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Wenn man seinen Eltern den Tod wünscht

  • Starter*in Starter*in Fuechsin
  • Datum Start Datum Start
Vielleicht, weils bei uns nix zu holen gibt? 😉 Da kann ich gut moralisch sein.

Ich kann mir schon vorstellen, dass man anfängt zu denken: "Die hat mir das Leben versaut, ich bin nicht arbeitsfähig. Mit ihrem Geld könnte ich mich wenigstens unabhängig vom Erwerbsdruck auf meine Heilung konzentrieren."

Trotzdem ist das nicht richtig. Denn dadurch ist der Fokus im Leben nicht auf einem selbst. Der andere hat dann über Umwege wieder die Macht.

Es ist legitim, so zu denken. Aber es behindert, lähmt und bringt nicht weiter.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ach so, das mit dem Abstand.

Ich bin nicht noch akut betroffen, sondern bin an der Aufarbeitung, daher kommt das immer mal wieder in Wellen.

Und Füchsin klingt mir auch nicht so, als habe sie Abstand. Auch, dass man jemandem den Tod wünscht, hat nichts mit Abstand zu tun...
 
Danke für eure Antworten.

Also ich lebe nicht gerne bei meiner Mutter. Ich wollte immer wieder selbständig sein. Meine bis vor kurzem undiagnostizierte ADS hat mir das aber gründlich versaut.
Ich komme einfach nicht alleine auf die Beine. Ich will auch bald wieder weg, aber erst will ich eine Therapie machen.

Ich kann mich alleine nicht über Wasser halten. Ich bin immer wieder auf meine Eltern angewiesen. Das zieht mich selbst herunter. Ich wünschte es wäre anders. Und es ist auch nicht so, dass ich den A**** nicht hoch kriege. Ich bin schon so oft auf die Nase gefallen und immer wieder aufgestanden.
Aber wenn ich in so einem Loch bin und wieder vor dem Nichts stehe, dann brauche ich einfach finanzielle Unterstützung oder zumindest ein Dach über dem Kopf.

Ich habe totale Angst irgenwann auf der Strasse zu landen, weil ich nichts auf die Reihe bekomme. Da ist das Elternhaus schon ein rettendes Ufer. Ich war mal für eine Sitzung bei einer Therapeutin und die meite auch, dass es bei so einer Kindheit normal sei, im Leben Probleme zu haben.
Was nun auf ADS zurück zu führen ist oder auf meine Kindheit kann man aber sicher nicht mehr eindeutig auseinandertüften.
 
Aber was hindert Dich, es mit Hilfestellung und Sozialleistungen doch selbst zu versuchen?

In so einer Umgebung kann man gar nicht zu sich selber finden, behaupte ich. Du kannst dort gar nicht auf die Beine kommen.

Und selbst wenn das richtig ist, was die Therapeutin sagt, damit ist ja noch nichts getan. Inzwischen bin ich der Meinung, dass es gar keine unfallfreie Erziehung gibt, ohne jetzt Grade ziehen zu wollen, wer es besser und wer es schlechter hatte.

Inwiefern behindert Dich Dein ADS an der Alltagsbewältigung? Und welche Therapiemöglichkeiten gibt es?
 
Wenn ich mir vorstelle, meine Mutter würde sterben erfüllt mich der Gedanke mit völliger Entspanntheit.
Ich finde sie unglaublich nervig. Als Kind hat sie mich misshandelt und finanziell bin ich leider wieder von ihr und meinem Vater abhängig. Meine Kindheit holt mich immer wieder ein.
Ich möchte nun eine Therapie machen um das endlich aufzuarbeiten.

Naja auf jeden Fall schreit meine Mutter ständig herum. Ich finde sie wirklich nervtötend und wenn sie in meiner Nähe ist schlägt mein Herz schneller.
Sie ist noch nichtmal 60 und allein der Gedanke, dass ich sie noch 30 Jahre länger ertragen muss stresst mich völlig.

Ich kann nicht einfach den Kontakt abbrechen. Wie gesagt finanziell bin ich einfach noch nicht auf festem Fuss. Sie geniesst meine Abhängigkeit und versucht mir ständig in mein Leben hineinzu reden.
Ich wurde als Kind misshandelt und will mir wenigstens mit dem Erbe das ich irgendwann mal bekomme mein Leben etwas leichter gestalten.

