion.
 
Ich denke auch, dass es kaum jemanden Ärmeres gibt als Büroangestellte im Deutschland in diesen Tagen. Wann will man denn da noch mal was für sich machen? Etwa nach Feierabend? Aber am Wochenende? Oder an einem Feiertag? Oder gar während der etwas fünf bis sechs Wochen Urlaub?
War das 1871 noch traumhaft, als alle noch über 70 Stunden gearbeitet haben und jeder sich verwirklichen konnte.

Was das Verhältnis Arbeitszeit zur Freizeit angeht, hat es keine Generation so angenehm gehabt wie die heutige.
 

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