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Was? Ich weiss nicht(s) mehr.

Exhales

Neues Mitglied
Ich weiss nichts mehr. (angststörung, depression)

Guten tag!
Ich habe mich eben erst hier angemeldet, aber ich habe das gefühl, dass das hier gerade ein guter punkt wäre, weil ich eh immer am rumgooglen bin. (haha)

also kurz zu mir: ich bin 20, weiblich und seit ca. 2 ½ jahren mit depressionen und einer generalisierten angststörung diagnostiziert. ich war ende 2014 in einer kur, damals hats auch ziemlich gut angeschlagen.
ich hab mich nur nicht aufgerafft weiter einen psychologen zu besuchen.

und jetzt habe ich sowas wie einen rückfall, denke ich.
die depression an sich ist ziemlich gut mit meiner vergangenheit zu begründen, und die angststörung hat sich wohl entwickelt als ich erstmals depressive symptome wahrnahm und diese nicht zuordnen konnte. (dann fing ich an zu googlen und schwupps, panik um krankheiten, haha. das hab ich aber mittlerweile im griff.) jedenfalls bin ich seither sehr angstanfällig und stressanfällig, und die letzten tage lief einfach nichts so, wie es sollte. ich wollte an ein paar sachen arbeiten, dann ist mir aber die festplatte kaputt gegangen und jetzt habe ich zeitdruck und wenig geld.
das und einige andere punkte in den letzten monaten haben mich anscheinend so getroffen, dass ich nun wieder ziemlich depressiv bin. andauernd dieses flaunige bedrückende gefühl in der brust 🙁

jedenfalls bin ich eigentlich hergekommen, weil ich nicht mehr weiter weiss. es gab etwas, das mich ziemlich triggerte vor einer weile. nämlich habe ich jemanden in einem sozialen netzwerk schreiben sehen, wie er sich versucht hatte umzubringen und er fertig mit sich selbst ist. (er hatte doch nicht den mumm zu, aber er hätte es gewagt.) das ding ist, ich hatte schon gespürt ich sollte nicht weiterlesen. dennoch hab ich weiter gelesen und 5 minuten später war ich triggered: "wie können andere so einfach aufgeben? wie kann ich das nicht?"
und dann für ne weile schwirrten mir schon solche gedanken im kopf, sei es vielleicht einfacher einfach alles aufzugeben? dabei glaube ich nicht, dass ich an sowas denken will. ich stufe es mittlerweile als zwangsgedanken ab... wenn das möglich ist.
jedenfalls kommen diese gedanken mittlerweile immer wieder, auch in einer form von "wieso solltest du leben wollen, wieso will man auf dieser welt sein" und ich WILL eigentlich nicht über sowas nachdenken.. müssen..
ich hatte es bei meinen freunden mal erwähnt aber irgendwie konnten sie meine unruhe nur temporär lindern. ich vertraue ihnen sehr und wir sind auch eng verbunden, aber irgendwie kann ich nicht weiter mit ihnen über sowas reden. hab angst dass sie mit mir nicht mehr klar kommen. ich komme damit nicht klar. ich hab angst und weiss nicht ob ich mir selber vertrauen kann. ich wollte morgen bei einem psychologen anrufen, dennoch hab ich angst dass es mir nichts bringen wird. ich hab niemals anti-depressiva bekommen , obwohl eine ärztin in der kur es eigentlich mal ansprach zur empfehlung. ich habe vor alle dem angst. ich weiss nicht wer ich bin und warum und... es macht mich WAHNSINNIG. warum leben? warum nicht? warum soll ich eine andere sprache lernen? was bringt das dann? wieso hock ich am pc? wofür das alles? außerdem bildliche vorstellungen wie ich mir oder jemandem was antun würde. mein kopf sagt mir "die möglichkeit ist da" ABER AN SOWAS WILL ICH NiCHT DENKEN

bin ich die einzige die von sich selbst so gequält ist? 🙁 ich glaube nicht, dass ich sterben will. ich weiss aber auch nicht, was ich eigentlich will. meine lebenssituation ist momentan sehr depression-begünstigend da ich kaum was zu tun hab. keinen geregelten tagesablauf. und danm frag ich mich wieder "was würde das bringen?"

ich hab das gefühl, mit meiner vergangenheit kann ich mittlerweile besser umgehen als mit dem was mit mir momentan los ist.

das tut alles nur weh. ich kann damit nicht umgehen. da sind noch so viele andere dinge die mir in den kopf schießen, und ich hab angst. angst dass ich mich selbst kaputt gemacht hab und unreparierbar bin. angst, dass ich hier nicht leben KANN. angst dass ich nichts mehr fühlen kann. ich hoffe ihr könnt mir irgendwas helfen, das alles fühlt sich echt nicht gut an 🙁 ich bin ein chaos.

