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Wenn man seinen Eltern den Tod wünscht

  • Starter*in Starter*in Fuechsin
  • Datum Start Datum Start
Ich war als Jugendliche ´mal so überfordert, dass ich im Beisein meiner Schwägerin vor mich hinmurmelte: "Wäre sie doch tod."
Meine Schwägerin hatte nichts besseres zu tun, als dies meiner todkranken Mum zu sagen. - Boah! Was war Mum sauer und verletzt. (Irgendwie auch wirklich vertändlich. War ja hart.)
Anstatt auch mich zu sehen, meine Gefühle, meine Worte genauer, bekam ich als Jüngste unter allen die ja Erwachsene waren deswegen nur Vorwürfe.
Ich sollte Schuldgefühle haben... .
Dabei wollte ich nicht wirklich, dass Mum nicht mehr lebt, ich hielt nur die Belastung nicht mehr aus. Sie war jahrelang zwischen Leben und Sterben. Ich kam von der Schule und dachte:"Lebt sie noch?"
Mir stand niemand bei. Ich hatte nur meinen Hund. (Erklärt vielleicht, warum ich so hunde-verrückt bin, wobei ich heute eben erwachsen bin und Hund Hund sein lassen kann).
Da platzte es eine Tages aus mir heraus:"Wäre sie doch tod."
Das war nur der Ausdruck des tiefen Wunsches, es möge vorbei sein. - Mehr nicht.
Und wäre sie wirklich gestorben, ... tausend echte Tränen.

Füchsin, soetwas gibt es.

Nachdenkliche und mitfühlende Grüsse!
Mache Deine Therapie! 🙂

Alles Gute!
Landkaffee
 
meien schwester hat oft den tod für meine mutter gewünscht und auch absichtlich in zettel geschrieben und da sie gerne bei uns rumgeschnüffelt haben diese zettel auch gefunden ... ich denke meiner mutter tat das sehr weh zu lesen ,... ich meine bzw denke sie wollte nur hilfe und verständniss haben .... aber meine mutter war zu überfordert mit uns ...
ich hasse sie auf einer seite dafür wie sie zu uns war auf der anderen seite liebe ich sie sehr und würde sehr traurig sein und bevor ich andern den tod wünsche ,wünsche ich in mir selbst...
ich finds gut das du jetz therapie machst das hilft die evt deiner mutter näher zu kommen !
liebe grüße
und gute besserung
 
Was mich immer wieder verwundert, wenn ich zurück denke, ist dass ich meiner Mutter die Liebe schon als sehr kleines Kind entzogen habe. Immer ein Stückchen mehr. Da war kein Bisschen "Stockholm-Syndrom" obwohl mir das vielleicht tatsächlich etwas geholfen hätte alles durchzustehen. Sie ist damit irgendwie nicht klar gekommen und hat es nicht verstanden. Durch ihre ausgeprägten Stimmungsschwankungen konnte ich nie wissen wie sie im nächsten Moment drauf war. Ob sie meine Zuneigung wollte, oder mich lieber zusammen schlug. Also habe ich völlig dicht gemacht.

Meine Mutter hat mal gemeint, ich hätte mich schon als 7 Jährige zwischen sie und meinen Vater gedrängt. Damals war ich etwa 13 oder 14 und konnte gar nicht fassen, dass sie das wirklich glaubte. Hängt nicht jedes Kind für eine Weile an seinem Papa?

Dass ich ihr überhaupt keine positiven Gefühle gegenüber habe verwundert mich trotzdem. Kein Bisschen und dabei denke ich noch nichtmal, dass sie generell ein schlechter Mensch ist.

Sie hat mal bei einen Selbstverteidigungskurs teilgenommen und als ich bei einem Streit an ihr vorbeilaufen wollte hat sie mich mit Techniken aus diesem Kurs zu Fall gebracht. Das fand ich so demütigend und ich spüre noch immer den Hass in mir.

Sie hätte gerne die liebevolle Tochter, die sich nun für die älterwerdende Mutter aufopfert. Als ich im Ausland war und dort glücklich war hat sie rumgeheult ich solle doch wieder nach Deutschland kommen. Ich glaube sie möchte nun die Lorbeeren für die aufopfernde lange Erziehung ernten.
Sie meinte mal, dass kinderlose Paare öfters mit ihren materiellen Reichtümern prallen, aber die dafür ja im Alter niemanden hätten.

