Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Verdienst Erzieher

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Ich stell mir grad die alleinerziehende Altenpflegerin vor, die weniger verdient als eine Erzieherin und die schauen kann wo sie mit ihrem Kind bleibt, weil die Erzieherinnen für 20% mehr streiken..... und am Ende noch mehr Gebühren zahlen soll. 🙄

Ist das ein Problem der Erzieher und Altenpfler oder ein gesellschaftliches?
 
Wie viel sollte man als Erzieher eigentlich verdienen? Man erhält dort nach einem dreijährigen Ausbildungsberuf im ersten Berufsjahr ca. 2544,00 Euro brutto.

Dieser Verdienst ist meines Erachtens absolut ausreichend. Wen sich ein Erzieher diesbezüglich beschwert, dann hätte er eben Lehrer werden sollen. Wobei die davon abgesehen, dass sie verbeamtet werden, je nach Schulform auch nicht bedeutend mehr verdienen.

Wenn man sagt:
Die sozialen Berufe sollen mehr Geld erhalten, dann erntet man Zustimmung, weil das so eine Stammtisch-Niveau Aussage ist.
Wenn man konkreter wird und es so formulieren würde:
Die verdienen nach dreijähriger Ausbildung im ersten Berufsjahr 2544,00 Euro brutto und sind damit unzufrieden.
Dann würde es mit der Zustimmung ganz anders aussehen.

Frühkindliche Bildung in der Kita. Einige Erzieher leiden an Selbstüberschätzung. Es ist eine Beleidigung für jeden Elektrikergesellen, der sich darum kümmert, dass uns in unseren Häusern nicht die Bude unterm Hintern wegbrennt, wenn ein Erzieher mit 2544,00 Euro brutto im ersten Berufsjahr nicht zufrieden ist.

Die sogenannten sozialen Berufe enthalten meiner Lebenserfahrung nach sehr viele asoziale Arbeitnehmer. Traurig aber wahr.

Der Vergleich aus meinem Berufsfeld: Ein Richter erhält im ersten Berufsjahr 3600,00 Euro brutto.
Wenn sich da ein dreijähriger Ausbildungsberuf arg annähert ist das ziemlich lustig. Insbesondere deswegen, weil man in diesem Ausbildungsberuf nicht sehr viel Zeit investiert hat. Weswegen sollte man beim Gehen eines vermeintlich einfacheren Weges dasselbe Gehalt verdienen?
Das sehe ich nicht ein. Aber Verdi wird ohnehin nach großspurigen Forderungen wieder der Hintern auf Grundeis gehen. Wie immer.

Ja da muss ich dir leider Recht geben. Ich muss leider auch kritisieren das einige Erzieher auch nicht so sozial mit den Kindern bzw. Kollegen umgehen.
 
Ich weiß nicht was Erzieher genau verdienen, lass mich hier gerne aufklären.
Aber eines ist bei mir auf jeden Fall, eine dolle Wut auf die Streiks und die daran Teilnehmenden.

Es mir mir ehrlich gesagt Pille Palle ob die Notdienste haben für Arbeitende, ich bin das im Moment nicht, aber ich habe unheimlich viel in der Wohnung zu tun, und fast alle zwei Tage Arzttermine.
Und jetzt fällt alles flach.
Noch dazu habe ich nächste Woche zwei Kindergeburtstage und Vorbereitungen für die Feier, und der Haushalt macht sich auch nicht von allein.
Und darum bin ich dolle sauer, weil die rücksichtslos streiken.
Ich hätte große Lust meine eine Tochter nicht mehr hinzubringen die nächsten Monate. Im Sommer kommt sie eh in die Schule.
Noch sind die Erzieher sich wohl nicht bewußt, bzw. ich muß annehmen es ist ihnen Wurst, das die Kinder nach vierzehn Tagen keine Lust mehr auf Kiga haben, weil es zu Hause nämlich am schönsten ist. Und dann geht das wieder von vorne los.
Für mich war es schon schwierig genug nach den Osterferien sie wieder für den Kiga zu motivieren.

Auch sind ihnen die Schulanfänger mit den Vorbereitungen, die sie immer machen, das ja ach so wichtig ist, nunmehr völlig egal.
Wirklich sehr verantwortungsvoll ihren Schützlingen, den Schulanfängern, gegenüber.

Und ganz ehrlich, ich hoffe, das sie mit ihren Streiks nicht das erreichen, und hoffentlich bekommen sie den Streik vom Lohn abgezogen.

Genauso die Busfahrer und die Bahnführer. Lassen es an den abhängigen Fahrgästen aus und quälen sie mit unnötigen Wartezeiten, und rauben den Menschen die zur Arbeit müssen, oder anderweitig Termine haben, die Zeit.

Wenn sie streiken wollen, dann sollen sie das in ihrer Freizeit machen, damit kann man auch was erreichen. Jedensfalls würde das von Charakter und Verantwortung zeugen.

So ist das für mich nur ein perfider Plan, der auf den Rücken der Eltern ausgetragen wird.
Ne Danke, sehr unsozial.
Wie immer sind die Schwächeren wieder die, welche es abkriegen.

