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Warum wird der Mehrheitswille beim Gendern nicht beachtet?

Wie auch hier in diesem Faden 50% der Leute davon ausgehen, es handelt sich beim Gendern nur um die Einbeziehung der weiblich angesprochenen.

Genau. Auch dieses Bewusstsein ist in der Generation meiner Kinder bereits ganz anders.

Ich möchte nicht so 'ne nörgelne Alte sein, die allen neumodischen Kram doof findet.

Sprache verändert sich mit der Gesellschaft

Alles verändert sich ständig, das ist normal. Vielen macht es Angst und sie wettern halt dann gegen die Veränderung.
 
Genau. Auch dieses Bewusstsein ist in der Generation meiner Kinder bereits ganz anders.

Ich möchte nicht so 'ne nörgelne Alte sein, die allen neumodischen Kram doof findet.

Sprache verändert sich mit der Gesellschaft

Alles verändert sich ständig, das ist normal. Vielen macht es Angst und sie wettern halt dann gegen die Veränderung.
Das klingt nach einer schönen Einstellung 🙂 einfach mal offen sein für neues, neugierig beobachten, wie es sich entwickelt. Der Stiefvater meines Partners (60+) sieht es auch so wie du.

Ich selbst gendere im Alltag ganz selbstverständlich, passe meine Sprache aber manchmal an, wenn ich das Gefühl habe, sonst zu irritieren/ nicht gut verstanden zu werden.
 
Mittlerweile kann ich über diese schon hundertmal durchgekaute Diskussion nicht mal mehr mit den Augen rollen, weil es so alte Kamellen sind.

Sprache verändert sich, so wie sich die Gesellschaft und das Leben mit der Zeit ändert. Das war schon immer so und das wird immer so bleiben, ob wir es wollen oder nicht.
Die meisten Veränderungen sind uns nicht einmal bewusst oder fallen erst auf, wenn man in Filmen oder irgendwelchen anderen Aufnahmen sieht, wie vor zwanzig, dreißig, vierzig,... Jahren gesprochen wurde. (Neulich habe ich nen Ausschnitt aus einer alten Löwenzahn-Folge aus den, glaube, 90ern gesehen. Kein Mensch mehr sich heute mehr so ausdrücken, genauso wenig wie sich die Menschen in den 90ern nicht mehr ausgedrückt haben wie in den 60ern und die in den 60ern nicht, wie die in den 30ern, usw. usf. Voll okay, ist einfach stinknormale Entwicklung.)

Wir hätten eine sehr komische Welt, wäre Sprache in Stein gemeißelt, während sich alles andere laufend verändert, seien es demographische Strukturen, technische Entwicklungen oder auch viel Banaleres wie (Pop-)Kultur, Mode, Trends, usw. Vollkommen ausreichend, sich alte Fotos von sich selbst angucken und festzustellen wie sehr man sich selbst und das ganze Drumherum (Klamotten, Frisuren, usw.) verändert hat.

Klar bleibt Sprache da nicht außen vor. Das geht gar nicht anders. Mein Mann, der in den 80ern Teenager war, erzählte neulich, dass Ausdrücke wie "cool" oder "sich zoffen" oder "Klamotten" für Kleidung in der Schule oder bei Großeltern nicht gern gehört waren, weil damals typischer und ziemlich verpönter Jugendslang. Heute ganz selbstverständlich im Sprachgebrauch integriert, kein Mensch findet es seltsam oder unpassend, wenn jemand Klamotten kaufen geht oder sich mit jemanden gezofft oder etwas Cooles erlebt hat.

(...) Klar, kann man ruhig machen, für mich persönlich passt das gut mit Leuten zusammen, welche neben Gendern die EU-verordneten, befestigten Deckel an PET-Flasche für die größte Freiheitseinschränkung unserer Zeit halten.
Zum Glück wird Sprache vor allem von jungen Menschen geprägt. Meine Kinder zwischen 8 und 19 gendern selbstverständlich, das ist so normal für sie, dass es eigentlich gar nicht mehr auffällt (- und dennoch so wichtig bleibt). Mir ist auch noch nie untergekommen, dass das zu Verständnisproblemen geführt hätte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es gibt aber Grenzen und die öffentlich-rechtlichen werden schliesslich per Zwangsabgabe finanziert, ob man es nun sehen will oder nicht. Nur weil etwas gemacht bzw neu eingeführt wird, muss es noch lange nicht richtig oder zielführend sein.
? Welchen Bezug ziehst Du jetzt zu den öffentlich-rechtlichen Sendern?