Ich glaube sie erinnert sich an fast nichts negatives aus meiner Kindheit mehr. Sie hat das einfach verdrängt. Ich erinnere mich aber umso besser an ihre ständigen Stimmungsschwankunge und meine panische Angst, wenn ich nachmittags von der Schule nach Hause kam.

Als sie eine Zyste in der Brust hatte, habe ich sie nur aus Anstand im Krankenhaus besucht. Ich fühle überhaupt nichts, wenn es ihr schlecht geht.
Sonst bin ich aber überhaupt nicht so, ich verstehe fast jedes andre Denken und Handeln und bin auch mitfühlend. Aber bei ihr ist da, nichts als Leere und Genervtheit.
 
Allmählich verstehe ich dich besser, Füchsin, und das, was du eigentlich meinst.

Es war/ist wohl dieser in meinen Augen immer noch sehr unglücklich gewählte Titel, der den Anfang deines threads "etwas" problematisch macht(e)....😱
 
Hallo,
Deine Gefühle sind verständlich.
Wenn Du von Misshandlung sprichst, ist es vollkommen ok, dass Du diese Gefühle hast!
Nur würde der Tod Deiner Mutter sie nicht wirklich ändern.
Du kannst Dich aber davon befreien, wenn Du Deine Erlebnisse aufgearbeitet hast.Dazu brauchst Du aber tatsächlich professionelle Unterstützung.
Jedes Kind hat ein Recht auf Liebe und eine Gewaltfreie Entwicklung.
Es ist egal, ob Deine Mutter auch gute Seiten hat, wenn sie Dich misshandelt hat (egal ob körperlich oder psychisch), so hatte sie nicht das Recht dazu!Sie hat Dir nicht gegeben, was Du gebraucht hättest.
Verständnis solltest Du jetzt erst mal für Dich haben- später, in Deinem Leben kannst Du es auch für Deine Mutter haben und ihr verzeihen, wenn Du es möchtest.

Ich weiß nicht wie alt Du bist, aber Dein Ziel sollte auf jeden Fall eine Trennung von Deiner Mutter sein.
Räumlich und psychisch!
Erkundige Dich, ob Du Anspruch auf staatliche Unterstützung hast.
Versuche eine Arbeit zu finden, damit Du aus der Abhängigkeit rauskommst.
Das würde Dir sehr gut tun.
Es gibt viele Wege, Du kannst sie auch gehen!
 
Was mich immer wieder verwundert, wenn ich zurück denke, ist dass ich meiner Mutter die Liebe schon als sehr kleines Kind entzogen habe. Immer ein Stückchen mehr. Da war kein Bisschen "Stockholm-Syndrom" obwohl mir das vielleicht tatsächlich etwas geholfen hätte alles durchzustehen. Sie ist damit irgendwie nicht klar gekommen und hat es nicht verstanden. Durch ihre ausgeprägten Stimmungsschwankungen konnte ich nie wissen wie sie im nächsten Moment drauf war. Ob sie meine Zuneigung wollte, oder mich lieber zusammen schlug. Also habe ich völlig dicht gemacht.

Meine Mutter hat mal gemeint, ich hätte mich schon als 7 Jährige zwischen sie und meinen Vater gedrängt. Damals war ich etwa 13 oder 14 und konnte gar nicht fassen, dass sie das wirklich glaubte. Hängt nicht jedes Kind für eine Weile an seinem Papa?

Dass ich ihr überhaupt keine positiven Gefühle gegenüber habe verwundert mich trotzdem. Kein Bisschen und dabei denke ich noch nichtmal, dass sie generell ein schlechter Mensch ist.

Sie hat mal bei einen Selbstverteidigungskurs teilgenommen und als ich bei einem Streit an ihr vorbeilaufen wollte hat sie mich mit Techniken aus diesem Kurs zu Fall gebracht. Das fand ich so demütigend und ich spüre noch immer den Hass in mir.

