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Was haltet ihr von Steinmeiers Idee zum sozialen Pflichtdienst

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Würde man das und die ganzen sozialen Berufe attraktiver gestalten (auch bessere Entlohnung) würde es mehr Leute geben die das machen wollen und wir bräuchten keinen Zwang.
Ich lese immer, dass Pflegekräfte besser entlohnt werden müssen, damit es mehr machen. Frage: Woher soll das Geld kommen? Wir haben immer mehr pflegebedürftige Menschen, also brauchen wir immer mehr Pflegekräfte. In der Folge müssten die Beiträge zur Pflegeversicherung und sicher auch zur Krankenversicherung immer mehr ansteigen. Dann würden auch wieder alle meckern.
Ansonsten bitte nicht alle sozialen Berufe in einen Topf werfen. Die sozialen Berufe im Bereich SGB VIII sind nicht so unattraktiv, denke ich, sonst würden die sich nicht ausbreiten wie eine Krake.
 
Frage: Woher soll das Geld kommen?
Berufe die gesellschaftlich wichtig sind, aber keiner ausfüllen möchte, müssten bzw. sollten zwangsläufig attraktiver gemacht werden, das schließt höhere Gehälter mit ein. Solange bis Angebot und Nachfrage wieder ausgeglichen sind. Schießt man über das Ziel hinaus werden sich mehr Leute für den Job interessieren als nötig sind und sich wieder unterbieten, marktwirtschaft eben.
Höhere Personalkosten forcieren außerdem Investitionen in Arbeitserleicherung und Reduzierung, z.B. durch mechanische Hilfen beim Verlegen von bettlägerigen Menschen, autoamtisierung von Papierkram usw., die anderweitig nicht stattfinden würden.

Junge Menschen dazu zu zwingen ihre Arbeitskraft unter Wert zu verkaufen ist, finanziell gesehen, nur eine Sondersteuer für diesen Personenkreis. Denn andernfalls könnten sie ja mit ihrer Arbeitskraft in der gleichen Zeit mehr Geld bekommen. D.h. sie haben danach weniger in der Tasche als sie andernsfalls gehabt hätten. Man könnte also auch gleich eine für diesen Zeitraum befristete Sondersteuer für diesen Personenkreis machen und den Bedarf so finanzieren. Das wäre wenigstens ehrlicher.
Das wird dann noch etwas verbrämt mit der Behauptung dass die Jugendlichen ja selbst etwas davon hätten (kein Wort davon was sie in der Zeit stattdessen dann nicht haben) und, wie immer, mit ein paar Euphemismen wie "sozial", "solidarität", "nachhaltig", "tolerant" oder was auch immer gewürzt. Es wird sich also, mal wieder, angemaßt besser zu wissen was das Beste für andere Menschen ist, als besagte Menschen selbst.

Um die Zustimmung zu bekommen bedient man sich dann wieder der klassischen sozialistischen Triebfeder, dem Neid: "Warum sollen es diese verwöhnten Bratzen besser haben als ich damals, Disziplin würde denen mal gut tun"
Aber da man ja zu den Guten gehören möchte, während man anderen die Selbstbestimmung über ihr Leben nimmt, kommt dann noch der Propaganda-Apparat zum Laufen und framed das ganze als "der Gemeinschaft etwas zurück geben". Fühlt man sich doch gleich viel besser, selbst wenn man gerade nicht weiß was man der jungen Generation eigentlich gegeben hat, und mit welchem Recht man das jetzt ohne Zustimmung zurück verlangen dürfte.
Wären Löhne an Angebot und Nachfrage ausgerichtet stände es jedem frei der Arbeitsgemeinschaft durch einen beschwerlichen, aber wichtigen, Beruf viel zu geben und mit diesem Verdienst dann auch viel nachfragen zu können, oder eben nicht.
Aus meiner Sicht spricht auch nichts dagegen wenn jemand kaum oder gar nichts beiträgt, es muss auch ein Recht dazu geben in Ruhe gelassen zu werden. Aber dann gibts eben umgekehrt auch nix. Man wird nicht gezwungen etwas zu tun und andere werden nicht gezwungen ihn/sie durchzufüttern. Ist doch fair. Jedenfalls fairer als beide Parteien zu zwingen.
 