fragen an euch:
ist ein psychotherapeut eine gute idee? kann er mir überhaupt helfen? bin ich die einzige mit solchen quälenden gedanken? kann ich sie loswerden? ich hab angst dass das alles nichts bringt.

ich hab jetzt sehr viel geschrieben, jeder der hier unten angekommen ist kriegt ein herzliches dankeschön für das lesen 🙁 wirklich, danke. sowas ist nicht selbstverständlich

gruß

exhales
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi, das Gefühl das du beschreibst kenne ich. Als Teenager fühlte ich mich regelmäßig extrem schlecht bzw. wertlos und ich wusste nicht was der Zweck des Lebens war. Kein Sinn = keine Motivation. Angefangen hat es mit Liebeskummer und darauf aufbauend immer mehr "Selbst-Enttäuschung". Diagnostiziert wurde ich nie weil ich Angst davor hatte von einem fremden Psychologen missverstanden zu werden. Mittlerweile bin ich 24 und habe das Problem in den Griff bekommen. Ich habe mir versucht selbst zu helfen.
Manchmal fühle ich mich noch so wenn mir was passiert ist im Zusammenhang mit Menschen die ich mag oder wenn ich mich wieder selbst Enttäusche aus welchem Grund auch immer. Beispielsweise als die Frau die ich geliebt habe mit einem meiner besten Freunde was hatte obwohl er Bescheid wusste. Zum Zeitpunkt des Ereignisses kam eine extreme Wut auf die in Enttäuschung endete und dem Gefühl wertlos zu sein (stark beklemmendes Gefühl in der Brust). Folglich spielte ich mit dem Gedanken dem Leiden ein Ende zu setzen da ich nicht mal den Leuten etwas bedeute die ich mag und schon lange kenne usw. Ich kann in solchen Momenten nicht mehr klar denken und das einzige was mich bisher davon abgehalten hat es zu tun ist meine Familie. Der Gedanke ein noch schlimmeres Gefühl meiner Familie anzutun hat mich bisher immer davon abgehalten.

Wie gesagt mittlerweile fühle ich mich nur noch selten so.

Was hat mir geholfen?
1. Zeit.
2. "Selbst-Hypnose" bzw. sich selbst positives Zeug einreden wie z.B. "das Leben ist schön, es gibt so vieles zu erleben", "Ich bin es wert zu leben und möchte ein möglichst gutes Leben führen", "Lebe den Moment", "Hör auf so eine Pussy zu sein und reiss dich zusammen... Andere können das auch". Solches Zeug habe ich mir bewusst angefangen einzureden und manches Zeug glaube ich heute tatsächlich.
3. Ablenkung von den wiederkehrenden Gedanken die auch du beschreibst --> bin ich die einzige??, Warum überhaupt weitermachen?? wäre es besser einfach abzuschließen?? Warum ich?? usw.
Wie du dich ablenkst musst du für dich herausfinden. Musik war für mich auch immer ein sehr wichtiger Faktor da ich komplett abschalten kann zu gewissem Sound. Ich kann mich sozusagen in Ekstase hören und vergesse meine Sorgen um mich herum. Rein Instrumentaler Psychadelic Rock, Metal, Rap und elektronische alternativer Sound sind es die mir helfen ^^. Mir hat es ironischerweise auch geholfen regelmässig zu kiffen (mittlerweile komplett aufgehört) und ab und zu einen über den Durst zu trinken, aber ACHTUNG ich empfehle das niemandem da das auch sehr schnell nach hinten losgehen kann und seine negativen Nebeneffekte hat. Ein einziger LSD Trip vor einigen Jahren hat mich auch auf ganz interessante Gedanken gebracht die ich hier nicht weiter ausführen will. Das würde zu lange dauern. Auch das will ich auf keinen Fall weiterempfehlen da es sehr gefährlich für Personen ist die emotional instabil sind. Ich war dumm es in meinem Zustand zu tun doch ich hatte Glück.

Punkt 1 und 2 waren die Dinge die mir am meisten geholfen haben. Du scheinst tiefer drin zu sein als ich aber Kopf hoch und weiterkämpfen. Wenn du daran glaubst kannst du die Negativität irgendwann unterdrücken und durch Positivität ersetzen. Vorallem zu Beginn geht es mMn nicht darum zu versuchen die negative Energie zu verdrängen sondern die positive Energie zu nähren damit Sie irgendwann stärker ist als die Negativität.

