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Unsere Freundschaft ist nur noch eine Hülle – ich verstehe nicht, wie es so weit kommen konnte

Ich behaupte, Freundschaften können nur Jahrzehnte bestehen, wenn beide aushalten können, dass man phasenweise null Bock auf den anderen hat. Wenn man zusammenlebt, kommt das noch viel öfter vor. Von so etwas darf man sich nicht kränken lassen. Aber dann muss man entweder Alternativen haben oder sich selbst genug sein. Sonst zieht sich eine Person immer mehr zurück, weil der andere nervt.
 
Ich behaupte, Freundschaften können nur Jahrzehnte bestehen, wenn beide aushalten können, dass man phasenweise null Bock auf den anderen hat. Wenn man zusammenlebt, kommt das noch viel öfter vor. Von so etwas darf man sich nicht kränken lassen. Aber dann muss man entweder Alternativen haben oder sich selbst genug sein. Sonst zieht sich eine Person immer mehr zurück, weil der andere nervt.
Hmm. Darüber muss ich mal nachdenken. Das habe ich zwar von meiner Seite aus noch nicht erlebt aber von seiner Seite aus könnte es durchaus so sein.
 
Ich habe tatsächlich ähnliche, wenn auch nicht ganz gleiche Erfahrungen gemacht mit meinem ehemaligen Mitbewohner, der auch ein guter Freund war. Zuerst hat alles gepasst, aber dann schlichen sich Probleme ein. Man muss dazu sagen, dass er nach Berlin gekommen ist und ich bereits hier wohnte und einen gewissen Freundeskreis hatte. Hab ihn immer gefragt ob er da und dahin mitkommen möchte und war später auch ganz gut integriert in meinen Freundeskreis. Er hat sich dann auch einen kleinen Freundeskreis aufgebaut, mich aber nie versucht mit einzubeziehen. Ist eine Kleinigkeit, aber hat mich damals auch gekränkt und pissig gemacht. Dazu kam dann auch noch, dass mir ein gewisser Freiraum fehlte und ich froh war, wenn er gerade unterwegs oder nicht da war und ich die Bude für mich hatte. Letztlich ist er irgendwann ausgezogen, aber war im Guten. Danach hat sich die Freundschaft wieder deutlich verbessert bzw. war wie früher.
Das soll jetzt kein Wink mit dem Zaunpfahl sein oder so, aber so war es bei mir.

P.S.: Ich konnte dein Beitrag auch von Anfang an gut deuten. Mir ist es auch völlig unverständlich, wie man daraus ein "Willst du die Freundschaft erzwingen?" oder "Bist du in ihn verknallt?" hineininterpretieren kann. Ich denke manche haben Spaß daran den Spieß so umzudrehen, dass der TE erstmal grundsätzlich selbst Schuld und der Böse ist. Ist natürlich super hilfreich und so gar nicht verletzend *Ironie aus*
Mach dir nichts draus!
 
Ich habe tatsächlich ähnliche, wenn auch nicht ganz gleiche Erfahrungen gemacht mit meinem ehemaligen Mitbewohner, der auch ein guter Freund war. Zuerst hat alles gepasst, aber dann schlichen sich Probleme ein. Man muss dazu sagen, dass er nach Berlin gekommen ist und ich bereits hier wohnte und einen gewissen Freundeskreis hatte. Hab ihn immer gefragt ob er da und dahin mitkommen möchte und war später auch ganz gut integriert in meinen Freundeskreis. Er hat sich dann auch einen kleinen Freundeskreis aufgebaut, mich aber nie versucht mit einzubeziehen. Ist eine Kleinigkeit, aber hat mich damals auch gekränkt und pissig gemacht. Dazu kam dann auch noch, dass mir ein gewisser Freiraum fehlte und ich froh war, wenn er gerade unterwegs oder nicht da war und ich die Bude für mich hatte. Letztlich ist er irgendwann ausgezogen, aber war im Guten. Danach hat sich die Freundschaft wieder deutlich verbessert bzw. war wie früher.
Das soll jetzt kein Wink mit dem Zaunpfahl sein oder so, aber so war es bei mir.