Sie hätte gerne die liebevolle Tochter, die sich nun für die älterwerdende Mutter aufopfert. Als ich im Ausland war und dort glücklich war hat sie rumgeheult ich solle doch wieder nach Deutschland kommen. Ich glaube sie möchte nun die Lorbeeren für die aufopfernde lange Erziehung ernten.
Sie meinte mal, dass kinderlose Paare öfters mit ihren materiellen Reichtümern prallen, aber die dafür ja im Alter niemanden hätten.

Ich glaube sie erinnert sich an fast nichts negatives aus meiner Kindheit mehr. Sie hat das einfach verdrängt. Ich erinnere mich aber umso besser an ihre ständigen Stimmungsschwankunge und meine panische Angst, wenn ich nachmittags von der Schule nach Hause kam.

Als sie eine Zyste in der Brust hatte, habe ich sie nur aus Anstand im Krankenhaus besucht. Ich fühle überhaupt nichts, wenn es ihr schlecht geht.
Sonst bin ich aber überhaupt nicht so, ich verstehe fast jedes andre Denken und Handeln und bin auch mitfühlend. Aber bei ihr ist da, nichts als Leere und Genervtheit.


Hallo, liebe Füchsin! 🙂

Kleine Kinder entziehen ihren Eltern nicht ihre Liebe. Kinder sind von den Eltern abhängig. Wer Liebe entzieht, das sind oft Eltern und es kann sein, dass Kinder versuchen, sich zurück zu ziehen, aber das ist etwas anderes als Liebesentzug.
"Durch ihre ausgeprägten Stimmungsschwankungen konnte ich nie wissen wie sie im nächsten Moment drauf war. Ob sie meine Zuneigung wollte, oder mich lieber zusammen schlug. Also habe ich völlig dicht gemacht." Eben. Du bist also nicht dafür verantwortlich. DU BIST NICHT DAFÜR VERANTWORTLICH!
Du bist nicht für ihre Stimmungsschankungen verantwortlich und nicht dafür, dass sie sich manchmal nicht von Dir geliebt fühlte. DU musstest Dich aus Selbstschutz hier und da zurückziehen.
Deine Mutter war ja für Dich unberechenbar. Sie hat Dich nicht liebevoll gehalten, sie war teils eine Bedrohung für Dich, wie solltest Du ihr da vertrauen? Grundlage von Liebe ist Vertrauen. Kinder müssen ihre Eltern lieben, weil sie von ihnen abhängig sind. Du hast es sehr schwer gehabt.

"Meine Mutter hat mal gemeint, ich hätte mich schon als 7 Jährige zwischen sie und meinen Vater gedrängt. Damals war ich etwa 13 oder 14 und konnte gar nicht fassen, dass sie das wirklich glaubte. Hängt nicht jedes Kind für eine Weile an seinem Papa?"
Das ist wieder einmal typisch für solche Mütter. 🙁
Sie lehnen ihre Eigenverantwortung ab und schieben dem Kind die Schuld in die Schuhe. 🙁
7-jährige können sich nicht zwischen Vater und Mutter drängen, wenn deren Partscherschaft oder Ehe in Ordnung ist.
1. Suchtest Du vermutlich bei Deinem Vater den Halt, den Du bei Deiner Mutter nicht fandest.
2. Du hast Recht, Kinder "hängen" immer ´mal wieder mehr am Papa oder an der Mama.
3. Wenn Deine Mum so extreme Stimmungsschwankungen hatte, Gewalt in der Familie Alltag war, so kann die Partnerschaft zwischen Deinen Eltern auch nicht Intakt gewesen sein, bzw. umgekehrt: es kam Gewalt auf, weil etwas nicht stimmte.
DU warst als Kind nicht dafür verantwortlich!

"Dass ich ihr überhaupt keine positiven Gefühle gegenüber habe verwundert mich trotzdem. Kein Bisschen und dabei denke ich noch nichtmal, dass sie generell ein schlechter Mensch ist."
- So und dass Du so einer Frau, die sich Mutter nennt, dass Du ihr gegenüber keine positiven Gefühle hast, das wirfst Du Dir nun auch vor?
Du wurdest in Deinen Gefühlen zutiefst irritiert. Da ist es doch kein Wunder, wenn Du an Gefühle teils nicht mehr heran kommst oder auch für Dich sagst: ich liebe sie nicht.

