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Verletzte Menschenwürde

Kann man so werden wie früher? Ich wüsste nicht wie. Aber man kann mit den Dingen leben und umgehen lernen. Das empfinde ich als großen Sieg.

Ich war ja noch zu klein um zu sagen das ich bin wie ich war, was mir geholfen hat zu werden wie ich heute bin war das wofür mich die meisten wohl verachten. Mein Militärdienst.
 
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Shorn die meisten sind eigentlich froh dass unser Land verteidigt wird 😉. Ich kenne ein disziplinierendes Pfadfindelager (nicht der übliche wischiwaschi lasche Zeug was man so kennt) daher kann ich tendentiell nachvollziehen dass es helfen kann, Disziplin und Zuammenhalt und andere Dinge. Ich bin jetzt 40, ich habe Soldaten noch nie verachtet früher. Weil ich hatte mir nie genug Rechenschaft abgelegt ob ich gegen Krieg bin nie genug! Ich war nicht heuchlerisch genug zu verkennen dass unsere Freiheit Feinde haben kann! Aber ich gebe mir jetzt Mühe mich von meiner früheren unbewußten Kriegsgeilheit zu distanzieren. Definitiv konnte ich mir lebenslang vorstellen einen Freind zu erschießen wenn das Leid groß wird. Definitiv. Das wurde überall verkannt. Da muss ich selber durch.
 
Shorn die meisten sind eigentlich froh dass unser Land verteidigt wird 😉. Ich kenne ein disziplinierendes Pfadfindelager (nicht der übliche wischiwaschi lasche Zeug was man so kennt) daher kann ich tendentiell nachvollziehen dass es helfen kann, Disziplin und Zuammenhalt und andere Dinge. Ich bin jetzt 40, ich habe Soldaten noch nie verachtet früher. Weil ich hatte mir nie genug Rechenschaft abgelegt ob ich gegen Krieg bin nie genug! Ich war nicht heuchlerisch genug zu verkennen dass unsere Freiheit Feinde haben kann! Aber ich gebe mir jetzt Mühe mich von meiner früheren unbewußten Kriegsgeilheit zu distanzieren. Definitiv konnte ich mir lebenslang vorstellen einen Freind zu erschießen wenn das Leid groß wird. Definitiv. Das wurde überall verkannt. Da muss ich selber durch.

Ich war als Scharfschütze im Kampfeinsatz und diese verletzen nicht, sie töten. Man mag mich dafür verachten, ich aber sah meine Militärzeit damals und bis heute als meine Rettung an. Ich konnte ja nicht ahnen das ich als Sniper in den Krieg ziehen sollte, geplant war es nicht.

Viel lieber aber war ich Lanwirt weil glücklich und frei wenn auch nur für wenige Jahre.
 
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Lass dich nicht ärgern. Leute können Heuchler sein. Und ich bin nicht gut anderen zu sagen wo es lang geht. Aber lass die Militärzeit hinter dir. Du hast eh keinen guten Start gehabt ins Leben da mag keiner urteilen. Ich schon. Ich hatte einen prima Start mit innerem Himmelreich aufrichtigem Respekt anderer, Liebe und Verständnis eines klugen Vaters, gesunder Glaube an Gott (ohne kirchliche Indokrination), Hohen IQ von Anfang an, Glück pur. Unschlagbare Intuition usw.... Im Vergleich zu heute denke ich schon ich hatte damals superkräfte 😉. Ich habs selbst versaut. Ich glaube du wärest der einzige der Nerven hätte sich das anzuhören. Wenn du wissen willst wieso ich mal fast getötet hätte schreib mich privat an. Ehrlich gesagt das hat mir alles versaut.
 
Lass dich nicht ärgern. Leute können Heuchler sein. Und ich bin nicht gut anderen zu sagen wo es lang geht. Aber lass die Militärzeit hinter dir. Du hast eh keinen guten Start gehabt ins Leben da mag keiner urteilen. Ich schon. Ich hatte einen prima Start mit innerem Himmelreich aufrichtigem Respekt anderer, Liebe und Verständnis eines klugen Vaters, gesunder Glaube an Gott (ohne kirchliche Indokrination), Hohen IQ von Anfang an, Glück pur. Unschlagbare Intuition usw.... Im Vergleich zu heute denke ich schon ich hatte damals superkräfte 😉. Ich habs selbst versaut. Ich glaube du wärest der einzige der Nerven hätte sich das anzuhören. Wenn du wissen willst wieso ich mal fast getötet hätte schreib mich privat an. Ehrlich gesagt das hat mir alles versaut.

Ist zwar OT aber mein IQ liegt bei 137 gebracht hat es mir aber nichts. Wobei der IQ auch nur eine Zahl ist.
 
Sehr gut, dass Dir Therapie geholfen hat.
Dann ist es ein viel leichteres da weiter zu machen.

Wie kommst Du auf den Gedanken, dass Theapie nicht auch deine Menschenwürde biehungsweise die Sicht darauf nicht verändern kann?

