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Verstehst Du die Lösung gesellschaftlicher Probleme aus Sicht des Islam?

Nordrheiner

Urgestein
Der Gottesglaube im Islam als Lösung gesellschaftlicher Probleme
Einführung in den Koran mit Vergleich zur Bibel

Mit diesem Faden möchte ich vordringlich Informationen zum Koran sowie eine Übersicht über Zusammenhänge liefern. Wissen soll helfen zu verstehen. Verstehen soll helfen, friedlich miteinander zu leben. Meine persönliche Meinung zum Koran will ich voranstellen. Ich lehne den Anspruch des Korans, Gottes Wort zu sein, ab. Gerade aber weil ich in Deutschland mit Muslimen friedlich zusammenleben möchte, ist mir wichtig, mehr als nur ein oberflächliches Wissen zu haben. Bei meinem Privatstudium waren mir Beiträge von Muslimen und Nicht-Christen besonders wichtig. Wer Frieden mit Verstehen verknüpfen möchte, ist herzlich eingeladen, sich an diesem Faden aktiv oder passiv zu beteiligen.

Nachfragen sind erlaubt und gewünscht.

Beiträge in Form von Sachinformationen und persönlichen Stellungnahmen sind erwünscht. Gerne dürft ihr Zustimmung oder Ablehnung vortragen. Ablehnung wird von vielen als Abwertung empfunden. Ich denke, damit müssen wir leben, dass „unsere“ Einstellung zu bestimmten Antworten nicht von jedem geteilt sondern abgelehnt wird. Ich möchte jedoch für mich die Unterscheidung treffen, dass Ablehnung einer Meinung nicht Ablehnung der Person ist. Das solltet Ihr ähnlich halten und daher persönliche Angriffe oder Hass-Tiraden unterlassen.

Im übrigen zitiere ich aus dem Koran, jedoch verzichte ich darauf, ständig den Koran zu zitieren. Es ist sicher hilfreich, wenn jemand die Beiträge mit Hilfe eines Korans (bzw. einer deutschen Übersetzung) verfolgt.

Allgemeine Informationen voraus:

Der Koran
In vollständig schriftlicher Form entstand nach dem Ableben von Mohammed im 7. Jahrhundert.
Sure 96, 1-5: Rezitiere: Im Namen des Herrn … in Verbindung mit Sure 85,22 …im Himmel aufgezeichnet ist.
Muhammad erhält in diesen Versen die Aufforderung, das ihm übermittelte göttliche Wissen herzusagen und seinen Mitmenschen kundzugeben. Der Koran gilt darum als das ewig gültige, noch vor der Schaffung der Welt aufgeschriebene Gotteswort, das durch die Rezitation stets auf neue den Menschen ins Gedächtnis gerufen werden soll. Denn nur so werden sie des heilsgewichtigen Wissens inne, das in diesem Gotteswort liegt. Die Sprache des Korans ist das Hocharabische, die lingua franca des damaligen Arabiens. Ich empfehle, für allgemeine Informationen im Internet zu googeln. Nur eine letzte allgemeine Info noch: Der Koran besteht aus 114 Abschnitten = Suren genannt. Die Suren gliedern sich in 6.236 Verse. Abfassung erfolgte in Reimprosa. Die Gesamtentstehung der (mündlichen Gottesbotschaft) vollzog sich innerhalb von ca. 20 Jahren.

Der islamische Glauben stützt sich auf fünf Säulen, welchen jeder gläubige Muslime gerecht werden muss. Namentlich handelt es sich hierbei um das islamische Glaubensbekenntnis, das Fasten während des Ramadan, die Pilgerfahrt nach Mekka, die Almosensteuer und das tägliche fünfmalige Gebet.

Zudem gibt es nach dem Islam nur einen Gott, seine Propheten und Engel, den Tag des jüngsten Gerichts sowie ein Leben nach dem Tod.

