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Verzweifelt wegen Bachelorarbeit

Wollte nur sagen, dass ich mit allen aktuell verzweifelten Bacheloranden mitfühle! Mir geht's aktuell auch total dreckig. Schon fast die hälfte der Zeit rum bei mir und nichtmal die Gliederung ist fertig!
 
Hallo ihr Lieben!
Ich drehe auch langsam durch wegen meiner Bachelorarbeit. Anfangs war ich total motiviert und habe ganz viele Informationen zu meinem Wunschthema gesammelt und überlegt wie ich die Fragebögen möglichst effektiv gestalten könnte und was für Thesen ich untersuchen wollte, einen Arbeitsplan hatte ich auch. Ich hatte eine Professorin gefragt ob ich bei ihr schreiben könnte, weil man bei ihr Themen frei wählen kann und sie sagte dann auch gleich zu und meinte gleich ich könne bei Fragen bezüglich der Fragebögen gerne schreiben. Ich war wirklich voller Optimismus und Tatendrang und stürzte mich direkt auf die Fragebogenkonstruktion und sendete ihr dann meinen Entwurf zu. Ich wartete mehr als zwei Wochen bis eine Antwort kam (ich finde, auch wenn ein Betreuer viel zu tun hat, wäre eine kurze Antwort nett gewesen, weil man seine Arbeit ja darauf aufbaut). Jedenfalls verunsicherte sie mich total, als sie sich endlich meldete. Ich fand danach testete mein Fragebogen nicht mehr das, was ich testen wollte und hatte allgemein irgendwie mehr Ähnlichkeit mit einem Bravo Ankreuztest. Auch das Thema, was sich nun daraus ergeben würde, ist nicht mehr wirklich meins. Ich habe auch das Gefühl, dass sie nicht hinreichend auf meine Fragen und Anmerkungen antwortet (mal abgsehen von der Wartezeit für jede Antwort). Ein Bekannter von mir hat bei der gleichen Dozentin seine Bachelorarbeit geschrieben und bekam nur eine Note im 3er Bereich, obwohl sie bei den Sitzungen mit ihm wohl immer zufrieden mit der Leistung war. Dies verunsichert mich zusätzlich, da ich Angst habe auch nur eine Note im schlechten 2er oder 3er Bereich zu bekommen. Um zum Master zugelassen zu werden müsste ich schon etwas besseres schreiben. Andere Kommilitonen klärten mich nun auch darüber auf, dass die Dozentin bekannt dafür ist, Arbeiten nicht vernünftig zu betreuen (schön, dass ich das jetzt erfahre).
Da ich mich noch nicht zur Bachelorarbeit angemeldet habe, bin ich am überlegen den Dozenten zu wechseln. Dann würde ich zwar ein vorgegebenes Thema machen, aber hätte hoffentlich eine bessere Betreuung und mehr Chancen auf eine gute Note. Andererseits mag ich es mir auch nicht mit der Dozentin verscherzen bei der ich ja nun schon angefangen habe, vor allem da sie Empfehlungen für den Master ausstellen kann, falls der Schnitt zu schlecht ist. Aber ich bin mir auch gar nicht sicher, ob ein Master für mich der richtige Schritt wäre, was ich sonst machen soll, weiß ich auch nicht. Vor allem da ich mit meinem Studium so ziemlich alles und nichts machen kann...Eigentlich habe ich Anfang September angefangen zu recherchieren und wolltr spätestens Anfang Februar fertig sein. Das hatte ich die Dozentin auch wissen lassen, aber irgendwie gehts einfach nicht richtig los. Ich hab einfach das Gefühl, dass ich mehr Struktur bräuchte.
Sry, das musste mal raus. Irgendwie wollte ich auch mal von aussenstehenden die Meinung hören.
 
Ich denke du hast immer noch die Möglichkeit einfach ein klärendes Gespräch mit dem Betreuer oder der Dozentin zu führen.
Wenn es dich wirklich ankotzt, solltest du dir vor Augen führen das die Bachelorarbeit selbstständig angefertigt werden soll. Ich denke du solltest ehr Mut zeigen und dein Thema, unter Rücksichtnahme der Vorgaben, so gestalten wie du es für richtig hältst.
Mein Betreuer hatte für mich auch kaum Zeit gehabt und ich war dann Kreativ und hab meine Studienarbeit auf 90 Seiten gebannt, die eigentlich nur um die 40Seiten haben sollte und es hat nicht geschadet.
Ich denke dein eigentliches Problem ist es, das du nicht weißt wie es dann weitergehen soll.
Das nimmt dir die Kraft, so wie mir und vielen anderen auch. Du hast zweifel ob du den Master machen willst oder was du dann später arbeiten sollst oder kannst. Aber das ist das Leben. Ich meine du solltest einfach nicht drüber nachdenken sondern anfangen zu schreiben. Egal was und wie, werde einfach deinem Anspruch an deine Arbeit gerecht und versuch bitte nicht deine Zeit mit Gedanken wie "was wäre wenn" zu verschwenden😉
 
Danke Atlas, vermutlich hast du Recht. Ich habe gestern auch noch mal mit einer Bekannten gesprochen die ihre BA fast fertig hat und sie hat mir versucht ein bisschen beim festlegen der Thematik zu helfen. Ich werde dazu recherchieren und versuchen den daraus entstehenden Fragebogen meiner Dozentin schmackhaft zu machen. Allen anderen viel Erfolg mit der BA!
 
Hallo zusammen,

da der Thread schon einige Jahre besteht und ich gerade selbst mit der Kurz-vor-Ende-Fassung fertig geworden bin, hier meine Erfahrungen beim Schreiben. Zunächst kann ich sehr gut mitfühlen, wie einen der ganze Stress beim Lesen, Thema finden, Gliederung ausarbeiten usw. mitnehmen kann. Ich selbst hatte die pure Panik schon seit 4 Semestern mit mir rumgeschleppt, bin auch über der Regelstudienzeit und habe mir selbst in der ganzen Zeit eingeredet, am Ende wenigstens eine gute Note zu haben (Schnitt ist im Moment leider doch auf 1,7 gefallen). Doch beim Schreiben => Totalausfall. Wut über sich selbst, die mangelnde Fähigkeit, sich zu motivieren, dazu Zukunfts- und Versagensängste, an manchen Tagen hätt ich mit Freude den ganzen Planeten angezündet (bildlich gesprochen).

Letztlich kann ich allen, die sich mit den selben Problemen herumschlagen, nur sagen, dass bei mir ein wesentlicher Unterschied zwischen dem Schreiben einer Hausarbeit und meiner Abschlußarbeit darin bestand, wie ich an die Arbeit herangegangen bin. Bachelorarbeit, Masterarbeit, Abschlußarbeit, Staatsexamen, da steht überall mit unsichtbarer Tinte geschrieben: Alles oder Nichts! Und genau diesen Gedanken muss man abstellen, da er zu den obigen Symptomen führt und einen Totalausfall begünstigt. Wenn es zuviel wird, aufhören, nicht für den Tag, aber mal für ein paar Stunden. Ich lag in der einzigen Pause, die ich meines Erachtens nach richtig gestaltet habe, relativ am Ende des Schreibprozesses einfach mal vier Stunden auf der Couch, nebenbei ein bisschen Klassik (bin an sich da nicht der Fan von, aber den Nerven schadet Struktur in der Musik sowie beruhigende Klänge sicher nicht) und hab einfach an das gedacht, worauf ich Lust hatte. Danach hab ich mich hingesetzt und ein ganzes Kapitel fertig geschrieben, ohne auch nur einmal vom Monitor wegzuschaun. Am Tag davor sind drei Bücher durchs Zimmer geflogen (Gott sei Dank meine eigenen 😉 und ich hab mit Mühe und Not eine halbe Seite in sieben Stunden hinge(rotzt).

Der Schreibprozeß einer größeren Arbeit ist immer ein Kampf mit und gegen sich selbst, aber man kann selbst entscheiden, mit welchen Waffen man ihn führt.