"Sie hat mal bei einen Selbstverteidigungskurs teilgenommen und als ich bei einem Streit an ihr vorbeilaufen wollte hat sie mich mit Techniken aus diesem Kurs zu Fall gebracht. Das fand ich so demütigend und ich spüre noch immer den Hass in mir."
Das war nicht nur eine Demütigung. Deine Mutter hat wieder einmal Dir gegenüber Gewalt ausgeübt. 🙁
Aus Spass kann man ´mal zusammen in solchen Kursen erlerntes zeigen, andeuten. Nur nie so, dass es Ernst wird.
Spass ist es nur, wenn es beiden gefällt. Daber kann auch ´mal jemand umfallen. (Wer hat nicht als Kind auch schon ´mal aus Spass mit den Eltern gerangelt, gebalgt? Dabei wird dann viel zusammen gelacht.) Im Streit macht man soetwas nicht und Deine Mutter ist da wieder einmal massiv über Deine Grenzen gegangen. 🙁

"Sie hätte gerne die liebevolle Tochter, die sich nun für die älterwerdende Mutter aufopfert. Als ich im Ausland war und dort glücklich war hat sie rumgeheult ich solle doch wieder nach Deutschland kommen. Ich glaube sie möchte nun die Lorbeeren für die aufopfernde lange Erziehung ernten.
Sie meinte mal, dass kinderlose Paare öfters mit ihren materiellen Reichtümern prallen, aber die dafür ja im Alter niemanden hätten."
Vermutlich würdest Du ja auch gerne eine liebevolle Tochter sein können, bloss passt die Mutter nicht dazu. 🙄
Da steckst Du dann verständlicherweise in einem echten Konflikt. Es wird ja auch nicht nur von den Müttern erwartet, sondern allgemein von der Gesellschaft, dass Töchter sich kümmern. - Ich finde, das kommt noch als Druck hinzu.
Alte Eltern meinen, sie haben Rechte, Rechte, Rechte. Und heute ist es wieder so, dass selbst die erwachsenen Kinder, die einst von ihren Eltern misshandelt wurden, in den Druck kommen, für die Eltern sorgen zu sollen. Da kommt bei den Kindern auch so manches erlebte Trauma hoch.
Du schriebst, Du warst lange im Ausland. Darf ich (ohne Vorwurf) fragen, warum Du nicht auf die Distanz geblieben bist? Du warst dort doch glücklich.

"Sie meinte mal, dass kinderlose Paare öfters mit ihren materiellen Reichtümern prallen, aber die dafür ja im Alter niemanden hätten." Klar, da wirft sie Dir indirekt auch noch vor, kinderlos zu sein. 🙁 Und sie meint, sie hätte es richtig gemacht UND sagt Dir schon voraus, dass Du später im Alter niemanden hast. - Boah!
Einfühlungsvermögen hat die Frau aber nicht. Liest sich für mich so wie späte Rache von ihr. Sie macht Dich also immernoch für alles aber auch alles verantwortlich. 🙁
Eine gute Mutter würde sorgevoll äussern:"Was machst Du im Alter? Bist Du dann auch versorgt? Hast Du Vorsorge getroffen? Auch Du wirst eines Tages älter sein und Hilfe brauchen. Achte auf Dich, mein Kind."
Ich kenne einige Kinder von Müttern, die werden "Rabenkinder" genannt, weil sie ihre Eltern auf Nimmerwiedersehen ins Heim bringen, sie nie besuchen. - Deren Geschichte wird oft nicht hinterfragt, nicht, warum sie das tun. Sie sollen angeblich dann nur schlechte Kinder sein.
Ich selber sehe das anders.

"Ich glaube sie erinnert sich an fast nichts negatives aus meiner Kindheit mehr. Sie hat das einfach verdrängt. Ich erinnere mich aber umso besser an ihre ständigen Stimmungsschwankunge und meine panische Angst, wenn ich nachmittags von der Schule nach Hause kam."
Kann sogar sein, sie hat so einiges verdrängt oder blendet aus. *denk* Kann auch sein, sie ist so egozentrisch, dass sie davon einfach auch nichts mehr wissen will.
Das macht es für Dich ganz besonders schwer. Du bist ja mit Deinen alten Gefühlen konfrontiert. Du brauchst Unterstützung, Liebe, Geborgenheit, Verständnis und nun sollst Du das alles Deiner Mutter geben. - Das kann nicht gut gehen.
Wenn Du jetzt für sie sorgen musst oder sorgst, dann weint sozusagen das kleine misshandelte Mädchen in Dir (das Kind, das Du warst) und es ist auch oft wütend und evtl. auch voller Hass.
Und wieder, so wie früher kann sie Dich durch ihre Stiummungsschwankungen verbunden mit ja überhöhten Anforderungen an Dich so richtig an den Rand bringen. 🙁

