Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

wachsende Intoleranz und (Nicht-) Religion

Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Ja, an meiner Aussage halte ich weiterhin fest, denn der Journalist hat nicht gut genug recherchiert. So wird in dem kritischen Artikel der Eindruck vermittelt, Open Doors sei eine deutsche Gruppe und nur die von Deutschland aus ermittelten Fakten würden zählen. Richtig ist, dass Open Doors eine weltweit agierende Organisation ist, die sich auf Länderberichte der vor Ort agierenden Landesvertretungen stützen kann. Und wenn z.B. der Schulbesuch von Kindern aus christlichen Familien in dem Land X hintertrieben wird, dann stellt das in meinen Augen eine Menschenrechtsverletzung dar. Auch das zählt zum Thema Verfolgung. Verfolgung ist nicht immer nur in Form einer direkten Lebensbedrohung gegeben.
 
Ja. Sicher. Neid schränkt immer Toleranz und Akzeptanz ein. Tolerante Menschen haben nicht die Absicht, Andersdenkende im Meer zu ertränken.
Mit solchen polemischen Bemerkungen vergift man nur das Klima.

Weiste, wenn ich einem Problem auf die Spur kommen möchte, dann wende ich doch nicht ausgerechnett die Mittel und Argumente an, die zum dem Problem geführt haben, was man gemeinsam lösen möchte.
Ich weiss sehr wohl das eine Wertfrei Diskussion nicht gerade einfach ist, aber es geht. Dabei muss sich nun mal jeder ein Stückweit zurück nehmen, zu Gusten der Problemlösung. Auch ich.

Wenn sich jeder relativ Gleichgestellt fühlt, dann kann man locker und kontrovers debatieren werden. Doch wenn nicht mal der Initiator der Runde bereit ist, seine persönlichen Angelegenheit -> zu gunsten der Sache zurückzustellen, dann ist das doch relativ Wertlos, wenn dabei Diskutanten aus persönlichen Gründen ignoriert oder attakiert werden.

Ich hätte da noch einges zu sagen. Mit meinen eigene Worten und ohne Schachmatt setzen zu wollen.
Aber da ich ein Atheist bin, ist die Chance das ich hier ohne dieses Edikett durch die runde komme, zeimlich gering. Kurzzeitig gings wunderbar. Schade.
 
Ich als Nichtgläubiger bringe jetzt mal was, das in der Bibel steht und das so dermaßen viel aussagt zu diesem Thema:
"Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst."

Ganz einfacher Satz. Das muss man erstmal verinnerlichen ... soviel zu "zeitgemäß" ... was bedeutet das, "Nächster"? Der nahe Verwandte? Der Nachbar? Der Mensch, der neben einem steht, nicht unsere Sprache spricht, weil er aus einem anderen Land stammt?

Ich stehe ja auf diese Weisheiten aus den Glaubensrichtungen - nicht nur aus dem Christentum, obwohl ich mir meiner Herkunft durchaus bewußt bin. Ich bin in eine Gesellschaft geboren, die auf den Grundpfeilern dieses Glaubens errichtet wurde - mehr oder weniger. Es ist vermischt mit dem heidnischen Glauben ... sieht man an einigen Festen, die bei uns gefeiert werden. Und siehe auch die Zusammenlegung der Feiertage Wintersonnenwende/Sommersonnenwende mit den christlichen "Eckdaten" ... das zeugt davon. Genaugenommen weiß man gar nicht, wann genau Christus geboren wurde. Es gibt keinerlei Aufzeichnungen darüber - man hats irgendwann einfach festgelegt - passend zur "Anektierung" heidnischen Gebiets.

Pragmatisch zu den Todsünden nochmal - auch interessant für unsere heutige Zeit - meine "Lieblingssünde" in Bezug auf unsere aktuelle Gesellschaft und den Problemen: "Habgier"

"Und er sprach zu ihnen: Seht zu und hütet euch vor aller Habgier, denn niemand lebt davon, daß er viele Güter hat." und noch weiter "Ihr könnt sicher sein, dass kein unzüchtiger, unreiner oder habgieriger Mensch je das Reich Christi und Gottes miterben wird."

Von der geschwollenen Ausdrucksweise muss man sich nicht beirren lassen - der ganze Text ist so. Es IST halt ein Zeitdokument, das viele Hundert und mittlerweile tausende Jahre hinter sich hat.

