Das kann sein. Aber Appetitlosigkeit kann so viele Ursachen haben, z.B. auch eine Nebenwirkung von Medikamenten sein. Wenn sie zum Personal im KH nur gesagt hat, sie habe keinen Appetit, musste dennoch niemand damit rechnen, dass es zu nächtlichem Erbrechen mit Todesfolge kommen würde.Ich habe wohl in Erinnerung das Sie am Vortage nichts essen wollte.
Ob es schon die Anzeichen waren ?
Hat sie denn dem medizinischen Personal überhaupt gesagt, dass ihr übel sei?
Meine Mutter hat sich bei einem ihrer zahlreichen KH-Aufenthalte in ihren letzten Lebensjahren auch mal nach dem Abendessen in meinem Beisein erbrochen. Ich habe das Personal darüber informiert, und sie bekam ihre Medikamente daraufhin per Infusion bzw. pulverisiert. Nachts hat sie sich zum Glück dann nicht noch mal erbrochen, es hätte aber auch passieren können.
Aber wie schon gesagt: Von dem Personal zu erwarten, dass jemand in einem solchen Fall Nachtwache bei der Patientin hält, ist eindeutig zuviel verlangt. Das geht nicht, das wäre eine lebensfremde, unrealistische Sichtweise. Man kann nicht andere Patienten mit viel höherem Sterberisiko deswegen vernachlässigen.