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Welchen Weg soll ich einschlagen?

Vor so einem Lebenslauf habe ich allergrößten Respekt.
Ich denke halt nur, so ein spätes Studium sollte da - in das Leben, das man so führt - auch reinpassen. Auch weniger Begabte müssen ja nicht studieren, selbst wenn sie es könnten. Und umgekehrt gibt es viele, denen es sicher leichtgefallen wäre, die es aber aus irgendeinem Grund nicht getan haben und trotzdem ein zufriedenes Leben führen. Oder die es dann mit 70 tun. Oderoder ...
Ich war immer unglücklich mit meiner Erstausbildung und fühlte mich falsch in diesem Job. Daher fiel mir die Entscheidung für die Zäsur leicht. Außerdem konnte ich bei meinem Arbeitgeber bleiben, hatte kein finanzielles Risiko zu tragen. Es gibt ja heutzutage viele Möglichkeiten zu studieren; die kann man meist gut zur familiären Situation passend machen. Ich hab z. B. berufsbegleitend studiert, musste nur das eine oder andere Wochenende für Präsenzveranstaltungen opfern. Da hat sich mein Mann dann entsprechend intensiver um unsere Tochter gekümmert. Es hat aber auch wirklich Spaß gemacht, brachte eine neue Dynamik in mein Leben und war nochmal neue Herausforderung. Bereut habe ich diesen Weg nie, auch wenn jetzt neue Umstände dazu geführt haben, dass ich nicht mehr so gerne arbeite.

Wenn der TE denkt, dass ihm durch den Erkenntnisgewinn nun neue Möglichkeiten offen stehen: Warum nicht? Er schreibt von Scheideweg, da steht wohl eine Entscheidung an auch wegen des mentalen Hintergrundes - es kann also in mehrere Richtungen gehen.

Lieber Hinnerk: Was hast du denn bis jetzt gemacht? Mit 38 ist da ja vermutlich schon eine Ausbildung und auch Berufserfahrung vorhanden - oder warst du bisher lediglich als Ungelernter unterwegs? Magst du konkreter werden zu deiner Historie und dazu, welche neuen Möglichkeiten du für dich siehst? Vielleicht kann man dann auch nochmal bessere Anregungen geben. 🙂
 
Was hast du denn bis jetzt gemacht?
Aus beruflicher Sicht ist mein Leben relativ unspektakulär verlaufen.
Nach dem Hauptschulabschluss habe ich eine Ausbildung zum Konstruktionsmechaniker Fachrichtung Ausrüstungstechnik bei einer U-Boot Werft begonnen und erfolgreich abgeschlossen. Hier habe ich einige Zeit als Geselle gearbeitet. Durch einen Arbeitsunfall mit anschließender Knie-OP konnte ich den Beruf nicht mehr ausführen und bin, dank meines zuvorkommenden Arbeitgebers, in die Personalabteilung gewechselt. Dort habe ich bis vor ca. 2 Jahren gearbeitet bis ich in ein privates tiefes Loch gefallen bin. Seitdem bin ich in Therapie mit dem, am Anfang angesprochenen, Tagesklinik-Aufenthaltes. Momentan absolviere ich ein sogenanntes "Coaching" vom Arbeitsamt, da ich auch den zuletzt ausgeführten Beruf nicht mehr ausüben kann. Da ich dementsprechend auf der Suche nach etwas Neuem bin, kam u.a. der Gedanke einer schulischen Weiterbildung.

Privat war mein Leben etwas "aufregender", aber diese Umstände möchte ich ungern hier öffentlich kundtun. 🙂
 
In meinem Fall ist es nur so, dass ich mich selbst nie als besonders intelligenten Menschen betrachtet habe. Ganz im Gegenteil, mir wurde ständig eingetrichtert das ich zu nichts tauge, und mit den schlechten Noten und dem schlechten Schulabschluss hatte ich es dann auch schwarz auf weiß.
Ja, und allein aus diesem Grunde lohnt es sich, nocheinmal das nachzuholen, was Dein Leben in die "falsche" Richtung gebracht hat.
Nur, warum diesen elend langen Weg? Könntest Du nicht in ein, zwei Jahren ein Spezialexamen für Erwachsene absolvieren, was Dir den Eintritt in die Uni erlaubt? Dann legst Du los und studierst, was Dir Spass macht und gleichzeitig neue Horizonte eröffnet. Persönliches Glücksgefühl ist Dir dadurch garantiert. Nur darfst Du Dich nicht überfordern, um nicht Deine Depression zu verschlimmern.
Grundsätzlich bin ich immer für Weiterbildung. Letztendlich sollte man auch seinen eigenen Lebensweg bestimmen können, selbst, wenn er etwas abseits von der Norm läuft.
 