Ich weiß nicht ob du das wissen wolltest, Kareena, schreibs mir bitte dann lösch ich meinen Beitrag.

Wieso? Dein Beitrag passt hier doch rein.
 
Ja genau, die Erzieher haben sich gefälligst nur in ihrer Freizeit zu weigern zu arbeiten 🙄

Was Erzieher verdienen ist ein Witz. Netto kommen da rund 1600€ bei rum, was für die pädagogische Arbeit mit bis zu 35 Kindern gleichzeitig definitiv zu wenig ist. Wenn es weniger Kinder wären (sagen wir 10-15) könnte man da noch drüber reden, aber bei den Größenordnungen die Kitagruppen mitlerweile haben ist das zu wenig. Eine gute Betreuung erfordert eben motiviertes und gutes Personal und das ist nun einmal nicht billig zu haben, vom Wet der Arbeit für die Gesellschaft mal ganz abgesehen. Man muss Eltern heute keinen Vorwurf machen, dass die Erzieher und Lehrer ihre Kinder häufiger sehen als sie selbst (anwesenheit in Form von Nachtschlaf zählt nicht), aber sollte daher umso mehr den Wert von guten Erziehern anerkennen, erst recht wenn U3 Plätze verlangt werden. Wer bei Erziehern und Lehrern spart, spart am falschen Ende.

und was kriegen Altenpfleger?
 
Mich würde mal interessieren, was Erzieherinnen in Kindergärten in kirchlicher Trägerschaft (wo ja angeblich noch schlechter bezahlt wird als in den Kommunen) nach jahrzehntelanger Berufserfahrung brutto und in etwa netto verdienen, also etwa mit Anfang bis Mitte 50. Ich wundere mich nämlich immer, dass es Frauen es gibt - geschieden, alleinerziehend oder alleinstehend -, die es sich trotz des angeblich so niedrigen Verdienstes leisten können, über Jahrzehnte nur in Teilzeit als Erzieherin (und nicht mal Gruppenleiterin) in einem Kindergarten zu arbeiten, und schon meinen, Wunder wie sie "schuften" müssten, wenn sie nach über 20 Jahren (Kinder längst erwachsen) ihre Teilzeit von 25 auf 30 Wochenstunden aufgestockt haben. Und Vollzeitangebote in früheren Jahren abgelehnt haben. Ich kenne so einen Fall.
Wenn ihr mich fragt: Jammern auf hohem Niveau. Bereitschaft, sich in irgendeiner Form weiterzuqualifizieren, um mehr zu verdienen, gleich NULL.

Ja das ist mir auch schon aufgefallen. Besonders Alleinerziehende sehen nicht so arm aus.
 
Ich denke ein Mensch der seine Lebenszeit dafür verbraucht, im Dienste unserer Gemeinschaft zu arbeiten, der sollte damit so viel verdienen,dass er in einem bescheidenen Wohlstand bei optimaler sozialer Absicherung für sich und seine Familie, seinen Unterhalt bestreiten und sein Leben so frei wie möglich gestalten kann und darüber hinaus noch in der Lage ist seinen Beitrag an der Finanzierung unseres Gemeinwohls und des sonstigen Staatshaushalts zu leisten.

Da sprechen wir, denke ich, unter den aktuellen Verhältnissen über ein Bruttoeinkommen von mindestens 3000,- €. als Untergrenze für ein hinreichendes Einkommen.

Und dies ganz unabhängig davon ob ein Mensch im Rahmen des gesellschaftlichen Miteinanders Toiletten putzt oder Kinder betreut,ob er Brötchen backt oder Spargel sticht, in einer Arztpraxis arbeitet oder ein Theaterstück aufführt.

Die Grundversorgung einer menschlichen Gemeinschaft sollte kein"Geschäft" sein, sondern eine gemeinschaftliche Aufgabe die es zu erfüllen gilt.

Mit welcher Berechtigung erhält zum Beispiel ein Sozialarbeiter in einer etwas höheren Einstufung die 19,50 € pro Stunde die erforderlich sind um bei einer 38,5 - Stunden Woche auf diese 3000,- € zukommen, während ein anderer Mensch bei gleichem Verbrauch an Lebenszeit im Dienste der Gemeinschaft mit rund 1300,- € abgespeist wird, obwohl er dieselben Grundbedürfnisse zu befriedigen hat wie der Sozialarbeiter und auch nichts Anderes tut, als seinen Beitrag zum gesellschaftlichen Miteinander zu leisten?

Natürlich gibt es Tätigkeiten die den Arbeitenden härter belasten als andere Tätigkeiten und natürlich sollten besondere Anforderungen und Leistungen sich beim Lohn bemerkbar machen ..... jedoch erst jenseits jener Einkommenslinie, die für die Verwirklichung einer entspannten und umfassenden Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erforderlich ist.

