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Warum wird der Mehrheitswille beim Gendern nicht beachtet?

Bei Punkteabzug in Hausarbeiten wenn man aufs Gendern verzichtet kann man aber nicht davon sprechen, daß hier kein Zwang im Spiel wäre. 🙄
Wobei es glaube ich bei Hausarbeiten bzw. wissenschaftlichen Arbeiten auch andere "Zwänge" gibt, weil bestimmte formelle und sprachliche Vorgaben zu erfüllen sind. In der Hinsicht finde ich es ehrlich gesagt nicht so schlimm, wenn eben bestimmte sprachliche Regelungen bestehen, die man einhalten soll.

Das Gendern mit Glottisschlag erlebe ich übrigens nur selten. Wenn, dann hört man bei Durchsagen eher die Variante mit den "Studierenden" oder "Radfahrenden", die ich persönlich auch nicht so gelungen finde, weil diese Wortformen eigentlich nur möglich sind, wenn es ein zugehöriges Verb gibt. Es gibt zwar "Studierende" und "Lehrende", aber z.B. beim Ärzteberuf wird es schon schwierig.

Das heißt übrigens nicht, dass ich gegen das Gendern wäre, und ich verstehe auch die Absicht dahinter. Aber ich bin mir selbst nicht sicher, welches die am besten geeigneten Sprachformen dafür sein könnten.
 
Oh, den rechtspopulistischen „Verein Deutscher Sprache“ als Quell der Weisheit zu sehen, eröffnet ja eine ganz feine Diskussionsbasis 🙄

Wieso ist es gleich rechtspopulistisch wenn man gegen Gendern ist? So sehe ich mich politisch überhaupt gar nicht, aber ich finde Gendern einfach sinnlos. Ich bevorzuge grundsätzlich einfache Sprache und bin sehr egalitär eingestellt.
 
Wie auch hier in diesem Faden 50% der Leute davon ausgehen, es handelt sich beim Gendern nur um die Einbeziehung der weiblich angesprochenen.

Die Mehrheit der Leute versteht das Thema weder inhaltlich noch grammatisch, hat aber seit Jahren viel Meinung dazu. Generell kann man von Obrigkeiten zu allem "gezwungen" oder "durchgedrückt" werden und muss es hinnehmen. Was gab es zu meiner Unizeit schwachsinnige Regeln bei HAs, von Dozent zu Dozent unterschdl. (Fußnoten oder MLA Zitiertechnik war nur die Spitze des Eisbergs). Aber nein, Gendern ist nun der Dealbreaker.
Und am schlimmsten: die Stimmen rechts der Mitte lassen dieses Thema, das eigtl. nur eine Fußnote für die breite Gesellschaft sein müsste, aber für einen kleinen Teil derselbigen vlt ein wenig mehr Gesehen werden zur Folge hätte, einfach nicht fallen, sodass dieses Klientel nun auch noch behauptet, man wird überall damit konfrontiert. Ja, mit den immer wieder gleichen (falschen) Argumenten warum es denn so schlimm ist. Kein Mensch fordert Gendern im privaten Umfeld ein.

Der Vergleich mit den anderen Sprachen hinkt, da es dort oft keine gleichwertige Entsprechung gibt.

Gegnern des Genders erwidere ich immer nur, dass sie mir doch bitte das Thema mal darlegen möchten, hat bisher niemand geschafft, darauf lasse ich es dann beruhen. Zu Zeiten des "sehr geehrte Besucher/-innen ...", hat es auch niemanden gestört, deutlich augen- und schreib-unfreundlicher als die jetzige Lösung.
 
Die ganze Diskussion, dieser ganze Hass aufs Gendern, auf "Woke", auf Gutmenschen, ihr solltet mal schauen, aus welcher politischen Ecke das kommt. Dann sollte einem alles klar sein.

Mir ist das vollkommen egal woher das kommt und ich zähle mich überhaupt nicht zu der, vermutlich, genannten Ecke.
Ich mag es nicht und ich nutze es nicht und es ist für mich vollkommen sinnfrei.
Und wir können es auch gerne klatschen: Keine! Privatperson! Wird! Vom! Gesetz! Zum! Gendern! Gezwungen!
Niemand. Aber man musste es sich eine zeitlang in jedem Radio oder TV-Beitrag anhören.
Da bekommt man Ohrenweh davon.
Zum Glück ist das jetzt im Moment auch schon nicht mehr so.
 
