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Verdienst Erzieher

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Ich denke, dass es der Diskussion besser täte, die Art der Tätigkeit von Erziehern als Maßstab zu nehmen. Diese hat anspruchsvolle Elemente, ABER eben auch: Spielen, mit den Kindern essen oder einfach "nur" aufpassen.
Genau. Das wird aber geflissentlich ausgeblendet.
 
Man kann alles schön rechnen, mitunter hochrechnen aufs Jahr oder auf 3 Jahre KiGa-Zeit.

Wer's nicht berappen will oder kann, beantragt eine Gebührenermäßigung oder erzieht sein Kind zu Hause.

Das muss dann heißen, wer es nicht berappen KANN. Das ist dann keine Frage von wollen oder können.

Und dann kann Frau womöglich nicht arbeiten, weil sie sich den Kindergarten nicht mehr leisten kann.

Und dann bist Du mit dem Lamentie auch wieder am Start.

Und wie ich bereits erwähnt hatte, gibt es durchaus Kindergärten, die auch noch als sehr engagiert gelten, die nicht streiken, weil Sie ihr Gehalt für angemessen halten.
 
Es gibt "Mengenrabatt".😉
Aber von was will man dann den Erzieherinnen 20 % mehr geben? Indem man die Kitabeiträge pro Kind um mehr als 20 % erhöht, damit sich das auch unter Berücksichtigung des "Mengenrabatts" noch rechnet? Aber dann würden ja wieder die Familien mit Einzelkind auf die Barrikdaden gehen und die anderen wahrscheinlich auch. 😉
 
Das sind nach Adam Riese pro Jahr schon 480 €. Das entspricht mehr als zwei Monatsbeiträgen. Finde ich ganz schön happig. Hat man zwei Kinder in der Kita, sind es pro Jahr schon 960 € mehr, falls es keinen "Mengenrabatt" gibt. Darüber freuen sich junge Eltern dann ganz besonders.

Ich wäre ja im Gegenzug dazu für einen Mengenrabatt bei Richtern. Je mehr an einem Gericht arbeiten, desto weniger bekommen die eingestellten Richter.

Wäre doch auch mal eine Maßnahme, findest du nicht auch?

So wird das Recht haben und Recht bekommen auch zur Ramschware, genauso wie du es bei der Erziehung willst.

Und zu deinem anderen Beitrag würde mir nur noch einfallen:

Am besten schafft man alle staatlichen Einrichtungen ab. D.h. Kindergarten weg, Schule weg und Universitäten sowieso. Wer etwas will muss dafür zahlen, damit wir nicht falsche Hoffnungen etc wecken als Gesellschaft, dass jeder alles werden und erreichen könne. Das bedeutet auch, dass dein Abi am Ende nur noch einen Wert besitzt:

Papier!
 
Man kann alles schön rechnen, mitunter hochrechnen aufs Jahr oder auf 3 Jahre KiGa-Zeit.

Wer's nicht berappen will oder kann, beantragt eine Gebührenermäßigung oder erzieht sein Kind zu Hause.

Wenns denn wenigstens so wäre, dass die KITA Kosten über die Gebühren 100% finanziert wären.

Ich glaube, die wenigsten hier wissen wie teuer KITAS sind, die derzeit städtische Haushalte ruinieren und nicht nur zu Gebührenerhöhungen für Eltern, sondern auch allgemeine Steuererhöhungen führen (müssen).

Nehmen wir mal an zwei Erzieher bewältigen eine 25 Kindergruppe im Jahr. Lohnkosten für Gemeinden je Erziehren vielleicht 45.000 € im Jahr = 90.000 €. Beiträge 25 Kinder mal 12 Monate mal 200 € = 60.000. Bleibt schomal ein aus Steuern nach zu finanzierender Bereich von 30.000 €. Viele KITAS haben zudem noch Küchenkräfte, Pflegerinnen oder Mitarbeiter für Sprachförderung. Auch das Gebäude / Miete will finanziert sein. Die Gebühren der Eltern decken am Ende nicht mal die Hälfte der Kosten, vielleicht nicht mal ein 1/4.....
 
