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Wer leidet auch weil er/sie arbeiten muss?

Ich bin kein Macher.
Das muss man vom Typ her sein.
Ich bin ein sehr passiver Mensch, was berufliches anbelangt.
Selber was aufbauen würde ich mir niieeeee im Leben zutrauen.
Den Biss hätte ich nicht.
Wüsste nicht mal einen Bereich in dem ich selbständig irgendwas machen könnte.
Und würde es mir nicht zutrauen .

Das ist eine gute Erkenntnis und schützt vor dem Ruin.
 
Ja, anscheinend kenne ich zu viele Leute, die nicht arbeiten.
Sogar in der Famile (kleine Geschwister von mir und meinem Partner) ist es der Fall.
Auch bei Freundschaften ziehe ich anscheinend die Arbeitsunwilligen unbewusst an.
Wobei mir das eigentlich nicht gut tut, weil es mir ja umso schwerer fällt zu arbeiten während viele in meinem Umfeld das nicht tun.

Dann wechsle dein Umfeld, kein Wunder wenn man täglich hört wie scheiße arbeiten doch ist.
 
Ohne Moos nix los. Willst du das nix los ist?
Also ich nicht. Ich lebe nur 1x und dann möchte ich kein langweiliges Leben am Existenzminium, fahre täglich in meiner eigenen Ortschaft mit dem Fahrrad umher und weiß nicht woher ich beim nächsten Geburtstag im Verwandtenkreis 30 Euro für ein Geschenk her nehmen soll.

Was nützt komplette Tagesfreizeit wenn du einfach gar nichts unternehmen kannst? Und jetzt erzählt mir nicht "Dann gehe ich schön in den Stadtpark, das ist kostenlos"! Ach, jeden Tag? Nicht wirklich.
 
Ohne Moos nix los. Willst du das nix los ist?
Also ich nicht. Ich lebe nur 1x und dann möchte ich kein langweiliges Leben am Existenzminium, fahre täglich in meiner eigenen Ortschaft mit dem Fahrrad umher und weiß nicht woher ich beim nächsten Geburtstag im Verwandtenkreis 30 Euro für ein Geschenk her nehmen soll.

Was nützt komplette Tagesfreizeit wenn du einfach gar nichts unternehmen kannst? Und jetzt erzählt mir nicht "Dann gehe ich schön in den Stadtpark, das ist kostenlos"! Ach, jeden Tag? Nicht wirklich.

Ich kann dem nur zustimmen und auch die Aussage: Umfeld wechseln, wenn man im Umfeld lebt, dass nur am Nörgeln ist

Nochmal, auch wenn man mir wieder Totschlagargument vor den Füssen wirft:

Es gibt soviel zu danken: für den gesunden Körper, für nicht hungern müssen für Dusche, Dach übern Kopp und ich bin froh, dass ich MEIN Geld verdienen kann.

Kannst Du keinen Sinn deiner Arbeit abgewinnen? Ich arbeite mit Patienten und es gibt immer Momente, die so kostbar sind. Bsp. rufen die aus dem Taxi mich an und fragen ob ich gleich kurz zur Therapie komme. Das ist so schön, wenn Interesse gezeigt wird. E-Mail, die ich an einen fremden Menschen, beruflich schreiben muss, die freundlich formuliert ist, merke ich an der Antwort, dass auch bei ihm oder ihm freundlich zurück kommt und sogar es klein bisschen privat wird. Wenn es so viel angeödete Menschen gibt, gibt es auch viele Menschen, die sich über freundlich E Mails freuen.

Beim Einkauf ist ein Mann an der Kasse, der immer kleine Scherze macht....Er hat auch einen langweiligen Job, aber kleine Gespräche mit Menschen versüßen das Leben

Gibt es nicht irgendwas in Deinem Beruf, der ein Schmunzeln auf Deine Lippen zaubert?

