Hallo Janis,
IHrem Bericht über Ihren
Sohn, der in der Grundschule ein sehr guter Schüler war (und somit richtig auf dem Gymnasiumn ist), würde ich davon ausgehen, dass er gemobbt wurde.
Wird ein Mensch einmal Mobbingopfer, ist es sehr schwer, aus eigener Kraft wieder soviel Selbstvertrauen zu entwickeln, um bei bei der nächsten Gruppe nicht schon wieder Mobbingopfer zu werden.
Mitschüler picken sich einen heraus, der muß auch gar nichts Blödes getan haben, den sie zu ihrem eigenen Spaß und ohne darüber zu reflektieren, dass Sie einem netten Mitschüler damit wehtun, einen heraus, den sie nach Strich und Faden "verars..en".
Manchmal genügt es auch, dass derjenige einen gelben Kaugummi unter seinem Schuh kleben hat, den der Platzhirsch der Klasse vorher ausspuckte.., manchmal reicht es aus, dass er sich einmal so geärgert hat, dass ihnen das gefallen hat. An den Klamotten liegt das nicht, denn reichen Kindern, die sozial stark sind, denen ist es wirklich egal,ob jemand teure oder preiswerte Kleidung hat und umgekehrt.
Die sogenannten Mobber sind selber keine starken Persönlichkeiten im sozialen Sinne!
Zu den Problemen, die wir mit unseren heranwachsenden pubertierenden Kindern ohnehin schon haben, gesellt sich dieses große Problem dazu.
Vielleicht hilft es, bei jedem Trainer, bei jedem Lehrer ihres Kindes vorstellig zu werden (Sie brauchen keine teure Therapeutische Hilfe, die gibts auch ohne die Haushaltskasse angehen zu müssen, das gibt nämlich wider Stress- VORSICHT)
Manchmal können persönliche Gespräche mit den Lehrpersonen helfen, ihr Kind in ein rechtes Licht zu rücken, die Lehrer gehen dann anders auf ihr Kind zu , bemerken manchmal dann auch erst dessen Not und die Gemeinheit seiner Mitschüler / Sportkameraden.
Jungs, die beim Fußball viel zu oft auf der Auswechselbank sitzen... das ist gemein und die Trainer merken oft nicht, dass sie diese Kinder demotivieren (Ich bin denen nicht gut genug und darum sitze ich hier, wenn ich dann mal endlich spielen darf, dann nur kurz und wenn dann noch ein blöder Kommentar zu meiner Spielweise kommt, dann ist meine Blödheit bestätigt, ... ).
Versuchen Se ihrem Son und Ihrer Familie aus dieser Spirarle herauszuhelfen. Er muss gestärkt werden. Ein Gemeinsamer Besuch in einer Kletterhalle, vielleicht mit einem Freund? Die Erziehungsberatungstelle bei der Caritas und auch der Kinderarzt können helfen. das brauchen die Mitschüler und deren plappernden Eltern nicht zu erfahren, auch die Lehrer bitten Sie um Vertraulichkeit, wenn die Jugendhilfe ins Spiel kommt.
Eltern der Mitschüler plappern gerne viel zu viel. Ansonsten dürfen Sie offensiev damit umgehen.
Ihr Sohn erzählt Ihnen vielleicht nichts von seiner Not und schämt sich so für sich selber , dass er vor Ihnen bisher alles verheimlichen konnte. (Das machen arbeitslose Familienväter, die sich als Versager fühlen , manchmal auch so. Gehen zur Arbeit, obwohl es keine gibt. Und vertrauen sich noch nicht mal der Person an, der sich blind vertrauen könnten).
Was Ihnen und Ihrem Sohn passiert , passiert leider auch anderen. Ihr Sohn ist intelligent, er ist vielleicht ein "Kopfmensch", denkt zuviel nach, das wird er immer tun, darf aber ruhig lernen, dass andere manchmal Idioten sind über die es sich nicht lohnt nachzudenken und seine Energie damit zu verschwenden?
Wenn Sie dem Klassenleher nicht trauen können, suchen Sie einen anderen Lehrer ihres Sohnes auf.
Keine Angst, Sie sind nicht die Mami, die ihrem Muttersöhnchen mal wieder aus der Patsche hilft. Ihre Beziehung kann daran auch wachsen.
Ich wünsche Ihnen beiden sehr viel Kraft, Mut, Liebe und eine glückliche Schulzeit (die unweigerlich zum Leben unserer Kinder dazu gehört) und, dass Sie sich von anderen Erwachsenen kein schlechtes Gewissen einreden lassen.
Viele Grüße M.B.