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Was wäre anders, wenn die Evolutionstheorie unbewiesen bleibt?

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Ich persönlich glaube nicht an die Evolution, es mag Anpassungen innerhalb einer Spezies geben, z.B. beim Menschen Schwarze und Weiße, aber es findet keine Entwicklung hin zu einer anderen Spezies statt, es gibt demnach durchaus eine Mikroevolution - flapsig ausgedrückt, wer lange in der Sonne sitzt wird irgendwann schwarz; aber es gibt m.E. keine Makroevolution, d.h. eine Höherentwicklung einer primitiven Spezies zu einer höherentwickelten Spezies, z.B. vom Einzeller zum Fisch oder vom Affen zum Menschen. Etwas derartiges konnte meines Wissens nach bislang nicht empirisch belegt werden.
Die Grenzen zwischen Mikro- und Makroevolution können kleiner sein als man ahnt. Gutes Beispiel ist eine Pflanze, die jeder kennt, nämlich Mais. Zwischen heutigem Kulturmais, der erst vor wenigen tausend Jahren entstand, und seiner Wildform, genannt Teosinte, gibt es deutliche Unterschiede. So deutliche Unterschiede, daß, wenn beide Sorten längst ausgestorben wären und nur als fossile Überreste vorlägen, ein Botaniker zwar anhand der Blüten etc. eine unbezweifelbare Verwandtschaft zwischen den beiden feststellen würde, jedoch nie auf die Idee käme, es handle sich um mehr oder weniger die gleiche Art. Es gab einen Wissenschaftler, der sein ganzes Leben nach "dem Augenblick" gesucht hat, an dem einem Urzeit-Bauern in Südamerika die "Kulturleistung" gelang, aus der Teosinte den ersten Mais zu züchten, er hat jahrelang in Indianergräbern nach immer älteren, immer primitiveren Maiskolben gesucht. Über dieser Aufgabe ist er gestorben, und erst nach seinem Tod, als das Mais-Genom entziffert wurde, fand man heraus, warum er scheitern mußte: es war nämlich gar keine züchterische Leistung, die aus der Teosinte den Mais machte, es war ein einziges! mutiertes Gen, das die Proteincodierung in der Pflanze verändert und die ganzen Unterschiede hervorruft! Und wenn jetzt unter Umständen schon ein einziges Gen reicht, um das Erscheinungsbild eines Lebewesens deutlich zu verändern, wieviele Veränderungen können dann Mutationen über Jahrtausende, Jahrmillionen verursachen?... (und Mutationen auf einzelnen Genen kommen dauernd vor, sogar jeder Mensch, der nicht grade einen Zwilling hat, unterscheidet sich durch winzige Mutationen in seinem Erbgut von allen seinen nächsten Verwandten - nützlich z. B. für die Polizei, wenn ein Verbrecher DNS-Spuren am Tatort hinterlassen hat).
 
