Frage: Woher soll das Geld kommen?
Berufe die gesellschaftlich wichtig sind, aber keiner ausfüllen möchte, müssten bzw. sollten zwangsläufig attraktiver gemacht werden, das schließt höhere Gehälter mit ein. Solange bis Angebot und Nachfrage wieder ausgeglichen sind. Schießt man über das Ziel hinaus werden sich mehr Leute für den Job interessieren als nötig sind und sich wieder unterbieten, marktwirtschaft eben.
Höhere Personalkosten forcieren außerdem Investitionen in Arbeitserleicherung und Reduzierung, z.B. durch mechanische Hilfen beim Verlegen von bettlägerigen Menschen, autoamtisierung von Papierkram usw., die anderweitig nicht stattfinden würden.
Junge Menschen dazu zu zwingen ihre Arbeitskraft unter Wert zu verkaufen ist, finanziell gesehen, nur eine Sondersteuer für diesen Personenkreis. Denn andernfalls könnten sie ja mit ihrer Arbeitskraft in der gleichen Zeit mehr Geld bekommen. D.h. sie haben danach weniger in der Tasche als sie andernsfalls gehabt hätten. Man könnte also auch gleich eine für diesen Zeitraum befristete Sondersteuer für diesen Personenkreis machen und den Bedarf so finanzieren. Das wäre wenigstens ehrlicher.
Das wird dann noch etwas verbrämt mit der Behauptung dass die Jugendlichen ja selbst etwas davon hätten (kein Wort davon was sie in der Zeit stattdessen dann nicht haben) und, wie immer, mit ein paar Euphemismen wie "sozial", "solidarität", "nachhaltig", "tolerant" oder was auch immer gewürzt. Es wird sich also, mal wieder, angemaßt besser zu wissen was das Beste für andere Menschen ist, als besagte Menschen selbst.
Um die Zustimmung zu bekommen bedient man sich dann wieder der klassischen sozialistischen Triebfeder, dem Neid: "Warum sollen es diese verwöhnten Bratzen besser haben als ich damals, Disziplin würde denen mal gut tun"
Aber da man ja zu den Guten gehören möchte, während man anderen die Selbstbestimmung über ihr Leben nimmt, kommt dann noch der Propaganda-Apparat zum Laufen und framed das ganze als "der Gemeinschaft etwas zurück geben". Fühlt man sich doch gleich viel besser, selbst wenn man gerade nicht weiß was man der jungen Generation eigentlich gegeben hat, und mit welchem Recht man das jetzt ohne Zustimmung zurück verlangen dürfte.
Wären Löhne an Angebot und Nachfrage ausgerichtet stände es jedem frei der Arbeitsgemeinschaft durch einen beschwerlichen, aber wichtigen, Beruf viel zu geben und mit diesem Verdienst dann auch viel nachfragen zu können, oder eben nicht.
Aus meiner Sicht spricht auch nichts dagegen wenn jemand kaum oder gar nichts beiträgt, es muss auch ein Recht dazu geben in Ruhe gelassen zu werden. Aber dann gibts eben umgekehrt auch nix. Man wird nicht gezwungen etwas zu tun und andere werden nicht gezwungen ihn/sie durchzufüttern. Ist doch fair. Jedenfalls fairer als beide Parteien zu zwingen.