Mohammed und seine Zeitgenossen kannten das AT (die Bibel) durch mündliche Überlieferungen. Dies belegen die zahlreichen Abweichungen und Erweiterungen, die die Erzählung z.B. von Mose im Koran aufweist.

Hinweise auf Sinn und Ziel des Korans gibt es an verschiedenen Stellen (lt. Sure 7 V.2: „Du sollst Dich ihretwegen (also wegen der Schrift) nicht bedrückt fühlen. (Sie ist zu Dir herabgesandt) damit Du die Ungläubigen mit ihr warnst und (als) eine Mahnung für die Gläubigen. Auch: Sure 19, 97. „Wir haben ihn (d.h. den Koran in dem wir ihn)eigens in deiner Sprache (eingegeben haben) dir leicht gemacht, damit du den Gottesfürchtigen mit ihm die frohe Botschaft bringst und streitsüchtige Leute mit ihm warnst.

Mohammed versteht sich wohl als Verkünder der frohen Botschaft (Sure 11,2) mit dem Nutzen: Bittet den Herrn um Vergebung …dann wird er euch auf eine bestimmte Frist eine schöne Nutznießung geben und jedem (mit Geld und Gut) begünstigt ist, seine Gunst erweisen.

Hier erst mal ein kleines Stopp mit der Frage: Gibt es bisher Fragen oder Sachbeiträge?
Dieser Einführung folgt als nächster Sach-Beitrag: Der Koran über den Koran

LG; Nordrheiner
 

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Tine

Sehr aktives Mitglied
Völlig egal was da steht im Koran oder der Bibel oder in sonst einem Gottesbuch .
Religionen sind und bleiben für mich die Pickel am A.... einer jeden Gesellschaft .
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

primechecker

Aktives Mitglied
Verstehen und Zusammenhänge begreifen ist wichtig. Diesbezüglich will ich aber auch darauf hinweisen, dass man vermutlich sinnvollerweise zwischen "realitätsbezogenen Theorien" (die bewiesen und zumindest sehr gut belegt werden können und deren dargestellte Zusammenhänge auch Auswirkungen auf die Realität haben und messbar sind) und "transzendente Theorien" (die sich dieser Beweis- oder Belegbarkeit entziehen und deren Zusammenhänge nicht messbar sind) unterscheidet.

Für mich würden (mein Empfinden, ohne einen Versuch gemacht zu haben es zu belegen oder zu beweisen) Gott-Theorien (ich sage bwusst nicht Islam usw.) in die Kategorie "transzendent" fallen, da wohl weder ein Gegenbeweis noch Beweis gefunden werden kann für eine "außerweltliche" Existenz von einem was auch immer Gott jetzt sein soll. Nur wenn dieser auch interagiert mit unserer Realität und dies "messbar" ist, können wir womöglich dies tun. Dazu muss man aber auch eine vernünftige, eindeutige Definition von "Gott" finden und bezüglich einer gesamtheitlichen Religion natürlich auch alle möglichen anderen Begrifflichkeiten möglichst genau definieren. Sonst weiß man ja nicht wovon man spricht. Ich toleriere Menschen, die sich mit solchen Transzendenten beschäftigen. Für mich allerdings ist es weniger sinnvoll, da dies auf Grund dessen, dass keine Interaktion mit unserer Realität (Ist-Welt) stattfindet, ich die Erkenntnisse einer "transzendenten Theorie" in der Realität (Ist-Welt) nicht anwenden kann und sie damit für meine Entscheidungen keine Rolle spielen.

Nichtsdestotrotz sind die Religions-Meme, sprich die kulturellen weitergegebenen Verhaltensmuster der Religion, nun mal vorhanden in den Köpfen der Menschen und damit nicht "transzendent", denn ich nehme es zumindest mit meinen Sinnen wahr und es ist messbar. Man muss leider den unglaublichen Mindfuck ertragen und berücksichtigen, auch wenn dieser noch so krank ist. (Sorry für meine persönliche Bewertung :D)
Ich finde aber, wenn wir endlich eine erträgliche Welt haben wollen, sollten wir als Menschen zunehmend Anstrengungen dahingehend unternehmen, wichtige Konzepte und Theorien begreifbar für viele Menschen zu machen. (Stichwort: Bildung)
Wahrheit gibt es nur eine. Und jeder ist dazu gezwungen diese zu ertragen. Das kann uns vereinen.