Z.B. alle Theropoden sind als zweibeinige Läufer und wegen ihres zu großen Gewichts aus aerodynamischen Gründen nicht als Vogelvorläufer geeignet, da die Cursorialtheorie (Flugstart am Boden) auf sie angewendet werden müsste. Ein hypothetischer evolutiver Umbau von Theropoden zum Bauplan der Vögel wird von manchen Forschern aus konstruktiven Gründen als unplausibel betrachtet. Es fehlt der Selektionsdruck. Ich habe mir erzählen lassen, dass Fossilfunde daraufhin deuten, dass Theropoden eine Krokodillunge besaßen. Es erscheint unplausibel, dass diese in die völlig anders gebaute Vogellunge hätte überführt werden können. Die enorme Vielfalt der Kreidevögel erscheint rechtplötzlich auf der Bühne der fossil überlieferten Vögel, viele von ihnen etwa gleichzeitig oder noch früher als diejenigen der theropoden Dinosaurier, dieam nächsten mit den Vogelvorfahren verwandt sein sollen. Das Merkmalspektrum dieser Formenvielfalt stellt sich eher als komplexes Netzwerk dar denn als Stammbaum. Also bei der Theorie vom Dino zum Vogel sind mir mehr und „härtere“ Kritikpunkte bekannt als Argumente (die es auch gibt), diedafür sprechen.
Was ist denn mit der Kroko-Lunge nicht in Ordnung? --> Krokodile: Auf dem Weg zur Vogellunge – Hier wohnen Drachen Und der angebliche "fehlende Selektionsdruck" ist mir auch schleierhaft. Ausreichend kleine und leicht gebaute Theropoden, die zu den Vorfahren der Vögel werden konnten, gab es durchaus, der Klassiker ist Compsognathus, der als Versteinerung leicht mit Archäopterix verwechselt werden kann (zumal beide ungefähr zur gleichen Zeit in gleichen Gebieten lebten, allerdings geht man heute davon ab, in Compsognathus einen engeren Verwandten zu sehen, inzwischen hat man bessere Kandidaten entdeckt). Der Selektionsdruck bei befiederten Arten, selbst wenn es nur haarähnliche Proto-Federn sind, liegt zuerst mal im simplen Kälteschutz (besonders wichtig bei kleinen Arten, die nicht so leicht ihre Köpertemperatur halten können!), und dann in der Ausprägung immer prächtigerer "Behänge" bei den Männchen, um die Weibchen der Spezies zu beeindrucken. Da diese Mini-Theropoden vermutlich von Insekten, Eidechsen und anderem flinken Kleingetier lebten, mußten sie selber flink und wendig sein, welches in der Folge zumindest an "strategisch wichtigen Stellen", wie Armen und Schwanz (nötig zum schnellen Manövrieren auf der Jagd) zur Ausbildung von asymmetrischen, jedoch aerodynamisch funktionierenden Federstrukturen führte. Auch heutige Vögel haben im wesentlichen immer noch die "einfachen" symmetrischen Federn, wo der Kiel in der Mitte der Feder sitzt, nur die Federn an Flügel und Schwanz sind mit der für Flugeigenschaften wichtigen Asymmetrie ausgestattet. Rechnet man noch relativ bewegliche Arm- und Schultergelenke dazu, die ebenfalls bei den Kleinsauriern gegeben waren (auf neueren Darstellungen sieht man sie oft mit eingeklappten Armen, in der typischen Flügelhaltung eines Vogels), kommt man also sehr schnell in Richtung von Tieren, die am Boden jagten und ihre blitzschnellen Richtungsänderungen auf der Jagd mit heftigen Ruderbewegungen befiederter Arme unterstützten. Woraus sich die spätere Bewegung des Flügelschlags moderner Vögel samt Anpassungen in Muskulatur und Skelettbau quasi automatisch entwickelte. Es gibt übrigens heute eine Vogelart, die starke Ähnlichkeit mit diesen urzeitlichen "Möchtegern-Vögeln" besitzt, nämlich den amerikanischen Rennkuckuck, genannt "Roadrunner" (nein, nicht die Cartoonfigur, sondern das lebendige Original). Der Roadrunner ist ein echter, rezenter Vogel und kann auch fliegen, tut das aber üblicherweise nur, um in sein gut getarntes Nest zu fliegen. Jagen tut der Roadrunner grundsätzlich zu Fuß. Und wer davon mal Filmaufnahmen gesehen hat, kann sich absolut vorstellen, daß die Vorfahren der Vögel auf diese Weise das Fliegen gelernt haben. Vorfahren, die möglicherweise noch unbekannt sind, weil - und darauf muß man bei fossilen Evolutionsbeweisen immer hinweisen - man bisher nur einen winzigen Bruchteil aller Arten, die jemals existiert haben, gefunden hat. Schon morgen könnte eine Art entdeckt werden, bei der man unumstößlich nachweisen könnte, daß sie die direkten Vorfahren der Vögel sind und alle anderen, die man bis jetzt als nächste Kandidaten betrachtet hat, auf die hinteren Plätze verweisen...
 
