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Wenn das Baby nicht in den Schlaf findet

Marina253

Neues Mitglied
Hallo,
ich bin seit 4 Monaten Mama. Ich bin überglücklich das Baby zu haben. Es ist verdammt anstrengend und wenn ich eins gelernt habe: man kann sich noch so gut vorbereiten, man ist nicht vorbereitet auf das was einen erwartet. Wahnsinn wie stark man sein muss. Vorallem mental. Leider bin ich auch absolut allein. Keine Familie oder Freunde die mir unter die Arme greifen. Eine Hebamme hatte ich auch nicht gehabt, da sich einfach keine finden lassen hat. Ich habe also seit der Geburt keinerlei Hilfe. Ich bin wortwörtlich 24/7 mit dem Baby. Das fordert sehr. Aber ich komme damit klar. Was mir jedoch sehr zu schaffen macht, ist der Schlaf. Dieses Baby will alles aber sicher nicht schlafen. Sie schläft schon seit der Geburt so schlecht. Generell schläft sie nur am mir. Also Bauch an Bauch. In ihr Bettchen braucht man sie garnicht versuchen abzulegen. Sie wacht sofort auf und schreit. Ich habe sämtliche Tipps dazu ausprobiert. Kein Erfolg. Bettchen dient also lediglich nur noch zur Ablage. Geschlafen wird wenn dann nur wie gesagt auf mir oder neben mir mit stillen. Bis wir aber soweit sind vergehen gerne mal so 1-2 h schaukeln, summen und singen. Es ist so kräftezehrend. Tagsüber ists noch schlimmer. Mehr wie 10 min am Stück wird nicht geschlafen. Schon garnicht ohne mich. Ich kann sie also so gut wie nie ablegen und mal was erledigen wie aufräumen/ duschen etc. deshalb mach ich diese Dinge mit ihr zusammen, was meistens natürlich nicht unbedingt hilfreich ist. Ich bin manchmal echt am weinen weil ich an mir selbst zweifel. Ich gebe jeden Tag mein bestes und stecke meine gesamte Energie rein. Abends bin ich dann einfach nur noch kaputt und erschöpft. Wenn dann das einschlafen noch ewig dauert, könnte ich weinen. Ich frage mich ob das normal ist. Ob das je vorbei geht. Ob ich nicht fähig bin ein baby zum schlafen zu bekommen. Für mich wirkt dsd immer so also würden alle anderen babys gut schlafen nur meins nicht. Wie wars bei euch?
 
Hallo @Marina253 ,

halte durch! Es wird besser, versprochen.

Mein Mittlerer war auch ein absolutes Körperkontakt-Kind, das ganze erste Jahr hindurch. Akzeptieren war das Einzige, das geholfen hat...
Sehr sehr schwer und alleine ganz bestimmt zum fast verrückt werden, aber versuche am besten, dich ,,einfach" auf den Rhythmus deines Babys einzulassen.

Praktische Tipps: Autofahren, Föhngeräusche oder Staubsaugergeräusche haben bei uns manchmal zum Einschlafen geholfen, es gibt auch eine App, die Babys beim Einschlafen helfen soll, aber damit habe ich keine Erfahrung. Außerdem bin ich oft stundenlang in der Trage mit ihm spazieren gegangen, dann konnten wir uns manchmal danach einfach zusammen (immer!) hinlegen und schlafen...

Ich wünsche dir gute Nerven und ein schnell besser schlafendes Baby🙂
 
Hast du keinen Mann, der sich als Vater von der kleinen Maus auch drum kümmern könnte?
Steht doch hier:
Leider bin ich auch absolut allein. Keine Familie oder Freunde die mir unter die Arme greifen.
Es tut mir wirklich leid, @Marina253 , du machst eine stressige Zeit durch.
Dir einen individuellen Tipp zu geben, ist wirklich sehr schwer, denn jedes Baby ist anders.
Meistens ist es nur eine Phase, in der das Baby nicht schlafen will, halte weiter durch, du machst es wirklich sehr gut bisher.
Habe kürzlich das hier zufällig entdeckt:
"Baby beruhigender Handflächenhand - von Groove - Technologie, Baby Patch für den Schlaf"
Hier noch einen Link, der dir weitere Tipps geben könnte:

 
Hallo @Marina253,
auch wenn es dir jetzt gerade absolut unvorstellbar vorkommt, kann ich dir versprechen: es geht vorbei. Ganz, ganz bestimmt sogar.
Und nein, weder bist du unfähig, noch schlafen alle anderen Babys so friedlich wie in einem Werbespot für Windeln.

Was du grade erlebst, ist eine extrem harte, belastende und herausfordernde Zeit, die viele Eltern durchleben und dabei das Gefühl haben, wahnsinnig zu werden, weil alles so fucking anstrengend ist. Dass du keine Unterstützung durch nahestehende Menschen hast, stelle ich mir zusätzlich sehr schwierig vor. Kein Wunder, dass du oft verzweifelt bist und weinen musst. Ich glaube, das würden die meisten Menschen in deiner Situation tun. Nicht, weil sie schwach sind, sondern weil die ersten Wochen und Momente mit Baby ultimativ herausfordernd sind und man einfach nicht weiß, wo oben und unten ist. Zumindest habe ich in der ersten Zeit auch oft geweint, obwohl ich viel Unterstützung hatte.

