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Unsere Freundschaft ist nur noch eine Hülle – ich verstehe nicht, wie es so weit kommen konnte

Ich schließe mich Marisol an. Einige Deiner Sätze klingen nicht nach Freundschaft, sondern tw. sogar ganz schön überheblich.

Ohne Dich wäre er nichts.

Er sieht das ja nicht so.
Und ganz ehrlich, das lässt sich kein Mensch auf Dauer gefallen. Freundschaft und Liebe kann man weder erzwingen, noch erkaufen, und sobald einer anfängt, sich als Gönner aufzuführen, geht das natürliche Geben und Nehmen.

Wäre ich der Freund, ich wär schon dreimal weg.
 
Dieses Zusammenwohnen war wahrscheinlich einfach zuviel Nähe.

Sowas ist grundsätzlich ungesund und hat schon manche Freundschaft zerstört.

Ich würde bei Freundschaften immer darauf achten, eine gesunde Distanz zu wahren. Zusammenziehen ist heikel. Da nervt man einander und der Reiz der Beziehung geht im Alltag ganz schnell verloren.
 
"Hallo, Hier ist Dein Freund.

Dem Piepel hab ich meine Gedanken gebeamt, damit er sie Dir schreibt.

Es ist so, dass ich mich schon einschätzen kann.
Früher war alles schlecht. Ich lernte Dich kennen, und wenn ich mich hier bei uns umsehe, bemerke ich so viel von dem, was ich Dir zu verdanken habe.

All das um mich herum besitze ich aber nicht wirklich: es gehört Dir.

Ich stehe in Deinem Schatten und fühle mich, als müsste ich Dir folgen.
Ich fühle mich klein neben dir.

Mich erdrückt das ganze mittlerweile, so dass mein grösster Wunsch wäre, wie damals frei zu sein.

Ich weiss oder kann mir denken, dass ich sehr viel zu verlieren habe, aber innerlich ist dieser Drang nach Freiheit so groß, dass ich mich-glaub ich - für sie entscheiden würde, auch wenn ich dann arm wäre.
Ich möchte einfach wieder glücklich sein, keine durch Goldstäbe gesiebte Käfigluft atmen. Ich möchte nicht nach hause kommen müssen oder sollen. Wenn Du mir etwas vorschlägst, das wir tun könnten, so ist es immer etwas, das das Wort "wir" enthält. Und je mehr du mir vorschlägst, desto grösser ist die Masse an Vorschlägen, die letztlich doch dazu führt, nur 7 Stück auszusuchen: einen je Wochentag....

Es ist in der Vergangenheit zu eng geworden, mir wird all das zu viel. Mit Dir zusammen kann ich keine Partnerschaft haben, möchte mich aber so entwickeln, dass ich eine finde.

Du weisst, dass jeder Mensch irgendwann seine Liebe sucht. Findet er sie, so steht diese oberhalb einer Freundschaft , da es eine Freundschaft , gepaart mit Intimität ist, welche der Freundschaft fehlt.
Danach folgen Zukunftspläne - hoffentlich.

Aber für all das muss ich erst unabhängig sein, unbeschwert.
Ich kann nicht gegen mich selbst angehen, mich für Dich verbiegen. Ich schaff das nicht. Die Anzeichen hast du erkannt: ich breche aus.
All dies ist nicht primär gegen dich gerichtet, sondern für mich. Darin liegt der Unterschied.
Ich brauche jetzt Zeit.
Wie lange dies ist weiss ich nicht weil ich nicht weiss, was mich beeinflussen wird.
Wir haben und probiert, quasi geschmeckt. Eswar nicht schlecht sondern gut. Aber nun habe ich Hunger auf etwas anderes, nicht das gleiche. Du musst das verstehen und wir müssen eine Lösung finden, bei der wir uns nicht als Nicht-Freunde trennen!

Du kannst versuchen mir zu antworten; schreib einfach im Forum, was du denkst.
Bestell Grüsse an den Piepel. Ich hoffe, dass er es halbwegs richtig aufschreibt. Wenn nicht, ist das seine Sache aber nicht meine, ok?

Dein Freund!"
 
Zuletzt bearbeitet:
An seiner Stelle würde ich Fersengeld geben.
Du hast da ein ziemliches Machtproblem, fürchte ich.
Musst du dir Freunde generell kaufen?
Das ist nicht das Thema. Die WG war lange geplant, in einer akuten Notfalllage haben wir es früher umgesetzt als gedacht. Das war die "Rettung" meinerseits. Details gehen niemanden etwas an. Er kann aktuell ohne mich seine Existenz in dieser Umgebung nicht sichern. Das ist mein "Machtproblem" welches ich gerne nicht hätte.

Die Frage ist, wie es nun weiter geht denn die Freundschaft war besonders ohne dass ich sie erkaufen musste. Sie bestand schon lange vor seinem Einzug.
 