Die Entstehung von Rassen muß keineswegs zwangsläufig mit einem Substanzverlust einhergehen. Jedes Lebewesen schleppt nämlich in seinem Erbgut erheblich mehr genetisches Potential mit sich herum, das sich im Lauf seiner Evolutionsgeschichte angereichert hat und von einer Generation auf die andere "mitgeschleppt" wird, als sich in seinem lebenden Körper verwirklichen kann. Das, was man bisher als "Junk-DNS" bezeichnet hat, tatsächlich aber eine Vielzahl von Aufgaben erfüllt, aber auch rezessive Anlagen, "abgeschaltete" Gene etc., lauter Sachen, die über viele Generationen hinweg schlummern können, bis sie irgendwann - z. B. durch Zufall, Mutation, Inzucht, Zusammentreffen mit "kompatiblem" Erbgut im Moment der Befruchtung etc. - wieder "angeschaltet" werden. Wir Menschen tragen immer noch jede Menge Erbgut unserer tierischen Vorfahren mit uns herum, manches zeigt sich - z. B. bei der Embryonalentwicklung, wenn wir vorübergehend Kiemen oder Fell tragen -, anderes bleibt dauerhaft deaktiviert, ist aber trotzdem vorhanden. Nur hin und wieder zeigt es sich auf interessante Weise. Z. B. gab es vor ein paar Jahren Meldungen, daß in einem abgelegenen asiatischen Land (ich glaube Nepal?) Mammuts gesichtet worden seien - unbehaart, deutlich größer als die einheimischen normalen Elefanten und mit dem typischen wulstigen Kopf. Bei Nachforschungen stellte sich heraus, daß es sich tatsächlich um normale indische Elefanten handelte, die - vermutlich durch Inzucht in dem relativ kleinen Gebiet - wieder die typischen Merkmale ihrer Mammut-Ahnen angenommen hatten. Aber auch bei Haustieren, die seit langer Zeit vom Menschen gezüchtet und selektiert werden, z. B. Hunde und Schweine, ist es so, daß sie, wenn sie verwildern und sich nach Belieben (also "rasse-unrein") vermischen können, nach ein paar Generationen wieder die Merkmale ihrer Urahnen annehmen. Das Erbgut ging also nicht verloren, es schlummerte nur. Rassen, die wirklich einen stark verarmten Genpool haben (wegen eines sogenannten "Flaschenhalses" in ihrer Entwicklung) können den Verlust allerdings durch hohe Vermehrungsrate und größere Neigung zu Mutationen wettmachen.
Die Frage stellt sich, ob die Verarmung des Genpools infolge von Artaufspaltung durch Mutationen aufgehalten werden können? Nach meiner Kenntnis hängt das davon ab, ob verloren gegangene Allele durch Mutationen wieder erzeugt werden können. Wie ich erfuhr, deuten zahlreiche Beobachtungen darauf hin, dass eher irreversible Verluste eintreten. Beispiel dafür ist der Gepard.



Der Mensch gehört übrigens auch zu den "Flaschenhals-Rassen", wegen des Toba-Ausbruchs vor 74.000 Jahren, der zu einer Klimaverschlechterung führte, die fast alle damals lebenden Menschen auslöschte, man schätzt, daß weltweit nicht mehr als etwa 5000 - 10.000 Menschen überlebt haben. Ohne diesen Ausbruch wäre die Menschheit heute zweifellos genetisch weitaus vielfältiger. Aber wie sich das konkret auswirken würde... da müßte man echt einen Paläogenetiker fragen.

Danke.... echt schöner bzw. guter Sachbeitrag. Du bist hier anscheinend der erste Atheist, der über Biologie mal mehr weiß als der Durchschnitt der meisten evolutionsgläubigen Atheisten.
Insbesondere gefällt mir Dein Beitrag zum Genpool und Flaschenhals. Ich kenne so ein Beispiel von der mutmaßlichen Artbildungsvorgang beim mittleren Grundfinken. Da ist genau das passiert, was Du so schön beschrieben hast. Das einzige Element, was evolutionär störte, war, dass keine innovativen Veränderungen benötigt wurden. Bei der neuen Artbildung handelte es sich um die Bildung einer neuen Rasse durch Ausschöpfung des Genpools. Also Variabilität – Artbildung durch Spezialisierung im Rahmen der vorhandenen Bandbreite an Merkmalsausprägungen.

Artaufspaltungen sind nicht die ersten Schritte makroevolutiver Innovationen, sondern beruhen auf dem Ausschöpfen vorhandener Variabilität – und bewegen sich somit im mikroevolutiven Rahmen.

Zum Stichwort Mutationen will ich folgendes anmerken: Mutationen gelten, wie ich las, als die wichtigsten empirisch nachgewiesenen Evolutionsfaktoren, also als Quelle für neue Strukturen. Durch (sexuelle) Rekombination wird Vorhandenes neu kombiniert und durch Selektion wird aus der vorhandenen Vielfalt ausgelesen. Anschliessend wird durch Gentransfer vorhanenes Erbmaterial eines artfremden Organismus in eine andere Art übertragen. Die mir bekannten Beispiele zeigen jedoch ausnahmslos, dass durch Mutationen nur Veränderungen bereits vorhandener Strukturen erfolgen. Dies gilt auch für selektionspositive Mutationen. Veränderung kann z.B. bedeuten:

1) Steigerung der Menge eines Inhaltsstoffes (Zuckergehalt der Zuckerrübe, Farbstoffgehalt bei Blüten).