Kontextuelle Kurzbeschreibung einiger verwander Begriffe, die ich verwandt habe (meine Definitionen!!!):


  • Realität: Welt in der wir derzeitig leben. Nach dem Ableben kann es sein, dass etwas von uns in eine neue "Welt" übergeht, die wir aber nicht mehr nachvollziehen "könnten", sprich es ist denkbar, dass man es weder beweisen noch gut belegen kann, dass eine andere Welt existiert, die keinerlei Schnittmenge zu unsere Realität hat.
  • Transzendenz: "Als transzendent gilt, was außerhalb oder jenseits eines Bereiches möglicher Erfahrung, insbesondere des Bereiches der normalen Sinneswahrnehmung liegt und nicht von ihm abhängig ist." (Wikipedia)
  • -> Für mich v.a. Theorien, die nicht beweisbar sind oder mit Messungen belegbar wären.
  • Gott: Etwas, das meistens nicht konkret definiert werden kann und sich in den vielfältigsten Interpretationen und Vorstellungen bei den Menschen wiederfindet. Darum ist es immer wieder schwierig mit solchen Begrifflichkeiten sinnvoll zu diskutieren.
  • Theorie: In diesem Kontext, ein Versuch Zusammenhänge darzustellen, die die Realität beschreiben aber nicht selbst Realität 1:1 sind. Aber sie muss sich nicht zwingend auf die Realität beschränken, sondern kann auch Zusammenhänge außerhalb der Realität beschreiben. Theorien werden nie selbst zur Realität, da sie nur ein Abbild dieser Realität sein können und als Vorstellung in den Köpfen von uns Lebewesen vorhanden sind. Der Sinn von Theorien ist meist der, sich besser in unserer Realität zrechtzufinden und "gute" Entscheidungen für unsere Bedürfnisse zu treffen.
 

Jusehr

Aktives Mitglied
Zunächst verstehe ich überhaupt nicht, was der undurchsichtige Threadtitel besagen soll. Aber das ist vielleicht auch gar nicht wichtig.

Viel wichtiger scheint mir zu sein, dass der Nutzen einer kulturellen oder meinetwegen religionswissenschaftlichen Betrachtungsweise des Islam oder jeder anderen Religion nicht unbedingt viel bringt. Es sei denn, man ist wissbegierig oder ein Wissenschaftler.

Was würde es mir nützen, wenn ich zB das Christentum studiere? Verstehe ich deshalb auch extreme Religionsvertreter des Christentums besser wie zB Fundamentalisten, die auch bereit sind, mit härteren Bandagen gegen andere Religionen vorzugehen? Hier könnte wohl eher die Sozialpsychologie helfen. Religion wird eben von den einzelnen Menschen auch unterschiedlich instrumentalisiert. Jeder interpretiert (seine) Religion anders.

Und der wahre Kern von Religion, den ich durchaus befürworte, wird oftmals von angeblich Gläubigen gar nicht gelebt.
 

Nordrheiner

Urgestein
Verstehen und Zusammenhänge begreifen ist wichtig. Diesbezüglich will ich aber auch darauf hinweisen, dass man vermutlich sinnvollerweise zwischen "realitätsbezogenen Theorien" (die bewiesen und zumindest sehr gut belegt werden können und deren dargestellte Zusammenhänge auch Auswirkungen auf die Realität haben und messbar sind) und "transzendente Theorien" (die sich dieser Beweis- oder Belegbarkeit entziehen und deren Zusammenhänge nicht messbar sind) unterscheidet.