Man müsste mal die Zahl der Vollzeitäquivalente durch die Zahl der betreuten Kinder in der jeweilgen Kita teilen (unter Berücksichtigung der Zeitdauer der täglichen Betreuung). Dadurch müsste man errechnen können, um welchen Betrag der Elternbeitrag erhöht werden müsste, damit jede/r Erzieher/in 20 % mehr bekommen kann. Damit hat man aber immer noch kein Geld für Instandhaltungsarbeiten an und in der Kita, Miete, Anschauffung von Spiel-, Bastel-, Lese-, und Turnmaterial etc. pp. Oder wird das voll und ganz vom Staat, den Kommunen bzw. den kirchlichen Trägern finanziert?
 
Ich wäre ja im Gegenzug dazu für einen Mengenrabatt bei Richtern. Je mehr an einem Gericht arbeiten, desto weniger bekommen die eingestellten Richter.

Wäre doch auch mal eine Maßnahme, findest du nicht auch?
Eine sehr familienfreundliche Einstellung. Vermittle doch mal Eltern mit vielen Kindern, dass sie für jedes einzelne Kind genau so viel in der Kita zahlen müssen wie andere mit Einzelkind. 😀

Den Mengenrabatt in der Kita gibt es, um die finanzielle Belastung für Familien mit mehreren Kindern in Grenzen zu halten und nicht, um den armen Erzieherinnen eins auszuwischen. So schwer zu kapieren?

Nicht jeder, der weniger als 4000 € netto im Monat verdient, hat das Recht, deswegen nur "Ramschware" anzubieten. Eine Putzfrau mit 450 €- Job muss ihre Tätigkeit auch ordentlich machen, ohne dass das große Geld dabei zu verdienen ist.

Den Mengenrabatt für Richter kannst du gern einführen (die qualifizierte Mehrheit für die dazu erforderliche Verfassungsänderung erreichst du sowieso nicht 😛), wirst ihn aber spätestens dann bereuen, wenn du selbst mal Beteiligte in einem Gerichtsverfahren bist. Spätestens, wenn du zu Unrecht ebeschuldigt wirst, einen Menschen umgebracht zu haben, kommt das böse Erwachen, wahrscheinlich schon viel eher. Viel Vergnügen! 😀

P.S. Richter sind übrigens nicht "Angestellte" des Staates oder Gerichts, sondern unabhängig und nur dem Gesetz unterworfen. Die Besoldung ist ähnlich ausgestaltet wie bei Beamten, die im Gegensatz zu Richtern weisungsgebunden sind. Dieses Prinzip der richterlichen Unabhängigkeit, zu dem auch eine amtsangemessene Besoldung gehört, genießt bei uns Verfassungsrang. Willst du daran rütteln, leistest du der Korruption Vorschub und schaffst einen Unrechtsstaat. Aber bitte, wenn du dir so ein Staatswesen wünschst?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich stell mir grad die alleinerziehende Altenpflegerin vor, die weniger verdient als eine Erzieherin und die schauen kann wo sie mit ihrem Kind bleibt, weil die Erzieherinnen für 20% mehr streiken..... und am Ende noch mehr Gebühren zahlen soll. 🙄
 
Eine sehr familienfreundliche Einstellung. Vermittle doch mal Eltern mit vielen Kindern, dass sie für jedes einzelne Kind genau so viel in der Kita zahlen müssen wie andere mit Einzelkind. 😀

Den Mengenrabatt in der Kita gibt es, um die finanzielle Belastung für Familien mit mehreren Kindern in Grenzen zu halten und nicht, um den armen Erzieherinnen eins auszuwischen. So schwer zu kapieren?

