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Warum wird der Mehrheitswille beim Gendern nicht beachtet?

Im Englischen gendert man nicht, weil diese Sprache keine Geschlechter nutzt.

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Im Lehrplan steht "... Sie können kulturell geprägte Sachverhalte, Situationen und Haltungen verstehen und kulturelle Konventionen und Unterschiede in ihrem interkulturellen Handeln berücksichtigen. Dabei greifen sie auf ihr grundlegendes soziokulturelles Orientierungswissen zurück und werden geleitet von ihren Einstellungen und ihrer Bewusstheit für eine gendersensible, respektvolle interkulturelle Kommunikation. (...) Sie können (...) sich ihrer eigenen kulturgeprägten Wahrnehmungen und Einstellungen bewusst werden und sie auch aus Gender-Perspektive in Frage stellen."

Aber du hast Recht Weidebirke, da geht es weniger um gendergerechte Sprache, insofern passt es nicht ganz zum Thema hier.
 
Die Mehrheit der Leute versteht das Thema weder inhaltlich noch grammatisch, hat aber seit Jahren viel Meinung dazu.
Kein Mensch fordert Gendern im privaten Umfeld ein.

Der Vergleich mit den anderen Sprachen hinkt, da es dort oft keine gleichwertige Entsprechung gibt.
Warum sollten wir es dann brauchen, kann man nicht einfach akzeptieren dass unsere deutsche Sprache sich historisch einfach so wie gewohnt entwickelt hat, wo das weibliche (nach langem hartem Kampf!) automatisch bereits mit enthalten ist Was keiner im Alltag benutzt weil es sich nicht mal vernünftig aussprechen lässt (../.., ...:innen) ist vergleichbar mit einer Kirchenpredigt auf Latein, im Alltag völlig uninteressant außer für eine völlig unrelevante Minderheit. Der Versuch sich mit Gendern an die seinerzeit schon missratene Schlechtschreibreform dranhängen und auf diese Weise quasi persönliche Unsterblichkeit über den Sprachgebrauch zu erlangen kann nur scheitern, ergibt langfristig nur eine weitere Fußnote in der Rubrik missratener Manipulationen der Allgemeinheit.
Also lieber gleich ganz wieder abschaffen, dann verplempert niemand mehr Zeit oder Hirnschmalz darüber.
 
Die ganze Diskussion, dieser ganze Hass aufs Gendern, auf "Woke", auf Gutmenschen, ihr solltet mal schauen, aus welcher politischen Ecke das kommt. Dann sollte einem alles klar sein.
Ich habe eine Wut auf diese Leute, ohne AfD zu wählen! Diese woken Gutmenschen wirken einfach darin mit, die gemeinsam genutzte Sprache zu verhunzen und das lehne ich ab.

Das hat mit politischen Ecken nichts zu tun.
 
So ähnlich wie bei der Rechtschreibreform.
Wo heute jeder wieder frei Schnauze schreibt, weil das Ziel, eine Reduzierung von Fehlerquellen, nicht erreicht wurde, stattdessen hat sich die Fehlermenge sogar massiv erhöht. Und mit dem Reinpfuschen von KI in Texten und dem akuten Mangel an fähigen Lektoren sogar bei Tageszeitungen (wo jeder falsche Buchstabe früher prompt von irgendeinem aufmerksamen Leser bemängelt wurde) geht die Qualität des deutschen Schriftgutes insgesamt konsequent bergab.
 
Wie auch hier in diesem Faden 50% der Leute davon ausgehen, es handelt sich beim Gendern nur um die Einbeziehung der weiblich angesprochenen.

Die Mehrheit der Leute versteht das Thema weder inhaltlich noch grammatisch, hat aber seit Jahren viel Meinung dazu. Generell kann man von Obrigkeiten zu allem "gezwungen" oder "durchgedrückt" werden und muss es hinnehmen. Was gab es zu meiner Unizeit schwachsinnige Regeln bei HAs, von Dozent zu Dozent unterschdl. (Fußnoten oder MLA Zitiertechnik war nur die Spitze des Eisbergs). Aber nein, Gendern ist nun der Dealbreaker.
Und am schlimmsten: die Stimmen rechts der Mitte lassen dieses Thema, das eigtl. nur eine Fußnote für die breite Gesellschaft sein müsste, aber für einen kleinen Teil derselbigen vlt ein wenig mehr Gesehen werden zur Folge hätte, einfach nicht fallen, sodass dieses Klientel nun auch noch behauptet, man wird überall damit konfrontiert. Ja, mit den immer wieder gleichen (falschen) Argumenten warum es denn so schlimm ist. Kein Mensch fordert Gendern im privaten Umfeld ein.

Der Vergleich mit den anderen Sprachen hinkt, da es dort oft keine gleichwertige Entsprechung gibt.