Such dir doch eine Beratung für Hochbegabte. Zum Beispiel im Hochbegabtenzentrum. Als Erstes wäre es wohl wichtig einen Interessen- und/oder Begabungsbereich festzustecken. Von Konstruktionsmechaniker über Philosophie zu kreativer Auslastung hast du ein extrem breites Feld an möglichen Interessen aufgespannt.

So wie ich das rauslese, willst du eine Umorientierung als Art Therapie nutzen, um Depressionen und Ängste aufzuarbeiten. Das ist, nach meinem beschränkten Wissen, eine sinnvolle Idee. Einige Dinge solltest du aber beachten:
- Zumindest Unzufriedenheit mit deinem Leben lassen sich eher durch Interessen "ausfüllen" und nicht generell mit höheren Ansprüchen an das Lernpensum. Es sollte eine Kombination von Begeisterung und höheren Anforderungen für dich sein.
- Lebenslang entwertende Erfahrungen im Bereich Lernen können große Hindernisse darstellen. Einen Realschulabschluss anzustreben scheint ein guter erster Schritt zu sein, um hier auch in der Zeit die Richtung deiner weiteren Laufbahn abzustecken (s.o.)
- wird das ADS behandelt? Ich denke, dies hat es dir schon damals erschwert schulische und sogar akademische Entwicklungen quasi auszuleben

Außderdem ist Kontakt zu Anderen in deiner Situation (Hochbegabung, ADS, Depression/Ängste), die zumindest in einem Bereich gleiches erleben, meistens hilfreich.

Ich wünsch dir alles Gute und hoffe, dass du dran bleibst mit deiner Idee. Denn um auf deine eigentliche Frage zurück zu kommen: Du hast nicht viel zu verlieren und mit 50 oder 60 Jahren zufrieden mit dem eigenen Leben und der Ausgestaltung des eigenen Lebens zu sein, klingt für mich besser als so weiter zu machen wie bisher!
 
Dann habe ich ja Glück, dass ich nicht überfordert sondern unterfordert war.


Ich weiß deine Unterstützung wirklich zu würdigen. Und wo genau soll ich mich überschätzen? Ich habe es doch schwarz auf weiß. Wenn dein Kind mit einer 1 in Mathe nach Hause kommt, sagst du doch auch nicht "du überschätzt dich über alle Maßen".

Und ja, ein IQ sagt nicht alles. Worüber wir uns unterhalten sind Hypothesen. Es ist in der Theorie möglich.

Ich weiß auch nicht warum hier hauptsächlich über mein IQ diskutiert wird. Die eigentliche Frage ist, ob es in meinen Alter noch einen Sinn ergibt eine schulische Laufbahn einzuschlagen, die min. 8 Jahre dauert.

Unterfordert warst du aber auch nicht und was deine Eins anbelangt ich hatte 8x1 5x2 und eine vier in Religion im Abschlusszeugnis auf der Realschule. Du musst dir also nichts einbilden.

Ich bilde mir da auch nichts drauf ein weil es immer einen gibt der noch sehr viel besser ist.
Von Träumereien aber bekommst du nichts und das du dein gestecktes Ziel wirklich erreichst ist zu bezweifeln. Aber klar ich wünsche es dir.

Der IQ ist nur eine Zahl, nicht mehr.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würde ein Realschulabschluss versuchen und schauen wie es läuft. Danach kannst du auch mit guten Noten direkt ins Berufsleben einsteigen oder weiterlernen.
Ich würde nicht zu viel vorplanen weil du weisst nicht wie es dir gehen wird.
Also ich bin eine studienabbrecherin und habe auch eine Arbeit gefunden. D.h. nicht mal die Noten machen den Ton noch der Abschluss, sondern eher wie zu verlässig du bist. Trd ist die Chance höher mit einem besseren Abschluss.
In meiner Arbeit wollen die auch nur ältere Leute nehmen weil sie zuverlässiger sind.
 
Ich glaub eher du steckt dir zu hohe Ziele. Es wäre besser realistisch zu bleiben und flexibel. Dein oberstes Ziel ist mit dir selbst Frieden zu schließen und zufrieden zu sein vom Moment aus. Jeder hat Fehler und Macken
 
Vor allem ist es nicht gut, Daten wie Namen etc. zu nennen. Aber mit Deinen Fähigkeiten würde ich auf jeden Fall versuchen, erstmal den nächsten Schulabschluss anzupeilen. Es gibt so viele Möglichkeiten. Fernkurse, Abendschulen etc.
 

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