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Wer arbeiten will, bekommt auch eine !

In dieser und in ähnlich gearteten Diskussionen kommt immer wieder - darauf kann man Wetten abschließen - das Argument mit dem Krankenpfleger oder Altenpfleger.
Und was heißt das jetzt? Dass man dieses Argument nicht bringen darf? Mir sind diese Wetten bislang nicht bekannt gewesen und habe das Argument deswegen im Kopf gehabt, weil ich beruflich unter anderem damit zu tun habe (ich selbst bin aber nicht im Pflegebereich tätig). Deswegen bleibe ich bei meinem Beispiel, egal, ob darüber auch Wetten kursieren oder nicht.
 
Wer arbeiten will, bekommt auch eine !

Wie alle Pauschalaussagen ist der Satz losgelöst gesehen eine Provokation für Menschen, die es nicht leicht haben eine Arbeit zu bekommen.
Jeder Mensch muss individuell betrachtet werden und nicht jeder kann in jeder Lebenslage mal eben einen Job finden.

Nun kommt das große ABER:
Die meisten Menschen stehen selbst ab Steuerrad ihres Lebens. Sie lenken es selbst.
Ja, der 60 Jährige ohne Qualifikation, mit Erkrankungen und Knast-Vergangenheit wird schwer einen Job kriegen, aber so wird ein Mensch nicht geboren.
Man erreicht nichts im Leben wenn man immer nur die Gründe sucht, warum es nicht geht. Die Schuld bei anderen suchen hilft nicht.

Was Erfolgreiche von Erfolglosen Menschen unterscheidet ist, dass die Erfolgreichen in Lösungen denken statt in Problemen.

Ich habe das selbst sehr spät im Leben verstanden.
Ein erfolgloser Mensch beschränkt sich z.B. bei der Jobsuche auf Berufe, die er kann; wo er sich sicher fühlt. Er hat Angst vor neuen Herausforderungen zu scheitern. Er qualifiziert sich nach seiner ersten Ausbildung (wenn er überhaupt eine macht) nie weiter. Er sitzt 20 Jahre bei ALDI an der Kasse und wunder sich dann dass die Zeit ihn überholt hat. Er ist nicht faul oder dumm, aber passiv.

Ein erfolgloser Mensch kann sogar sehr fleißig sein - was für ihn selbst umso ungerechter erscheint. Er arbeitet Jahrzehnte lang in seinem Beruf hart und erwartet Aufmerksamkeit und Lohn. Er "erwartet"... passiv. Er sucht nicht das Gespräch für eine Lohnerhöhung sondern er wartet.

Er spart brav auf seinem Girokonto Geld an und wundert sich, dass auch sein Erspartes kaum wächst. Aber auch sein Geld lässt er eben passiv rumliegen. Er denkt in Problemen, was mit seinem hart Ersparten passieren könnte, wenn er es anlegt, statt in Lösungen wie er durch gute Geldanlage sein Traumhaus ersparen oder seine Rente aufbessern könnte.

Der Erfolglose verdammt sich selber durch Passivität zum Spielball Anderer zu werden. Ich würde den Satz etwas umdrehen:

"Wer sein Leben selbstbewusst steuert, hat meist gute Chancen Geld zu verdienen"

"Wollen" alleine hilft nichts. Ich will vielleicht auch reich werden, aber der Wille alleine lässt kein Geld vom Himmel regnen.
 
Guter Vergleich, denn ähliche Sprüche habe ich auch häufiger schon gehört und gelesen. Generell scheint es bei solchen Sprüchen darum zu gehen, die Gründe für ein Scheitern ganz oder überwiegend beim Betroffenen zu sehen. Egal, ob man arbeitslos oder krank wird, oder anderweitig scheitert: dem Betroffenen die Schuld zuzuschieben, scheint unter anderem den Vorteil zu haben, dass man sich selbst damit das beruhigende Gefühl vermittelt: "Mir kann das zum Glück nicht passieren, denn ich verhalte mich nicht so, dass es passieren könnte."
 
Und was heißt das jetzt? Dass man dieses Argument nicht bringen darf? Mir sind diese Wetten bislang nicht bekannt gewesen und habe das Argument deswegen im Kopf gehabt, weil ich beruflich unter anderem damit zu tun habe (ich selbst bin aber nicht im Pflegebereich tätig). Deswegen bleibe ich bei meinem Beispiel, egal, ob darüber auch Wetten kursieren oder nicht.

Natürlich darfst Du den bringen, Arktur. Er hat auch noch eine gewisse Berechtigung, denn jetzt kann sich unsere Gesellschaft so eine Denkweise (noch) leisten. Das war schon einmal ganz anders und es kann gut sein, daß es wieder so wird wie damals.
Das mit den Wetten war metaphorisch gemeint, und ich glaube, das weißt Du auch.
 
Kurz & knackig:
Der Spruch ist wie 'Wer auf sich acht gibt, wird nicht krank'.
Eine Plattitüde mit einem wahren Kern, aber eben eine Plattitüde.

Blödsinn, das ist ein Vergleich wie zwischen Äpfeln und Melonen. Da reicht nicht einmal der Plattitüdenvergleich von Äpfeln und Birnen aus.
 