Ich finde die Idee nicht schlecht, aber ich würde sie anders umsetzen: ich würde für Frauen und Männer ein z.B. 6 wöchiges verpflichtendes Praktikum in ihre Schullaufbahn integrieren in einem sozialen Bereich und dafür dann den Unterrichtsstoff etwas kürzen. So gegen Ende der Schullaufbahn, wenn sie auf jeden Fall schon mindestens 16 Jahre alt wären.

Empfinde das hier als die bislang beste Antwort in diesem thread.
Schulicher Einblick für junge Menschen halte ich für sinnvoll. Gibts bei anderen Praktika und dem Girls Day ja auch und kann bei der Berufswahl helfen. Und den Schulstoff kann man ohnehin in großen Teilen vergessen, von daher wäre auch kein Zeitverlust.

Aber der Zeitrahmen sollte 6 Wochen nicht übersteigen, da es bei der Qualität eines Praktikum bleiben sollte, und nicht als billige Abeitskräfte für eine misratene Politik.

Also die Idee ist nicht schlecht, aber die Steinmeier schon. ^^
 
Zuletzt bearbeitet:
PflichtdienstEin Jahr für den Staat knechten, am besten an der Tankstelle

Die Jugend steht vor gigantischen Aufgaben, entstanden aus Versäumnissen und der Egozentrik der Alten. Ein Pflichtjahr wäre der Gipfel der Unverschämtheit.


Lobo spricht mir aus der Seele.
 
Ich lese immer, dass Pflegekräfte besser entlohnt werden müssen, damit es mehr machen. Frage: Woher soll das Geld kommen? Wir haben immer mehr pflegebedürftige Menschen, also brauchen wir immer mehr Pflegekräfte. In der Folge müssten die Beiträge zur Pflegeversicherung und sicher auch zur Krankenversicherung immer mehr ansteigen. Dann würden auch wieder alle meckern.
Ansonsten bitte nicht alle sozialen Berufe in einen Topf werfen. Die sozialen Berufe im Bereich SGB VIII sind nicht so unattraktiv, denke ich, sonst würden die sich nicht ausbreiten wie eine Krake.

Wir haben doch genug Geld. Regelmäßig wird es aber ins Ausland verschenkt.
 
PflichtdienstEin Jahr für den Staat knechten, am besten an der Tankstelle

Die Jugend steht vor gigantischen Aufgaben, entstanden aus Versäumnissen und der Egozentrik der Alten. Ein Pflichtjahr wäre der Gipfel der Unverschämtheit.


Lobo spricht mir aus der Seele.

Ist dieser Vorschlag eigentlich Satire?

Die "systemrelevanten" Berufe sollen dann also immer 1 Jahr lang per Zwangsarbeit von Jugendlichen mitgestemmt werden.
Interessant.

Warum sollte man diese Berufe einfach mal attraktiver (und wenn es nur der Lohn ist) gestalten damit Menschen FREIWILLIG wieder mehr in diese Berufsbranchen ziehen, wenn man stattdessen eine ganze Generation einfach zur Zwangsarbeit verdonnern kann.

Geniale Idee 👌
 
Ist dieser Vorschlag eigentlich Satire?

Die "systemrelevanten" Berufe sollen dann also immer 1 Jahr lang per Zwangsarbeit von Jugendlichen mitgestemmt werden.
Interessant.

Warum sollte man diese Berufe einfach mal attraktiver (und wenn es nur der Lohn ist) gestalten damit Menschen FREIWILLIG wieder mehr in diese Berufsbranchen ziehen, wenn man stattdessen eine ganze Generation einfach zur Zwangsarbeit verdonnern kann.

Geniale Idee 👌

Diese Generation nie eine Schule gesehen, die nicht gammelig und ranzig war. Die sollen die Renten erwirtschaften, die sie selbst nie bekommen werden. Bezahlbare Wohnungen für sie gibt es nicht. Während Covid wurden sie komplett im Regen stehen gelassen. Sie müssen die Folgen vom Klimawandel ausbaden.

Diese Generation!!!!1111 Die soll jetzt endlich mal was für die Allgemeinheit tun, findet Frau Giffey.....
Ich kotze im Strahl.
 
Ich halte gar nichts davon, aber erkenne eine gewisse Notwensigkeit dazu. Sofern das nicht wieder so willkürlich ist wie die Wehrpflicht (nur 1/3 meines Jahrgangs wurde überhaupt gemustert und Mädchen waren ja eh raus), kann man das schon machen denke ich.
 
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