2) Deformation (z.B. Flügelmutanten)

3) Vergrößerung eines Organs

4) Veränderte Anzahl von Körperteilen

Wenn ich richtig informiert bin, liefern bisherige empirische Ergebnisse der Mutationsforschung keine Hinweise auf Makroevolution.



LG, Nordrheiner

 
Hallo Kosmischer Kerl,
es ist ja schön, dass Du das Gebiet der Bibelexegese interessant findest. Das ist aber hier nicht das Thema. Lass uns das in einem anderen Faden besprechen, ja?

LG, Nordrheiner

 
das merkt man und ist das Grundproblem. Du meinst, durch lesen von Texten (welche?) zur Evolutionstheorie könntest du dir 'Wissen' dazu aneignen. Dabei überspringst du alle Grundlagen. Das merkt man an vielen deiner 'Ausführungen' und an den Fragen die du stellst. Außerdem ist deine Argumentation 'unsauber' du gibst keine wirklichen Quellen an, du reisst Aussagen aus dem Zusammenhang, du kombinierst wo kombinieren nicht geht und das sind nur einige der vielen Probleme deiner Argumentationstechnik.
Pauschalkeulen sind immer gut, wenn die Argumente fehlen, stimmts?


Biologen absolvieren in ihrem Studium auch Mathematik-, Statistik-, Physik-, Chemie-,Biochemiepraktika. Also kann man davon ausgehen, dass Biologen den Gedankengängen von anderen Naturwissenschaftlern und deren Arbeitsweise folgen können, da sie bis zu einem bestimmten Punkt z.B.die gleichen 'Werkzeuge' gebrauchen.
Ich fragte Dich nach Deinen Kenntnissen (Fachgebiet?), z.B. chemische Evolution.
Du antwortest mit einer allgemeinen Erklärung des Studiums. Wieso weichst Du meiner Frage aus?


So sehr ich Popper schätze... aber hierzu meine ich erst mal nichts. In welchem Zusammenhang hat er das gesagt? Popper war Philosoph und kein Naturwissenschaftler.

Ich fragte nicht danach, welches Fachgebiet Herr Karl Popper vertritt, sondern nach Deiner Meinung zu seiner These. Wieso antwortest Du darauf nicht? Wieder ein Ausweichen…


Das ist im Prinzip die Frage an einen Physiker. Wozu schmeißt du mit wissenschaftlichen Fachbegriffen? Es gibt genug Beobachtungen die eine 'empirische Verankerung' gewährleisten. Die Erklärungskraft ist sehr hoch. Es werden Voraussagen gemacht die getestet, also falsifiziert werden können. Wo liegt also dein Problem? Dass es noch viele Fragen gibt? Dass es vielleicht Fragen gibt die nie beantwortet werden können?
Wenn ich Dich richtig verstanden habe, glaubst Du bzw. vertrittst Du die Urknall-Theorie.
Ich fragte Dich, welche der allgemein anerkannten Kriterien im naturwissenschaftlichen Bereich (Empirische Verankerung, Gesetzeskonformität, Widerspruchsfreiheit, Erklärungskraft, Prognosekraft) auf diese Theorie anwendbar ist – nach Deiner Meinung. Und schon wieder weichst Du aus! Du kennst doch die Regel: Treffen die o.g. Kriterien nicht zu, können nicht angewendet werden, muß eine Theorie fallengelassen werden, sie ist dann höchstens noch "Glaubensgut" , hat also nichts mit Naturwissenschaft zu tun.







wie alt ist die Erde denn, damit man mal weiß wo du da stehst. Bereits beantwortet

In der Biologie bedeutet 'höhere Lebensform' nicht das was es anscheinend für dich bedeutet. 'Fitter' bedeutet auch nicht 'höher' sondern 'besser mit der jeweiligen Umwelt umgehen können'. Die natürliche Selektion setzt an der Variation die in jeder Art besteht an und ist nur im Zusammenspiel mit den jeweiligen Umweltbedingungen zu verstehen.
Was willst du für ein Beispiel haben? Du forderst 'neue Organe' - das zeigt eindeutig, du hast gar nicht begriffen was Evolution ist. Die 'Stammväter und Mütter' einer neuen Art unterscheiden sich nicht durch sprunghaft auftretende neue Organe. Sie unterscheiden sich minim von anderen. Sie können etwas 'ein wenig besser', sind aber keine neue Art. Der 'Artbegriff' ist einfach nur ein praktischer Begriff um miteinander reden zu können, hat aber in der Natur keine Bedeutung. Damit Evolution stattfindet sind ausserdem außer Selektion noch andere Mechanismen nötig. Z.B. Gendrift.

