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Warum soll ich optimistisch sein?

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Wieso denkst du ich nehme die realität falsch wahr? Würde mich interessieren?
Hast Du dich schonmal mit Dissoziation und Veränderung in der Wahrnehmung der Realität befasst? Ich habe z. Bsp. (auch) das Problem, dass meine Wahrnehmung teilweise phasenweise sich ganz schön verschiebt, das ist lediglich ein Krankheitssymptom. Ich finde es ganz gut, dass ich das weiß. Davon spreche ich. Deswegen kann ich deine Frage auch nicht recht beantworten. Ich habe nicht gesagt, du würdest die Realität falsch wahrnehmen.
 
Warum sollte man pessimistisch sein? Um sich das Leben selbst zu vermiesen? Und wieso muss man zum optimistisch sein unbedingt erwerbsfähig sein? Ich bin auch nicht erwerbsfähig und lebe von einer kleinen EM-Rente, die ich mit Grundsicherung aufstocke, na und? Ich bin trotzdem optimistisch. Und das es nie besser wird, kann man nicht wissen. Es kann immer besser werden.
 
Lieber @DerPessimist,

ich verstehe dich sehr gut und sehe es (leider) ähnlich wie du. Ich bin die letzten Jahre auch zur Pessimistin geworden. Ich finde zwar die ganzen Worte, wie man mit all dem negativen, was man zu ertragen hat, besser umgehen sollte richtig und denke, genau so sollte es sein, bin aber selbst ein Mensch, der nach einigen Schicksalsschlägen sich nur noch die Decke über den Kopf ziehen möchte. Bei mir tragen eine Angststörung und wiederkehrende depressive Episoden noch zusätzlich dazu bei, dass ich auch immer wieder an den Punkt komme, wo ich denke, das lohnt sich doch alles nicht mehr, das bleibt jetzt bis zum Lebensende so und es wird nichts besseres mehr kommen, weil schon die letzten Jahre nur schlechtes kam. Bei mir ist das tatsächlich die letzten vier Jahre so und gerade passiert wieder Sch**** und das Jahr hat gerade mal erst angefangen.

Irgendwie fühlt man sich auch als Versager, wenn man hört, dass die meisten anderen Menschen alles viel einfacher schaffen als man selbst.
Trotzdem ist man aber noch etwas wert, das Problem ist womöglich aber, dass wir selbst - wir Pessimisten - uns nicht genug wert sind. Du zählst auch nur die für dich negativen Punkte an dir auf, deine Erkrankung. Deine Erwerbsunfähigkeit, deine angeblich daraus resultierende Wertlosigkeit.
Aber du hast mit Sicherheit auch etwas positives und nicht alle teilen die negative Einstellung, die du von dir selbst hast. Erlebst du gar keine schönen Momente mehr? Und wenn es nur ein schöner Film ist, den man sich ansieht oder Musik, die man liebt? Hast du ein Haustier?
 
@DerPessimist Gefühle sind Mittel zum Zweck. Du denkst negativ, weil du dich dafür entschieden hast, eine negative Haltung zum Leben zu haben. Jeder von uns bringt seine eigene Geschichte mit. Deine Situation ist nicht entscheidend, sondern die Bedeutung, die du deiner Situation gibst. Um das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen zu umarmen, braucht man Mut, und ich glaube du hast Mut. Sonst würdest du nicht diese Frage stellen. Vergiss nicht, es gibt keinen objektiven Sinn im Leben. Wir sind einfach da und machen es Lebenswert!
 
Also viele Therapeuten haben mir gesagt ich sei zu negativ, ich muss optimistischer werden, und Hoffnung auf eine bessere Zukunft haben.

Aber warum denn? Ich meine ich leide unter chronischen Schmerzen und chronischen Krankheiten, und bin Erwerbsunfähig. Also, warum soll ich glauben, dass ich jemals magisch gesund werde, und nicht nur erwerbsfähig, sondern auch mit erfolgreichen Beruf, und selbständigen Leben, mit Partner und all das?

Ist das denn realistisch? Ist es überhaupt Sinnvoll sich Hoffnungen zu machen, die vielleicht niemals eintreten werden? Gibt es ein Grund warum Therapeuten oft extremen wert auf positives denken legen, und naja, Hoffnung auf ein besseres Leben?

Wieso ist es schlecht zu akzeptieren, dass es vielleicht nie besser wird? Dass, man keine Möglichkeiten mehr hat, und der Zug abgefahren ist?

Sowieso wie willst du optimistisch sein in dieser Welt wo alles immer schlimmer zu werden scheint?
Ich möchte Dich an der Stelle einfach mal in den Arm nehmen, wenn ich darf. Du bist kein "Untermensch", wie Du an anderer Stelle geschrieben hast, sondern ein liebenswertes, wertvolles Wesen. 🐻
 
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