Gendergerechte Sprache hilft, alle Geschlechter ins Bewusstsein zu rücken und die Benachteiligung von Frauen und Transpersonen zu senken bzw. die Geschlechtszuschreibung zu tradierten Merkmalen (z.B. in Bezug auf Berufswahl) .

Es ist also zielführend in diesem Zusammenhang. Und da es nicht schadet, aber nützt, auch richtig.

Hier https://de.wikipedia.org/wiki/Studien_und_Umfragen_zu_geschlechtergerechter_Sprache#Studien_zu_geschlechtergerechter_Sprache gibt es eine schöne Zusammenstellung diverser Studien zu so ziemlich allen jemals Vorbehalten, die der geschlechterneutralen/ -gerechten Sprache entgegen gebracht werden.
 
Ich und viele in meinem Kurs fanden Shakespeare im Englischunterricht ganz schrecklich durch die alte Sprache, eine Mitschülerin hat bei der Kursarbeit geweint, weil sie den Text nicht verstanden hat, mit dem wir arbeiten sollten. Da klingt das Thema deiner Tochter deutlich besser und alltagspraktischer, Glück hat sie!
Meine Tochter hätte lieber Shakespeare gemacht - so sieht das halt jeder anders.

Ich denke, dass beides ("Kultur" und "aktuelles") im Lehrplan seinen Platz haben sollte; fand es nicht gut, dass das eine das andere ersetzt.
 
Noch was, das mir wichtig:

Es wird niemand gezwungen.

Ich gendere in beruflichen Mails und Texten konsequent, weil ich es für richtig und wichtig halte.

Wenn andere das nicht tun, ist mir das auch recht.

Der Wandel kommt nicht mit der Keule, sondern allmählich. Es setzt sich durch, was allgemein akzeptiert wird.
 
Klar bleibt Sprache da nicht außen vor. Das geht gar nicht anders. Mein Mann, der in den 80ern Teenager war, erzählte neulich, dass Ausdrücke wie "cool" oder "sich zoffen" oder "Klamotten" für Kleidung in der Schule oder bei Großeltern nicht gern gehört waren, weil damals typischer und ziemlich verpönter Jugendslang. Heute ganz selbstverständlich im Sprachgebrauch integriert, kein Mensch findet es seltsam oder unpassend, wenn jemand Klamotten kaufen geht oder sich mit jemanden gezofft oder etwas Cooles erlebt hat.
Ich bin in den 90ern zur Schule gegangen und da war das Wort „Cool“ auch ziemlich verpönt. Da hatten wir richtig Anschiss von den Lehrern erhalten, wenn wir das Wort verwendeten. Aber gut, meine Schule war in vielen Dingen sehr speziell 😅
 
Genau. Auch dieses Bewusstsein ist in der Generation meiner Kinder bereits ganz anders.

Ich möchte nicht so 'ne nörgelne Alte sein, die allen neumodischen Kram doof findet.

Sprache verändert sich mit der Gesellschaft

Alles verändert sich ständig, das ist normal. Vielen macht es Angst und sie wettern halt dann gegen die Veränderung.
Was verändert sich denn jetzt dadurch? Meiner Meinung nach findet eine Verwechslung statt. Du und irgendwelche anderen denken das Sprache die Gesellschaft verändert. Ich halte es ehrlich gesagt für überbewertet. Klar kann sie für Höflichkeit sorgen, aber die Einstellung wird sich dadurch nicht verändern. Dann denken sie sich dass halt in ihren Gedanken. Es ist eher eine oberflächliche Veränderung ohne tieferen Sinn. Der ist mir auch ehrlichgesagt nicht ganz klar. Nehmen wir mal das Beispiel männliche und weibliche Form. Ich habe mal vor einer längeren Zeit in irgendwelchen Nachrichten gesehen, dass eine linke Politikerin wollte, dass sich Straßennahmen verändert werden sollten in der weiblichen Form. Ich frage mich ehrlich gesagt wen interessiert das? Warum sind Straßennamen so wichtig? Die meisten wollen die Straßennamen nur wissen um irgendwo hinzukommen oder man schreibt seine eigene Straßen auf irgendeinem Formular. Deswegen fällt es mir auch schwer es politisch einzuordnen, weil ich denke dass er Großteil einfach pragmatisch in ihrem Alltag agieren ohne sich Gedanken darüber zu machen. Es fehlt in dieser Denkweise das Motiv und die Absicht dahinter. Es ist nur der schönere Schein wichtig.
 

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