P.S.: Ich konnte dein Beitrag auch von Anfang an gut deuten. Mir ist es auch völlig unverständlich, wie man daraus ein "Willst du die Freundschaft erzwingen?" oder "Bist du in ihn verknallt?" hineininterpretieren kann. Ich denke manche haben Spaß daran den Spieß so umzudrehen, dass der TE erstmal grundsätzlich selbst Schuld und der Böse ist. Ist natürlich super hilfreich und so gar nicht verletzend *Ironie aus*
Mach dir nichts draus!
Danke. Wenn er auszieht, dann sehr wahrscheinlich weil ich ihn rauswerfen muss und das wäre auch sehr wahrscheinlich der finale Todesstoß.

Was die anderen Kommentare betrifft: Ich glaube, die haben selbst nur einen oberflächlichen Bekanntenkreis und wissen gar nicht, wie tief so eine Freundschaft gehen kann - auch ohne Romantik. Leider scheint es in meinem Fall mittlerweile nur noch einseitig so zu sein.

Es ist aber auch so schwer zu deuten. Die ersten 8 Monate waren wirklich so wie man es sich nur wünschen kann. Dann der Umschwung. Es ist nicht so, dass hier totale Stille herrscht. Wir reden schon locker miteinander und ignorieren uns nicht gegenseitig, aber mehr auch nicht. Alles, was über den gewöhnlichen Alltag innerhalb der Wohnung hinausgeht, wird abgeblockt. Dazu zählen auch schon Aktivitäten wie zocken. Ein Beispiel, was häufig auftritt:

Ich frage ob wir Spiel XY spielen wollen. Antwort: "Nee nicht so Lust, will entspannen". Keine halbe Stunde später hockt er an seiner Konsole (was eigentlich meine ist, habe mehrere) und zockt genau dieses Spiel mit irgendeinem seiner Onlinefreunde.

Das kann nur Absicht sein aber was ist hier die Message? "Hey guck mal, ich spiele mit deiner Konsole genau das Spiel was du eben vorgeschlagen hast, nur nicht mit dir"

Ähnlich verhält es sich mit anderen Dingen: Feiern gehen? "Neee total müde von der Woche. Dieses Wochenende mal entspannen." Am selben Abend geht er dann aber los, geht feiern und kommt besoffen nach Hause.

Das ist ein wichtiges Detail, was ich die ganze Zeit über weggelassen habe, weil ich mir da auch einfach wie ein Idiot vorkomme, denn ich reagiere genau so darauf, wie er es wahrscheinlich beabsichtigt. Aber warum?

Wenn es daran liegt, dass er aktuell auf mich angewiesen ist und er deshalb eine gewisse Stärke und Unabhängigkeit ausstrahlen will, wird das nicht lange für ihn gut gehen.

In einem anderen Kommentar habe ich ja schon erwähnt, dass ich den Spieß unbeabsichtigt etwas umgedreht habe. Ich bin selber aus Eigenschutz etwas in den Rückzug gegangen. Seitdem geht er wieder mehr auf mich zu.

Mir wurden hier komische Machtspielchen vorgeworfen aber offensichtlich ist es genau umgedreht?
 
Wenn ihr doch so eine tiefe Freundschaft habt, warum sprichst du ihn dann nicht offen und ehrlich darauf an?

Dir wäre die Veränderung im Verhalten aufgefallen und du weißt nicht, was das zu bedeuten hat und wie du damit umgehen kannst…

Vielleicht fühlt er sich erdrückt, ist ihm die konstante Nähe auf Dauer zu viel?
Und vielleicht kann er dann auf dich zugehen, (wenn du eine Weile auf Rückzug bist), weil er sich dadurch freier fühlt…?

Nur er kennt die Antwort, wir können nur Vermutungen anstellen, genauso wie du.

Such das Gespräch mit ihm, eins, ohne Vorwürfe.
Oder du lässt ihn hier lesen.
Vielleicht bekommst du dann deine Antwort, möglich ist es.
 
Aber hast du es denn schon mal konkret angesprochen, wenn du siehst, dass er dann genau das Spiel spielt etc.?
Vielleicht wäre die ganze Situation auch leichter auszuhalten, wenn einfach mal klar ausgesprochen wäre, dass er nicht mehr so viel Kontakt zu dir möchte?

Wenn ich dich lese, empfinde ich dich als relativ, hm... schon ein bisschen fordernd und so, dass ein eher "enges" Gefühl in mir entsteht. Vielleicht ist es wirklich einfach Rebellion? Oder er hält die Nähe zu dir nicht mehr aus.
So oder so, solltet ihr darüber sprechen, im besten Fall bevor es total eskaliert.
 
