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Verstehst Du die Lösung gesellschaftlicher Probleme aus Sicht des Islam?

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Quellen- bzw. Literaturhinweise gab ich bereits in meinen Beiträgen 8+18.
Und falls es Dir entfallen ist: der TE heißt übrigens Nordrheiner

LG; Nordrheiner
Aha... Sorry.... jedes Zitat braucht einen Quellangabe.

Siehe unten. So hat ein Zitat auszusehen. Nicht irgendwo bei Seite x y z. Wenn, muss man schon auf die Genannte seite hinweisen und verlinken. Jedesmal und jede Quelle. Kann ja sein es sind verschiedene . Zu erwarten das man Dein ganzes "Buch" durchließt, nur um eine Quellenangabe zu finden, ist was? Bestimmt nicht im Sinne des Erfinders. Ist ja sonst wie Nötigung.
Aber mir solls egal sein, wenn es Urheberprobleme gibt. Dein Problem.


Quelle meinte:
8. Die Veröffentlichung urheberrechtlich geschützter Materialien (insbesondere Text, Bild, Ton, Software), deren Rechte nicht beim Autor selbst liegen, ist verboten. Das Zitieren fremder Texte im Umfang von maximal wenigen Zeilen mit Quellenhinweis ist gestattet.

Quelle: Das Forum - Regeln und Tipps
 
Berechtigte Kritik ist berechtigt. Welche Informationen über den Koran und den muslimische Glauben hättest Du denn gerne berücksichtigt?

Wenn ich sachliche Informationen brauche suche ich die nicht in einem Hilfeforum. Da gibt es doch bessere Quellen, z .B. unsere islamische Gemeinde vor Ort.
 
Auch, wenn ich mich wiederhole: Der Themenstellung mangelt es an Präzision. So, wie Du formulierst, Nordrheiner, hat die Themenstellung das Potential für eine ausgewachsene Dissertation.
Ich frage:

1) Welche Gesellschaft hast Du bei dem Thema im Auge?
-Unsere bundesrepublikanische Gesellschaft?
-Welche Probleme sind gemeint? Wir haben auch im Westen keine homogene Gesellschaft mehr, sondern die gesellschaftlichen Probleme, stellen sich - je nach Zugehörigkeit zu einer sozialen Schicht - sehr unterschiedlich dar.
Ein Arbeitsloser hat ganz andere Probleme als etwa ein gutsituierter Angehöriger der Mittelschicht.

2. Welchen Islam meinst Du? Meinst Du einen Islam, wie ihn etwa der Zentralrat der Muslime in Deutschland vertritt?
Nach dem, was man nämlich von dessen Vertretern liest und hört, unterscheiden sich diese Einlassungen selten von denen einheimischer nicht muslimischer Menschen.

3. Filterst Du deine Kriterien allerdings aus dem Koran, dann wirst Du zwangsläufig auf das Problem stoßen, dass sie- genau wie in unserer Religion- nicht, oder nur bedingt auf unsere westliche Gesellschaft zu übertragen sind.
Mindestens aber weicht die gesellschaftliche Wirklichkeit um Meilen von christlichen Grundsätzen (siehe Bergpredigt) ab.

Mir kommt nicht erst seit gestern der Verdacht, dass Du zu belegen suchst, dass Muslime nicht in unsere Gesellschaft passen.

Burbacher
 
Zuletzt bearbeitet:
Lieber Burbacher,

was ist gemeint….

Ich habe vornehmlich die deutsche Gesellschaft vor Augen.
Soziale Schnittstellen im privaten und beruflichen Bereich ziehen auch Schwierigkeiten bei der Auswahl möglicher Lösungswege mit sich.