Für mich würden (mein Empfinden, ohne einen Versuch gemacht zu haben es zu belegen oder zu beweisen) Gott-Theorien (ich sage bwusst nicht Islam usw.) in die Kategorie "transzendent" fallen, da wohl weder ein Gegenbeweis noch Beweis gefunden werden kann für eine "außerweltliche" Existenz von einem was auch immer Gott jetzt sein soll.
Auch der Koran hat sich mit dieser Frage befasst und - wie ich finde - eine sehr interessante Antwort gegeben. Das liest Du dann im folgenden Sachbeitrag zum Koran über den Koran.
 

Nordrheiner

Urgestein
was steht denn im Koran über Jesus geschrieben?
Jesus ist laut Koran ebenso ein Gesandter Gottes wie Mohammed. Bei genauer Betrachtung ist Jesus im Koran sogar ein Stückchen besonderer als Mohammed selbst, denn Jesus ist mit dem heiligen Geist gestärkt (Sure , 55,59), während Mohammed "nur" ein Mensch ist, der das heilige Buch überbringt und dadurch zum Propheten wird, ohne dass ihm selbst Göttliches anhaftet.

Mohammed will die Wahrheit verkünden, nicht selbst die Wahrheit sein. (im Gegensatz dazu die Aussage von Jesus: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Keiner kommt zum Vater denn durch mich. Joh. 14,6) Darum ist Mohammed als Person eigentlich nicht wesentlich, sondern nur die von ihm verkündete Offenbarung (= der Koran). Platt ausgedrückt: Mohammed war etwas Besonderes, weil er Überbringer war, sozusagen ein Postbote, durch einen Engel von Gott beauftragt, den Koran zu überbringen.

In der islamischen Geschichte hat sich eine merkwürdige Entwicklung gezeigt, die Christianisierung des Mohammedbildes" genannt werden kann. Mehr und mehr sind auf Mohammed Aussagen und Kennzeichen übertragen worden, die die Kirche ihrem Christus gegeben hat. S.W. Koelle hat in seinem Buch "Mohammed and Mohammedianism critically considered" nicht weniger als 128 Seiten mit solchen Aussagen gefüllt, die von islamischen Theologen von Christus auf Mohammed übertragen worden sind. Das Ergebnis dieser Übertragungen ist, dass Mohammed in der Volksfrömmigkeit weithin zu einem Messias wider Willen geworden ist, dessen Fürbitte dem angefochtenen Gläubigen zuletzt doch den Eingang ins Paradies sichert. Dieser Vorgang - der in ähnlicher Weise auch Buddha widerfahren sein soll - gehört zu den tiefsten Rätseln des Islam.

Wer allerdings an die vielen Christus- Ersatze denkt, die im Raum der Christenheit schon angerufen und verehrt worden sind, dem vergeht hier die Lust, hier über die Messianisierung des Mohammed zu urteilen bzw. diese zu verurteilen.
 

Nordrheiner

Urgestein
Zunächst verstehe ich überhaupt nicht, ...


Viel wichtiger scheint mir zu sein, dass der Nutzen einer kulturellen oder meinetwegen religionswissenschaftlichen Betrachtungsweise des Islam oder jeder anderen Religion nicht unbedingt viel bringt. Es sei denn, man ist wissbegierig oder ein Wissenschaftler.
Und Du bist jetzt was? Wissbegierig? Herzlich willkommen.

Was würde es mir nützen, wenn ich zB das Christentum studiere? Verstehe ich deshalb auch extreme Religionsvertreter des Christentums besser wie zB Fundamentalisten, die auch bereit sind, mit härteren Bandagen gegen andere Religionen vorzugehen?

Die Frage würde ich bejahen.

Hier könnte wohl eher die Sozialpsychologie helfen. Religion wird eben von den einzelnen Menschen auch unterschiedlich instrumentalisiert. Jeder interpretiert (seine) Religion anders.

Und der wahre Kern von Religion, den ich durchaus befürworte, wird oftmals von angeblich Gläubigen gar nicht gelebt.
Leider muß ich Deinem letzten Satz zustimmen. Wenn ich mich mit Religionen beschäftige, dann u.a. mit dem Bestreben, den Kern zu finden.
 

