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Was stimmt nicht mit mir???

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  • Datum Start Datum Start
morgen alle zusammen,
ich habe mich heute unserer Vertrauensperson anvertraut. Jetzt werde ich versuchen einen Termin mit einem Psychologen zu bekommen.

@marie: du hast dissozial ausgeprägt angesprochen. Ich habe mit meiner Frau zusammen die Punkte, die darauf hindeuten, das dies so ist, angeschaut und musste feststellen das die meisten Punkte auf mich zu treffen: (grün = ja, rot = nein)

Mindestens drei der in der ICD-10 genannten Merkmale müssen erfüllt sein. Hierzu gehören:
  • Gefühlskälte und mangelnde Empathie gegenüber anderen
  • Missachtung sozialer Normen
  • Beziehungsschwäche und Bindungsstörung
  • Geringe Frustrationstoleranz und impulsiv-aggressives Verhalten
  • Mangelndes Schulderleben und Unfähigkeit zu sozialem Lernen
  • Vordergründige Erklärung für das eigene Verhalten und unberechtigte Beschuldigung anderer
  • Anhaltende Reizbarkeit.
Das sieht wohl sehr eindeutig aus oder? Hoffe man kann mir weiterhelfen....
Was mir in den letzten Tagen auch bewusst geworden ist, ist das ich mich an kaum ein Erlebnis aus früheren Jahren erinnern kann. Alles bis zu meinem 16. Lebensjahr ist irgendwie nicht richtig vorhanden. Ich weiß vereinzelt Sachen, meistens negative Erfahrungen, wie z.B. eingesperrt ins Kinderzimmer, Hintern versohlt bekommen. Aber ich erinner mich nicht an einen normalen Tag oder an Urlaube. Nur kleine Details davon. Und das auch nur ganz wenige. Ist das normal?

Gruß Steven
 
Hi,

ich finde es sehr schön das Du diesen Schritt machst,sicherlich wird es nicht einfach sein.
Man erinnert sich mehr an die negativen Dinge als die Positiven,daher ist es auch wichtig
immer sich wieder an Positive Ereignisse und Erlebnisse zu erinnern.

Wobei es auch sein kann,das es ein Stück weit Verdrängung mit ist.

Sicher kann man helfen,man darf nur nicht aufgeben,jemanden der Aufgibt ist nur
noch sehr schwer zuhelfen.Man hinterläßt im schlimmsten Fall Menschen,die einen sehr vermissen.Du hast eine Familie die Dich brauch und auch liebt.
Stell Dir vor wie es wird wenn Du wieder mit ihnen zusammenlebst.
Und denke immer daran wie es wäre ,wenn Du gehen würdest,Du würdest vielleicht auch
von Menschen vermißt werden,wo Du noch nicht mal dran denken würdest,das sie Dich vermissen.

Dennoch würde ich das mit dem Wasser nicht aus den Augen verlieren,Du scheinst das
Wasser zu brauchen um Dich beruhigen zu können und auch frei zufühlen.
Das Wasser sorgt bei Dir für einen Ausgleich.

Eine Therapie kann sehr anstrengend werden,Du wirst einen Rückzugspunkt brauchen
wo Du dich sicher fühlst und auch einen Ausgleich haben wirst!
Damit Du wieder Kraft sammeln kannst.

Hast Du mit Deiner Frau geredet?

Gruss
Serafina
 
Hey Serafina,

ja hab ein wenig mit meiner Frau geredet. Sie will mich unterstützen. Ich werde jetzt erstmal aus der gemeinsamen Wohnung ausziehen und dann hab ich einen Termin bei einer Psychotherapeutin. Das alles so schnell geht, hätte ich nicht gedacht. Nächste Woche Mittwoch hab ich schon meinen ersten Termin.
Dann soll nochmal alles im CT überprüft werden, ob das was zu sehen ist. Meine Ärztin heute morgen hat mir doch sehr geholfen.
Versuche erstmal ein normales Leben weiter zu führen. Arbeiten gehen, nach Hause, dann und wann meine Kinder besuchen fahren. Hoffe das klappt alle 2 Tage. Und dann mal weiter sehen.
Werde euch auf jeden Fall weiter berichten. Danke an alle....