Der Spruch stimmt, wenn man Abstriche an die eigenen, oft hoffnungslos überzogenen Ansprüche macht. Denn Arbeit gibt es immer und überall.
Stamme selbst aus einer Familie, wo meine Mutter und ihre Schwester, mangels brauchbarer Ausbildung (hat der Vater verweigert) jede Arbeit zum Geldverdienen annehmen mußten die sie fanden, als Putzfrauen für die Besserverdiener in der Gegend, als Akkordarbeiter in der Fabrik und als Hilfskräfte bei Bauern in der Umgebung. Bezahlung mies, logisch, aber besser als das kleine, vom Vater hinterlassene Häuschen aufgeben und auf Miete und vom Staat leben zu müssen. Zusammen mit der Witwenrente der Mutter hat es gereicht, wenn auch nie Luxus möglich war, kein Urlaub woanders, nicht mal ein eigenes Auto.
 
Wie alle Pauschalaussagen ist der Satz losgelöst gesehen eine Provokation für Menschen, die es nicht leicht haben eine Arbeit zu bekommen.
Jeder Mensch muss individuell betrachtet werden und nicht jeder kann in jeder Lebenslage mal eben einen Job finden.

Nun kommt das große ABER:
Die meisten Menschen stehen selbst ab Steuerrad ihres Lebens. Sie lenken es selbst.
Ja, der 60 Jährige ohne Qualifikation, mit Erkrankungen und Knast-Vergangenheit wird schwer einen Job kriegen, aber so wird ein Mensch nicht geboren.
Man erreicht nichts im Leben wenn man immer nur die Gründe sucht, warum es nicht geht. Die Schuld bei anderen suchen hilft nicht.

Was Erfolgreiche von Erfolglosen Menschen unterscheidet ist, dass die Erfolgreichen in Lösungen denken statt in Problemen.

Ich habe das selbst sehr spät im Leben verstanden.
Ein erfolgloser Mensch beschränkt sich z.B. bei der Jobsuche auf Berufe, die er kann; wo er sich sicher fühlt. Er hat Angst vor neuen Herausforderungen zu scheitern. Er qualifiziert sich nach seiner ersten Ausbildung (wenn er überhaupt eine macht) nie weiter. Er sitzt 20 Jahre bei ALDI an der Kasse und wunder sich dann dass die Zeit ihn überholt hat. Er ist nicht faul oder dumm, aber passiv.
[…]
Ein erfolgloser Mensch kann sogar sehr fleißig sein - was für ihn selbst umso ungerechter erscheint. Er arbeitet Jahrzehnte lang in seinem Beruf hart und erwartet Aufmerksamkeit und Lohn. Er "erwartet"... passiv. Er sucht nicht das Gespräch für eine Lohnerhöhung sondern er wartet.
Der Erfolglose verdammt sich selber durch Passivität zum Spielball Anderer zu werden. Ich würde den Satz etwas umdrehen:

"Wer sein Leben selbstbewusst steuert, hat meist gute Chancen Geld zu verdienen"

"Wollen" alleine hilft nichts. Ich will vielleicht auch reich werden, aber der Wille alleine lässt kein Geld vom Himmel regnen.
Ich möchte Dir auch in Worten für diesen Post danken.
Man muß nicht einmal reich werden damit. Man muß den Lebensunterhalt und die Versorgung der Familie davon bestreiten können.
 
Er spart brav auf seinem Girokonto Geld an und wundert sich, dass auch sein Erspartes kaum wächst. Aber auch sein Geld lässt er eben passiv rumliegen. Er denkt in Problemen, was mit seinem hart Ersparten passieren könnte, wenn er es anlegt, statt in Lösungen wie er durch gute Geldanlage sein Traumhaus ersparen oder seine Rente aufbessern könnte.


Könnte auch daran liegen, dass er mit seinem Lohn kaum über die Runden kommt und dieser Dauerstress ihn daran hindert, über den eigenen Tellerrand hinauszusehen.

Arktur meinte:
Egal, ob man arbeitslos oder krank wird, oder anderweitig scheitert: dem Betroffenen die Schuld zuzuschieben, scheint unter anderem den Vorteil zu haben, dass man sich selbst damit das beruhigende Gefühl vermittelt: "Mir kann das zum Glück nicht passieren, denn ich verhalte mich nicht so, dass es passieren könnte."

Wenn bei einem alles glatt läuft und man eine Bilderbuch-Karriere hinlegt, kann man leicht den Eindruck bekommen, man hätte das nur durch Fleiß und harte Arbeit erreicht und äußere Faktoren spielten keine Rolle. So schließt man dann leicht von sich auf andere und denkt dann "Tja, hätte er sich eben mehr angestrengt."
 
Wenn bei einem alles glatt läuft und man eine Bilderbuch-Karriere hinlegt, kann man leicht den Eindruck bekommen, man hätte das nur durch Fleiß und harte Arbeit erreicht und äußere Faktoren spielten keine Rolle. So schließt man dann leicht von sich auf andere und denkt dann "Tja, hätte er sich eben mehr angestrengt."

Und wenn das nicht der Fall ist? Darf ich dann darauf hinweisen, dass lösungsorientierte Ansätze hilfreicher sind als problemorientierte?
 

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