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Verdienst Erzieher

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Wer unter dem Streik "leidet" , ist beiden Seiten gleichgültig.
Letztlich wird der Streik auf dem Rücken der Kinder ausgetragen und derjenigen Familien oder Alleinerziehenden, die auf die Kinderbetreuung angewiesen und sich höhere Kita-Beträge nicht leisten können. Gerade die Kinder aus bildungsfernen Schichten oder Familien mit niedrigem Einkommen haben langfristig das Nachsehen dabei.
 
[...]

Ich denke, ich habe mittlerweile ziemlich viel Ahnung von dem Erzieher-Beruf. Deswegen erlaube ich mir, mich selbst aus einem anderen Thread zu zitieren:

Meine Freundin ist Erzieherin und was sie tagtäglich leisten muss, ist wirklich Wahnsinn! Viele Eltern kapitulieren schon bei nur einem kleinen Sprössling vor lauter Stress. Nun multipliziere das Mal um den Faktor 25! Und das jeden Tag von 7 bis 7!

Davon ab sind die Methoden, die Erzieher heutzutage anwenden, hochkomplex und wissenschaftlich fundiert. Was von Außen aussieht wie Spielen hat Sinn und Methode. Was während der Ausbildung an Stoff gelernt werden muss, die Art der Prüfungen, all das steht keinem Studium im sozialen Bereich nach!

Die Erzieher und Erzieherinnen verlangen mehr Geld? Ich sage, gebt ihnen das! Schließlich sind sie die Personen, die neben den Eltern maßgeblich sind für die wichtigste Lebensphase jedes Menschen! Und das kann man nicht hoch genug bewerten!

Und das von veranschlagte Gehalt von 2544 Euro Brutto verdienen die allerwenigsten Erzieher, am ehesten die, die nach TVöD bezahlt werden. Der weitaus größere Anteil wird außertariflich bezahlt und das im Bereich zwischen 1500 und 2000 Euro Brutto.
 
Zuletzt bearbeitet:
Richtig, nur wie können Erzieher Energie für Fortbildungen aufwenden, wenn sie immer unter Stress bei der Arbeit stehen und in latentem Geldmangel leben, wodurch sie keine Zeit für eine Fortbildung finden. Bei einer Betreuung von täglich 20 Kindern in Vollzeit ist das fast unmöglich.
Andere sind auch Vollzeit beschäftigt, haben Stress und dennoch Zeit für eine Fortbildung. Viele Fortbildungen werden einem auch bezahlt. Die Erzieherin, die ich kenne, ist selbst einmal im Jahr auf 2-3 tägigen Fortbildungen, die sie bezahlt bekommt. Sie hat auch genügend Geld, um einmal jährlich in Urlaub zu fahren und mehrmals im Jahr Wochenendtrips zu machen, und das trotz ihrer nur 30 Wochenstunden. Also kann es so schlimm nicht sein. Ist halt eine Frage, wo man die Prioritäten setzt.
 
Nehme doch deinen Verdienst im Vergleich dazu. Bist du mit dem Verdienst einer Erzieherin mit 67 Jahren zufrieden? Du bist doch sicher besser betucht, sogar in aktueller Zeit.😉
Ich habe Abitur, ein abgeschlossenes Hochschulstudium, ein abgeschlossenes mehrjähriges Rechtsreferendariat (dadurch Erwerb der Befähigung zum Richteramt) und feiere bald mein 25-jähriges Dienstjubiläum im höheren Verwaltungsdienst. Da ich somit insgesamt höher qualifiziert bin als jemand mit Realschulabschluss, Ausbildung und Anerkennungsjahr, werde ich wohl auch ein wenig mehr verdienen dürfen, nicht wahr?
 
Die Erzieherin, die ich kenne, ist selbst einmal im Jahr auf 2-3 tägigen Fortbildungen, die sie bezahlt bekommt. Sie hat auch genügend Geld, um einmal jährlich in Urlaub zu fahren und mehrmals im Jahr Wochenendtrips zu machen, und das trotz ihrer nur 30 Wochenstunden. Also kann es so schlimm nicht sein.

Du schließt aus den Aussagen einer einzigen Person auf das Generelle?
ICh freue mich für deine Bekanntschaft das sie das alles unterbringen kann, aber das das allen so geht ist damit noch lange nicht bewiesen.

Da ich insgesamt besser qualifiziert bin, werde ich wohl auch ein wenig mehr verdienen dürfen als eine Erzieherin, nicht wahr?

Niemand hier behauptet das Gegenteil. Niemand will dir deinen Platz in der Gesellschaft streitig machen, keine Sorge. Es geht lediglich darum, dass wir Erzierh zu wenig verdienen. Wir sagen nicht, dass wir so viel verdienen wollen wie Volljuristen. Das wird auch nie passieren.
 
Sie wird scheinbar gesponsert von den Eltern.
Wurde, die Eltern sind inzwischen tot. Bezeichnenderweise fühlt sich diese Frau aber auch besonders benachteiligt und "gestresst", nimmt es ihren jungen Kolleginnen sogar übel, wenn diese schwanger werden. Ist doch seltsam, oder nicht?

Bei nur 30 Wochenstunden (bis vor zwei Jahren waren es sogar nur 25) kann man sich doch nachmittags noch regenerieren, auch wenn der Lärmpegel in der Kita extrem hoch ist. Bei Vollzeit mag es auf Dauer anders sein, aber wer arbeitet in der Kita denn Vollzeit? Selbst die Generation Y, das sagt meine Bekannte selbst, will von vornherein nur noch einen Teilzeitjob in der Kita. Aber wahrscheinlich bezahlt bekommen wie in Vollzeit. Das geht nun mal nicht.

Am meisten jammern doch immer diejenigen, die es gar nicht so schwer haben, weil sie jedes Maß verloren haben, was wirklicher Stress ist. Was sollen denn Ärzte mit 36-Stunden-Dienst oder Piloten sagen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ändert nichts an der Aussage. Du musst immer die Rahmenbedingungen im Blick haben, aber das weißt du als Volljuristin ja auch sicherlich. Wem erzähle ich hier was. 😀

Natürlich können alleinstehende Erzieherinnen sich mehr gönnen, als Erzieherinnen mit 2 Kindern. Frag diese mal, ob sie Urlaub und Wochenendtrips machen. Jeder setzt seine Prioriäten woanders. Eines kannst du mir glauben: Ich habe den Erzieherberuf nicht wegen dem Geld gewählt. Ich selbst habe Abitur und hätte locker studieren können.
Um fair zu sein: Auch in unserer Kita wird es so gehandhabt, dass du an einer Fortbildung pro Jahr teilnehmen darfst, worüber ich auch sehr froh bin. Denn es hilft, meine Arbeit besser zu machen. Und das kommt (Auch wenn ich manchen Beiträgen entlesen kann, dass uns das völlig egal sei) den Kindern wiederum zu Gute. Und das ist die Hauptsache oder nicht?

Bei Vollzeit mag es auf Dauer anders sein, aber wer arbeitet in der Kita denn Vollzeit?

Ich bin einer der wenigen.
 
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