Gendrift ist schonmal interessant, aber evolutionär nicht von Bedeutung, da die Genpools der abgespaltenen Rasse immer mehr verarmen gegenüber dem Ausgangspool, d.h. sie besitzen eine immer geringere Anzahl verschiedener Allele. Dadurch sind auch die Rekombinationsmöglichkeiten eingeschränkt. Das bedeutet, dass die abgespaltenen Rassen oder Arten ein geringeres Variabilitätsspektrum besitzen. Wir sprechen also von Substanzverlust = nicht gerade ein erwünschter Vorteil im Sinne der Evolutionstheorie.



Die Stammväter einer neuen Art – sind also keine neue Art! Darauf muss man erstmal hingewiesen werden. Wo ist denn empirisch nachgewiesen, dass eine neue Art (Unterschiede?) makrobiologisch entstand?


Und zum Stichwort minimale Unterschiede kann ich Dir empfehlen, folgendes zu überdenken:


Das Dilemma der Entstehung neuer komplexer Strukturen besteht darin, dass erste, noch unvollkommene Ansätze der Entwicklung nachteilig sind und daher als unnötiger Materialverbrauch selektiv eliminiert werden. Möglicherweise sprichst Du mit „minim“ die Hypothese an, dass neue Baupläne nicht durch Änderung aller betroffenen Bauteile entstehen, sondern nach und nach erfolgen Ersatz oder Änderung einzelner Merkmale. Und erst nach längerer Zeit ergibt sich durch Addition der einzelnen Merkmale ein neuer Bauplan. Diese Hypothese ist aber wirklich keine Hilfe. Das Problem der Typenbildung wird lediglich in zahlreiche Probleme der evolutiven Entstehung einzelner neuer Strukturen aufgesplittet. Darüberhinaus ist diese Konzeption aufgrund der gegenseitigen Abhängigkeiten der Organe und Strukturen der Lebewesen fragwürdig = erscheint mir unrealistisch.




Häh? Besitzt ein Kochbuch schon die Information wie ein Spiegelei zuzubereiten ist? Und nein, z.Z. wird die Information noch in Bakterien (Escherichia coli) oder Hefen eingeschleust, aber ich bin ziemlich sicher, dass das in Zukunft auch direkt passieren kann.

Zu diesem Absatz folgendes:


Ich hatte die Behauptung aufgestellt, dass Materie keine Information erzeugt.


Dieser Behauptung hast Du vehement widersprochen in Deinem Beitrag 222.


Und jetzt teilst Du uns mit, dass die eingeschleuste Information doch schon bestand, was ja auch logisch ist, sonst hätte sie nicht eingeschleust werden können.

Hast Du gedacht, Dein Widerspruch würde hier nicht auffallen?



Fazit: Wir bleiben bei meiner Behauptung: Materie kann keine Information erzeugen.



Versuch besser nicht, uns hier ein X für ein U vorzumachen.



Du hast immer noch nicht kapiert, dass EVOLUTION ein zu beobachtendes Phänomen ist und die Evolutionstheorie 'nur' die Erklärung davon WIE Evolution passiert. Diese Theorie wird ständig verfeinert und ist keine 'in Stein gehauene' Wahrheit. Tauchen Fakten auf die Teilen, oder vielleicht auch allem widersprechen, dann wird die Wissenschaft eine andere Erklärung finden müssen die besser passt. Dass du das nicht erkennen kannst liegt wahrscheinlich an deiner fehlenden naturwissenschaftlichen Ausbildung. Es ist nicht weiter schlimm, etwas nicht zu verstehen. Ich finde es auch in Ordnung, wenn du lieber an einen Gott glauben willst der 'alles gemacht' hat. Aber deine nachgeplapperten, stereotypen Argumente von, zwar nicht genannten aber doch deutlichen Kreationismus Quellen sind ziemlich erheiternd. Da habe ich schon mit besser vorbereiteten Kreationisten diskutiert. 🙂
Mein Tipp waere: bevor du so viel bei Wort und Wissen liest - lies erst mal bei Wikipedia und ein paar Bücher z.B.
Evolution, Ein Lese-Lehrbuch; Zranvy, Burda, Storch...


