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Verdienst Erzieher

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Mein Sohn wollte im Kindergarten nicht malen, nicht basteln, brauchte er auch nicht. War sicher wissenschaftlich hoch begründet. Er wollte nicht frühstücken, brauchte er auch nicht, es gab eh kein gemeinsames Frühstück. Einmal schlief er im Kindergarten ein, da sollte ich von der Arbeit weg ihn abholen. Ich hab nicht mal den Mindestlohn verdient. Musste mein Kind aber zur Aufbewahrung geben, weil ich ja Geld verdienen musste.
Morgens wurden die Kinder nicht mal begrüsst, die Erzieher saßen mit ihrem Kaffee am Tisch und achteten nicht mal darauf, welches Kind kam.
Es gab auch andere Gruppen in diesem Kindergarten, aber eben auch solche. Und aussuchen konnte ich mir auch keinen anderen, ich musste froh sein überhaupt einen Kindergartenplatz zu haben.

Wenn Erzieher nicht nach Tarif bezahlt werden, bringt auch ein Streik nichts, denn diese Erhöhungen kommen ihnen gar nicht zu Gute

Andere haben auch anspruchsvolle Arbeiten und verdienen nicht annähernd so viel. Und zu argumentieren, wenn es Erzieher nicht gäbe, könnte Frau nicht arbeiten ist einfach albern. Wenn es Bäcker nicht gäbe, müsste jeder sein Brot selber backen, wenn es Bauern nicht gäbe, wenn es Lokführer und Busfahrer nicht gäbe, wenn es Fleischer nicht gäbe, wenn es Altenpfleger nicht gäbe, wenn es Feuerwehrleute nicht gäbe.... Jeder ist gleichwichtig in dieser Gesellschaft.
Da heben sich Erzieher nicht nach oben hin ab und sind der Wertvollste unter den Berufen. Und das man Abitur dafür braucht ist hier nicht so.
Als Mutter erzieht man auch seine Kinder ohne eine besondere Ausbildung und ohne Annerkennung in der Gesellschaft. Und früher als noch nicht so viele Kinder in die Kindergärten gingen und die Mütter zu Hause blieben und sich um ihre Kinder kümmerten ist das auch besser gelungen.
 
A

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Re: Verdienst Erzieher
Hallo Kareena,

schau mal hier:
Verdienst Erzieher. Hier findest du vielleicht was du suchst.
Natürlich im Monat und Netto, also bitte. 🙄

Wenn man bei der Stadt angestellt ist, heißt das nicht, dass man automatisch nach TvÖD bezahlt wird. Gerade da es sich zumeist um Teilzeitstellen mit Befristung handelt, sind die Städte da oft sehr "kreativ". Zumindest kann ich das von der Stadt, bei der momentan noch meine Freundin unter Vertrag steht, bestätigen.

Dann wird sie nicht direkt angestellt sein bei der Stadt *hüstel*.
Die ist bei einem städtischen Projekt? Oder in einer städtischen Massnahme?
 
Mein Sohn wollte im Kindergarten nicht malen, nicht basteln, brauchte er auch nicht. War sicher wissenschaftlich hoch begründet. Er wollte nicht frühstücken, brauchte er auch nicht, es gab eh kein gemeinsames Frühstück. Einmal schlief er im Kindergarten ein, da sollte ich von der Arbeit weg ihn abholen. Ich hab nicht mal den Mindestlohn verdient. Musste mein Kind aber zur Aufbewahrung geben, weil ich ja Geld verdienen musste.
Morgens wurden die Kinder nicht mal begrüsst, die Erzieher saßen mit ihrem Kaffee am Tisch und achteten nicht mal darauf, welches Kind kam.
Meine Schwester war vor über 40 Jahren in einem katholischen Kindergarten. Die Leiterin ihrer Gruppe hatte die Stelle offenbar nur bekommen, weil sie sich von einem Vikar, der früher in der Gemeinde tätig war, hatte schwängern lassen. Der Vikar war daraufhin in eine andere Kirchengemeinde weit weg in eine andere Stadt versetzt worden und die Kirche fühlte sich wohl in der Pflicht, die junge Frau und ihr Kind irgendwie zu versorgen. Aber eine gute Kindergärtnerin war das nicht. Meine Schwester und später auch die Schwester einer Freundin beklagten sich darüber, dass sie die meiste Zeit nur las und die Kinder bestenfalls beaufsichtigte, aber kaum etwas mit ihnen unternahm geschweige denn, sie förderte.