Nordrheiner

Urgestein
Der Koran über den Koran

Darüber lesen wir in Sure 29, Verse 46-51

Was Mohammed empfangen hat, ist das unmittelbare Gotteswort und stammt gemäß Koran aus keiner menschlichen Quelle. Diejenigen, die Mohammed ablehnten, wollten anscheinend zu gerne nachweisen, dass er seine Rede aus einer trüben Quelle schöpft. Auch sieht es so aus, dass sich die Gegner Mohammeds ein Wunder wünschen, mit dem er seine Prophetenschaft beweisen kann.

Der Koran wurde in wunderbarer Reimform geschrieben. Dies wird von Muslimen als Beweis für die Göttlichkeit des Korans gesehen. Dazu lesen wir in Sure 36, 69: Wir haben Muhammed nicht die Dichtkunst gelehrt. Dieses ziemt sich für ihn nicht. Sure 39, 27+28: „Es handelt sich vielmehr nur um eine Mahnung und um einen deutlichen Koran. Es handelt sich um einen arabischen Koran, der nicht verdreht ist. Vielleicht werdet ihr gottesfürchtig.“

Aus den Suren 41, -4 und 41-45 sowie Sure 46, 1-12 geht hervor: Mohammed hat die Gottesrede unmittelbar erfahren. Sie ist das echte Gotteswort, welches vorher andere Propheten empfangen haben (Verweis zum Alten Testament bzw. Jesus). Die Götzen, die von den Ungläubigen angebetet werden, können nichts Vergleichbares hervorbringen, wie sie auch keinerlei Schöpferkraft haben.

Wie aber sieht der Koran das Verhältnis zwischen dem göttlichen Urwort und den unterschiedlichen Ausprägungen, die es im Laufe der Menschheitsgeschichte erfahren hat?
Sure 85, 21+22:Es ist eine Erinnerung auf einer wohlverwahrten Tafel. Sure 13, 37-39, hier 38: Schon vor Dir haben wir Gesandte geschickt und ihnen Ehefrauen und Nachkommen gegeben. Doch stand es keinem Gesandten zu, ein Wunderzeichen ohne Gottes Erlaubnis zu bringen. Für jede Frist gibt es eine Schrift. 39: Gott tilgt und bestätigt, was er will, und bei ihm befindet sich die Urschrift.

Es gibt also eine Urexemplar aller Offenbarungen, das unmittelbar in Gottes Bereich verwahrt wird. Nur edel geläuterte Schreiber-Engel dürfen es berühren. In der Urschrift ist der komplette Verlauf der Schöpfung festgelegt. Jegliche Frist ist eingetragen, kann aber von Gott geändert werden.

Es gibt göttliche Fügungen, durch den heiligen Geist vermittelt, durch die Gott gottesfürchtige Menschen führt. (Sure 42, 51-53, Sure 17 V. 85). Insofern gibt es schon eine Spannung zwischen der Aussage, dass es eine Urschrift gibt, in der alles festgehalten ist und der Vorstellung, dass Gott durch quasi individuelle Fügungen eingreift.

Interessant finde ich Sure 3: 1-7: ….Es gibt keinen Gott außer ihm, dem Lebendigen, Ewigen. ..hat auf Dich in der Wahrheit die Schrift herabgesandt, die bestätigt, was vor ihr war. Er hat die Tora (jüdische Schrift) und das Evangelium schon zuvor herabgesandt als eine Rechtleitung für die Menschen. …“

Bemerkung: Die Widersprüche zwischen Evangelium und Koran werden hier nicht (klar) behandelt.

Der Koran, die zur religiösen Botschaft zusammengefaßte göttliche Fügung, besteht aus klaren Versen und solchen, die einer Deutung bedürfen, also nicht von allen Menschen ohne weiteres verstanden werden können. Die Verse des Korans sind Wunder, vergleichbar den Wundern, die den früher Gottgesandten geschenkt wurden. Die Verse heissen deshalb auch Wunderzeichen. Als solche können sie auch nicht von den Menschen nachgeahmt werden, genau wie die ägyptischen Zauberer unfähig waren, die Wunder, die ihnen Mose vorführte, nachzuahmen.