Habgier - das Übel unserer Zeit! Gäbe es sie nicht, hätten wir vielerlei sehr große Probleme mit unserem Planeten nicht! ... also ist das nun zeitgemäß oder nicht? Gerade DAS ist sowas von zeitgemäß, wenn ihr mich fragt.

Klar picke ich mir meine Lieblingsstellen raus - aber genau das ist es doch! Viele Dinge, die dort beschrieben sind entstammen einer Zeit, in der man sich die Welt nicht anders erklären konnte - 7 Tage Welterschaffung, Adam und Eva, komische Metaphern die nicht mehr zeitgemäß sind. ABER die Grundsätze dieser Glaubensdokumente sind heute noch aktuell! Persönlich kann ich allerdings auch nicht verstehen, wie ein gebildeter Mensch aus unserer Zeit, die Bibel 100% wörtlich nehmen kann, ohne das zu hinterfragen und in den Kontext unserer modernen Erkenntnisse setzt.

Wissenschaft und Glaube schließen sich ja nicht aus ... also zumindest nicht, wenn man die uralten Texte als das sieht, was sie sind: Eine Überlieferung aus einer Zeit, in der man keine Wissenschaft hatte.
 
Ja, an meiner Aussage halte ich weiterhin fest, denn der Journalist hat nicht gut genug recherchiert. So wird in dem kritischen Artikel der Eindruck vermittelt, Open Doors sei eine deutsche Gruppe und nur die von Deutschland aus ermittelten Fakten würden zählen. Richtig ist, dass Open Doors eine weltweit agierende Organisation ist, die sich auf Länderberichte der vor Ort agierenden Landesvertretungen stützen kann. Und wenn z.B. der Schulbesuch von Kindern aus christlichen Familien in dem Land X hintertrieben wird, dann stellt das in meinen Augen eine Menschenrechtsverletzung dar. Auch das zählt zum Thema Verfolgung. Verfolgung ist nicht immer nur in Form einer direkten Lebensbedrohung gegeben.
Das steht doch alles in dem Artikel. Aber auch dass es ein Geheimnis von Opendoors ist, wie die Zahlen zustande kommen.

Kann man in anderen Artikeln übrigens auch nachlesen.

Dazu kommt ja das es viele Christen gibt, da sie eine der stärksten Glaubensrichtungen ist, gemessen an den Mitgliedern. Demzufolge gibt es vermutlich zahlenmäßig mehr Verfolgungsfälle als bei kleineren Glaubensrichtungen, welche aber unter Umständen prozentual stärker betroffen sind.


https://www.welt.de/debatte/kommentare/article123676319/Alle-Religionen-werden-angefeindet.html
 
"Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst."

Ganz so einfach ist der Satz gar nicht. Wenn man denn so gewillt wäre, könnte man eine ganze Abhandlung darüber schreiben.

Aus meiner Sicht ist der Satz auch nicht ganz eindeutig, sondern könnte zwei Bedeutungen haben, die sich doch durchaus voneinander unterscheiden:

1) Liebe andere genauso wie dich selbst.

