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Was ist bloß mit meinem Jungen los...

wie ich bereits gesagt habe, habe ich mir die nächste Woche frei genommen um als erstes den Schulpsychologen zu konsultieren...

Gut, das ist doch schon mal was. 🙂

und ich werde jede Hilfe in Anspruch nehmen die wir bekommen können

Tu das unbedingt. Ich würde an deiner Stelle beim Schulpsychologen auch die Schulwechsel sowie die Äußerung deines Sohnes, er hätte keine Lust mehr am Leben unbedingt erwähnen, auch, dass es das erste Mal nach langer Zeit war, dass er von sich aus über sich berichtete. Sprich den Psychologen auch mal auf Depressionen an, wie hier bereits schon vermutet wurde. Ich halte das alles nämlich für sehr relevant, was den Zustand deines Jungen betrifft.

Es wäre schön, wenn du uns auf dem Laufenden halten würdest, was der Psychologe meint und wie es weiter geht, denn ich würde sehr gerne hier lesen, dass deinem Jungen geholfen werden konnte.
 
nein da liegst du nicht richtig...das ist erst in letzter Zeit so.
Irgendwie scheinen hier alles den eindruck zu haben wir wären ehrgeizige herzlose Eltern die erfolgreiche Kinder wollen...ich möchte vorallem glückliche Kinder

Ich hatte es bereits vorhin geschrieben, was hier geäußert wird, soll in erster Linie keine Kritik oder gar Schuldzuweisung sein, sondern aufzeigen, was den Lesern auffällt, was für einen Eindruck sie gewinnen, es zeigt ihre Sicht der Dinge. Dinge, die den Beteiligten u. U. gar nicht bewusst sind.

Das wird finde ich in deinem Fall sehr deutlich, wenn du schreibst, du möchtest, dass dein Sohn nicht vor Schwierigkeiten davon läuft, sondern mal etwas durchzieht. Das betonst du immer wieder, vor allem im Zusammenhang mit dem gewünschten Wechsel auf die Hauptschule. Hier bist du quasi "betriebsblind", du hast das Wohl des Jungen vor Augen, willst pädagogisch einwirken, indem du seinem Wunsch nicht entsprichst, sondern ihn dazu drängst, durchzuhalten und nicht wegzulaufen. Und darüber stellst du zurück, dass es einen Grund für sein verhalten gibt. Dir ist zwar bewusst, dass da Probleme existieren, aber vorrangig willst du zunächst an "Bagatellen" laborieren. Oder besser ausgedrückt, du willst gegen die Wirkung vorgehen, wobei du die Ursache übersiehst, oder nicht sehen kannst, weil noch gar nicht bekannt ist, was nun kausal ist, für die Probleme deines Sohnes.

Das soll nun kein Vorwurf sein, wie gesagt, als Betroffener hat man meist eine andere Sicht der Dinge, wobei die nicht immer klar(er) ist, als die Unbeteiligter. 😉

Und zuletzt, wenn einiges hier auch hart klingen mag, das Feingefühl vermissen lässt, das du dir vielleicht gewünscht hast oder du den erwarteten Zuspruch vermisst... wir schreiben hier nach bestem Wissen und Gewissen, in der Hoffnung, deinem Jungen und dir zu helfen. Der Junge ist in größter Seelennot, und jeder der hier schreibt, tut dies in der Absicht, dass das Kind daraus befreit wird. Also nicht persönlich nehmen, wenn manches für deinen Geschmack zu derb ist, sondern die Absicht sehen, die dahinter steht. 🙂
 
Ich bin der Meinung dass ihm ein neuerlicher Schulwechsel mehr schaden als nützen würde. Wieder neue Kinder, wieder neue Lehrer...da würden erst mal die Ursachen für seinen Seelenzustand wieder untergehen und nach einiger Zeit wäre er im selben Dilemma...(es geht mir definitiv nicht darum, dass er um jeden Preis im Gymnasium bleiben muss...sondern dass ich generell gegen einen momentanen Schulwechsel bin, weil ich meine dass er Stabilität braucht.
 
vielleicht mal so ein ganz unkonventioneller Vorschlag:

Deinem Sohn geht es echt scheiße. Melde ihn vorläufig krank.
Sprich mit ihm und erkläre ihm, dass die Zeit der krankmeldung wirklich dazu gedacht ist, nach den Ursachen und Lösungen zu forschen.
Dann kann er erstmal durchatmen - und ihr habt beide nicht den Stress des "zur Schule zwingens". Auf die Fehltage kommt es doch erstmal nicht an.

Wichtig ist, dass diese Zeit genutzt wird. Also lasst ihn durchchecken - evtl. Depressionen, Hormonschwierigkeiten (sowas kann die Ursache für so ein Verhalten sein), geht mit ihm zum Psychologen und sucht Hilfe.

Führt echte Gespräche und seid offen miteinander.

Und entscheidet dann, welches für ihn der richtige, sinnvolle Weg ist. Denn letzlich geht es um ihn...
 
Die Stabilität hat er ja aber ganz offensichtlich im Gymnasium nicht. Meinst Du nicht, der Wechsel auf die Hauptschule, wie auch von ihm gewünscht, würde ihm Sicherheit und Selbstvertrauen zurückbringen?
 
ich gebe janis in sofern recht, dass ein erneuter Wechsel noch keine Garantie ist, dass es ihm besser geht.
Bisher sind das ja nur spekulationen, worans liegt. Wenns wirklich der Druck ist, dann könnte es helfen. Wenns was anderes ist, dann ist die Situation in der HS in zwei Monaten die Gleiche...


deswegen mein Vorschlag, erstmal den Druck ganz weg (ohne Schule) und URsachenforschung betreiben und DANN entscheiden.
 
