Ich möchte noch auf einen anderen Umstand hinweisen.
Es gibt viele verschiedene Traditionen oder Weltanschauungen, die die wissenschaftliche Sichtweise unserer Entstehung anzweifeln:
* fundamentalistische Moslems
* fundamentalistische Katholiken
* fundamentalistische Evangalische
* fundamentalistische Hindus
* Zeugen Jehovas
* Anfänger verschiedener Naturreligionen
* usw.
Nehmen wir mal an, unser kleiner Diskurs hier würde tatsächlich ergeben, dass die Evolution eine nicht haltbare Theorie wäre und wir uns besser an eine "göttliche Wahrheit" halten. Welche der vielen göttlichen Wahrheiten würden wir dann nehmen?
Da müsste jeder für sich überlegen, ob er sich die Mühe macht, dieser Frage nachzugehen.
Ganz sicher falsch ist die Annahme, dass sich Deine Frage allgemeingültig für jeden so einfach beantworten lässt, wie der Griff ins Supermarktregal.
Wenn man diese Traditionen im wort-wörtlichen Sinne als wahr ansieht, dann schließen sie sich gegenseitig aus.
Was hätten wir also gewonnen ? Wir wüssten erst nicht, wie wir entstanden sind.
Aus meiner Sicht hätten die Menschen möglicherweise mindestens 2 sehr wichtige Erkenntnisse gewonnen:
Die 1: Evolution ist nicht der intelligente Designer. Das führt zu der Frage: Wer denn dann?
Die 2: Wir wissen immer noch nicht, wie wir entstanden sind. Das führt zu der Frage: Wie denn sonst?
Die Frage zu 1) führt zur Forschung und Beschäftigung mit der Theologie.
Die Frage zu 2) führt zur Forschung in der Natur, wie wir es heute ja auch machen, denn wir Menschen bleiben neugierig und wollen wissen, wie was funktioniert.
(Mit ist schon klar, dass es von den meisten obigen Traditionen auch moderne und intelligentere Lesarten gibt. Wenn man die die Texte im übertragenen Sinne deutet, dann widersprechen sie sich nicht mehr unbedingt. Aber dann widersprechen sie auch nicht der Naturwissenschaft, folglich sind diese Lesarten für den Thread hier auch nicht relevant.)