Gelernt habe ich ursprünglich Konstruktionsmechaniker. Ich bin aber später in die Personalabteilung der Firma gewechselt. Dort habe ich aber vor einiger Zeit gekündigt, weil ich nicht mehr arbeitsfähig war. Zu den Depressionen und Angststörungen kamen später noch Schlafstörungen und andere Dinge hinzu. Seitdem ich mit der Tagesklinik fertig bin mache ich eine Art berufliche Rhea/ Coaching vom Jobcenter.Du bist 38. Was arbeitest du aktuell?
Ich bin der klassische Denker und Grübler. Mein erster Gedanke war ein Philosophiestudium. Aber nachdem ich gesehen habe was die klassischen Berufe nach einem Philosophiestudiums sind, habe ich diesen Gedanken sehr schnell wieder verworfen. Momentan hoffe ich, dass diese Frage während des beruflichen Coachings beantwortet werden kann. Aber prinzipiell ist der Verdienst zweitranging, ich möchte in erster Linie einen Job finden wo ich kreativ gefordert werde und/oder eine Sinnhaftigkeit finde.Weißt du denn, was dich besonders interessiert bzw. was dein Ziel im Leben ist außerhalb der Erwerbsarbeit?
Unsere Universität besitzt ein Zentrum für Hochbegabtendiagnostik. Nachdem ich gesehen habe, dass die leitende Person einen Prof. und Dr. Titel in Pädagogisch-Psychologische Diagnostik besitzt, habe ich als es qualitativ-hochwertig genug empfunden 🙂An einer Universität?
In welchem Kontext?
Man macht IQ-Tests beim Psychiater.
Das war auch mein Gedanke. Allerdings erfülle ich nicht alle Kriterien.Heutzutage brauchst du noch nicht einmal mehr für das Medizinstudium zwingend Abitur. Würde mich dazu mal an einer Hochschule beraten lassen.
Ich selbst lege eigentlich keinen großen Wert darauf ob ich hochbegabt bin oder nicht. Es erklärt für mich persönlich nur viele Dinge. Ich hausiere damit auch nicht. Ich habe es z.B. nicht einmal allen meiner engsten Freunden erzählt. In meinem Fall war es bisher kein Segen sondern ein Fluch.wenn Du eine Mitgliedschaft anstrebst , dann sind sie enttäuscht weil nur 120 oder 115 raus kommen, statt der erwarteten 150 !!!
So sehe ich das auch. In meinem Fall ist es nur so, dass ich mich selbst nie als besonders intelligenten Menschen betrachtet habe. Ganz im Gegenteil, mir wurde ständig eingetrichtert das ich zu nichts tauge, und mit den schlechten Noten und dem schlechten Schulabschluss hatte ich es dann auch schwarz auf weiß.Wenn du deine Entscheidung zu einem Studium vom Ergebnis eines Unitests abhängig machst, ist das nicht unbedingt...tragfähig.
In dem Moment wo ich das Ergebnis erhalten habe dachte ich mir: "Es ist also doch möglich. Und endlich habe ich die Möglichkeit, dass zu tun was ich wirklich will."
Hochbegabung hin oder her. Selbst wenn der Test an der Uni sich um 30 Punkte verschätzt hat (was ich nicht glaube), befinde ich mich immer noch in einem Spektrum was ein Studium möglich macht. Jedenfalls auf dem Papier.
Ich danke euch für die netten Antworten und werde sie beherzigen. Sie haben mich ein ganzes Stück weitergebracht.
Euch allen einen guten Rutsch und für das Jahr 2024 nur das beste! 🙂