Den Mengenrabatt für Richter kannst du gern einführen (die qualifizierte Mehrheit für die dazu erforderliche Verfassungsänderung erreichst du sowieso nicht 😛), wirst ihn aber spätestens dann bereuen, wenn du selbst mal Beteiligte in einem Gerichtsverfahren bist. Viel Vergnügen! 😀

Interessant, du hast es doch selbst geschrieben, ich habe es nur umgedreht auf dein Beispiel

Um so höhere Ansprüche werden Eltern dann an die Qualität der Betreuung, insbesondere aber Förderung ihrer Kinder stellen. Ob man dem ohne Fachhochschulstudium wird entsprechen können, wage ich zu bezweifeln.

Aber um solche Konsequenzen und Querverbindungen erkennen zu können, bevor man lauthals mehr Geld fordert, reicht eine solide Arbeit mit Kindern allein eben nicht aus. Dazu muss man schon einen etwas weiteren Horizont haben und sich auch noch für andere Themen als nur Erziehungsfragen interessieren.

Also, was möchtest du nun von mir?

Ich habe als Anspruch an einen Richter keine, denn die meisten die ich bisher bei einem Verfahren kennenlernen durfte waren durchaus kompetent und haben zumeist dem Kläger eines reingewürgt in zweierlei Hinsicht von daher wäre es mir egal, ob es da Mengenrabatt geben würde oder nicht. Wenn man das ganze Ausschmücken möchte wie du es tust in Bezug auf die Materialien etc, dann müsste man beim Gericht noch gleiches in Rechnung stellen, wie zum Beispiel die Kosten für das Gerichtsgebäude, die unzählen Rechtspfleger und Justizfachangestellten usw usw usw.

Der Richter sitzt am Ende eh nur da, wenn es zu einer mündlichen Verhandlung kommt und dann bei der Urteilsverkündung und diese wird vorbereitet von ... Oh ja Mist, vom Rechtspfleger.

Also wozu ist so ein Richter letztendlich wirklich gut?

Wenn man deine Argumentation hier anwendet ist ein Richter genauso unnötig und daher kann der auch weniger Geld verdienen und Gerichtsgebäude brauchen wir sowieso nicht, denn dafür zahlen die Anwälte ja Miete für ihre Kanzleien, also warum die Gerichtsverhandlungen nicht in den Anwaltskanzleien abhalten?

Merkste eigentlich wie Obskurer deine Argumente werden?
 
Ich glaube die wenigstens von uns sind Richter und Erzieher, haben Kinder und kenne alles aus eigener Erfahrung, dennoch sind die Beiträge der User hier nicht weniger beachtenswert.

Unsere Gesellschaft hat gewisse Lohnstandards zb nach einem langen Studium verdient man in einem entsprechenden Beruf mehr. Das muss so sein, sonst würde ja keiner mehr studieren (und damit auch einige Zeit auf Einkommen verzichten). Um die Wichtigkeit der Sache geht es dabei gar nicht primär (aber auch), sondern eher um die Qualifikation der Tätigkeit.

Die Diskussion um Erzieher ist immer sehr hitzig weil Menschen die Kinder vor Augen haben. Lokführer haben unser Mitleid weit weniger. Ich denke, dass es der Diskussion besser täte, die Art der Tätigkeit von Erziehern als Maßstab zu nehmen. Diese hat anspruchsvolle Elemente, ABER eben auch: Spielen, mit den Kindern essen oder einfach "nur" aufpassen. Über Tätigkeiten sollte man sprechen und nicht darüber dass Kinder wichtig sind, denn letzteres ist ja wohl klar. Kinder sind das vielleicht wichtigste in unserer Gesellschaft, muss ich Erzieher deswegen jetzt 10.000 € im Monat geben? 😀

Ist es die einzige Möglichkeit, damit der Abstand zwischen Erziehern und Richtern groß genug ist, das Erziehergehalt klein zu halten? Oder könnte das Richtergehalt auch angehoben werden?
Ich unterstütze übrigens auch die streikenden Lokführer, obwohl wir davon direkt betroffen sind, die Kids fahren nämlich mit dem Zug in die Schule.
 
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