2) Liebe andere und dich selbst.

~~~

Vielleicht ist bei den vielen Übersetzungen und Interpretationen ja ein Komma verschluckt worden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja ^^ man könnte das auf einige Weise interpretieren - das ist aber das Schöne daran! Man denkt darüber nach und setz sich damit und mit seiner Umwelt auseinander. Sehr viele Passagen sind so, die regen zum diskutieren und interpretieren an. Man muss das als Mensch der Neuzeit nicht kategorisch ablehnen, nur weil da ein "Gott" in welcher Form auch immer potentiell ein Wörtchen mitzureden hat.

"Gott" - "höhere Existenz" - was ist das? Hab heute ein youtube-Video gesehen, das handelte von den Kräften eines schwarzen Lochs ... mathematisch erklärt, aus der Perspektive der Relativitätstheorie. Und dabei stößt man mathematisch an die Grenzen - rechnerisch wird im Zentrum eines Schwarzen Lochs ALLES unendlich. Edit: stimmt nicht ganz. In der Gleichung sind alle Werte unterhalb der Brüche NULL. Sie gehen nicht gegen Null, sie sind Null! Mathematisch unmöglich ... die Physik "interpretiert" das als "unendlich".(/Edit) Es ist ein Zustand der Raum-Zeit, den man mit der Relativitätstheorie nicht erklären kann, WEIL diese Theorie nur das Beobachtbare und aus relativer Sicht Messbare/Rechenbare darstellen kann. Zwar gibts noch die Quanten-Physik und vage Theorien über eine "Quanten-Raum-Zeit", aber die liefert uns aktuell nichts Brauchbares.

Der Zustand dort liegt außerhalb unseres Verständnisses unserer Existenz - wäre das Verständnis dieser nicht "höhere Existenz"? Ist das die Heimat Gottes? ... könnte man behaupten, könnte man glauben, kann man bestreiten ... Fakt ist, wir wissen es nicht. Warum also diese Idee bekämpfen? Damit wäre man keinen Deut besser, als fundamentalistische Religiöse ... finde ich. Man sollte offen für alle Möglichkeiten sein.

Also ich bin mir dabei nicht sicher, daher gehe ich für meinen Teil lieber auf "Nummer sicher" und versuche ein guter Mensch zu sein. Wer weiß, was nach dem Tod passiert ... nicht dass man da noch vor einem außerdimensionalen Tribunal landet und dann denkt "verdammt, hätte ich den Gläubigen mal besser zugehört!" 😉
 
Zuletzt bearbeitet:
mir ist es egal, ob christen verfolgt werden. es irritiert mich, wenn das so rausgestellt wird. ich mache keinen unterschied. es geht um menschen. die ich achte, weil es menschen sind. nicht weil es christen sind. jeder mensch hat das recht auf ein freies leben. für mich ist die würde des menschen unantastbar, weil wir sind alle kinder gottes. und ich dachte früher immer, genau das ist es, was christus meint, wenn er von nächstenliebe und brüderlichkeit spricht. nun gut, einige leute in diesem forum haben mich anders gelehrt.

Vielleicht hast Du Dich nur unglücklich ausgedrückt? Ansonsten hätte ich schon die Frage, wie Du Menschen achten willst, wenn es Dir doch egal ist, ob sie verfolgt werden? Oder sind Christen keine Menschen?

Was irritiert Dich daran, wenn hier im Faden darauf aufmerksam gemacht wird, dass Christen verfolgt werden? Mich berührt es schon, dass z.B. in Nordkorea ca. 70.000 Christen in Arbeitslagern gesteckt wurden.
 
Dabei muss sich nun mal jeder ein Stückweit zurück nehmen, zu Gusten der Problemlösung. Auch ich.


Das ist wiedermal ein sehr interessanter Aspekt! Es geht, nicht nur so wie Du es darstellst, sondern allgemein um das "Entgegenkommen" in dieser sicherlich gut gemeinten Kompromisslösung, doch was bedeutet das wirklich und ist das überhaupt machbar?

Wenn man z.B. oberflächlich betrachtet aus atheistischen und theistischen Weltanschauungen einen Mittelweg finden will, dann würde das bedeuten das Theisten durch die Vermischung mit atheistischen Ansichten höchstens eine entmythologisierte Glaubenslehre noch behalten dürfen und Atheisten ihrer Religiösitätsfreiheit (welche nat. eig. näher betrachtet und verallgemeinert definiert werden müsste) beraubt würden.

Was wiederum sogesehen die betroffenen Ansichts-Positionen sprengen muss und sich durch ein universelles Denken ersetzt sehen. Der Fehler in solchen Ansätzen kann sein, das man davon ausgeht, das durch diese Vermischung eine neue Denkoption zu Tage treten könnte, welche andere endgültig ablöst, doch im Eigentlichen erweitert sich nur das "Weltanschauungsrepertoir" um eine, möglicher Weise intern sehr friedvolle, doch auch laue wie kantenlose Komponente.

Mit anderen Worten, würde man für die Entwicklung aller Autos nur die ideale Stromlinienform erdenken, heißt das nicht automatisch, das das dem Willen der Autobauer wie der Kunden unter Verzicht markanter Erscheinungen und anderen Merkmalen entgegenkommt.


Grüße,
peace
 
Vielleicht hast Du Dich nur unglücklich ausgedrückt? Ansonsten hätte ich schon die Frage, wie Du Menschen achten willst, wenn es Dir doch egal ist, ob sie verfolgt werden? Oder sind Christen keine Menschen?

Was irritiert Dich daran, wenn hier im Faden darauf aufmerksam gemacht wird, dass Christen verfolgt werden? Mich berührt es schon, dass z.B. in Nordkorea ca. 70.000 Christen in Arbeitslagern gesteckt wurden.

Wenn es keine Christen wären, würde es dich nicht interessieren?

Warum die Unterscheidung? Wäre es nicht eine korrektere Einstellungs- und Ausdrucksweise, dass NIEMAND in ein Arbeitslager gesteckt werden sollte?
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben