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Was wäre anders, wenn die Evolutionstheorie unbewiesen bleibt?

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Ich erfuhr von einem Biologen, dem am Anfang seiner Karriere folgender Tipp von einem "erfahrenen Hasen" gegeben wurde: "Wenn Du aufsteigen willst, hältst Du Dich besser mit Deiner (Anti-) Meinung über Evolutionstheorien zurück."
Vielleicht ist das ein Aspekt, der erklärt, warum nur wenige Wissenschaftler - z.B. Biologen - mit einer Skepsis gegenüber den Evolutionstheorien bekannt sind.
LG, Nordrheiner

Wieviele Biologen gibt es weltweit ?
Wieviel Geologen ? Astrophysiker ? Linguisten ? Historiker ? Kosmologen ? Genetiker ?


Die alle halten sich mit der "Wahrheit" zurück, damit sie ihrer Karriere nicht schaden?
Diese Vorstellung ist doch absurd.
 
Hallo Tom,
zu Deinem Beitrag 435:
nein, auf alle Wissenschaftler bezogen, wäre das sicher eine Überinterpretation. Es gibt sicher eine überwiegende Mehrheit von Wissenschaftlern, Menschen überhaupt, denen es egal ist, ob hinter allem Leben eine intelligente Natur steht, ob es einen Urknall gab oder ob es einen Gott geben könnte. Man hört sich ggf. eine Meinung an, ohne sie annehmen zu müssen. Ähnlich ist es doch auch mit vielen Religionen. Nimm‘ Dir die großen „christlichen“ Kirchen. Wieviele Mitglieder „hören sich nur an“ und im übrigen glaubt und macht jeder was er will.
Nur gibt es anscheinend eine (ggf. kleine?) Zahl von Wissenschaftlern, Firmen, staatliche Institutionen, denen es nicht egal ist, ob jemand, der bei ihnen angestellt ist, sich bewirbt oder etwas werden will, die Evolutionstheorie vertritt, wenigstens neutral bleibt, oder ob diese Person sich sogar dagegen ausspricht.
Es ist mir nur aufgefallen, dass es auch in Deutschland offensichtlich vorkommt, dass wissenschaftliche/sachliche Beiträge (ob website oder Buch) abgelehnt werden – aber nicht aus sachlichen bzw. wissenschaftlichen Gründen, sondern aufgrund des Hintergrundes des jeweiligen Verfassers. Da kann man schonmal ins Nachdenken geraten, oder?
LG; Nordrheiner

 
Ich möchte noch auf einen anderen Umstand hinweisen.

Es gibt viele verschiedene Traditionen oder Weltanschauungen, die die wissenschaftliche Sichtweise unserer Entstehung anzweifeln:
* fundamentalistische Moslems
* fundamentalistische Katholiken
* fundamentalistische Evangalische
* fundamentalistische Hindus
* Zeugen Jehovas
* Anfänger verschiedener Naturreligionen
* usw.


Nehmen wir mal an, unser kleiner Diskurs hier würde tatsächlich ergeben, dass die Evolution eine nicht haltbare Theorie wäre und wir uns besser an eine "göttliche Wahrheit" halten. Welche der vielen göttlichen Wahrheiten würden wir dann nehmen?
Da müsste jeder für sich überlegen, ob er sich die Mühe macht, dieser Frage nachzugehen.
Ganz sicher falsch ist die Annahme, dass sich Deine Frage allgemeingültig für jeden so einfach beantworten lässt, wie der Griff ins Supermarktregal.

Wenn man diese Traditionen im wort-wörtlichen Sinne als wahr ansieht, dann schließen sie sich gegenseitig aus.

Was hätten wir also gewonnen ? Wir wüssten erst nicht, wie wir entstanden sind.
Aus meiner Sicht hätten die Menschen möglicherweise mindestens 2 sehr wichtige Erkenntnisse gewonnen:
Die 1: Evolution ist nicht der intelligente Designer. Das führt zu der Frage: Wer denn dann?

Die 2: Wir wissen immer noch nicht, wie wir entstanden sind. Das führt zu der Frage: Wie denn sonst?

Die Frage zu 1) führt zur Forschung und Beschäftigung mit der Theologie.
Die Frage zu 2) führt zur Forschung in der Natur, wie wir es heute ja auch machen, denn wir Menschen bleiben neugierig und wollen wissen, wie was funktioniert.

(Mit ist schon klar, dass es von den meisten obigen Traditionen auch moderne und intelligentere Lesarten gibt. Wenn man die die Texte im übertragenen Sinne deutet, dann widersprechen sie sich nicht mehr unbedingt. Aber dann widersprechen sie auch nicht der Naturwissenschaft, folglich sind diese Lesarten für den Thread hier auch nicht relevant.)