Zu manch anderen Menschen ist sie ganz nett. Vielleicht ist sie nicht generell ein schlechter Mensch. Aber für mich ist sie das leider schon.

Trotzdem ist dieser Hass natürlich auch ungesund für mich. Geht es noch jemandem so wie mir? Wie geht ihr damit um?

Hast du vor, die nächsten 30 Jahre auch noch finanziell von deiner Mutter zu leben?
 
Also eins muss ich vielleicht noch nachschieben.

Meine Mutter gibt mir kein Geld. Ich lebe halt bei ihr umsonst. Und ich habe halt ständig Angst, dass ich wieder völlig abstürze. Psychisch geht es mir leider seit meiner Kindheit phasenweise sehr schlecht.

Gast
Natürlich habe ich das nicht vor!!!!
 
Hallo Füchsin,

ich verstehe Dich sehr gut!
Ich hatte auch eine sehr lieblose Kindheit.
Meine Mutter hat mir immer sehr deutlich gezeigt, dass sie mich ablehnte. Vielleicht sogar hasste, denn sie suggerierte mir oft, dass ich ihr Leben zerstört hätte (leider waren meine Eltern zu dumm zum Verhüten).
Ich hatte oft Angst vor ihren Aggressionen und Schreianfällen.
Mein Vater ist ein ganz umgänglicher Mensch, aber Liebe hat er mir auch nie gezeigt. Er hatte sehr hohe Anforderungen an mich, die ich nie erfüllen konnte. Er hatte auch sehr wenig Zeit für mich, weil er eigentlich ständig arbeitete.
Lange Zeit, nachdem ich zu Hause ausgezogen war, hatten wir ein sehr schlechtes Verhältnis. Gerade meine Mutter gab mir auch sehr deutlich zu verstehen, dass ich in ihrem Hause nicht besonders willkommen war.
Ich kann somit Deinen Gedanken nachvollziehen, dass Du beim Tod Deiner Eltern nicht gerade traurig wärst.
Meine Oma war meine Mama. Als sie starb, habe ich wirklich eine Zeit den Wunsch gehabt, eine andere Person würde im Grab liegen....
Ich habe mich über mich selber erschrocken, aber das war nun mal meine Empfindung.
Ich bin inzwischen einige Jahre arbeitslos und meine Eltern unterstützen mich finanziell.
Ich hatte zuerst Probleme damit, weil es ja auch leider eine Abhängigkeit erzeugt das Geld anzunehmen.
Doch eine Verwandte sagte mir mehrmals, ich solle keine Skrupel haben und dies als Schmerzensgeld betrachten.
Glücklich bin ich natürlich mit diesem Zustand nicht, denn so glauben meine Eltern, sie haben das Recht sich in mein Leben einzumischen.
Zum Schein spiele ich die gehorsame Tochter, gestalte aber mein Leben, wie ich es möchte.
Sie wären wahrscheinlich schockiert, wenn sie so einiges wüssten.
Doch ich hätte dann absolut keine Ruhe mehr vor ihren Vorwürfen und Vorhaltungen.
Ich denke oft darüber nach, dass mein Vater sicher nicht mehr so viele Jahre leben wird. Dieser Gedanke macht mich traurig. Ich weiß, dass ich ihn sehr vermissen werde. Ob ich ihn liebe, kann ich nicht sagen. Zumindest hänge ich an ihm.
Meine Mutter?
Ich hasse sie nicht. Nicht mehr. Das habe ich früher getan.
Sie ist mir gleichgültig.
 
Wenn meine Mutter, mir Vorschläge machen würde um mir zu helfen wäre ja auch alles ok.
Aber sie hat schon seit meiner frühsten Kindheit nur an sich gedacht. Meine Gefühle wurden nicht im geringsten beachtet.

Selbst wenn ich wollte, ich könnte ihren Ratschlägen keine Beachtung schenken. Ihr ist es egal, ob ich glücklich bin oder nicht. Hauptsache sie hat eine gehorsame Tochter.

Füchsin,
das tut weh!
Ja, gut wenn Du das aufarbeitest! 🙂
Alles Gute!
LG
Landkaffee
 

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