Füchsin, das tut Dir nicht gut! Das wird Dein Leben blockieren.
Und ich glaube auch nicht, dass es Deiner Mutter wirklich gut tut, wenn Du für sie sorgst, solange Du solche Gefühle für sie hast. Wenn Du Dich mit ihr nicht vernünftig über Vergangenes austauschen kannst, sie nicht sieht, wie sehr sie Dich verletzt hat... . Solange Verantwortung für das Geschehene nicht da ist, wo sie hingehört, wird keine von Euch Frauen heil sein, werdet ihr keinen vernünftigen Umgang miteinander haben können.
Niemand kann Dich zwingen, sie zu lieben.
Vielleicht kommt ihr nie zusammen, vielleicht werdet Ihr Euch (so die Zeit bleibt) eines Tages versöhnen. Lasse Dir alle Seiten offen.

Kann nicht jemand anders für Deine Mutter da sein, um wenigstens ihre Versorgung zu gewährleisten?
Gebe ab. Sonst habt Ihr als Mutter und Tochter gewissermassen eine Neuauflage des alten "Spiels" nur mit dem Unterschied, dass Du jetzt kein Kind mehr bist.
- Bloss was nützt es, wenn sie Dich weiter verletzen kann und sie sich durch Dich verletzt fühlt?
Du warst im Ausland zu ihr auf Distanz und das tat Dir gut. Ja, Du schirebst, Du warst glücklich! 🙂 Ich will Dich jetzt nicht ins Ausland schicken *lach*, aber sieh zu, dass Du Distanz zu Deiner Mutter hast. Aus der Distanz heraus betrachte mit Hilfe einer guten Therapeutin Dein Leben wie es war und lerne... .
Lerne und arbeite, kämpfe für DEINE Zukunft!

"Als sie eine Zyste in der Brust hatte, habe ich sie nur aus Anstand im Krankenhaus besucht. Ich fühle überhaupt nichts, wenn es ihr schlecht geht.
Sonst bin ich aber überhaupt nicht so, ich verstehe fast jedes andre Denken und Handeln und bin auch mitfühlend. Aber bei ihr ist da, nichts als Leere und Genervtheit."
Also, Füchsin, mich wundert das nicht.
Ich sehe keinen Widerspruch, wenn Du schreibst, Du kannst anderen gegenüber mitfühlend sein, nur gegenüber Deiner Mutter nicht.
Nur schätze ich, als Du aus dem Krankenhaus kamst, ging es Dir trotz-dem schlecht.
Und dass Du hier schreibst, ist ja auch ein Zeichen.

Ich finde es gut, wenn Du Dir Hilfe suchst.
Und was ich Dir noch sagen möchte:
Manche Eltern, die haben ihre liebevollen Kinder nicht verdient.
Und wenn Eltern im Alter dann nicht so geliebt werden, dann haben sie ihre Kinder auch genau so verdient, weil sie sie mit zu dem gemacht haben: lieb-los.

Klar hast Du auch als erwachsenes Kind eine Verantwortung gegenüber einer alten Mutter, wenn diese nicht mehr für sich selber sorgen kann. Schau, wieweit Du die wirklich auch innerlich tragen kannst und wenn nicht, was ich verstehen würde, so muss jemand anderes ´ran.
Jemand anderes aus der Verwandtschaft, vielleicht hat Deine Mum eine Freundin, die sich kümmert? (wohl vermutlich nicht, oder?) oder es gibt ja auch noch die Möglichkeit, einen Betreuer ein zu setzen.
Du bist nicht verpflichtet, Deine psychische Gesundheit für Deine Mutter zu opfern!

