Eins Seite 22 O.44 Uhr und 0.55 hr
An Eins wegen Beitrag vom 31.5. O.44 Uhr
Guten Morgen, zu deiner Mail und den Texten, die laut dir die Lehre der Unsterlichkeit der Seele beweisen sollen:
Zu 1. Timotheus 6: Wenn gemäß dem Text Jesus allein Unsterblichkeit hat, besagt das doch gerade, dass kein Mensch Unsterblichkeit hat. Jesus IST also eine unsterbliche Seele. Nirgends steht, dass er eine hat. Mich wundert, warum du diesen Text anführst, der gerade das Gegenteilt davon lehrt, was Lena immer behauptet.
In 1. Korinther 15 beschreibt Paulus die Auferstehung derer, denen Gott einen geistigen Leib bereiten wird. Er beschreibt auch, dass einige nicht lange im Tode ruhen werden, wie die vor ihnen, sondern sofort verwandelt werden (sofort diesen neuen Leib bekommen). Das alles hat nichts mit einer unsterblichen Seele zu tun. Diese Menschen, von denen hier die Rede ist, erhalten laut der Bibel einen unsterblichen Leib, wie Jesus ihn hat (1. Kor. 15:20 und 35 ff). Ein Wesen aufzuerwecken (wie Jesus auch 1. Kor. 15:20) das vorher sterblich war und dann ein unsterbliches Wesen wird, hat überhaupt nichts mit der philosophischen Lehre von der Unsterblichkeit zu tun, sondern die Bibel spricht hier von Auferstehungnen, also von der Neuerschaffung des vorherigen Mensches mit einem neuen Leib.
In Römer 6:23 steht wieder nichts von der unsterblichen Seele, sondern von der Hoffnung, die ein Christ haben kann, von Gott einen neuen Leib zu bekommen, der nicht mehr sterben muss (bei himmlischer Hoffnung sogar unsterblich wird – bei irdischer Hoffnung ewig leben kann, wie einst Adam, aber sterblich bleibt (Offenbarung 20).
Die Johannestexte zeigen lediglich auf, was obig schon besprochen ist, dass der Glaube an Christus eine Gewähr dafür gibt, dass jemand die Hoffnung auf ewiges Leben in sich tragen darf, entweder, weil er zu himmlischen Leben auferweckt, verwandelt wird oder indem er zu irdischen Leben unter der himmlischen Regierung auferweckt wird. Sonst sagen diese absolut gar nichts aus, wäre ja noch gelacht, wenn man diese Texte so hindrehen wollte, als würden sie alle anderen Aussaen der Bibel übe die Seele ungültig machen.
Und so ist es auch mit 1. Johannes 5, du führst lauter Texte an, die die Hoffnung der Christen auf ewiges Leben verdeutlichen. Das hat nichts damit zu tun, ob es eine unsterbliche Seele gibt oder nicht. Diese fand ich nirgends bewiesen. Im Gegenteil: (siehe auch die Blogs, die ein Mensch wohl eingestellt hat).
Natürlich hatte Plato auf Jesus keinen Einfluss, aber auf spätere Nachfolger sehr wohl.
Wie dich drauf bin? Ich gestehe Mikenull und jedem anderen zu, dass er die Bibel anzweifelt und ich bin bereit, dazu auch was zu sagen, aber ich finde es Zeitverschwendung, wenn Leute Lehren anzweifeln, die letztlich gar nicht in der Bibel stehen. Dadurch wird weder der Glaube an die Bibel (falls er ein Aberglaube ist) endlich zerstört (im Sinne der Atheisten), noch werden Leute zur Bibel als dem Wort Gottes hingeführt. So bin ich drauf, das zu deiner Frage.
Hallo, ich habe ausdrücklich den Glauben anderer respektiert. ich lasse nur nicht gelten, dass man ihn auf die Bibel bezieht, wenn es doch aber ein Privatglaube ist. Und ich mag nicht, dass man etwas unter den Tisch kehrt, weil es einem unangenehm ist, darüber frei zu diskutieren. Und was du am Schluss schreibst, trifft dann ja eher auf dich zu, denn du hast mir keinen einzigen Text zeigen können, der die unsterbliche Seele beweist.
Zu deinem Zweiten Erwiderungsschreiben, 31.5. 0.55 Uhr
Ein Mensch hat x-mal auf Argumente hingewiesen, dass es kein biblisches Fundament gibt, die unsterbliche Seele oder die Dreieinigkeit, mit einer Selbstsicherheit, wie Lena es tut, auf die Bibel zu beziehen. Wenn du auf Argumenten bestehst, dann eröffne einen Thread, der nur jeweils die jeweilige Frage betrifft. Ich werde mich hier nicht x.tausend mal wiederholen. Aber dort könnten wir das Thema abarbeiten, sachlich, nicht emotional.
Du schreibst, dass ich ungenügend recherchiert habe. Was hast du denn recherchiert, angesichts dessen, was ich obig schrieb und was hier zum Thema Seele schon eingestellt ist? Und damit das hier kein gegenseitiges Vorgewerfe wird, biete ich dir an, in einem Thread, eigens dafür, Schritt für Schritt vorzugehen.