Wenn es gar nicht geht musst Du Dich krank schreiben lassen und vielleicht hast Du die Chance auf Frührente. Die einzige Verpflichtung ist, dass du dann nach einer gewissen Zeit nachweisen musst, dass du immer noch krank bist um Leistungen zu erhalten. Geh zum Neurologen verschreib dir paar Glückspillen...Das wollen die Träger gerne sehen, paar mal Kur usw. VDK hilft dir bei rechtlichen Fragen

Sich jeden Tag zu bestätigen, dass alles sch.... ist verschlimmert es, nicht nur die Arbeit. Wenn man sich den Klagemodus erstmal zu eigen gemacht hat, ist es eine üble Gewohnheit. Ich will damit sagen, dass Deine Zufriedenheit bei dauerhaften Zuhausebleiben nicht besser wird, ich vermute das

Also, sonst geh doch einfach zum Doc und lasse Dich krank schreiben, wenn Deine Gesundheit darunter leidet.

Ich verabschiede mich hier. Alles Gute und viel Spaß, offenes Herz und viele neue Erlebnisse heute, was immer ihr da draußen macht

Kolya
 
Wobei es aber eben NICHT so ist, dass jeder arbeiten muss.

Hast du schon mal darüber nachgedacht, dass das Leben, dass du führen möchtest, aber darauf begründet ist, dass dann andere sehr wohl arbeiten? Andere teeren bei Gluthitze die Straßen, auf denen du in dem Auto fährst, das andere für dich am Fließband gebaut haben. Wenn du einen Unfall hast, schneiden dich andere auch am Wochenende aus dem Wagen und wieder andere flicken dich wieder zusammen. Meinst du, die haben immer Lust darauf? Meinst du, die wären nicht lieber mit Partner:in und Kindern am Strand?

Es gehört zum Erwachsenwerden, dass man versteht, dass es neben dem, was man gerne tut, auch Dinge gibt, die man tun muss. Du stellst dich da quer - und leidest nur selbst darunter. Du bist noch nicht mal konsequent. Wärest du konsequent, würdest du nicht arbeiten, müsstest dann aber zurecht auf vieles verzichten, was im Leben Spaß macht. Stattdessen arbeitest du, bist aber ständig frustriert.

Wie man sich dann einer Therapie so verschließen kann, ist mir ein Rätsel.

Therapeut:innen sind übrigens auch nicht dazu da, dir zu sagen, was du hören willst. Der Satz, jeder müsse arbeiten, ist doch im Kern richtig. Vor ein paar Jahrzehnten haben Frauen dafür gekämpft, dass sie es dürfen...

Aus meiner bescheidenen Sicht steckt da noch erheblich mehr dahinter als nur Unlust zu arbeiten. Das wirst du aber alleine nicht rausfinden.

Es hat aber auch jede*r das Recht, unglücklich zu bleiben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du hast in Deinem Eingangspost geschrieben, dass Du Dir keine andere Arbeit suchen magst oder kannst, weil Du irgendwie "gelähmt" bist.

Was ist das denn für eine Lähmung? Könntest Du nicht versuchen, ganz kleine Schritte zu machen? Vielleicht mal erst vorsichtig Stellenanzeigen anschauen? Mal zu einer Arbeitsberatung gehen?

Was würdest Du denn mit Deiner Zeit anfangen, wenn Du gar nicht mehr arbeiten müsstest? Meinst Du, das würde Dich glücklich machen?

Ich habe da so meine Zweifel. Ich konnte eine ganze Zeitlang in meinem Leben aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeiten. Das war kein Spaß. Menschen brauchen das Gefühl, etwas Produktives zu machen, ein Rädchen im Getriebe zu sein.

Ganz bestimmt gibt es auch irgendwo für Dich einen Arbeitsplatz, an dem Du Dich wohlfühlst.
Du musst ihn nur finden. Aber wenn man nicht sucht, kann man auch nichts finden.
 

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