Hallo Polux,
In meinem Beitrag Nr. 242 ersuchte ich Dich, mal ein Beispiel zu bringen, dass durch Züchtungen eine neue, höhere Lebensform entstand, also Ausbildung neuer Organe. Nur so nebenbei bemerkt, fehlt so ein Beispiel von Dir immer noch.



Also Du musst nicht alles (besser) wissen. Aber wenn Du etwas behauptest bzw. mir auf dem Gebiet der Biologie widersprichst, solltest Du das schon belegen können. Bei einem Laien kann das schonmal fehlen, aber von einem Biologen sollte man das erwarten können. Und Pauschalkeulen belegen höchstens Dein fehlendes Detailwissen.


Zum Stichwort Urknall-Theorie, die Du ja vertrittst, machst Du mich darauf aufmerksam, dass Fragen dazu besser an einen Physiker zu richten sind. Das erscheint mir so, als wenn mich jemand nach meinem Glauben fragt und ich antworte: „warte mal, ich muss erstmal meinen Pfarrer fragen“.



Einen solchen Widerspruch, wie Du ihn Dir im Falle „Materie erzeugt keine Information“ mit dem Beispiel Insulin geleistet hast (Dein Beitrag Nr. 222), würde ich einem Laien zutrauen. Aber dass sich ein studierter Biologe so einen Klops leistet, hätte ich echt nicht erwartet. Und dann empfiehlst Du mir auch noch wikipedia… Bist Du wirklich studierter Biologe? Inwiefern? Auf welchem Gebiet bist Du beruflich zuhause?



Mach es doch wie der von mir echt geschätzte Dr. Biddi, seines Zeichens Physiker. Er hält sich mit Aussagen zur Evolutionstheorie schön vornehm zurück und ignoriert einfach meine Frage👎. Das ist diplomatisch, echt geschickt. Hin und wieder provoziert er ein bißchen, aber das ist auch ok.



LG, Nordrheiner




 
Wenn Gott mit den menschlichen Sinnen nicht erfassbar ist, dann soll er in den Herzen der Menschen sein Werk tun. Bei der Evolution und in der Natur hat er, wie du selber feststellst, nichts zu suchen und nichts zu schaffen. Du solltest auch bei deinen Leisten bleiben und dich nicht in die Evolution und in die Natur einmischen.

Wenn es eine Herzensangelegenheit ist, dann belassen wir es doch auch bei diesem tröstlichen Nischendasein.

hi, Kobaltblau,
da hast Du mich ein bißchen überinterpretiert.

Da Gott die Natur geschaffen hat, kenne ich niemandem, der Ihm sagen dürfte „Du hast hier nichts zu suchen.“ Umgekehrt wäre der Ausspruch nachvollziehbar, wenn wir z.B. sehen, was Menschen aus der Natur gemacht haben.

Und übrigens: Wir diskutieren hier doch nur, Meinungsaustausch unter vorwiegend Laien. Ist doch ok, oder?
Immer locker bleiben, Kobaltblau.

LG, Nordrheiner
 
Nordrheiner, das soll jetzt nicht so komisch klingen, wie es vielleicht klingt, meine es vollkommen ernst.

Gab es für dich einen Urknall?

Und wenn ja, wo saß dann Gott zu jener Zeit? Innerhalb oder außerhalb des Urknalls?

---

Vielleicht etwas grundlegender: Wenn die Existenz laut Hawking und wie wir sie kennen, nicht durch übergroße Hitze und Dichtheit entstanden ist, wie dann?

Adam und Eva halte ich für eine nette Geschichte, vielleicht ein wenig zu wenig romantisch, aber spiegelt das tatsächlich die Realität wider und ist nicht doch nur eine Geschichte, welche Menschen in die Existenzgeschichte reingebastelt haben, weil ihnen nichts Besseres einfiel?