Sure 17, 88: Sprich: Wenn die Menschen und Dschinnen sich darauf einigen sollten, etwas, was dem Koran ähnelt, beizubringen, werden sie nichts Ähnliches beibringen, selbst wenn sie einander hülfen.“

Die Hinwendung des Menschen zu Gott hin gewährleistet dem Menschen das Heil, sofern er die göttliche Botschaft aufnimmt. Dies macht den Einzelnen zu einem Glied der Gemeinschaft der Gläubigen und er ist verpflichtet, seine Zugehörigkeit zu dieser Gemeinschaft ständig unter Beweis zu stellen, in dem er nach den Regeln, die Gott für ihn erlassen hat, handelt.

Indem die Folgen der Hinwendung zu Gott formalisiert wurden, wurde auch von hier die unmittelbare Beziehung Gott-Mensch aufgelöst und durch das Einhalten von Formalien ersetzt. Der Mensch wird also nicht nach dem Grad seiner Zuwendung zu Gott bewertet, sondern nach der Erfüllung des Gesetzes.


Gibt es Fragen oder Sachbeiträge hierzu?
 

Nordrheiner

Urgestein
Mohammed wird zum Propheten

Mohammed ist in etwa im Jahr 570 geboren. Sein Vater Abd Allah stammt aus der Sippe der Haschimiden, einem ärmeren Zweig der Kuraischiten. Der Vater starb kurz nach seiner Geburt. Nachdem auch die Mutter gestorben war, wuchs er bei seinem Onkel Abu Talib auf. Erwiesen ist, daß er im Alter von 25 Jahren von Abu Talib den Rat erhielt, der reichen Kaufmannsrau Khadidja, die eine Handelskarawane nach Syrien ausrüstete, seine Dienste anzubieten. Da diese Reise erfolgreich verlief, wollte Khadidja nicht mehr auf ihn verzichten. Sie lies ihm sogar seine Hand antragen und Mohammed zögerte nicht, die kluge, vornehme und reiche Frau zu heiraten, obwohl sie 15 Jahre älter war. Sie schenkte ihm Kinder, von denen nur eine Tochter, Fatima, seinen Stamm fortpflanzen sollte. Mohammed lebte mit ihr in einer glücklichen Ehe und nahm bis zu ihrem Tode keine zweite Frau.

Fortsetzung folgt
 
N

Neverland

Gast
Fatima (a.)

Link: Enzyklopädie des Islam : Die Geschichte um Fatima

???
Lieber Nordrheiner,
woher hast Du Dein Wissen über den Islam? Den Koran? Den Geschichten?
Woher willst Du wissen, das Deine Sicht/Auslegung/Deine Infos die "richtigen" dazu sind?

Warum schreibst Du darüber?

Im obigen Link, steht das mit der Fatima bspw. GANZ anders.

Dann gibt es u.a. auch noch folgendes zu den Frauen des "Propheten":