Und Deine Mutter, die muss ja nicht erst sterben, nur damit für Dich die innere Qual aufhört. Du kannst auch anders lernen, wieder frei zu sein.

Bitte passe gut auf Dich auf!


Liebe Grüsse!
Landkaffee
 
Danke Landkaffee,

wenn sie sterben würde, ginge es mir finanziell einfach viel besser und ich könnte mich entspannter auf meine berufliche Laufbahn konzentrieren.
Ich bin aus dem Ausland zurück, weil ich einfach nicht überleben konnte. Irgendwann habe ich Depressionen bekommen und sah keine andere Lösung als zurück zu kommen. Ich will aber bald wieder ins Ausland.

Ich empfinde es auch so, dass man heute viel öfters von Rabenkindern als von Rabenmüttern spricht. Es kommt mir so vor, wie wenn jeder der ein Kind in die Welt setzt automatisch auch ein Recht auf einen lebenslangen Kümmerer hat.

Ich muss jetzt leider gehen. Aber vielen Dank für deine Antwort!!!!
 
manchmal wünsche ich meinen eltern auch den tod. nachdiesem erfreulichen gedanken und vorstellungen weine ich dann aber immer wieder und schäme mich dafür. meine eltern sind unerträglich! aber ich denke wenn das passieren sollte dieser "tot" bin ich mir ziemlich sicher das auch bei dir trauer hochkommen wird. lg
 
Danke Landkaffee,


Ich empfinde es auch so, dass man heute viel öfters von Rabenkindern als von Rabenmüttern spricht.

Den Eindruck, den habe ich auch. 🙁

Vor Jahren durfte man sich rechtlich noch davon lossagen, verdeutlichen, dass man so und so lange keine Kontakt zu Eltern hatte, deshalb nicht mehr finanziell für sie einsteht oder umgekehrt. Stichwort: zerrüttete Familienverhältnisse. (Es geht ja bei weitem nicht nur um Geld!!!!)
Nun sind Kinder mehr verpflichtet und eben leider auch die, die über Eltern sehr viel Leid erfuhren.
Wir zahlen auch hier für Mütter (Schwiegergermütter). Einmal mit gemischten Gefühlen und doch eben auch Liebe und einmal da dürfen wir das Portemonaie zeigen und es ist nur "Essig".
Das belastet Ehe, Zukunftsplanung sehr.
Da haben wir schon auf leibliche Kinder verzichtet, Geschichte zudem aufgearbeitet und tragen noch immer an den Folgen.... .
Für fiese Gesetzesänderungen, da tragen unser Mütter aber nicht die Verantwortung.
Für mich war Mitte der 90ger Jahre schon ein Schreck als Omis ein Recht auf ihre Enkel bekamen. (KJHG Kinder- und Jugendhilfegesetz). Der Gedanke daran, dass die Omi Einfluss haben darf auf´s Kind, ein Recht auf ihr Enkel hat und umgekehrt... . - Grauenhaft! Im Grunde ging es bei der KJHG-Geschichte nur darum, Kosten für den Staat zu minimieren.

Wohnte weit weg, alles sozial okay, Kind hätte sein können, dann das.... .
Konnten ja nicht nachweisen, weshalb Omi bitte nicht... .

Nachdenkliche Grüsse!
Landkaffee
 
Zuletzt bearbeitet:
Hmmm Also meine Mutter geht mir auch aif die nerven :/ Ich bin 17 und mache nächstes jahr mein Abitur und sie meinte ja in diesem Alter habe ich schon gearbeitet und mein eigenes Geld verdient und so^^
Naja ich wohne ja noch bei ihr und sie möchte mich nicht mehr haben. .
Mein Vater ist gestorben und seitdem tickt sie nicht mehr richtig .. ich hasse sie!
Letztens hab ich alleb4 Weisheitszähne raus bekommen und sie war dann sauer auf mich dasa ich nicht geputzt hätte🙁 ich meine was ist das für ne Mutter?
Und vor andere also wenn wir Besuch haben dann macht sie immer auf super Mutter:/
Dazu muss ich noch sagen dass meine Mutter arbeitslos ist und seitdem nur weg ist .. ich weiss nicht mehr weiter. . Aber ich kann dich gut verstehen .. manchmal wäre es leichter wenn Müttern tot wären. .
 

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