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Wer leidet auch weil er/sie arbeiten muss?

Was die Kunden euch jetzt als Floristin nicht zahlen, können sie wenigstens später abdrücken. Hab ich mir als Übersetzer auch gesagt, gut ihr beutet mich jetzt aus (und als Selbstständiger gibt es noch nicht mal Mindestlohn), dann beschwert euch nicht, wenn ihr mir später die Grundsicherung zahlen müsst.
Ich denke, man kann niemanden vorwerfen, Grundsicherung zu beziehen, denn Grundsicherbezieher sind Rentner bzw. arbeitsunfähig.
Man kann allerdings jedem Menschen nur empfehlen nicht in soziale System zu rutschen, so wie @Black es ja sagt:
en vom Bürgergeld leben und das hat mich echt an meine Grenzen gebracht.
Nicht alleine des Geldes wegen sondern als Teil der Selbstidentifikation und Selbstachtung.

Arbeit ist wichtig für einen selbst! Das beginnt bereits dabei wie man mit anderen Menschen sozial umgeht. Geh mal auf ein Date und sag "Ich lebe von der Stütze". Menschen, die lange aus dem Arbeitsmarkt raus sind, sind oft komisch. Manche leben gerade zu in Parallelwelten, manchen fehlen soziale Kontakte oder sie haben keinen geregelten Tagesablauf mehr.

Ja, es kann blöd sein um 6 Uhr Morgen für die Arbeit aufstehen zu müssen aber ich stelle oft fest, dass ich an einem freien Urlaubstag weniger privat schaffe als an einem Arbeitstag, weil Struktur und Selbstdisziplin flöten gehen.

Klar, Struktur kann auch auch Familie schaffen oder ein Studium. Man muss nicht einer klassischen Lohntätigkeit nachgehen, allerdings gehört mich mich zum Leben Arbeit und sich selbst zu unterhalten zum absoluten Kern meiner Selbstachtung. Umgekehrt achte ich Menschen mehr, die lange im Leben gearbeitet haben. Das sind Menschen, die für sich aber auch der Gesellschaft einen großen Nutzen erbracht haben.

Und ich finde das muss man in heutigen Zeiten immer mal wieder betonen: Man lebt nicht alleine auf der Welt. Man ist Teil einer sozialen Gemeinschaft zu der ein Geben und Nehmen gehört. Und das Geben ist etwas, auf das man stolz sein darf - egal ob man Übersetzer, Verkäufer, Manager, Pilot oder sonstwas ist.
 
ich finde es schwierig, Arbeit nur abhaken zu müssen.
Arbeit muss nicht super Spaß machen, aber sie sollte einem zumindst nicht viel ausmachen, zumindest nicht die ganze Zeit.
ich habe Jobs gehabt, die ich echt gehasst habe, wo ich mir jeden Morgen überlegt habe, wie ich drumrum komme.
Langfristig habe ich die auch aufgegeben, Pflichtbewusstsein hin oder her.
Und dann hatte ich einen Job, bei dem ich viele Jahre keinen Urlaub genommen hatte einfach, weil der Job wie Hobby war.
Langfristig ganz ohne Arbeit wird man nicht glücklich, vor allem auch weil man echt unterschätzt, wieviel Geld Freizeit eigentlich kostet 🙂

Deswegen:
ich würde mir an Deiner Stelle überlegen, was genau Du jobmäßig machen willst.
Und dann darauf hinarbeiten.
So, dass Arbeit und "Vergnügen" ein kleines Stück weiter zusammen rücken.
Der Sozialstaat gibt pro Jahr über 1 Billion (!!) aus, um Leute zu unterstützen,
da findet sich bestimmt irgendwo auch für Dich ein Topf der Dir hilft, eine neue Ausbildungs- oder Studienzeit passend zu überbrücken.
 
Nachkriegsjahre.


Leider nein.

Nein, mit Sicherheit nein.
Gerade in den Nachkriegsjahren gab es doch soooo viele Chancen,
wirtschaftlicher Aufbau, handwerklicher Aufbau, Bildungssystem am Boden, Verwaltung musste neu aufgebaut werden...
keinen Plan, wie man es damals geschafft hätte, echt niemanden zu finden, für den man sich einbringen konnte.
ab 1950, nach Gründung der BRD, ist die Arbeitslosigkeit fast schon exponentiell gesunken
Was die <Leute damals in schlechten Arbeitsverhältnissen gehalten hat bzw.
in der Arbeitslosigkeit,
waren verkrustete Vorstellungen von vor dem Krieg, die was mit Standesbewusstsein zu tun hatten.... keine Vorstellungen, keinen Mut, was anderes als die Eltern auszuprobieren,
eine andere Schule als die Geschwister zu besuchen, einen "neuen" Job zu erlernen, lebenslanges Lernen war noch kein Thema...
ökonomische Not in der Zeit war viel (!!) hausgemacht, da die Leute unflexibel im Geiste waren...
das lag aber NICHT an der Wirtschaftslage.
 
Nein, mit Sicherheit nein.
Gerade in den Nachkriegsjahren gab es doch soooo viele Chancen,
wirtschaftlicher Aufbau, handwerklicher Aufbau, Bildungssystem am Boden, Verwaltung musste neu aufgebaut werden...
keinen Plan, wie man es damals geschafft hätte, echt niemanden zu finden, für den man sich einbringen konnte.
ab 1950, nach Gründung der BRD, ist die Arbeitslosigkeit fast schon exponentiell gesunken
Was die <Leute damals in schlechten Arbeitsverhältnissen gehalten hat bzw.
in der Arbeitslosigkeit,
waren verkrustete Vorstellungen von vor dem Krieg, die was mit Standesbewusstsein zu tun hatten.... keine Vorstellungen, keinen Mut, was anderes als die Eltern auszuprobieren,
eine andere Schule als die Geschwister zu besuchen, einen "neuen" Job zu erlernen, lebenslanges Lernen war noch kein Thema...
ökonomische Not in der Zeit war viel (!!) hausgemacht, da die Leute unflexibel im Geiste waren...
das lag aber NICHT an der Wirtschaftslage.
Ich denke Nachkriegsjahrn gab es für Diejenigen gute Chancen, die schon gut ausgebildet waren, in ich sag mal in gute "Büro-oder Lehrtätigkeiten" zu kommen. Das Groß der Menschen, war mit den knochenharten Jobs des Wiederaufbaus auf Baustellen als Arbeiter beschäftigt. Oder sie bauten sich selbst Häuser und wurden Landwirte um sich selbst versorgen zu können. Zumindest war das auf dem Land bestimmt so. Mein Großvater zählte als Kriegsrückkehrer zu diesen Menschen. Zum Glück gabs auch damals schon Fördergelder, was aber ja auch alles erst im Aufbau war. Das Fördergeld gabs nur weil er mit Frau und 6 Kindern seinen Bauernhof aufbaute. Man musste froh sein "über die Runden" zu kommen.
Heute gehen die Leute bei kleinsten psyschichen Beschwerden zur Therapie und oh weh die "Wok Life Balance" stimmt nicht. Aus damaliger Sicht sicherlich lächerlich.
 

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