Wenn dein Baby viel Körperkontakt und Nähe braucht, zugleich aber wenig schläft und schwer einschläft, würde ich dir raten, es mit einer Trage zu versuchen. Ich weiß, im Sommer und bei warmen Temperaturen ist das nicht ganz so prickelnd, aber vielleicht hilft es euch. Das Ganze hat zwei Vorteile: dein Baby ist nahe bei dir, spürt deine Körperwärme, atmet deinen Geruch ein, weiß, dass du da bist, und du hast dennoch die Hände frei.
Ich will nicht behaupten, dass du mit Baby in der Trage alles machen kannst, aber Zähne putzen, kleine Mahlzeiten zubereiten und essen, einen Spaziergang machen und mal rauskommen, etwas lesen, ein wenig Hausarbeit schaffen, etc. ist gut machbar und wenn das Baby in der Trage schläft, geht das alles viel entspannter, als wenn man so ein schreiendes, sich windendes Bündel rumträgt, das kaum zu beruhigen ist. Somit tut es im besten Fall euch beiden gut.
Zumindest meine Kinder wurden alle gern getragen und das hat viel Druck und Stress aus unserem Alltag genommen. Der fast Zweijährige schläft bis heute noch immer am besten in der Trage ein, vor allem, wenn es ihm nicht gut geht oder er reizüberflutet und etwas "drüber" ist.

Achso, und die richtige Trage zu finden, kann schon mal einer Expedition durch den Dschungel gleichen. Es gibt tausende Produkte, wovon manche gar nicht geeignet sind (und trotzdem verkauft werden), andere wiederum sehr gut, aber auch dann gibt es noch große qualitative Unterschiede und auch persönliche Vorlieben. Gute Fachgeschäfte bieten Trageberatung an, es gibt aber auch Trageberater*innen, die mit verschiedenen Produkten zu dir nach Hause kommen, damit du mit Hilfe und fachlicher Beratung die richtige Trage für euch finden kannst und lernst, wie du sie richtig nutzt.

Alles, alles Gute euch beiden!
 
Hallo liebe Marina

Kinder sind sehr unterschiedlich. Und Deins braucht einfach die Nähe zu Dir 🙂 Dann ist das so. Setz Dich nicht unter Stress, wie was sein muss... in diesem Alter zeigt Dir Dein Kind über Weinen und Schreien, was es braucht.

Und nun ist es Deine Liebe. Vielleicht spürt es auch Deine eigene Einsamkeit, Ohnmacht und braucht umso mehr Geborgenheit und Sicherheit.

Lass es zu, mach Dich nicht verrückt und wie hier schon geschrieben: es wird besser.

Alles Liebe für Dich und Dein Baby 🙂
 
Ja, manche Kinder sind so. Mein Sohn hat gefühlt nie geschlafen, wollte spätestens alle zwei Stunden gestillt werden, auch nachts. Das erste Jahr war sehr, sehr anstrengend. Je mobiler er wurde, desto besser wurde es.

Ich rate dir auch zur Trage oder zum Tragetuch. Es gibt Trageberaterinnen, googel mal, ob es so was in deiner Nähe gibt.
Eine Krabbelgruppe oder Spielgruppe ist auch super, dann hast du Kontakt und Austausch. Kirchengemeinden bieten sowas oft in ihren Räumen an.

Du machst sicher alles richtig. Es ist völlig normal, dass du zweifelst. Meinen Sohn wollte ich im ersten Jahr manchmal wirklich gerne zurückgeben, obwohl ich ihn über alles liebe.
 
Für Babys von Naturvölkern gibt es keine Bettchen, die stecken in einem Tragetuch oder einer speziellen Rückentrage und werden von der Mutter überallhin mitgetragen, denn die können in dieser Zeit nicht blau machen, sondern müssen ihre normalen Alltagsarbeiten verrichten. Nur wenn die Mutter schlafen will wird das Kind mal für ein paar Stunden beiseite gestellt (in der Trage), aber bleibt trotzdem in unmittelbarer Reichweite. Auf diese Weise sind die Kinder den ganzen Tag so damit beschäftigt, den Alltag der Mutter mitzuverfolgen, daß sie auch die nötige Müdigkeit finden um schlafen zu können und selten viel Unruhe machen.
 
Ich habe immer dann gepennt, wenn das Baby gepennt hat. Egal, zu welcher Uhrzeit. Wenn ich dringend etwas erledigen musste, habe ich eine Krabbeldecke auf den Boden gelegt und das Baby zusehen lassen und ihm erklärt, was ich gerade mache. Beim Duschen, Spülen, Kartoffelschälen - einfach immer.
Informiere dich auch nach einer VAMV-Gruppe in deiner Nähe.
 
Hallo Marina,
ich würde dir raten, es so kommen zu lassen, wie du kannst.
Schlaf immer mit deinem Baby mit, wenn du kannst.
Sie ist noch so klein und sagt dir, was sie braucht.
Der Organismus ist noch unreif und Rhythmus entwickelt sich doch erst über die ersten zwei Jahre.re
Man denkt nur, dass andere Kinder immer so perfekt schlafen. Aber die sind so unterschiedlich wie wir alle.
 

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