Als ich dahinter kam, war ich natürlich stinksauer...aber er hat Wochen gebracuht um mir die Wahrheit zu sagen...die anderen Jungs hatten ihn verspottet und ausgelacht ... natürlich konnte ich ihn nun verstehen, warum er dort nicht mehr hin wollte und er tat mir unglaublich leid, wie schlimm musste die Zeit gewesen sein, bevor er mir davon erzählt hatte, und ich ständig auf ihm herumpickste dass er nur ja nicht mehr schwänzen dürfte...etc...


Vielleicht ist der Junge im Moment der gleichen Situation.

Auch ich würde meinen Sohn durch ein Attest vom Unterricht befreien lassen,bis die Ursachen geklärt sind.
Ihn unter Zwang an die Schule zu bringen halte ich im Moment für sehr
gefährlich. Ich hätte die Befürchtung mein Kind betritt aus Angst die Klasse nicht, und kommt nicht mehr von der Schule nach Hause,
da der Druck immer stärker wird.
 
Hallo J.J.,🙂

habt ihr inzwischen genauere Informationen über die Hintergründe
der Schulschwänzerei eures Jungen ?

Gruß Karin
 
Hallo Janis,
IHrem Bericht über Ihren
Sohn, der in der Grundschule ein sehr guter Schüler war (und somit richtig auf dem Gymnasiumn ist), würde ich davon ausgehen, dass er gemobbt wurde.
Wird ein Mensch einmal Mobbingopfer, ist es sehr schwer, aus eigener Kraft wieder soviel Selbstvertrauen zu entwickeln, um bei bei der nächsten Gruppe nicht schon wieder Mobbingopfer zu werden.
Mitschüler picken sich einen heraus, der muß auch gar nichts Blödes getan haben, den sie zu ihrem eigenen Spaß und ohne darüber zu reflektieren, dass Sie einem netten Mitschüler damit wehtun, einen heraus, den sie nach Strich und Faden "verars..en".
Manchmal genügt es auch, dass derjenige einen gelben Kaugummi unter seinem Schuh kleben hat, den der Platzhirsch der Klasse vorher ausspuckte.., manchmal reicht es aus, dass er sich einmal so geärgert hat, dass ihnen das gefallen hat. An den Klamotten liegt das nicht, denn reichen Kindern, die sozial stark sind, denen ist es wirklich egal,ob jemand teure oder preiswerte Kleidung hat und umgekehrt.
Die sogenannten Mobber sind selber keine starken Persönlichkeiten im sozialen Sinne!

Zu den Problemen, die wir mit unseren heranwachsenden pubertierenden Kindern ohnehin schon haben, gesellt sich dieses große Problem dazu.
Vielleicht hilft es, bei jedem Trainer, bei jedem Lehrer ihres Kindes vorstellig zu werden (Sie brauchen keine teure Therapeutische Hilfe, die gibts auch ohne die Haushaltskasse angehen zu müssen, das gibt nämlich wider Stress- VORSICHT)
Manchmal können persönliche Gespräche mit den Lehrpersonen helfen, ihr Kind in ein rechtes Licht zu rücken, die Lehrer gehen dann anders auf ihr Kind zu , bemerken manchmal dann auch erst dessen Not und die Gemeinheit seiner Mitschüler / Sportkameraden.
Jungs, die beim Fußball viel zu oft auf der Auswechselbank sitzen... das ist gemein und die Trainer merken oft nicht, dass sie diese Kinder demotivieren (Ich bin denen nicht gut genug und darum sitze ich hier, wenn ich dann mal endlich spielen darf, dann nur kurz und wenn dann noch ein blöder Kommentar zu meiner Spielweise kommt, dann ist meine Blödheit bestätigt, ... ).
Versuchen Se ihrem Son und Ihrer Familie aus dieser Spirarle herauszuhelfen. Er muss gestärkt werden. Ein Gemeinsamer Besuch in einer Kletterhalle, vielleicht mit einem Freund? Die Erziehungsberatungstelle bei der Caritas und auch der Kinderarzt können helfen. das brauchen die Mitschüler und deren plappernden Eltern nicht zu erfahren, auch die Lehrer bitten Sie um Vertraulichkeit, wenn die Jugendhilfe ins Spiel kommt.
Eltern der Mitschüler plappern gerne viel zu viel. Ansonsten dürfen Sie offensiev damit umgehen.
Ihr Sohn erzählt Ihnen vielleicht nichts von seiner Not und schämt sich so für sich selber , dass er vor Ihnen bisher alles verheimlichen konnte. (Das machen arbeitslose Familienväter, die sich als Versager fühlen , manchmal auch so. Gehen zur Arbeit, obwohl es keine gibt. Und vertrauen sich noch nicht mal der Person an, der sich blind vertrauen könnten).
Was Ihnen und Ihrem Sohn passiert , passiert leider auch anderen. Ihr Sohn ist intelligent, er ist vielleicht ein "Kopfmensch", denkt zuviel nach, das wird er immer tun, darf aber ruhig lernen, dass andere manchmal Idioten sind über die es sich nicht lohnt nachzudenken und seine Energie damit zu verschwenden?
Wenn Sie dem Klassenleher nicht trauen können, suchen Sie einen anderen Lehrer ihres Sohnes auf.
Keine Angst, Sie sind nicht die Mami, die ihrem Muttersöhnchen mal wieder aus der Patsche hilft. Ihre Beziehung kann daran auch wachsen.
Ich wünsche Ihnen beiden sehr viel Kraft, Mut, Liebe und eine glückliche Schulzeit (die unweigerlich zum Leben unserer Kinder dazu gehört) und, dass Sie sich von anderen Erwachsenen kein schlechtes Gewissen einreden lassen.
Viele Grüße M.B.
 

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