Und nein, ich spreche keinem einzigen Gott seine Existenz oder Existenzberechtigung ab, nur den Geschichten, die sich darum ranken.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Fe

Jetzt habe ich Deinen Sachbeitrag Nr .210 gefunden. Danke für Deine Mahnung. Ich kann schon mal was übersehen, ist aber nicht böse gemeint. Wenn ich Deinen Beitrag richtig verstehe, dann hast Du selbst noch viele offene Fragen. Symptomatisch dafür sind Deine Bemerkungen: „…aber ein klares Bild davon haben wir nicht“ sowie „…ist alles andere als klar“
Genau da stimme ich Dir zu, wenn die Evolutionstheorie (aus meiner Sicht) insgesamt nicht schlüssig ist bzw. aus vielen Hypothesen besteht mit zu vielen offenen Fragen, wie in Deinem Beitrag.
Danke für Deinen Beitrag.



LG, Nordrheiner

du hast meinen beitrag wohl gruendlich missverstanden. denn da, wo du offene fragen siehst, ist aus meiner sicht alles klar.

grosse fragezeichen gibts bei der fruehen evolution im sinne meines beitrags, aber da kannst du keine evolutionstheorie der biologen anzweifeln, weil die biologen dazu kaum was sagen und du von der zeit wohl auch keine vorstellungen hast.
 
hi, Kobaltblau,
da hast Du mich ein bißchen überinterpretiert.

Da Gott die Natur geschaffen hat, kenne ich niemandem, der Ihm sagen dürfte „Du hast hier nichts zu suchen.“ Umgekehrt wäre der Ausspruch nachvollziehbar, wenn wir z.B. sehen, was Menschen aus der Natur gemacht haben.

Und übrigens: Wir diskutieren hier doch nur, Meinungsaustausch unter vorwiegend Laien. Ist doch ok, oder?
Immer locker bleiben, Kobaltblau.

LG, Nordrheiner

Lieber Nordrheiner

Erst erklärst du, Gott kann man nur reinen Herzens schauen und mit den menschlichen Sinneseindrücken nicht erfassen und dann ist alles nur ein Meinungsaustausch und überinterpretiert. Leider stellst du dich damit außerhalb der menschlichen Erkenntniswelt, außerhalb der menschlichen Sinneseindrücke. Und leider hat Gott wirklich immer weniger zu melden und auch nichts zu suchen bei Themen die längst Gegenstand sinnhafter und tatsächlicher Tatsachen sind und von den menschlichen Sinneseindrücken auch richtig interpretiert werden können.

Selbst wenn die "Evolutionstheorie" widerlegt werden sollte, was gar nicht mehr möglich ist, dann werden neue Erkenntnisse gemacht und überprüft werden. Alles auf dem Boden der Tatsachen, der Erfahrungen, durch wissenschaftliche Experimente und durch Sinneseindrücke. Wie gesagt, Gott ist für die Entstehung des Lebens und der Natur und deren Erkenntnis überflüssig geworden. Da helfen noch soviele unklare Detailfragen nichts.

Und das ist eine Tatsache, die man mit Sinneseindrücken erfahren kann, vorausgesetzt man hat seine Sinne nicht mit den Brettern der Schöpfungsgeschichte zugenagelt.

Karl Popper kannst du übrigens ruhig deinem Gedankenkreis zurechnen, denn er ist, war und bleibt Positivist.

Über dem Mittelmeer hat sich gerade ein hurrikanähnliches Orkantief gebildet. Da fließen die Luftmoleküle rein und wieder raus und alle Luftmoleküle bekommen die gleiche Information übertragen, "Freunde, benehmt euch hier anständig und organisiert wie in einem Orkantief". Diese Info geben sie dann an die neuen Luftmoleküle weiter. Eine Informationsübertragung ohne Internet und ohne Gott, funktioniert völlig selbstständig und das Schöne ist, alle machen mit.

Ganz so dümmlich scheint die Materie gar nicht zu sein.
 
Über dem Mittelmeer hat sich gerade ein hurrikanähnliches Orkantief gebildet. Da fließen die Luftmoleküle rein und wieder raus und alle Luftmoleküle bekommen die gleiche Information übertragen, "Freunde, benehmt euch hier anständig und organisiert wie in einem Orkantief". Diese Info gebe sie dann an die neuen Luftmoleküle weiter. Eine Informationsübertragung ohne Internet und ohne Gott, funktioniert völlig selbstständig und das Schöne ist, alle machen mit.

😀😀😀😀😀

Klasse!
 
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