Wie ich aus unterschiedlichen Quellen erfuhr, werden deutsche muslimische Gruppen, z.B. auch einige/viele Imame, aus arabischen/iranischen Geldtöpfen bezahlt. So stieß ich auf eine deutschsprachige Internetseite, die zum Koran bzw. zum Islam Erklärungen abgab. Wenn ich mich nicht irre, stieß ich auf diese Seite durch Google-Suche zum Stichwort islamische Enzyklopädie. Die offensichtlichen Muslime, Herausgeber dieser Enzyklopädie, werden gemäß eigener Angaben durch iranische Geldtöpfe finanziert. Ich denke, wir können in Deutschland so ziemlich jede Richtung des Islam feststellen. Die Meinung des Zentralrats der Muslime kannst Du aber gerne als eine Position vertreten.

Beim Lesen des Korans – sowie so mancher Hadithen – ist mir schon klar, dass die Aussagen und Anforderungen koranischer Suren und Hadithen mit dem Grundgesetz sowie dem vielschichtigen gesellschaftlichen Leben in Deutschland kollidieren.

Mir kommt nicht erst seit gestern der Verdacht, dass Du negative Aspekte des Koran, der Hadithen, des Islam ignorierst oder schönreden willst. Wir leben in Deutschland seit vielen Jahren sehr friedlich mit deutschen Muslimen zusammen. Das könnte so bleiben. Es würde mich freuen. Nur bin ich mir nicht sicher, dass es so bleiben wird.

Ich denke da an eine Papierfabrik, in der „christliche“ Arbeiter ihre Elektrozigarette rauchen dürfen. Jetzt kommen muslimische Arbeiter hinzu, die ihre mit einem Feuerzeug anzuzündende Zigarette rauchen wollen. Schließlich wollen sie gleichberechtigt sein. Und über Geschmack lässt sich gut streiten, wie eben über Religion.

Du verstehst sicher, was ich mit dem Vergleich aussagen möchte.

LG, Nordrheiner
 
Lb. Nordrheiner,

Du schreibst:

"Mir kommt nicht erst seit gestern der Verdacht, dass Du negative Aspekte des Koran, der Hadithen, des Islam ignorierst oder schönreden willst. Wir leben in Deutschland seit vielen Jahren sehr friedlich mit deutschen Muslimen zusammen. Das könnte so bleiben. Es würde mich freuen. Nur bin ich mir nicht sicher, dass es so bleiben wird."

Hab Dank für deine Antwort. Nein, schönreden will ich gar nichts. Und ich ignoriere auch nicht, habe ich doch seit mindestens Ende der 70iger Jahre recht regen Kontakt mit muslimischen Familien gehabt. In meiner Schule gab es zur Hoch-Zeit ca. 350 junge Menschen aus muslimischen Familien.

Die ersten Probleme tauchten da etwa im Zusammenhang mit dem Sportunterricht auf, verweigerten doch vorzugsweise muslimische Väter den Töchtern die Teilnahme am Sportunterricht. Nicht nur, dass der Unterricht koedukativ stattfand, sondern auch die Art der Sportbekleidung war Stein des Anstoßes.

Hier hat die Schule so reagiert, wie es nach Recht und Gesetz geboten war und unentschuldigtes Fehlen mit der entsprechenden Zensur quittiert. Wir hatten allerdings auch mal eine Mutter, die mit ihrem Sohn alleine lebte und die einer speziellen christlichen Gemeinschaft angehörte. Sie fand es unsittlich und nicht bibelgemäß, dass ihr Sohn Sportbekleidung tragen sollte. Vor allem nahm sie Anstoß daran, dass der Junior im Anschluss an den Sportunterricht mit seinen Altersgenossen unter die Dusche geschickt wurde.

Zur gemeinsamen Dusche konnte die Schule ihn nicht verpflichten, wohl aber zum Sportunterricht. Der junge Mann hat mir Jahre später sein Martyrium geschildert, und er hat sich in einem langen quälenden Prozess aus der religiösen Tyrannei seiner Mutter befreit.

Ich selbst habe schon fast am Ende meiner Dienstzeit eine junge Muslima, die völlig in schwarz und mit nahezu verhülltem Gesicht aus meinem Unterricht verwiesen und auf das Maskierungs-Verbot hingewiesen.

Andererseits, ich berichte schon mal, hatten wir einen muslimischen Kollegen, der mit seinen Schülern zu Ende des Ramadan das Zuckerfest feierte und dazu die ganze Schulgemeinde einlud. Für uns alle, war es eine Selbstverständlichkeit dieser Einladung Folge zu leisten.