Gruß
Steven
 
Hallo Steven,

wow, bin gerade sprachlos. Ich finde das total klasse, wie Du das handhabst.🙂
Den Anstoß mit der dissozialen Persönlichkeitsstörung finde ich gut, aber was mich irritiert ist, dass Du ja Dein Verhalten hinterfragst und einsichtig bist. Das spräche jetzt dagegen...
Manchmal sind diese "Blackouts" und diese Gefühlsarmut eben auch Zeichen anderer Probleme, wie traumatische Ereignisse. Du hast ja über Deine Kindheit berichtet.

Aber egal, letztlich wird sich das nach Deinen Untersuchungen zeigen und dann hast Du die Möglichkeit, Dich schlau zu machen. Und mal ehrlich, so wie Du Dich gerade um Dich kümmerst, wirst Du eine Menge schaffen. Du bist ganz schön stark!
Liebe Grüße
 
@das gefühl: ich will das ganze jetzt unbedingt machen, da ich meine beiden Kinder über alles liebe und in den letzten Tagen gemerkt habe, wie sehr die beiden leiden, wenn ich mit meiner Frau streite. So geht das nicht weiter. Ich habe wenig Hoffnung das unsere Beziehung wieder in Gang kommt, aber das bisschen Hoffnung gebe ich nicht her. Ich hab in den letzten Tagen sehr viel über mein Leben nachgedacht und gerade diese Sache mit den Tabletten hat mich sehr erschüttert, weil ich immer der Meinung war, das es andere Wege gibt. Und dann mache ich so einen Fehler? Nein, das kann ich den Menschen die mir Halt geben und hinter mir stehen nicht antun. Und ich musste heute feststellen, das mehr Menschen da sind die mir helfen als ich je geglaubt hätte. Jeder sagt mir, das es der richtige Schritt ist und ich dann auch wieder eine normale Beziehung führen kann, wenn alles gut läuft und das gibt mir doch sehr viel Hoffnung.
Ich will auch ein Beispiel für andere sein, die nicht den Mut zu diesem Schritt haben. Auch wenn ich erst ganz am Anfang stehe. So schwer scheint es mir nicht zu sein. Obwohl ich es nun 2 Jahre nicht wahrhaben wollte. Aber jetzt ist bei mir der Groschen gefallen.
Mir ist zwar ein wenig flau im Magen, wenn ich an meine erste "Sitzung" denke, aber ich werde es wohl überleben. Und was noch ganz wichtig ist, Tränen sind keine Schande!!!!! Ich habe mich immer geschämt anderen zu zeigen, was in mir vor geht, aber das war falsch. Ich hätte es früher angehen können, aber aus zu großem Stolz oder was auch immer dahinter steckt, hab ich es nie jemandem erzählt. Keiner braucht sich seiner Gefühle zu schämen. Die Menschen sind alle gar nicht so böse und lachen einen aus. Ganz im Gegenteil, wahre Freunde würden niemals lachen, sondern eher auch eine Träne vergießen.... in dem Sinne...

Gruß Steven
 
Hallo,

ich freue mich sehr das Du wieder mit Deiner Frau auf einer gewissen Ebene reden kannst.

Vorallem das sie Dich unterstützen will,sollte Dir zeigen
Schatz ich liebe Dich immer noch und ich bin bereit für unsere Ehe zu kämpfen.

Kämpfe bitte auch Du und sage nicht das es Dir hoffnungslos erscheint.

Fütterst Du das Wort zuviel wird genau das geschehen.

Sehe es als eine neue Chance und einen Neuanfang!!!
Mit deiner Frau und deinen Kindern.

Siehst Du alle wollen helfen und stoßen Dich nicht zurück.

Auch ein Mann darf Weinen!!!

Gruss
Serafina
 

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