Es ist doch völlig in Ordnung wenn beispielsweise in einem Büro Menschen arbeiten die mit ihrer Arbeit für sich einen Lohn erwirtschaften der weit über dieser in Deutschland als Durchschnitt geltenden Einkommenslinie liegen ..... wenn allerdings diejenigen die diese Büros reinigen für ihren Aufwand lediglich eine Vergütung erhalten die sie gerade noch über Wasser hält und sie auf absehbare Zeit niemals auf einen "grünen Zweig" kommen lassen wird,dann ist das höchst verwerflich und Jeder Gebäudereiniger sollte den Bürohengsten und Bürostuten den Lappen ins Gesicht schleudern und sie ihren Dreck alleine weg machen lassen.

Ich bin auch dafür das Reinigungskräfte mehr verdienen. Meine Mutter arbeitet im Altersheim und das ist nicht viel. Die neuen die eingestellt werden verdienen noch weniger. Die haben ein Recht zu streiken.
 
Was Erzieher verdienen - Miese Bezahlung, kaum Anerkennung - FOCUS Online - Nachrichten

Das zum einen und zum anderen ...

Und zum anderen finde ich es irgendwie belustigend, dass man hier das ganze nun mit Juristen vergleichen will oder anderen Berufen und hat für mich eher den Anschein als würde man Birnen mit Plastik vergleichen wollen...

Aber am interessantesten ist hier der Umstand, dass man einfach unterstellt, dass Erzieher doch gar nichts leisten würden und ähnliches ... Würde es diese nicht geben, müsste man weiterhin nach dem klassischen Modell erziehen ... Mama bleibt zu Hause und schmeißt Kinder und Haushalt und Mann geht arbeiten ...

Irgendwie solltet ihr doch selbst merken, dass ihr euch mit einer solchen Argumentation vollkommen ins eigene Knie schießt ....

Selbstverständlich leisten die Erzieher etwas, nur was ist mit den anderen Berufen die bleiben mit ihrem Gehalt sitzen und die verdienen deutlich weniger als Erzieher.
 
Selbstverständlich leisten die Erzieher etwas, nur was ist mit den anderen Berufen die bleiben mit ihrem Gehalt sitzen und die verdienen deutlich weniger als Erzieher.

Und?

Jeder darf streiken in Deutschland und wenn die anderen Berufsgruppen davon nichts halten, dann ist das deren Pech und hat nicht weiter zu interessieren.
 
Ist es die einzige Möglichkeit, damit der Abstand zwischen Erziehern und Richtern groß genug ist, das Erziehergehalt klein zu halten? Oder könnte das Richtergehalt auch angehoben werden?
Ich unterstütze übrigens auch die streikenden Lokführer, obwohl wir davon direkt betroffen sind, die Kids fahren nämlich mit dem Zug in die Schule.

Erhöhen wir doch gleich alle Gehälter. Ach nein warte, das muss ja jemand bezahlen 😀 Die Erzieherinnen-Gehälter zb zahlen wir alle durch Steuern sowie Eltern durch Beiträge. Die Lokführer bezahlen wir durch Fahrpreise. Was bringt uns allen mehr Gehalt wenn wir es auf der anderen Seite wieder durch Gebühren, Steuern und Fahrpeise ausgeben müssen?

Seht doch bitte die Komplexität. Wer bezahlt die Lohnerhöhung der Erzieherinnen? Eine Erhöhung von Steuern und Elternbeiträge trifft doch besonders finanziell schwache. Menschen, die teils noch weniger verdienen.

Tarifbeschäftigte in Kommunen bekommen vielleicht runde 2% mehr im Jahr, dafür müssen sie aber auch schon kämpfen. Beamte in NRW mussten ihre 2% sogar erst einklagen, streiken dürfen sie ja nicht. In vielen wertvollen Berufen wie der Altenpflege verdient man weniger als Erzieher.

Erzieherinnen fordern von heute auf morgen 20%! Das ist doch ein Witz!

Man muss es doch auch mal so sehen:
Wenn man sich für einen Beruf entscheidet ist man sich auch grob über den Verdienst im klaren. Wie unfair ist das denn, sich im Nachhinein über das Einkommen laut Arbeitsvertrag zu beschweren?
Natürlich ändern sich Anforderungen und auch die Inflation ist nicht zu vergessen. 2%, 3, 4, 5% aber 20%?
Wenn man heute einen Mietvertrag schließt und der Vermieter morgen kommt und sagt, die Miete ist zu gering, zahlen sie 20% mehr, hast du dann auch Verständnis?
 
Erhöhen wir doch gleich alle Gehälter. Ach nein warte, das muss ja jemand bezahlen 😀 Die Erzieherinnen-Gehälter zb zahlen wir alle durch Steuern sowie Eltern durch Beiträge. Die Lokführer bezahlen wir durch Fahrpreise. Was bringt uns allen mehr Gehalt wenn wir es auf der anderen Seite wieder durch Gebühren, Steuern und Fahrpeise ausgeben müssen?

Seht doch bitte die Komplexität. Wer bezahlt die Lohnerhöhung der Erzieherinnen? Eine Erhöhung von Steuern und Elternbeiträge trifft doch besonders finanziell schwache. Menschen, die teils noch weniger verdienen.

Genau drauf möchte ich doch hinaus - das System ist krank und das muss endlich begriffen werden. Wir müssen aus diesem Turbokapitalismus raus!!!
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben