Ja. Das glaube ich nicht nur, ich weiß es. Tust du es nicht? ich meine, ich unterteile die Beiträge, so dass der einzelne Beitrag nicht zu lang wird. Auch gibt es Pausen, die für Beiträge genutzt werden. Wenn Du Dich woanders informierst, kannst Du gerne mit beitragen. Informierst Du über den Islam/Koran nicht, wird es Dir schwerfallen, ausser "alles in Frage stellen" sachlich mitzudiskutieren.
Lieber Nordrheiner,
so unberechtigt, tut mir leid, ist Biddi`s Einwand nicht. Inzwischen dozierst Du ellenlang und seitenbreit. Was Du uns so mitteilst, kann man in jeder guten Enzyklopädie lesen.
Ich bleibe mal bei deiner Replik an Biddi: "Außer alles in Frage zu stellen" (Zitat Nordrheiner).
Wer bitte stellt denn hier in Frage? Das bist in erster Linie Du doch, willst Du nämlich die Überlegenheit deiner religiösen Überzeugung pseudowissenschaftlich belegen. In der Diskussion, die vor längerer Zeit zwischen uns stattfand, ging es nicht um den Islam, sondern um den christlichen Glauben.
Deine Methodik jedoch war ziemlich die Gleiche. Du nahmst dir ellenlange Bibelzitate vor, legtest sie nach deiner und in deiner Manier aus und sprachst dabei überwiegend wie von einer imaginären Kanzel.
Kurzum: Du reklamierst die Deutungshoheit.
Ich habe dir schon damals entgegengehalten, dass es in der Bibel gewissermaßen "theologische Schulen" gibt, bestimmte und durchaus unterschiedliche Richtungen sichtbar werden. Was wir heute als "die Bibel" lesen, ist nicht zuletzt auch und vor allem das Ergebnis menschlicher Entscheidungen.
So gibt es dann, genau wie im Islam "theologische Schulen", die sich manchmal diametral und äußerst kontrovers gegenüberstehen. Nicht zuletzt drückt sich das aus in der Art und Weise, wie Christen die Gestalt des Jesus von Nazareth sehen. Ich habe dir gelegentlich vorgehalten, dass Du ihn aus meiner Sicht an die Stelle Gottes rückst, was er - das ist mein Schluss - nie gewollt und sich sogar verbeten hat.
Die Trinitätslehre ist nicht jesuanisch, sondern hat sich erst knapp ein halbes Jahrtausend nach Christus manifestiert.
Für viele Christen verletzt sie ausdrücklich das monotheistische Prinzip.
Und noch etwas: In der gegenwärtigen Situation ist Dialog angesagt, denn der Krieg, mit dem radikale Islamisten ihre Dominanz belegen, bedarf einer Antwort. Diese Antwort, das ist meine Überzeugung, kann nicht in einem theologischen Überlegenheitsgehabe enden, und sie läuft ohnehin ins Leere, weil sie damit nicht zu stellen sind.
Es kann einem in der Seele wehtun, aber auf der Ebene der theologischen Diskussion sind radikale Muslime nicht zu stellen. Das ist dann in der Tat Aufgabe der staatlichen und überstaatlichen Gewalt.
Hier ist nationales Recht und Völkerrecht gefragt.
Vielleicht gibt es irgendwann dann auch den friedlichen Dialog zwischen ebenso friedlichen Muslimen und Christen.
Wie lange das jedoch dauern kann, hat uns der 30jährige Krieg gezeigt.
Burbacher