Gegnern des Genders erwidere ich immer nur, dass sie mir doch bitte das Thema mal darlegen möchten, hat bisher niemand geschafft, darauf lasse ich es dann beruhen. Zu Zeiten des "sehr geehrte Besucher/-innen ...", hat es auch niemanden gestört, deutlich augen- und schreib-unfreundlicher als die jetzige Lösung.
Dann empfehle ich dir mal ein Buch zu lesen oder ein Hörbuch zu hören, in dem durchgehend gegendert wird. Das ist weder les- noch hörbar, so anstrengend und nervig ist es.
 
Erst einmal zur Transparenz:

86% der Zuschauer*innen dieser Sendung. Nicht etwas 86% der Deutschen.

Das so zu verwenden, als hätten 86% der Deutschen so abgestimmt, ist harte Desinformation.

Und obendrein: Woher kommt diese Zahl? Ich habe sie nicht gefunden.

Und warum wird das so gemacht, obwohl sehr viele Menschen das Gendern überflüssig und lästig finden und eine unbelehrbare Minderheit sogar dagegen kämpft?

Weil Maßnahmen gegen Benachteiligung immer von oben gelebt werden müssen und nie von irgendeinem Mehrheitswillen abhängig sein dürfen! Denk Dir das doch mal in andere Benachteiligungskonzepte, wie Einkommensschwache oder Menschen mit Behinderungen. Soll da wirklich abgestimmt werden, ob die Rampe da gebaut wird oder ob es Mittel für Kinderfreizeiten gibt?
Es gibt aber Grenzen und die öffentlich-rechtlichen werden schliesslich per Zwangsabgabe finanziert, ob man es nun sehen will oder nicht. Nur weil etwas gemacht bzw neu eingeführt wird, muss es noch lange nicht richtig oder zielführend sein.
 
Im Lehrplan steht "... Sie können kulturell geprägte Sachverhalte, Situationen und Haltungen verstehen und kulturelle Konventionen und Unterschiede in ihrem interkulturellen Handeln berücksichtigen. Dabei greifen sie auf ihr grundlegendes soziokulturelles Orientierungswissen zurück und werden geleitet von ihren Einstellungen und ihrer Bewusstheit für eine gendersensible, respektvolle interkulturelle Kommunikation. (...) Sie können (...) sich ihrer eigenen kulturgeprägten Wahrnehmungen und Einstellungen bewusst werden und sie auch aus Gender-Perspektive in Frage stellen."

Aber du hast Recht Weidebirke, da geht es weniger um gendergerechte Sprache, insofern passt es nicht ganz zum Thema hier.

Ich und viele in meinem Kurs fanden Shakespeare im Englischunterricht ganz schrecklich durch die alte Sprache, eine Mitschülerin hat bei der Kursarbeit geweint, weil sie den Text nicht verstanden hat, mit dem wir arbeiten sollten. Da klingt das Thema deiner Tochter deutlich besser und alltagspraktischer, Glück hat sie!
 
Dann empfehle ich dir mal ein Buch zu lesen oder ein Hörbuch zu hören, in dem durchgehend gegendert wird. Das ist weder les- noch hörbar, so anstrengend und nervig ist es.
Man ist ja nicht gezwungen Bücher zu lesen oder Hörbücher zu hören, in denen gegendert wird. Es gibt auch andere schlechte Bücher, ohne dass das gleich zu einem riesigen gesellschaftlcihen Problem gemacht wird. Ich verstehe die ganze Aufregung um das Gendern nicht. Wer gendern will, soll es halt tun, wer nicht nicht. Ich gendere meistens und habe dabei nicht das Gefühl, dass es meine ganzen Texte, die ich schreibe (z.B. hier im Forum) unlesbar macht. Aber es ist mir auch nicht so wichtig, dass ich nicht darauf verzichten könnte oder dass ich beleidigt wäre, wenn jemand nicht gendert.
 
Ich kann noch einen Nachlegen:

Bei einem Familienfest bin ich mit einer dreizehnjährigen Tochter konfrontiert worden, die durchgehend gendert, da ihre Mutter lesbisch ist. Die Sätze hören sich schrecklich an.

Lustig ist: Diese Tochter sagt "Söhnin" statt Tochter zu einem anderen Familienmitglied, wenn sie über den weiblichen Menschen redet, den dieser Menschen als Vater hat und den sie damit bezeichnen möchte.

Was man für einen Witz halten könnte, ist dort leider ernst. Sie ist sprachlich so verwirrt, dass man oft gar nicht versteht, was sie sagen möchte, obwohl sie ein Gymnasium besucht. Ich habe aufgehört, mich mit ihr zu unterhalten, weil ich das ständige raten leid bin, was dieses Kauderwelsch bedeuten soll. Andere Jugendliche bieten immer wieder an, zu übersetzen.

Eigentlich zum lachen aber mir ist nicht danach. Für mich ist gendern zu einer exklusiven Sprache geworden, die andere Gruppen (ältere oder nicht extrem linke Menschen) ausschließen soll. Etwas Inklusives kann ich an diesem Sprachtyp nicht erkennen.
 
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