Das mich persönlich am meisten berührenste Ereignis war der plötzliche Tod eines unserer Schüler. Wir hatten ihn nach der 10. Klasse mit einem sehr guten Abschluss entlassen. Zurück aus den Sommerferien, erreichte uns die Nachricht, dass der junge Mann bei einem tragischen Unglückfall zu Tode gekommen war.

Was dann in unserer Schule geschah, bewegt mich noch heute. Unsere Schüler baten die Schulleitung um einen Raum, richteten einen Tisch her, auf dem sie ein Bild ihres toten Mitschülers platzierten. Sie stellten weiße Lilien daneben, legten einen Kreis mit Steinen um sein Bild. In den Kreis legten sie Briefe, die sie ihrem toten Freund und Mitschüler gewidmet hatten.

Der junge Mann wurde dann einige Tage später in seine türkische Heimat überführt. Bevor sein Sarg das Haus seiner Eltern verließ, versammelten sich etwa 100 unserer Schüler mit einer türkischen Kollegin und nahmen Abschied von ihrem Freund.

In der Schule erschien dann eine Sonderausgabe der Schülerzeitung, in der junge Menschen an ihn erinnerten, Bilder gemalt hatten, die sie ihm widmeten.

Nie wurde uns als Schulgemeinde so bewusst, wie sehr er zu uns gehört hatte. Das wirkte sich dann auch auf die Atmosphäre in unserer Schule aus.

Ja, Sahin war ein Muslim, und er war unser Schüler und unser Freund, um den wir trauerten.

Burbacher
 
Lieber Burbacher,

die verschiedenen Erlebnissen mit Menschen, die ihren Glauben ernst nehmen, können abstoßend oder sehr anziehend und bewegend sein. Eine Zunahme der positiven Erlebnisse wünsche ich Dir und überhaupt jedem.

Gerade deswegen, um eben positive Erlebnisse zu fördern, identifiziere ich die Faktoren, die einem friedlichen Zusammenleben abträglich sind.

Wenn Du hier im Faden die Position des Zentralrates deutscher Muslime vertreten möchtest und auch aus dieser Sicht meine an Dich gerichteten Fragen beantworten willst, so bin ich sehr gespannt. Wenn Du aber - aus eigener Ansicht oder aus der Sicht des Zentralrates Probleme nicht ignorieren willst, dann sprich bitte die Probleme an, die Dir bekannt sind.

LG, Nordrheiner
 
Lieber Nordrheiner,

ich lese:

"Gerade deswegen, um eben positive Erlebnisse zu fördern, identifiziere ich die Faktoren, die einem friedlichen Zusammenleben abträglich sind."

So etwas nenne ich dann paradoxe Intention. Aber ernsthaft jetzt: Wenn man das Gute will und das Große, darf man nicht in der Jauche wühlen, sondern muss nach vorne sehen. Und da helfen mir solche Erfahrungen, die ich mit Menschen aus dem fremden Kulturkreis gemacht habe.

Darunter waren Juden, Muslime, sogar Buddhisten. Sie begegneten sich auf Augenhöhe, nicht mit dem Gebetbuch in der Hand. Redeten sie miteinander, geschah das meistens mit Respekt. Und friedlich war es auch.

Gruß

Burbacher
 
Und ich habe drei konkrete Fragen an Dich:
1) Was sind Deine Argumente, die sowohl für als auch gegen den Islam als gleichberechtigt neben katholischer und evangelischer Religion sprechen?

2) Welche Gemeinsamkeiten siehst Du im Vergleich "christliche Religion" und islamischer Religion - und dies aktuell heute - in Europa?

3) Sind Bibel und Koran miteinander vereinbar?


LG, Nordrheiner

Muß ich davon ausgehen, dass Du an Dich gerichtete Fragen gerne diskutierst, aber nicht beantwortest?
Musst Du ja auch nicht. Aber sei doch da bitte klar..
 
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