Er kann aktuell ohne mich seine Existenz in dieser Umgebung nicht sichern.
Hat er keine Arbeit?
Gibt es keine anderen WGs?
Er könnte auch in eine günstigere Gegend ziehen.
Oder du nimmst ihn dir heute zur Brust und sagst ihm nachdrücklich, dass er von dir abhängig ist und gefälligst lieb sein soll, wenn er seine Existenz nicht gefährden will.
Er wird dann schon irgendwie reagieren.
 
Findest du deine Beiträge hier hilfreich?
Beiträge stellen ja immer die eigene Sichtweise dar und sollen dazu anregen, die jeweils andere Sichtweise zu hinterfragen.
Drum kann es sich nicht um Anweisungen handeln, eher um das Was-wäre-wenn.

Deine @TE Sichtweise könnte man so beschreiben, dass ihr zwei Stücke Eisen seid, die zusammen in Form geschmiedet wurden. Wichtig ist dabei, dass sie die gleiche Hitze haben - sonst passt sich das eine dem anderen an.
Allerdings entsteht so kein Kunstwerk sondern eine Matritze - mit einem Werkstück darin.

Dass Dein Eisen magnetisch sein soll um das andere anzuziehen sollte, kann ich mir als Voraussetzung damals nicht vorstellen.

Nun fängt seins also auch an magnetisch zu werden.
Prinzipiell wäre das nicht schlecht - wenn...: bei ihm die Polarität so läge, dass sich beide anziehen.
Aber es scheint, also stoßen sie sich gegenseitig ab.
Dabei erzeugt der stärkere Magnet die größte Abstoßkraft: er soll gehen; Du bleibst.
 
Das ist nicht das Thema. Die WG war lange geplant, in einer akuten Notfalllage haben wir es früher umgesetzt als gedacht. Das war die "Rettung" meinerseits. Details gehen niemanden etwas an.
Ich kann dich gut verstehen.
Was ich aus deinen Beiträgen herauslese: ihr seid seit Ewigkeiten enge Freunde, du hast ihn mit deinem "Wohnangebot" aus einer fiesen Situation mehr oder weniger "gerettet" .

Und er geht jetzt los und macht sein Ding ohne dich.

Es gibt Menschen, die sind maximal undankbar.
Das ist einfach so. Da kann man sich gern ungerecht behandelt fühlen - es wird nicht viel ändern.
Wenn du deinen Kumpan jetzt unter Druck setzt, ist das auch keine Lösung, wer will denn schon auf Basis von Druck befreundet sein.

Du bist offensichtlich nicht auf das Geld angewiesen, was durch die Untervermietung generiert wird.
Ich denke, du solltest ihn nur noch behandeln wie einen Untermieter und nicht wie einen Freund. Er behandelt dich wie einen Vermieter, nicht wie einen Freund. Das ist sein absolutes Recht und dein absolutes Recht ist, einem Untermieter zu kündigen, wenn du keine Lust mehr auf ein Untermietverhältnis hast. So simpel.

Manchmal verlaufen Freundschaften einfach so. Wie alle zwischenmenschlichen Beziehungen auf der Welt. Das ist enttäuschend, aber so ist einfach das Leben. Du wirst ganz sicher Freunde haben oder finden, die dich zu schätzen wissen. Der hier tut es offensichtlich nicht.
 
Dieses Zusammenwohnen war wahrscheinlich einfach zuviel Nähe.

Sowas ist grundsätzlich ungesund und hat schon manche Freundschaft zerstört.

Ich würde bei Freundschaften immer darauf achten, eine gesunde Distanz zu wahren. Zusammenziehen ist heikel. Da nervt man einander und der Reiz der Beziehung geht im Alltag ganz schnell verloren.
Den Gedanken hatte ich auch, zuviel Nähe.
 
Ich denke schon, dass du ihn das Zimmer kündigen kannst.
Man glaubt immer.das.sie.nicht überleben, aber glaub Mal, wenn die Quelle weg ist, bekommen sie es irgendwie schon hin. Vielleicht nicht so perfekt aber da würde ich mir keine Gedanken machen. Musst ja nicht sagen, dass er nächste Woche ausziehen soll. Einfach die Kündigungsfrist einhalten. Das ist ja kein Zustand mehr, wenn keine Freundschaft besteht.
 
Ich denke schon, dass du ihn das Zimmer kündigen kannst.
Man glaubt immer.das.sie.nicht überleben, aber glaub Mal, wenn die Quelle weg ist, bekommen sie es irgendwie schon hin. Vielleicht nicht so perfekt aber da würde ich mir keine Gedanken machen. Musst ja nicht sagen, dass er nächste Woche ausziehen soll. Einfach die Kündigungsfrist einhalten. Das ist ja kein Zustand mehr, wenn keine Freundschaft besteht.
 

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