In diesem Sinne, all denjenigen, die im Moment auch am Schreiben verzweifeln, viel Erfolg und lasst euch nicht unterkriegen!!
 
Hey, mir geht es gleich, schreibe sogar im selben Unterforum wie du darüber.
Bin in einer höheren Schule, auf dem Weg zum Abi.
Man weiß genau, man muss, es liegt in der eigenen Hand, man weiß welche Konsequenzen es nach sich ziehen wird, wenn man sich nicht dran hält, aber trotz allem kriegt man sich nicht aufgerappelt.

Alles was mir ein bisschen hilft, ist die Leidenschaft zur Musik. Ich höre immer Musik, während ich lerne.
Ich weiß nicht, in der Musik bin ich ein anderer Mensch, ich bin in einer Welt, die anders ist.
In dieser Welt kann ich alles. Und dann stelle ich mir ein Szenario vor, wie ich kreischend aus der Endprüfung komme, mit dem Abi in der Hand. Und die gute Musik dazu ... ich fühle mich wie in einem Film, den ich zur Realität werden lassen will. Und diesen Moment versuche ich so lange festzuhalten, wie ich lernen muss. Es klappt gut.

Dazu noch habe ich einen besten Freund, der sehr viel Erfolg hat. Weil er sich in den A**** gebissen hat, sich zusammengerissen und ein wundervolles Abi hat, das ihm wirklich JEDEN Weg geöffnet hat, wie sich herausgestellt hat.
Er ist ein bisschen ein Ansporn für mich, ich will mit ihm "mithalten" können, weil ichs einfach brutalst toll finde.

Vielleicht hast du ja auch jemanden, auf den du "hinauf"blicken kannst? Jemand der dir am Herzen liegt?🙂
 
Unglaublich: dieses Thema/ Thread seit 2009 ist hier! Über drei Jahre!

ich habe so ähnliche Probleme auch. Die Tipps sind toll. In paar Wochen muss ich auch eine Abschlussarbeit schreiben. Das THema hab ich schon, zur Ziet bin ich davon begeistert. Mal schauen, wie es bei mir weitergeht.

Alle, die hier vor Jahren hilfev gesuchtb haben, haben gut ihre Abschlüsse geschafft. Das gibt Hoffnung. Danke für eure Beiträge. September 2012. 🙂
Grüße
 
Und 2013 hat sich nichts daran geändert.
Bin ausch 3 Monate in meiner Thesis und muss in 3 Monaten abgeben.
Im Moment ist bei mir auch der Punkt erreicht, wo sprichwörtlich nichts mehr geht.
Bei mir ist das Problem das Thema selbst, die Komplexität der zu bearbeitenden Sache ist einfach zu Hoch.
Ich muss Prozesse in allen Ebenen (Daten/System/Prozess selbst) aufnehmen und gegenüberstellen.
Prozesslandkarten ausarbeiten und nach fehler suchen.
Meine betreuende Professorin kommt aus dem Gebiet und hat da sehr gute und weit reichende Berufserfahrung.
Bei jedem Termin mit Ihr klingt alles so logisch und einfach.
Zu Hause oder im Betrieb steh ich dann wieder vor einer unlösbaren Aufgabe.
Ich habe die hälfte der Zeit verbraucht und habe gerade mal den Eingangsprozess (Kundenauftragsabwicklung in einem IT Unternehmen) untersucht.
Die Schnittstellen zwischen den Systemen und Organisationen (Unternehmen splittet sich unter dem dach der AG auf) hab ich noch gar nichts.
Ich bin auch ganz ganz kurz davor, dass Handtuch zu werfen!
 
Hey, diese Sorgen bei der Abschlussarbeit scheinen viele Studenten umzutreiben. Ich wüsste gerne mal, wieviel Prozent das sind. Es schreibt ja auch nicht jeder in ein Forum wenn ihn Ängste und Zweifel plagen.

