Sie sind sich untereinander nicht einig
wie denn auch? Wir sind alle Menschen und interpretieren, denken, verstehen und erklären individuell. Das ist doch überall so. Sobald Du ein Thema mit mindestens zwei möglichen Auslegungen hast, wirst Du bei 10 verschiedenen Leuten 10 verschiedene Antworten bekommen. Warum sollte das bei Religion und Glauben anders sein.
Diejenigen, die hier den Glauben in Frage stellen, argumentieren doch auch alle auf unterschiedliche Weise.
Ich denke, es gibt nur ganz wenige Dinge, bei denen sich alle Christen einig sind - eben die Kernaussagen:
Es gibt Gott.
Gottes Sohn war auf der Erde.
Er ist gestorben und wieder auferstanden.
Das ist die Grundaussage. Und drumherum gibt es viele verschiedene Ansichten...
Bleibt die Frage, ob die Grundaussagen stimmen oder nicht? Wer weiß das schon. Das muss jeder für sich abwägen und entscheiden.
und ihre Aussagen sind widersprüchlich
das ergibt sich aus der obigen Erklärung. Man muss sich die einzelnen Widersprüche ansehen. Die meisten sind gar nicht grundsätzlicher Natur, sondern Kleinigkeiten. Ändert das wirklich was am Gesamtgefüge? Ich sage nein. Für andere entstehen aber eben dadurch große Zweifel, weil es kein gesamtes Gemeinsames gibt, sondern nur die Kernaussage mit ihren verschiedenen Ausprägungen.
Wie passen Katholiken und Baptisten zusammen? Schwierig, aber beide bauen auf dem gleichen Grund auf...
oder ihnen fehlt das Verständnis von logischen Zusammenhängen.
Hier komme ich nicht mit. Welche logischen Zusammenhänge meinst Du? Wo erscheint Dir etwas unlogisch? Wenn Du mit Logik wissenschaftliche Beweise verknüpfst, dann wird das nicht funktionieren. Ich kann vieles nicht wissenschaftlich erklären. Ich kann vieles noch nicht mal verstehen. Aber ich entdecke für mich zum Beispiel keinen logischen Widerspruch zwischen Schöpfungsgeschichte und Evolution. Andere vielleicht schon (von beiden Seiten). Es gibt einfach Fragen, die wir (bisher) nicht ausreichend beantworten können... Weder durch Wissenschaft, noch durch Glaube.
Ich hab versucht es zu verstehen und wurde wiedermal nur verwirrt zurück gelassen mit dem eindeutigen Hinweis, dass ich es nicht verstehe.
Was wäre dir denn der wichtigste Punkt, den Du verstehen möchtest?
Es ist schön das sich einige so gut mit der Bibel auskennen, aber ich möchte mal mit heutzutage üblichen Worten die eigene Interpretation erfahren und nicht dauernd irgendwelche Geschichten und Zitierungen aus der Bibel.
Ich konnte auch ganz lange mit Bibelversen nicht viel anfangen. Ich selber nutze sie auch sehr selten, um meinen Glauben verständlich zu machen, sondern inzwischen eher für mich selbst, um mir Dinge klarzumachen.
Ich versuche eigentlich immer, mit "normalen" Worten zu beschreiben, was ich denke und glaube...
Übrigens, wenn Du die Bibel mal in "heutigen" Worten lesen willst, es gibt ein Projekt "Volxbibel" - musst du mal nach googlen, wenn Du Lust hast, gibts auch online.
Ich glaub ich mach es wie Mike und bestücke die verwirrenden Aussagen mit Witz.😀
Das ist sicher eine Möglichkeit. Aber vermutlich keine, die irgendjemanden weiterhilft. Denn weder bekommst Du Antworten, noch fühlen sich die Christen besonders ernst genommen. Zynische Kommentare erweitern die Kluft ja eher noch. Das sinnfreie Zitieren von Bibelstellen natürlich auch... Schön wäre es ja, wenn man sich entgegen kommt, den anderen ernst nimmt und versucht, Fragen zu klären...