Nr.NameAndere
Schreib-
weisen
Lebens-
daten
HeiratHerkunftBemerkungKinder
1.ChadidschaChadīdscha bint Chuwailid* um 555, † 619um 595eine reiche, mekkanische Kauffrau, verwitwet. Tochter von ChuwaylidSie machte Mohammed zum Teilhaber ihrer Handelsgeschäfte. Sie war die erste und bis zu ihrem Tod im Jahr 619 einzige Frau Mohammeds und unterstützte ihn in seinem Glauben.Chadidscha hatte mit Mohammed mindestens vier Kinder. Im Hadithwerden die vier Töchter Fatima,Ruqaiya, Umm Kultum und Zainaberwähnt. Zwei Söhne, Kasim und Abdullah, sollen im Kindesalter gestorben sein.
2.Sauda bint ZamaSawada bint Zam'awurde nach dem Tode Chadidschas die zweite Frau Mohammeds. Sauda trat früh zum Islam über und wird als besonders gütig und warmherzig beschrieben.Die Ehe blieb kinderlos.
3.AischaAischa Siddiqa bint Abu Bakrgeboren um 614um 620Tochter Abu BakrsSie gilt bei den Sunniten als seine Lieblingsfrau.Die Ehe blieb kinderlos.
4.HafsaHafsa bint Umarnach derSchlacht von Uhud(625)die Tochter Umar Ibn al-Chattabs, verwitwetDie Ehe blieb kinderlos.
Zainab bint ChuzaimaZainab bint Chuzaima(626)Die Ehe blieb kinderlos.
5.Zainab bint GahsZainab bint Dschahschum 626Zainab kam als eine der ersten Auswanderer nach Medina und war Mohammeds Cousine. Zainab war die Frau seines Adoptivsohnes Zaid, der, nachdem Mohammed von Allah dazu ermächtigt worden war, von ihr geschieden wurde.Sie soll nach den Sunniten neben Aischa die Lieblingsfrau Mohammeds gewesen sein. In zahlreichen Hadithen wird Zainab als sehr mildtätig und freigiebig beschrieben.Die Ehe blieb kinderlos.
6.Umm SalamaUmm Salama Hind bint Abi Umayya626Witwe des Abu Salama, eines engen Freundes von Mohammed.Als dieser im Jahr 626 starb, heiratete Mohammed sie.Die Ehe blieb kinderlos.
7.DschuwairiyaDschuwairiya bint al-Hārithum 627Gehörte den Banū l-Mustaliq, einer Untergruppe des StammesChuzāʿa, an.Die Ehe blieb kinderlos.
8.Safiya Bint HuyaiSafiyya bint Huyayy628Jüdisch; wurde bei der Eroberung Haibars im Jahr 628 gefangen genommen.Wenig später gab Mohammed ihr die Freiheit und heiratete sie.Die Ehe blieb kinderlos.
9.RamlaRamla bint Abi Sufyanum 623Die Ehe blieb kinderlos.
10.MaimunaMaymuna bint al-Harithum 629Die Ehe blieb kinderlos.

Die genaue Zahl von Mohammeds Ehefrauen ist nicht überliefert, aber sie überschritt die im Koran erlaubte Anzahl von vier gleichzeitigen Ehefrauen. Die etwa 15 Jahre ältere Chadīdscha bint Chuwailid war seine erste Ehefrau und 25 Jahre lang auch seine einzige. In seinen späten Lebensjahren war er jedoch mit einer Vielzahl von Frauen gleichzeitig verheiratet. Daneben hatte er auch Sklavinnen als Konkubinen, beispielsweise Maria al-Qibtiyya, eine Christin. Mit Chadidscha hatte Mohammed mehrere Kinder, ferner von Maria einen Sohn, der jedoch im Kindesalter verstarb. Seine einzigen überlebenden Enkel, die das Erwachsenenalter erreichten, waren die zwei Söhne seiner Tochter Fatima, Hasan und Hussein.
-
....

???

Die zahlreichen Informationen und auch Auslegungen zu den verschiedensten Religionen, sind immer wieder unterschiedlich. Da fände ich es schön, wenn Du bspw. darauf hinweisen würdest, das dass was Du schreibst/ beschreibst/ auslegst evtl. "DEINER" Sicht und "Deines wie auch immer erworbenen Wissens" darüber entspricht. (Halt "nur" Deine Draufsicht dazu ist).

Ansonsten macht es mir so den Anschein, als würdest Du allen etwas erklären wollen. So als hättest DU DAS EINE WISSEN. Das "einzig richtige Wissen". Über etwas. Welches Du lehren und zum Besten geben möchtest. Und das könnte evtl. etwas "komisch rüber kommen".Bzw.komisch verstanden werden.
-

Ganz liebe Grüße
Neverland
 
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