Eine Schlußfolgerung – was relevant ist – hängt immer von der präzisen Fragestellung ab. Das erinnert mich an den Touristen, der einen Mann auf der Straße ansprach und diesen fragte: „Können Sie mir den Weg zum Museum zeigen?“ Der Mann antwortete „ja“ und ging weiter.


LG, Nordrheiner
 
Nur gibt es anscheinend eine (ggf. kleine?) Zahl von Wissenschaftlern, Firmen, staatliche Institutionen, denen es nicht egal ist, ob jemand, der bei ihnen angestellt ist, sich bewirbt oder etwas werden will, dieEvolutionstheorie vertritt, wenigstens neutral bleibt, oder ob diese Person sich sogar dagegen ausspricht.

Weißt du was, das glaube ich dir sogar. Aber welche Gründe kann das haben ?
1.) Diese Firmen sind Teil einer internationalen Weltverschwörung gegen das Christentum.
2.) Diese Firmen haben viele Bewerber und entscheiden sich im Zweifelsfall für jemanden, der ideologisch unauffällig ist.
 
Zum Teil hast du leider recht. Viele der "Experten", die uns in den Medien begegnen, stehen direkt oder indirekt auf Gehaltslisten von irgendwelchen Firmen.
Dabei geht es aber um Produkte, hinter denen Milliardenmärkte stehen.
Z.B. Gentechnik, Antidepressiva,....
Die Aussage, dass die Evolutionsbiologen gekauft sind, finde ich haltlos und lächerlich. Den Konzernen geht es nicht um weltanschauliche Fragen, denen geht es nur um ihren Gewinn.
Die Verquickung von Konzernen und Wissenschaftlern ist eine Zweckgemeinschaft. Forschung findet heute nicht mehr im stillen Kämmerlein statt, wo ein unerkanntes Genie per Schraubenzieher und Lötkolben aus ein paar defekten Elektrogeräten die nächste wissenschaftliche Revolution bastelt, sondern in Labors, die mit millionenteuren Apparaten ausgestattet sind, und auch die Forscher selbst brauchen natürlich Geld für ihren Lebensunterhalt, und das über Jahre hinweg, weil man in der Wissenschaft selten was übers Knie brechen kann. Forschung ist heutzutage verdammt teuer, vor allem wenn es sich um reine Grundlagenforschung handelt, die an sich noch gar keine konkreten Nutzungsmöglichkeiten erbringt (viele Anwendungsmöglichkeiten wissenschaftlicher Erkenntnisse waren eher zufällige "Abfallprodukte", weil man eigentlich nach ganz anderen Dingen gesucht hatte, Stichworte z. B. Teflonpfanne/Lotuseffekt). Die Firmen, die die Forschungen finanzieren, haben als erste die Hand auf potentiellen Verwendungsmöglichkeiten und können außerdem mit "ihren" Wissenschaftlern renommieren, und wahrscheinlich sind die Ausgaben für die Wissenschaft auch steuerlich absetzbar. Fakt ist aber, daß Firmen langfristig nur für solche Produkte löhnen, die auch wirklich funktionieren. Das ist hier der Unterschied zwischen religiösem Glauben und Wissenschaft - Religion kann nur behaupten, daß etwas funktionieren würde, die Wissenschaft beweist es - oder widerlegt es. Für unbewiesene und chronisch unbeweisbare Behauptungen ist in der Wirtschaft - wie in der Wissenschaft - kein Platz.
 
Ich kann meinen Glauben nicht beschreiben, ihn nicht analysieren und ihn mir auch nicht ausreden lassen, weil er ein mächtiges Gefühl ist, welches immer da ist. Dagegen ist kein Kraut gewachsen.🙂

Danke für diesen Beitrag.
Dieser beschreibt nämlich, worum es in diesen beiden Threads wirklich geht.

Oberflächlich wird eine wissenschaftliche Theorie diskutiert. Aber geht es wirklich um Wissenschaft ? Nehmen wir an, ich würde einen Thread über den Spin von Gravitonen eröffnen oder die Masse von Neutrinos oder über Adoptose oder die Funktion einer Muskelzelle. Würde der auch 1000 Beiträge erhalten ?

Nach meiner Meinung geht es in Wirklichkeit um Spiritualität.
Wer bin ich? Woher komme ich? Was ist der Sinn meines Daseins ? All diese Fragen.
Da ist dieses mächtige Gefühl in meiner Brust. Das Gefühl, dass mein Dasein wichtig ist und dass es einen größeren Zusammenhang gibt. Darum geht es doch.