Wenn ich dich lese, empfinde ich dich als relativ, hm... schon ein bisschen fordernd und so, dass ein eher "enges" Gefühl in mir entsteht.
Darüber habe ich natürlich auch schon nachgedacht, lange vor diesem Post hier. Dazu muss man aber sagen, dass es zu den guten Zeiten ein Gleichgewicht gab, was die Initiative betrifft. Es war nicht so, dass ich immer alles einleiten oder vorschlagen musste und er nur mitgezogen ist oder umgedreht. Entweder hatte einer von uns eine Idee oder wenn wir keinen Plan hatten dann haben wir uns gemeinsam überlegt, was wir denn cooles machen könnten. Das war ein Miteinander, wie man es sich nur wünschen kann.

Ich habe mit ihm locker darüber geredet, als das alles anfing. Da sagte er auch, dass er sich nach Abwechslung sehnt. Er stellte klar, dass Zeit mit anderen, keine aktive böswillige Entscheidung gegen mich ist. Dafür habe ich auch vollstes Verständnis und das leuchtet mir auch zu 100% ein. Ich habe ihn einfach machen lassen, ohne es nochmal ein Thema werden zu lassen und hatte lange wirklich kein Problem damit. Ich habe ihn sogar dazu ermutigt. Es gab weiterhin eine gewisse Balance. So ging es ca. für 2 Monate.

Diese ganzen Vorschläge die ich gemacht habe, waren nicht ständig. Maximal ein mal die Woche, mehr nicht. Ich könnte deine Aussage nachvollziehen, wenn es wirklich permanent wäre. Ich habe mich wirklich stark zurückgenommen um genau diesen Eindruck zu verhindern. Irgendwann habe ich ihm komplett das Steuer gegeben und gar keine Initiative ergriffen. Nur ist es immer weiter zu meinem Nachteil abgedriftet. So geht es seit ca. 4 Monaten.

Seitdem ich es in letzter Zeit doch ein paar mal wieder versuchte (dennoch selten, maximal ein mal die Woche), kommt dieses toxische Verhalten. Ich finde nicht, dass ich mich falsch verhalte oder einengen würde. Ich erwarte nicht viel aber ich erwarte mehr als nichts.
 
Wenn ihr doch so eine tiefe Freundschaft habt, warum sprichst du ihn dann nicht offen und ehrlich darauf an?

Dir wäre die Veränderung im Verhalten aufgefallen und du weißt nicht, was das zu bedeuten hat und wie du damit umgehen kannst…

Vielleicht fühlt er sich erdrückt, ist ihm die konstante Nähe auf Dauer zu viel?
Und vielleicht kann er dann auf dich zugehen, (wenn du eine Weile auf Rückzug bist), weil er sich dadurch freier fühlt…?

Nur er kennt die Antwort, wir können nur Vermutungen anstellen, genauso wie du.

Such das Gespräch mit ihm, eins, ohne Vorwürfe.
Oder du lässt ihn hier lesen.
Vielleicht bekommst du dann deine Antwort, möglich ist es.
Es könnte ihn unter Druck setzen, das was es jetzt am wenigsten braucht. Es könnte dadurch noch schlimmer werden. Oder er könnte sich "verpflichtet" fühlen, sich meinen Wünschen anzupassen obwohl er es nicht will, was es auf Dauer noch viel schlimmer machen würde.

Es wirkt bedürftig, fordernd und anhänglich. Diesen Eindruck habe ich hier bei vielen ja auch schon vermittelt.

Klar, natürlich könnten wir durch das Gespräch auch einiges klären und wir haben beide die Erleuchtung und wir lösen das Problem. Aber selbst dann würde es mich in einem gewissen Maße verletzlich machen und auf ihn einen gewissen Druck ausüben. Korrigiere mich gerne, wenn ich das falsch sehe.

Daher suche ich hier - vorerst -Input von außen.

Das es dazu kommen wird/muss, weiß ich.
 
Du bist weiblich? Ich bin davon ausgegangen, dass ihr beide m seid. Das ändert natürlich alles und ich nehme alles bisher gesagte zurück. Diese Freundschaft ist tot. Kein zurück.
Noch nie davon gehört, dass sich auch gleich geschlechtliche Personen verlieben können?

Ist hier zwar nicht der Fall, aber möglich wäre es durchaus, dass einer der beiden Gefühle entwickelt.

Warum sich alles ändert, wenn @Jupiter weiblich wäre, erschließt sich mir auch nicht.
 

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