Wobei ich den Gedanken an die Menschenwürde wie Du in verfolgst für mich nicht nachvollziehen kann.

Ja, mir wurde übel mitgespielt und ich habe darunter gelitten, aber das ist vergangen.

Aber es hallt dennoch in dir nach bis heute immerhin bist du immer noch in psychologischer Behandlung.
Das ist gut und beileibe kein Vorwurf, es zeigt eine gewisse Stärke und dass sich auseinandersetzen mit den Geistern der Vergangenheit.
 
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Auch mir fällt auf, dass du einen so großen Begriff wie "Menschenwürde" benutzt, wo andere Begriffe deine Gefühle vielleicht deutlich differenzierter beschreiben könnten. Vordergründig sehe ich, dass dein Stolz und deine Ehre verletzt wurden, hintergründig dein Bedürfnis nach Zugehörigkeit und dein Gefühl von Sicherheit.

Meiner Meinung nach würde es dich deutlich weiter bringen, wenn du ergründen würdest, was ganz genau hinter deinem Gefühl der Verletztheit steht. Was an den Geschehnissen kränkt dich genau auf welche Weise? Ob dafür ein Internetforum der richtige Ort ist weiß ich nicht. Ich kann verstehen, dass du hier nichts genaueres über die Hintergründe schreiben möchtest - und ja, in der Schule ausgegrenzt zu werden und auf der Straße von Fremden zusammengeschlagen zu werden sind furchtbare Erlebnisse - aber ich denke, dass es sehr gut für dich sein könnte darüber (nochmal?) in einer Therapie zu sprechen. Es kann wirklich hilfreich sein Dinge klar auszusprechen, auch und gerade solche, die man für "unsagbar" hält.

Hast du eigentlich mal mit deiner Schwester über den Vorfall auf der Straße gesprochen? Wie sieht sie das Ganze? Wollte sie von dir verteidigt werden? Tut ihr Leid, was dir passiert ist? Macht sie dir Vorwürfe, weil du "dich nicht wehren" konntest? macht sie dir Vorwürfe, weil du dich wegen ihr in Gefahr gebracht hast?

Hast du das Gefühl, dass deine Familie dir die Anerkennung und Bestätigung gibt, die du dir so sehr von anderen (Klassenkameraden, Schläger) wünschst! Kannst du sie dir irgendwie selber geben? Auch das könntest du vielleicht in einer Therapie lernen...
 
Deine Zeilen haben mich beschäftigt, weil die Würde des Menschen sogar in unserem Grundgesetz als "unantastbar" festgelegt wurde. Aber dass das nicht genügt, musstest Du und viele andere leider erleben.

Aus meiner Sicht besteht die Würde eines Menschen aus mehreren Teilen: wie Du Dich selbst siehst, wie andere Dich sehen und wie Du gerne gesehen werden möchtest. All dies kann sich sehr von einander unterscheiden und hat Auswirkungen auf Deine Glück, Deine Hoffnungen und Deine Zufriedenheit. Äußere Wunden heilen oft schneller, als es innere Wunden vermögen. Dir wurde massiv vor Augen geführt, wie schnell schlimme Dinge geschehen können und dass man dem manchmal schutzlos ausgeliefert ist. Ja, Deine Werte wurden in den Schmutz getreten und Du stellst Dir nun einmal diese Fragen und hast Zweifel daran, ob Du noch der Mann sein kannst, der Du sein möchtest.

Und dann beschämt Dich zusätzlich, dass Du auch von anderen über dieses "Ereignis" definiert wirst, ob Dir Frauen und Kinder noch vertrauen können, dass Du sie beschützen kannst. Das ist wohl für jeden Mann, der sich eine Familie wünscht von zentraler Bedeutung. Das Mitleid in den Augen anderer kann einen stolzen Mann zutiefst kränken. Da bewirken tröstende Worte eher das Gegenteil, auch wenn sie freundlich gemeint sind. Wahrscheinlich fühlst Du Dich unschuldig in ein Gefängnis gesperrt, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint, weil nicht nur Du damit immer und immer wieder konfrontiert wirst, sondern weil auch andere Dich immer wieder in diese Ecke stellen und sei es auch nur mit Blicken oder dass es sich für Dich so anfühlt.

Dass Du durch Deine Ängste, Dein Sicherheitsdenken und Deine Hibbeligkeit selbst noch dazu beiträgst, ohne es zu wollen, macht es zusätzlich schwerer. Es gibt also Deinen "Beitrag" zur Lösung dieses Problems und daran arbeitest Du offenbar. Du bist schon sicherer, belastbarer und stärker geworden, machst Kampftraining, suchst das Gespräch, obwohl Du das alles am liebsten verschwinden lassen würdest. Du stellst Dich diesen Problemen, wie es ein guter Mann tun würde. Aber der innere Schmerz geht nicht weg. Deine Angst wieder zu "versagen" (hast Du denn wirklich "versagt"? Ich finde das ganz und garnicht), Deine Ansprüche an Dich selbst sind immer da und Du ziehst alles in Zweifel, um besser vorbereitet zu sein. Trifft das in etwa zu?