Bitte schreibe mir, welchen Unsinn du mir unterstellst. Wenn ich Unsinn verbreite, dann lässt sich das klären. Mir erscheint es eher so, dass Lena und du beleidigt sind und entsprechend reagieren (siehe Auszüge aus untigem Skript).
Da es hier aber um sehr wichtige Glaubensdinge geht, bleibt nur, der eigene Thread und die punktgenaue Betrachtung einer strittigen Frage. Aber dem weicht Lena ständig aus und jetzt hat sie dich als Helfer, der aber eigentlich auch nicht weiter hilft, nur persönlich wird. WIR SOLLTEN BEI DER SACHE BLEIBEN, das tust du mit deinen persönlichen Anschuldigungen nicht mehr (ein Mensch und ich seien eine Meute – ordne bitte deinen Sprachschatz, ich habe keinerlei Bekanntschaft oder Beziehung zu ein Mensch, außer, das ich hier seine gut recherchierten Beiträge mit Interesse lese).
Dein letzter Satz zeigt deine Verbitterung und Unfähigkeit, bei der Sache zu bleiben. Würdest du sachliche Argumente zu dem strittigen Punkt bringen, könntest du das sogenant hohe Ross ganz schnell zerstören, so aber setzt du dich auf ein sehr krankes Ross, dessen Zugkraft nur haltlose persönliche Angriffe sind, während meine Kritik an Lena berechtigt war, damit meine ich sich klären lässt, im Gegensatz zu deinen Erwiderungen.
Sobald ich überzeugt werde, dass die Bibel auch nur mit 50 prozentiger Wahrscheinlichkeit eine Unsterblichkeit lehrt, werde ich meinen Ansichten diesbezüglich ändern, mich korrigieren. Das ist der Unterschied zwischen mir und dir und Lena. Solch ein Satz würde euch auch gut anstehen. Solch eine Satz zu sagen, ist Lena und du nicht in der Lage. Das zeugt von einem hohen Ross. Verstehst du das nicht?
Gruß Sigi
Jetzt werde ich mal den Beitrag lesen, den Polgara freundlicherweise als PN einstellte und noch ein paar Sätze dazu verlieren:
Kopie aus dem Skript, die zeigt, was hinter der Angst steckt, sich sachlich über ein Thema zu unterhalten:
„Identitätsverlust entsteht dann, wenn man vertraute Lebensmuster verliert, die einst
Halt boten, selbst wenn sie als repressiv empfunden wurden. Wir wissen, dass das
Unbekannte oder Unsichere noch unerträglicher ist als die Repression. Identität ist
aber nicht statisch, sondern immer im Werden. Um diese Prozesse bewusst erleben
zu können, bedarf es der Bildung, d. h. der Kenntnis der eigenen wie der anderen
Traditionen sowie der Kenntnis der Durchdringung verschiedener Traditionen in
Geschichte und Gegenwart. Auf Identitätsverlust, der nicht verstanden wird, und die
damit verbundene Angst vor Orientierungslosigkeit reagiert das Individuum mit
Aggression und Gewalt.“ Ende des Zitates.
Das, was dann in dem Skript so erklärt wird, macht natürlich nachdenklich. Doch ist es letztlich das, was ich immer schon vertrete, man muss den Glauben des anderen würdigen können und ihm den Menschen lassen. Dazu gehört aber auch die Offenheit des anderen, zuzugeben, auf was sich sein Glaube gründet und warum er diese Quellen eben anderen vorzieht. Das ist es, was ich an Lena und Eins vermisse.
Ich darf also auch heute glauben, dass zwei und zwei fünf ist, wenn ich ein entsprechendes Rechensystem habe, in das meine Antwort passt, mit dem ich mich wohlfühle und zurechtkomme. Aber ich darf nicht behaupten, dass ist so nach Adam Riese. DAS IST ALLES WORUM ICH HIER KÄMPFE. Mir geht es nie darum, den Glauben eines anderen anzugreifen, aber mir geht es darum, zu verstehen, aus welcher letztlichen Quelle er stammt.
Ein weiterer Absatz aus dem Skript sollte den Abschluss bilden:
„Das ist zwar eine prinzipielle Voraussetzung, die aber nicht besagt, dass nicht um die Wahrheit gestritten werden muss. Im Gegenteil: Wo wir einander ernst nehmen,
schulden wir auch einander die ungeteilte Wahrhaftigkeit. Das Leben ist komplex,
Einsichten und Analysen sind es auch. Daraus folgen Widersprüche um das Erkennen und das Handeln. Das rational nachvollziehbare und konsistente Argument muss gelten, wo es um die Austragung von Differenzen geht, sonst nichts. Alle Religionen und Kulturen müssen anerkennen, dass Argumente zählen und ernst genommen werden, von wem sie auch kommen. Nur dann kann eine produktive Streitkultur entstehen, die bitter nötig ist. Denn sie allein kann Probleme lösen und gleichzeitig die Versuchung zur gewaltsamen Verdrängung des je Anderen vermeiden.“ Zitat Ende.
Gruß von Sigi