Wenn Erzieher nicht nach Tarif bezahlt werden, bringt auch ein Streik nichts, denn diese Erhöhungen kommen ihnen gar nicht zu Gute
Ganz recht. Aber schon die Grundaussage ist, wie du ja ebenfalls durchblicken lässt, Unsinn. Erzieherinnen in den Gemeinden werden nach TVöD bezahlt wie anderes städtisches Personal auch. Und in kirchlichen Einrichtungen gibt es vergleichbare Tarifverträge mit zumeist leider niedrigerer Entlohnung. Die Erzieherin, die ich kenne, hat sich trotzdem nie bei einer Stadt beworben, um besser zu verdienen. Zu unbequem. Hatte sie aufgrund des jahrelangen Sponsorings durch ihre Eltern auch gar nicht nötig. Dies wird auch kein Einzelfall sein. Solche Leute setzen ihre Schwerpunkte ganz woanders, bestimmt nicht im Beruf. Wollen aber gleichwohl fürstlich entlohnt werden.

Andere haben auch anspruchsvolle Arbeiten und verdienen nicht annähernd so viel. Und zu argumentieren, wenn es Erzieher nicht gäbe, könnte Frau nicht arbeiten ist einfach albern. Wenn es Bäcker nicht gäbe, müsste jeder sein Brot selber backen, wenn es Bauern nicht gäbe, wenn es Lokführer und Busfahrer nicht gäbe, wenn es Fleischer nicht gäbe, wenn es Altenpfleger nicht gäbe, wenn es Feuerwehrleute nicht gäbe.... Jeder ist gleichwichtig in dieser Gesellschaft.
Da heben sich Erzieher nicht nach oben hin ab und sind der Wertvollste unter den Berufen. Und das man Abitur dafür braucht ist hier nicht so.
Genau so ist es. Man möge sich doch nur mal ausmalen, von welchen Krankheiten wir alle bald heimgesucht würden, wenn es keine Menschen mehr gäbe, die bereit sind, den Müll zu entsorgen.

Mir wird ja hier oft Arroganz vorgeworfen. Ausgerechnet die mir bekannte Erzieherin hat sich aber mal in meiner Gegenwart darüber mokiert, dass Friseurinnen als solche und nicht als "Friseuse" bezeichnet werden wollen. Auf ihre Berufsbezeichnung als Erzieherin statt als Kindergärtnerin legt sie aber größten Wert, obwohl sie nie woanders als im Kindergarten gearbeitet hat. Und so viel höher qualifiziert als eine Friseurin ist sie mit ihrer Ausbildung und ihrem Schulabschluss auch nicht. Sie war nicht auf einer Realschule, sondern hat nach dem Hauptschulabschluss (9. Klasse, die 10. hat sie nicht gemacht) eine Frauenfachschule besucht; der Abschluss wurde dann der Fachoberschulreife gleichgestellt. Alles gut und schön und ehrenwert. Aber mit so einer Qualifikation kann ich doch nicht erwarten, so viel zu verdienen wie ein Akademiker mit Abitur und Hochschulabschluss. Und mir auch nicht einbilden, mein Beruf sei anspruchsvoller und wichtiger. Sie hat auch diese Tendenz, Akademiker abzuwerten. Lehrer haben angeblich keine Ahnung von Pädagogik, Ärzte oftmals geringeres medizinisches Wissen als Krankenschwestern und -pfleger... 🙄

Als Mutter erzieht man auch seine Kinder ohne eine besondere Ausbildung und ohne Annerkennung in der Gesellschaft.
Exakt. Dafür braucht man weder einen Schulabschluss noch eine Ausbildung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mein Sohn wollte im Kindergarten nicht malen, nicht basteln, brauchte er auch nicht. War sicher wissenschaftlich hoch begründet.

Das musss ich nich tmal wissenschaftlich begründen: Ich zwinge kein Kind in meiner Gruppe zu malen oder zu basteln wenn es absolut nicht will.

Er wollte nicht frühstücken, brauchte er auch nicht, es gab eh kein gemeinsames Frühstück. Einmal schlief er im Kindergarten ein, da sollte ich von der Arbeit weg ihn abholen. Ich hab nicht mal den Mindestlohn verdient. Musste mein Kind aber zur Aufbewahrung geben, weil ich ja Geld verdienen musste.
Morgens wurden die Kinder nicht mal begrüsst, die Erzieher saßen mit ihrem Kaffee am Tisch und achteten nicht mal darauf, welches Kind kam.