Zur Würde eines Menschen gehört auch, für würdig gehalten zu werden, von sich selbst und von anderen. Und nun frage ich Dich: wem traust Du mehr? Einem Menschen, der noch nie aushalten musste, was Du aushalten musstest, oder einem Menschen wie Dir, der nicht aufgegeben hat, der sich seinen Ängsten stellt und der sich bewusst geworden ist, wie kostbar und zerbrechlich so ein Leben sein kann? Du und @Shorn seid kurz aneinander geraten. Auch er ist ein Mensch, der Furchtbares ertragen musste und der sich wohl auch deshalb eine raue Schale zugelegt hat. Ihr seid beide Kämpfer, denen diese Fähigkeit aufgezwungen wurde und die nun damit leben müssen. Es hat euch verändert und nicht nur zum Besseren. Aber wie kommt man gegen "dunkle Seiten" an? Manchmal ist "Licht" dafür nicht ausreichend.

Du siehst Katastrophen, wo andere nicht verstehen warum. Du bist hibbelig, auf dem Sprung, wo andere einen gemütlichen Tag erleben und Du bist ängstlich, wo andere keine Gefahr sehen. Dafür hast Du leider mehr als genug Gründe und Ausreden sind das nicht.

Und nun eine Erkenntnis aus meinen 63 Lebensjahren: leider findet sich nicht selten die Lösung von Problemen hinter einer Tür, durch die ich nicht gehen will. Du willst diesen ganzen Mist nicht mehr, aber Du wirst ihn auch nicht los, in dem Du ihn ignorierst. Was Du erreichen willst, wird niemals durch Deinen Herzenswunsch erreicht werden, sondern leider dadurch, dass Du Deinen schon begonnen Weg fortsetzt. Ich kenne nichts Würdigeres als einen Menschen, der bereit ist, seine Verantwortung zu sehen und sie zu tragen und dabei zu wissen, dass das auch schief gehen kann und manchmal auch schiefgehen wird. Und DU bist trotzdem da, suchst weiter nach guten Wegen. Wenn das keinen Respekt verdient, dann weiß ich nicht, wozu Respekt noch gut sein soll.

Gerade weil Du die Augen vor dieser Ungerechtigkeit nicht verschließt, machst Du anderen Mut. In dem Du Dein Herz nicht zu Stein werden lässt und Gleiches mit Gleichem vergiltst, zeigst Du einen Ausweg aus der Spirale der Gewalt und in dem Du offen ansprichst, welchen Preis Du dafür jeden Tag bezahlst, wirst Du verlässlich und würdig, denn Du weist, wovon Du redest und das spürt man.

Der "Knackpunkt" scheint mir zu sein, dass Du erkennen darfst und musst, dass Du Dir nichts zu vergeben hast. Du hast nicht "versagt". Du wurdest Deiner Würde nicht beraubt. Du hast sie Dir bewahrt, weil das für Dich kein theoretisches Hirngespinst ist, sondern Du stehst jeden Tag dafür ein. Jetzt steht für Dich an, das in Dein Herz zu lassen. Du hast eine Stärke bewiesen, die eben nicht aus heißer Luft und Drohgebärden besteht, die Dich nur einsam macht. Du bist ein Mensch mit einem tapferen Herzen, den sein Stolz nicht verblendet und sinnlos hart macht. Kann es mehr Würde geben? Einen Mann wie Dich meinen Freund nennen zu dürfen, würde mich stolz machen.

Danke für deine liebe Meinung. Das ist sehr nett von dir…

Mir ist es nicht das wichtigste, dass die Leute von außen denke, dass ich viel Menschenwürde haben. Das ist wichtig, aber nicht das wichtigste. Am allerwichtigsten nämlich ist es mir, dass ich diese Menschenwürde habe.

Das heißt das ich ein Mann bin, der beispielshalber Gefahren korrekt einschätzen kann. Das ist mir wichtig. Bin ich das?
Ich mache beispielshalber ja manchmal Babysitting von Familien Kindern. Gerne auch Indoorspielplatz. Ein neuer Indoorspielplatz aber strapaziert immer meine Nerven, weil ich mir im Vorfeld viele Sorgen machen.

Sie wollten wieder zu einem ganz neuen Indoorspielplatz. Ich habe es versprochen, aber ich lag nächtelang wach, weil jener auf der Homepage so gefährlich wirkte… schließlich war es dann nicht so schlimm.

Kinder sind sehr loyal, ihr Vertrauen ist so tief. Das bedeutet, wenn du nicht korrekt Gefahren einschätzt, sind sie in großer Gefahr… und das bringt mich wieder zum Thema Menschenwürde. Es ist wichtig, dass eine Familie Mitglieder hat, die verantwortungsvoll und klug sind.

Es ist schlecht, wenn jemand Verantwortung hat, aber ist dumm, kann Gefahren nicht einschätzen, sieht Gefahren wo keine sind oder schlimmer nimmt Gefahren nicht wahr, ist hilflos und so weiter. Verstehst du?
 

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