Also mir geht es jedenfalls ganz ähnlich wie den meisten die hier bereits geschrieben haben.
Die Zeit verrieselt und in weniger als zwei Monaten muss ich meine Bachelorarbeit abgeben.
Momentan stecke ich beim exposé fest und habe Angst mich mit den Datensätzen zu meinem Thema zu beschäftigen, aus Sorge, dass meine ehrgeizigen Träumereien was ich empirisch analysieren möchte sich als unrealistisch herausstellen.
Ich mein zwei Monate, was will man da schon besonderes schaffen? Das reicht doch eigentlich grade mal so, um überhaupt 50 Seiten Text vollzukriegen. Ich hab mir auch schon vorgenommen realistischere Ziele zu setzen, kleinere Aufgaben als Tagesziele und so. Aber irgendwie kriege ich trotzdem seit Tagen gar nichts hin. Ich lasse mich viel zu sehr ablenken von anderen Dingen, wie der bald ablaufenden Frist für die Bewerbung für meinen Traummaster, für die ich noch nicht alle Unterlagen zusammenhabe, WG Auszugsstress (Möbel loswerden, streichen, Wand muss rausgerissen werden, Umzug organisisert werden) und sogar total banalen Kleinigkeiten wie einkaufen :-(. Letzte Woche musste ich noch spontan extra arbeiten...
Mir gelingt es einfach nicht, mich mit meinen Gedanken auf den Käse von Bachelorarbeit zu konzentrieren. Dabei interessiert mich das Thema, aber ich hab mir einen ziemlich launischen Betreuer ausgesucht. Ich hab Angst, dass er mein exposé runtermacht wie das Thema meiner letzten Hausarbeit, das demotiviert mich so.
Naja, aber ich schreib die Arbeit ja nicht für ihn sondern für ein "bestanden". Und wenn man im Master ist guckt die doch eh niemand mehr an, oder? Also eigentlich müsste ich da ganz relaxed sein, ist ja auch nur eine längere Hausarbeit und die Note geht auch nur doppelt einer normalen Hausarbeit in die Endnote ein. Hmm, keine Ahnung.
Ich warte einfach, dass dieses Feuer bzw. diese Motivation wieder kommt, das ich bei manchen Themen im Studium auch hatte. Meistens wenn die Frist immer näher rückt funktioniert es bei mir auch eigentlich mit dem Schreiben, aber leider geb ich die Arbeiten meist auf den letzten Drücker ab, so dass sie eigentlich noch im Entwurfsstadium sind. Aber das Problem haben hier ja auch schon einige geschildert. Es ist irgendwie gut zu wissen, dass ich damit nicht alleine bin. ^^

Sorry, das war sehr viel Text und ziemlich chaotisch.
Naja, ihr da draußen, ihr seid nicht alleine und chacka, wir schaffen das alle schon irgendiwe!
 
Kleiner Tipp: Eine Schreibblockade hat meistens einen Grund. Und der ist: mangelndes Wissen.

Abhilfe schafft fast immer: Fachliteratur lesen. Andere Abschlussarbeiten lesen. Überblick bekommen, Einblick bekommen, Vergleichen können. Dann hat man plötzlich Ideen, sieht was andere nicht fertig gemacht haben, und kann sinnvoll anknüpfen.

Was auch wichtig ist bei einer wissenschaftlichen Arbeit:

- Was ist der Status der Wissenschaft?
- Welchen spezifischen Beitrag will ich leisten?
- Was sind die 3, 4 wesentlichen Vorarbeiten, die ich weiterentwickeln will?

Gut ist auch

- Was hat mein Betreuer für eine Arbeit geschrieben?
- Was ist am Lehrstuhl gerade ein "Hot Topic"?
- Wofür interessiert sich der Prof gerade?

Ich schreibe gerade an meiner Master Arbeit und es geht eigentlich relativ entspannt. Es muss nicht die Hölle sein, eine Abschlussarbeit zu schreiben. Es ist nur eine Frage des Spaßes und des Interesses.

Meine Bachelor-Arbeit war auch die Hölle, darum habe ich mir geschworen, dass es anders werden muss. Und heute muss ich sagen, ich hatte damals einfach keinen Peil und war unorganisiert. Das sollte man vermeiden.
 

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