"Hallo, Hier ist Dein Freund.
Dem Piepel hab ich meine Gedanken gebeamt, damit er sie Dir schreibt.
Es ist so, dass ich mich schon einschätzen kann.
Früher war alles schlecht. Ich lernte Dich kennen, und wenn ich mich hier bei uns umsehe, bemerke ich so viel von dem, was ich Dir zu verdanken habe.
All das um mich herum besitze ich aber nicht wirklich: es gehört Dir.
Ich stehe in Deinem Schatten und fühle mich, als müsste ich Dir folgen.
Ich fühle mich klein neben dir.
Mich erdrückt das ganze mittlerweile, so dass mein grösster Wunsch wäre, wie damals frei zu sein.
Ich weiss oder kann mir denken, dass ich sehr viel zu verlieren habe, aber innerlich ist dieser Drang nach Freiheit so groß, dass ich mich-glaub ich - für sie entscheiden würde, auch wenn ich dann arm wäre.
Ich möchte einfach wieder glücklich sein, keine durch Goldstäbe gesiebte Käfigluft atmen. Ich möchte nicht nach hause kommen müssen oder sollen. Wenn Du mir etwas vorschlägst, das wir tun könnten, so ist es immer etwas, das das Wort "wir" enthält. Und je mehr du mir vorschlägst, desto grösser ist die Masse an Vorschlägen, die letztlich doch dazu führt, nur 7 Stück auszusuchen: einen je Wochentag....
Es ist in der Vergangenheit zu eng geworden, mir wird all das zu viel. Mit Dir zusammen kann ich keine Partnerschaft haben, möchte mich aber so entwickeln, dass ich eine finde.
Du weisst, dass jeder Mensch irgendwann seine Liebe sucht. Findet er sie, so steht diese oberhalb einer Freundschaft , da es eine Freundschaft , gepaart mit Intimität ist, welche der Freundschaft fehlt.
Danach folgen Zukunftspläne - hoffentlich.
Aber für all das muss ich erst unabhängig sein, unbeschwert.
Ich kann nicht gegen mich selbst angehen, mich für Dich verbiegen. Ich schaff das nicht. Die Anzeichen hast du erkannt: ich breche aus.
All dies ist nicht primär gegen dich gerichtet, sondern für mich. Darin liegt der Unterschied.
Ich brauche jetzt Zeit.
Wie lange dies ist weiss ich nicht weil ich nicht weiss, was mich beeinflussen wird.
Wir haben und probiert, quasi geschmeckt. Eswar nicht schlecht sondern gut. Aber nun habe ich Hunger auf etwas anderes, nicht das gleiche. Du musst das verstehen und wir müssen eine Lösung finden, bei der wir uns nicht als Nicht-Freunde trennen!
Du kannst versuchen mir zu antworten; schreib einfach im Forum, was du denkst.
Bestell Grüsse an den Piepel. Ich hoffe, dass er es halbwegs richtig aufschreibt. Wenn nicht, ist das seine Sache aber nicht meine, ok?
Dein Freund!"