Gegnern des Genders erwidere ich immer nur, dass sie mir doch bitte das Thema mal darlegen möchten, hat bisher niemand geschafft, darauf lasse ich es dann beruhen. Zu Zeiten des "sehr geehrte Besucher/-innen ...", hat es auch niemanden gestört, deutlich augen- und schreib-unfreundlicher als die jetzige Lösung.
Wie kommst du darauf Besucher/-innen hat mich schon immer gestört. Es heißt Besucher, im Pural ist das männlich und weiblich in der deutschen Grammatik . Wenn es unbedingt sein muss dann Besucher und Besucherinnen, für die Damen mit starken Komplexen, die sich neuerdings sonst nicht mehr gemeint fühlen.Die Zeichen mitten in Wörten sind furchtbar.
 
Also, ich war ehrlich gesagt schon ziemlich baff, als ich erfahren habe, dass an den NRW-Gymnasien der Lehrplan dahingehend geändert wurde, dass ab dem Jahrgang meiner jüngeren Tochter im Englisch Leistungskurs das Pflichtthema Shakespeare durch das Pflichtthema Gendern ersetzt worden war.
Im Englischen gendert man nicht, weil diese Sprache keine Geschlechter nutzt.

??
 
Die ganze Diskussion, dieser ganze Hass aufs Gendern, auf "Woke", auf Gutmenschen, ihr solltet mal schauen, aus welcher politischen Ecke das kommt. Dann sollte einem alles klar sein.

Und wir können es auch gerne klatschen: Keine! Privatperson! Wird! Vom! Gesetz! Zum! Gendern! Gezwungen!
Klar wird man nicht "gezwungen". 🙄 Aber wenn man durch Nicht-Gendern schlechtere Noten in Kauf nehmen muss, wird die Entscheidungsfreiheit ja sehr wohl eingeschränkt.

Und um so etwas als fragwürdig anzusehen und entsprechende Kritik zu äußern, bedarf es auch keiner Einflussnahme ominöser "politischer Ecken"... eine kritische Meinung zum Gendern kann man sich tatsächlich auch als politisch gemäßigter Mensch ganz eigenständig bilden. ^^

In der Hinsicht finde ich es ehrlich gesagt nicht so schlimm, wenn eben bestimmte sprachliche Regelungen bestehen, die man einhalten soll.
Nur entsprechen die Gender-Regelungen eben nicht den Rechtschreibregeln. Und da wird es dann ja wohl seltsam, wenn an Schulen und Universitäten Arbeiten, die gegen Rechtschreibregeln verstoßen, explizit aufgrund dieses Verstoßes besser bewertet werden als orthografisch korrekte Arbeiten... 🤨

Es gibt zwar "Studierende" und "Lehrende", aber z.B. beim Ärzteberuf wird es schon schwierig.
"Den Arztberuf Ausübende"... ^^

Aber problematisch daran ist ja vor allem, dass die Bedeutung jeweils eine andere ist. Ein Arbeiter ist nicht immer ein Arbeitender... ein Arbeitender muss überhaupt kein Arbeiter sein... usw..
 
Wieso ist es gleich rechtspopulistisch wenn man gegen Gendern ist? So sehe ich mich politisch überhaupt gar nicht, aber ich finde Gendern einfach sinnlos. Ich bevorzuge grundsätzlich einfache Sprache und bin sehr egalitär eingestellt.
Was verknüpfst du denn da jetzt falsches?
AfD-Nähe und Treffen mit Rechtsextremistin nenne ich (und viele viele andere) rechtspopulistisch. Daher taugt der "Verein Deutscher Sprache" eher weniger als Quelle für eine neutrale Gender-Debatte.

Also, lies doch meinen Beitrag bitte nochmal richtig @Kareena
Ich habe nicht behauptet - rechtspopulistisch, weil gegen Gendern.
 

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