Sorry für den Roman... aber ich hoffe es bringt dir zumindest ein klein wenig was.
 
hey!! typ_b, danke für deine antwort. mir ist auf jeden fall bewusst dass ich positive energie aufbauen muss nur ist das echt super schwer wenn man nichtmal weiss warum... :'D ich werde jedenfalls mal versuchen an einen psychologen zu kommen, irgendwas in mir will trotzdem nicht aufgeben. als ich zuerst depressiv wurde war ich total motiviert die depression zu grunde zu treten. jetzt fühle ich diese motivation garnicht mehr, das ist super beängstigend.. ich liebe musik und ein traum ist selbst mal musik zu machen, singen tu ich auch gerne usw. musik hören lenkt mich kaum ab, weil ich mich dann so abgeschottet und mit mir alleine fühle. ich kann mich kaum auf die musik konzentrieren, selbst wenn es ein geliebtes lied ist. ich hab auch das problem dass ich so viel auf mich selbst übertrage, heisst bekomme ich irgendwas über panik oder so mit, werde ich hellhörig und meine gedanken drehen sich im kreis.
ich weiss dass es mit "training" gelingt einen gedankengang umzukehren oder gar das gedankenmuster zu verändern. von drogen usw halte ich eh nichts, da mein vater alkoholiker war und ich weiss wozu das führen kann wenn man seine probleme nur ersäuft 🙂
ich bin mir sicher du kannst aus dir auch noch mehr rausholen, typ_b ! es muss ja möglich sein, wenn andere es schaffen!

wenn uns zwanghaft gedanken auftreten dann kann man ja nicht wirklich erwarten sie erfolgreich zu unterdrücken.. sie zwingen sich ja auf! und so gehts mir andauernd.

damals hatte ich angst dass ich mir irgendwann was antue, heute hab ich angst dass ich nicht mehr leben will.

von hypnose und viel selbstversuch halt ich auch nicht so viel, weil ich weiss dass ich nicht genug kraft dazu hab :/

mir fällts leicht jemandem vertrauen aufzubauen, daher hoffe ich und glaube ich daran, dass man es zusammen packen kann.

liebe grüße, exhales
 
Hallo,

tut mir leid, dass du solche Gedanken entwickelt hast.... ich denke ein Gespräch mit Therapeuten kann und wird dir helfen ... nicht ausgebildete Menschen können einen immer nur bis zu einem gewissen Grad verstehen und wie du beschrieben hast, hast du bei deinem Umfeld schon kein gutes Gefühl mehr und hast Angst, diese könnten dich danach nicht mehr unterstützen oder für dich da sein. Ich möchte dir aber sagen !!! Es gibt ein Grund für sein Leben und bitte gib nicht auf !!! Es gibt Menschen die dich lieben und sehr sehr doll vermissen werden auch wenn du gerade nicht so fühlst ... manchmal ist es
Im Leben so, dass alles doofe und auch schlimme zusammen kommt aber wenn du dies überstehst, dann wirst du danach rückblickend stolz auf dich sein, diese Phase überstanden zu haben.... ich bin kein Spezialist oder so aber hast du es mal probiert mit einem Hobby etwas was dir Spaß macht und mit Leute, die genau dasselbe mögen? Dann hast du deinen Alltag aber auch etwas worauf du dich freust und die Tage bis dahin zählen kannst ... mach manche Tage in der Woche zu was speziellen... auch wenn sich das doof anhört ... teste es ... mit zählen (Tage, Stunden, Minuten) geht die Zeit schnell um und man freut sich ... vill hilft es dir auch, wenn du zusätzlich am Anfang 2 Tage die Woche eine kleine Runde spazieren gehst am
Morgen, dann wann der Tag erwacht die Sonne kommt, die Vögel singen dir was vor und du merkst, wie die Menschen in den Wohnungen und Häusern erwachen und leider in den hektischen Alltag einsteigen ... aber dann hast du den schönsten Teil gesehen wie alles zum LEBEN erwacht und dann merkst du evtl Wie schön leben ist ... ich hoffe es sehr für dich ... ich hoffe du kannst irgendwie und irgendwann in deinem Leben gerne aufstehen und bist neugierig auf dass was der Tag für dich hat... und lass Geld nicht zu deinen Problem werden ... die Gesellschaft denkt Geld wäre gut um glücklich zu sein aber es gibt da noch einiges mehr was wichtig ist ... was ich dir noch vill als Ratschlag geben möchte ist, such dir eine belanglose Comedy-serie ... so kannst du den Tag abschließen und gehst ohne schwere Gedanken schlafen (how i met your mother, two and a half men, Friends, die wilden Siebziger, oder was es noch auf Netflix und co gibt) alles gute
 
hey thinkpositiv! danke für deine antwort, irgendwie sehne ich mich im moment nur nach bestätigung dass ich mit einem therapeuten und dem forum hier etwas richtiges tue.. ich lass mich ja immer wieder von grübelattacken zerfressen aber irgendwie muss es doch möglich sein das zu stoppen oder unzukehren!!!
ich habe mich bei einem therapeuten gemeldet und hoffe dass ich einen termin bekommen kann.. irgendwas in mir gibt es ja dass doch noch versuchen will aus den tief rauszukommen! :/

vielen dank nochmal!

gruß
exhales
 

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