Es ist schade, dass du so ein schlechtes Bild von Erziehern und Erzieherinnen bekommen hast. Und glaub mir: Wenn man solche Menschen rausfiltern könnte, würde ich diesen auch keine Lohnerhöhung geben. Solche Leute machen meiner Meiung nach ihren Job nicht richtig und haben die Gehaltserhöhung nicht verdient.

Aber: Schwarze Schafe gibt es überall. Was anderes zu behaupten wäre Blödsinn. Ich selbst hab mich schon mit Erzieherinnen angelegt, die genauso handelten wie du beschrieben hast. Aber genauso habe ich Menschen im Einzelhandel erlebt, wo ich die Unfreundlichkeit in Person erlebt habe. Da schließe ich aber auch nicht auf die gesamte Branche, sondern stempel nur diesen Mensch als unfreundlich ab. So sollte es mit Erziehern genauso sein, oder?
 
Es gibt solche und solche. Die Erzieher/innen in unserer KITA leisten top Arbeit.
Außerdem ist es ein Unterschied, ob man als Mutter zwei Kinder beaufsichtigt oder sich mit 23 Kinder unterschiedlicher Herkunft und Bildung der Eltern zu beschäftigen hat.
Morgenkreis, Frühstück, tanzen, Sport, Sprachbildung etc. etc. Egal wann ich komme habe ich bei uns noch nie jemanden Käffchen trinkend herumsitzen sehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Stellt euch mal vor, vielleicht gibt es bald Kindergärten und keiner geht hin, Haha, dann können die Erzieher, sich einen neuen Job suchen.
Umsatteln vielleicht als Altenpfleger.
Das wärs, oder!!

Hab das nur mal so durchgespielt in Gedanken.
Man sollte es mit den Eltern nicht zu weit treiben.
Denn schließlich sparen sie sich durch gefundene Alternativen eine Stange Geld monatlich.
 
Stellt euch mal vor, vielleicht gibt es bald Kindergärten und keiner geht hin, Haha, dann können die Erzieher, sich einen neuen Job suchen.
Umsatteln vielleicht als Altenpfleger.
Das wärs, oder!!

Hab das nur mal so durchgespielt in Gedanken.
Man sollte es mit den Eltern nicht zu weit treiben.
Denn schließlich sparen sie sich durch gefundene Alternativen eine Stange Geld monatlich.

Na klar..tz...deshalb fehlen auch so viele krippen- und kindergartenplaetze, weil alle eltern so viiele guenstiere alternativen haben...

Da muesste schon ein umdenken richtung selber erziehen und selber kuemmern stattfinden.
Aber das ist ja sowas von out.

Da gib es eltern die verklagen kommunen, weil sie 2 monate auf einen krippenplatz warten muessen (2 monate sich selber mehr ums kind kuemmern...wie schrecklich) und dann meint man, man koennte auf erzieherinnen verzichten...
 
Na klar..tz...deshalb fehlen auch so viele krippen- und kindergartenplaetze, weil alle eltern so viiele guenstiere alternativen haben...

Da muesste schon ein umdenken richtung selber erziehen und selber kuemmern stattfinden.
Aber das ist ja sowas von out.

Da gib es eltern die verklagen kommunen, weil sie 2 monate auf einen krippenplatz warten muessen (2 monate sich selber mehr ums kind kuemmern...wie schrecklich) und dann meint man, man koennte auf erzieherinnen verzichten...

Stimmt, Kindergärten werden dringend gebraucht und natürlich QUALIFIZIERTE Erzieher.

Alle anderen Alternativen sind wesentlich teurer.

Allerding ist sie Bemerkung über die Eltern, die " sich zwei Monate länger ums Kind kümmern müssen" etwas daneben!

Mwin Arbeitgeber wollte damals den konkreten Termin meines Wiedereinstiegs wissen. Ging kaum, da mein Kitaplatz nicht sicher feststand.

Ein ewiges Hin und Her, was sich dank meiner durchsetzungsfreudigen Art doch noch zum Guten wendete, daher :
Es gibt Eltern, die machen das nicht zum Spass. Sondern weil sie wieder arbeiten wollen und in der Luft hängen.

Man kann natürlich auch den Arbeitsplatz aufs Spiel setzen und Hartz4 beantragen.

Janina
 
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