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Alte Freundschaft macht mir immer noch zu schaffen

sogedacht

Neues Mitglied
Guten Abend zusammen, mich beschäftigt nach fast 5 Jahren immer noch eine ehemalige Freundschaft von mir. Wir sind zusammen aufgewachsen und haben uns dann als Erwachsene irgendwann auseinander gelebt. Leider ist die Freundschaft dann auf eine etwas dramatische Weise zerbrochen, also wir sind nicht im Guten auseinander gegangen, und haben jetzt eben auch keinen Kontakt mehr.

Die Dinge, die sie mir damals an den Kopf geworfen hat, lassen mich auch so lange danach immer noch nicht los. Und bei jeder neuen Freundschaft habe ich Angst, wieder alles kaputt zu machen. Ich habe mich mit Freundschaften generell immer schwer getan, und mittlerweile habe ich nur noch zwei Freundinnen. Mit der einen läuft es gerade ziemlich sicher in die Richtung wie mit der alten Freundin, aber ich versuche alles, dass es nicht wieder so ausartet. Und mit der anderen bin ich nicht so eng wie ich es gern wäre, aber ich weiß auch, dass sie kein Interesse daran hat. Ich bin einfach überzeugt davon, dass ich für enge Bindungen nicht geschaffen bin, aber ich fühle mich gleichzeitig die ganze Zeit einsam.

Ich wollte mir das nur einmal von der Seele reden und vielleicht den ein oder anderen Ratschlag holen. Meine letzte Therapie war etwa ein Jahr, nachdem diese Freundschaft geendet hat, dann auch zu Ende und ich weiß nicht, ob es Sinn macht mich nur wegen diesem Thema noch einmal jemandem anzuvertrauen.
 
Die Dinge, die sie mir damals an den Kopf geworfen hat, lassen mich auch so lange danach immer noch nicht los.

Hast du denn Fehler gemacht, die sie dir vorgeworfen hat? Also ist an den Dingen die sie dir vor den Kopf geworfen hat, etwas dran oder waren es unberechtigte Vorwürfe und du fühlst dich deshalb immer noch ungerecht behandelt und es lässt dich deshalb nicht los?
 
Hallo liebe sogedacht, Herzlich Willkommen hier im Forum!

Mir geht es auch immer wieder so, dass ich mich in Geschichten hineinträume, die letztendlich dazu führen würden, dass ich Grenzen aufstelle. Das machen rein nur diese Ideen aus, die sind das.

Dann besinne ich mich, hoppla, falsch, so gehts nicht, das ist der verkehrte Weg und dann schwenke ich wieder um in die richtige (Denk)-Spur.

Kennst du die Parabel von den beiden Wölfen?

Ich verlinke sie dir. https://www.bing.com/search?qs=HS&pq=Die+&sk=CSYN1&sc=14-4&pglt=297&q=die+geschichte+von+den+zwei+w%C3%B6lfen&cvid=d9a8de228c514907bb620a8f83c59e15&gs_lcrp=EgRlZGdlKgcIABAAGPkHMgcIABAAGPkHMgYIARBFGDkyBggCEC4YQDIGCAMQLhhAMgYIBBAuGEAyBggFEAAYQDIGCAYQLhhAMgYIBxAAGEAyBggIEEUYPNIBCDM4NzJqMGoxqAIIsAIB&FORM=ANNTA1&PC=HCTS
 
Wenn du dich mies fühlst, dann überlege mal, wo du gedanklich gerade bist. Der Standort bestimmt den Standpunkt.
Wenn du dich hineinversetzt in die Idee, ich bin einsam, dann bist du es, sofern du das glaubst, was du dir ausmalst. Dir geschehe nach deinem Glauben...
Ich glaub gerade, toll, dass ich mal Ruhe habe und mich niemand besucht- ich könnte auch anders überlegen, eben...mha, traurig, bin so einsam... keiner liebt mich...
Bei meinen Freunden könnte auch jetzt gerade die Idee sein, ich liebe sie nicht, weil ich mich nicht zu ihnen geselle derzeit. Die sind aber eher nicht der Typ für solche Überlegungen und ich eigentlich auch nicht wirklich. Was nicht heißt, dass ich diese Gedanken nicht kenne.

Bleib im Herzen, sei bewusst wählerisch, was deine Ideen betrifft und deine Geschichten, in die du dich hineinversetzt.
Eine solcher Ideen kann sein: ich bin bähh...dementsprechend weichst du aus, dementsprechend schämst du dich, dementsprechend fürchtest du Bekanntschaften.
Sagst du dir aber erfolgreich vor, ich bin okay, dann sieht die Welt ganz anders aus.
So einfach ist dieses Prinzip.
Dir wird nichts anderes übrig bleiben, als zu sortieren. Wie benehme ich mich...? Grenzend, oder Liebevoll...?? GUT-mütig, oder Miesmütig?
Welchen Wolf fütterst du...?? Warum diesen, wenn es den anderen auch gibt?
Wieso suchst du diesen Standort, wo es doch den anderen auch gäbe?

Noch einmal: Herzlich Willkommen von meiner Seite her, ich freu mich, dass du hier bist und hoffentlich noch viel von dir hören lässt.
Jeder hat so seine eigenen Geschichten durch, die, wo ich mich abgegrenzt habe, die kenne ich auch. Wer nicht?
 