Wir haben so widersprüchliche Ansichten und doch werden wir von diesem Gefühl vereint.
Der Christ nennt es die Stimme Gottes.
Der Moslem nennt es Allah.
Der Hindu Brahman.
Der Buddhist die Buddha Natur.

Der Atheist hat keine Sprache dafür.
Aber, und davon bin ich überzeugt, der Atheist kennt dieses Gefühl auch.


Warum lassen wir die Evolution nicht den Biologen und schreiben über die interessanten Fragen?
 
Ich erfuhr von einem Biologen, dem am Anfang seiner Karriere folgender Tipp von einem "erfahrenen Hasen" gegeben wurde: "Wenn Du aufsteigen willst, hältst Du Dich besser mit Deiner (Anti-) Meinung über Evolutionstheorien zurück."
Vielleicht ist das ein Aspekt, der erklärt, warum nur wenige Wissenschaftler - z.B. Biologen - mit einer Skepsis gegenüber den Evolutionstheorien bekannt sind.
LG, Nordrheiner
Im Rahmen wissenschaftlichen Handelns ist es üblich, sich an seinen Verstand zu halten und keinen Aberglauben zu propagieren. Da wäre es selbstverständlich peinlich und ein Nogo, nicht an das Faktum der Evolution zu glauben oder die Erde für eine platte Scheibe zu halten. Aus diesem Grunde ist der Unverstand so selten in der Wissenschaft.

Mir geht dieser esoterische Thread erheblich auf die Nerven. Ich bekomme Lust, einen Thread "Was wäre, wenn wir fliegen könnten?" oder "Was wäre, wenn es doch Kobolde und Hexen gäbe?" oder "Was wäre bewiesen, wenn die Erde doch eine Scheibe ist?" zu starten.
 
Im Rahmen wissenschaftlichen Handelns ist es üblich, sich an seinen Verstand zu halten und keinen Aberglauben zu propagieren. Da wäre es selbstverständlich peinlich und ein Nogo, nicht an das Faktum der Evolution zu glauben oder die Erde für eine platte Scheibe zu halten. Aus diesem Grunde ist der Unverstand so selten in der Wissenschaft.

Mir geht dieser esoterische Thread erheblich auf die Nerven. Ich bekomme Lust, einen Thread "Was wäre, wenn wir fliegen könnten?" oder "Was wäre, wenn es doch Kobolde und Hexen gäbe?" zu starten.

Hast du dich schonmal intensiv mit Esoterik beschäftigt?
 
Hallo Kassandra,
Wissenschaften sind: Geisteswissenschaften, Humanwissenschaften, Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften, Agrarwissenschaften, Philosophie, Rechtswissenschaften, Sozialwissenschaften, Strukturwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, (christliche) Theologie
Die Evolutionstheorie wird demnach nicht zu den Wissenschaften gezählt.
Da könnte ich behaupten, daß Multiplikation auch nicht zu den Wissenschaften gezählt wird. Oder Plattentektonik. Oder Frequenzmodulation. All das sind Teilbereiche und Themen der jeweiligen Wissenschaft, aber keine Wissenschaften an sich. Die Evolutionstheorie fällt unter die Rubrik Biologie (=Naturwissenschaft), mit kleinen Seitensprüngen in Richtung Chemie, Physik, Soziologie (etc.), mit deren Hilfe sich bestimmte, genau umrissene Phänomene erklären lassen. Der wissenschaftliche Wert der Theologie dagegen ist umstritten, ihre brauchbaren Inhalte könnten genausogut in den anderen wissenschaftlichen Bereichen (Geschichte/Archäologie, Sozialwissenschaften etc.) untergebracht werden.
 
Mir geht dieser esoterische Thread erheblich auf die Nerven. Ich bekomme Lust, einen Thread "Was wäre, wenn wir fliegen könnten?" oder "Was wäre, wenn es doch Kobolde und Hexen gäbe?" oder "Was wäre bewiesen, wenn die Erde doch eine Scheibe ist?" zu starten.

Dann lies ihn nicht. Wenn nur alles im Leben so einfach wäre.

Wenn ich sowas lese, dann denke ich: Bla blabla blaaahaaa blaaaaaAAAAAA blubb.

*gähn*

--

@TurboTom - Du hast es gut erkannt. Aber m. A. n. lautet die Frage: Warum haben so viele Leute Probleme mit Spiritualität? Sieht man ja hier. ;-)
 
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