Guten Abend zusammen, mich beschäftigt nach fast 5 Jahren immer noch eine ehemalige Freundschaft von mir.
Das ist schade. In den fünf Jahrenhätten sicher andere, schönere Themen ihren Platz gebraucht.
Die Dinge, die sie mir damals an den Kopf geworfen hat, lassen mich auch so lange danach immer noch nicht los.
Warum hängst du einem Menschen an, der dir offenbar wehtun wollte?
Ich bin einfach überzeugt davon, dass ich für enge Bindungen nicht geschaffen bin, aber ich fühle mich gleichzeitig die ganze Zeit einsam.
Mit dem richtigen Gegenüber ist jeder Mensch für Bindungen geschaffen. Du machst dich jedoch zu abhängig.
Was macht dein Liebesleben? Wünschst du dir eine romantische Beziehung?
 
Leider ist die Freundschaft dann auf eine etwas dramatische Weise zerbrochen, also wir sind nicht im Guten auseinander gegangen, und haben jetzt eben auch keinen Kontakt mehr.

Die Dinge, die sie mir damals an den Kopf geworfen hat, lassen mich auch so lange danach immer noch nicht los. Und bei jeder neuen Freundschaft habe ich Angst, wieder alles kaputt zu machen.
Wenn du schreibst "...wieder alles kaputt zu machen", hast du ja offensichtlich damals irgendwas Gravierendes falsch gemacht?
Hatte sie recht mit ihren Vorwürfen an dich?
Hast du ihr das damals zugestanden, dass ihre Sicht der Dinge berechtigt war?

Vielleicht lässt sich das wieder kitten, wenn du ihr das in aller Ehrlichkeit sagst. Beziehungen, die so sehr früh entstanden sind, haben ja oft eine ganz andere Tragfähigkeit.
Hast du erwogen, da nochmal Kontakt aufzunehmen?
 
Wir sind zusammen aufgewachsen und haben uns dann als Erwachsene irgendwann auseinander gelebt.

Offensichtlich vermisst du die Zugehörigkeit zu jemanden, so wie damals zu ihr.

Ich kann mir ein Leben ohne Verbundenheit mit noch jemand auch kaum vorstellen, wie soll das funktionieren? Wir brauchen einander doch und sind nicht geschaffen für nur ich und sonst niemand.

Du hast Menschen um dich, alleine schon das bedeutet, du wohnst nicht alleine auf der Welt, neben dir wohnen noch viele andere. Von diesen vielen anderen kommen Grüße, ein Lächeln, ein Wortwechsel, ein Austausch, ein Handel, Geselligkeit, Freundlichkeit, Hilfe, Unterstützung- zeitweise sogar mehr als das, wie eben das, was du wohl vermisst- innige private Gemeinschaft mit wem.

Meine Freundinnen gut und schön, sie sind mir sehr kostbar, aber kuscheln geht nicht mit ihnen und schon gar nicht miteinander im Pyjama Händchenhaltend einen Krimi anschauen, gemeinsam leben halt, mit allem drum und dran.

Wieso strebst du nach wem, der nur halb mit dir ist, denkst du nicht an einen Lebensgefährten und einen Schmusekater an deiner Seite, mit dem du viel mehr auskosten kannst, als je mit einer Freundin?
 
Ich war als Kind/Jugendliche leider sehr schwierig und bis ins Erwachsenenalter hinein eine sehr schlechte Freundin. Danach habe ich mir wirklich Mühe gegeben, meine Fehler wieder gut zu machen. Aber irgendwie haben sich unsere Rollen dann gewandelt und sie hat mich so mies behandelt, wie ich sie früher. Ob bewusst oder nicht weiß ich bis heute nicht. Ich habe dann versucht ein offenes Gespräch zu führen, weil ich nicht wollte, dass unsere Freundschaft so weiter läuft. Aber sie hat mir dann eben all die Dinge vorgeworfen, die ich früher gemacht habe.

Nach ein paar Jahren habe ich ihr dann gesagt, dass ich keinen Kontakt mehr mit ihr möchte. Das hat sie dann sehr fassungslos gemacht, weil sie es so lange mit mir ausgehalten hatte und mir so viel verziehen hat. Ihr letzten Worte zu mir waren dann, dass ich der schlimmste Mensch bin den sie kennt, dass ich allein sterben werde, dass ich niemals andere Freunde oder einen Partner haben werde usw. Das werde ich nie vergessen. Natürlich kann ich verstehen, dass ich sie wirklich schlimm verletzt habe. Aber bin ich jetzt dazu verdammt, mein ganzes Leben einsam zu sein? Ich vermisse es so sehr, mit Menschen zu sprechen.
 
Das war eine sehr ungute Beziehung, ich würde sie irgendwie gar nicht als Freundschaft bezeichnen wollen - ihr habt euch über Jahre jeweils gegenseitig nicht gut getan.
Der ultimative Modebegriff dafür ist gerade "toxische Freundschaft", vielleicht kannst du damit was anfangen?

Mein Merksatz dafür: wenn du gute Freunde haben willst, musst du zuerst ein guter Freund sein.
Das ist ziemlich funktionstüchtig. Natürlich nicht immer und nicht mit jedem; wenn du interessiert, empathisch und zugewandt mit jemandem umgehst, kann sein, derjenige enttäuscht dich trotzdem. Aber auf die Weise findet man wohl in aller Regel "seine Menschen".
 

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