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Unglaubwürdiger Wulff muss gehen

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AW: Was wollen die Medien-Heinis eigentlich noch mehr?

Und er hat sich zweimal ausdrücklich öffentlich entschuldigt
- was will man denn eigentlich mehr?
Wie wäre es denn mit der Wahrheit? Wer sich nichts zu Schulden kommen lassen hat, dürfte doch kein Problem damit habe.

Wenn ich mich zurücklehne, sehe ich einen TE der genau das Versucht. Licht ins dunkle. Über die Art und Weise... hatten wir schon. Gefällt mir nicht usw.
 
Weisst du, ich fühl mich seltsam, wenn ich in einem Land lebe, dessen Staatsoberhaupt mit Drohanrufen bei Zeitungen die Veröffentlichung von was auch immer verhindern will, die Tat nachher öffentlich abstreitet und sich diese Lüge nicht mal eingesteht. Wenn du das ok findest.. mh ok. Dieser Mensch ist ein.. nein, lieber nicht. Sonst ruft er morgen bei mir auch noch an.

Auch: ich hätte mich gefreut, wenn der Christian 2011 noch gegangen wäre. Das hätte so schön in die Reihe gepasst. Zwischen Karl-Theodor, Muammar, Kim, Husni und Silvio.
 
Zuletzt bearbeitet:
Weisst du, ich fühl mich seltsam, wenn ich in einem Land lebe, dessen Staatsoberhaupt mit Drohanrufen bei Zeitungen die Veröffentlichung von was auch immer verhindern will, die Tat nachher öffentlich abstreitet und sich diese Lüge nicht mal eingesteht. Wenn du das ok findest.. mh ok. Dieser Mensch ist ein.. nein, lieber nicht. Sonst ruft er morgen bei mir auch noch an.

Auch: ich hätte mich gefreut, wenn der Christian 2011 noch gegangen wäre. Das hätte so schön in die Reihe gepasst. Zwischen Karl-Theodor, Muammar, Kim, Husni und Silvio.

Es war sein Recht, dort anzurufen und die Veröffentlichung von Privaten Dingen, die auch Dritte betreffen, zu verhindern zu versuchen.

Beschneidung der Pressefreiheit sieht anders aus.
 
Bei dieser Franz-Josef-Strauss-Mentalität kommt mir sowas von die Kotze hoch.
Er hat unter Ausnutzung seiner politischen Macht (haha als ob) versucht, eine Zeitung mit Drohungen einzuschüchtern, damit keine pikanten Details über seinen Korruptionsskandal ans Licht kommen. Das ist scheisse. Das ist Bananenrepublik. Das ist nicht akzeptierbar.
 
Zitat Playboy:

Es war sein Recht, dort anzurufen und die Veröffentlichung von Privaten Dingen, die auch Dritte betreffen, zu verhindern zu versuchen.
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Selbst wenn man sagt: Na ja, das hat er halt mal versucht ( und darin keine versuchte Nötigung sieht, denn er hat ja mit Konsequenzen gedroht )
Wie intelligent ist so ein Präsident? Hat der ernsthaft geglaubt, er könne eine Berichterstattung verhindern?
Müßte er nicht schon allein wegen erwiesener Dummheit im Amt gehen gehen?

Ich sage mal: Die BRD sollte bessere Politiker haben, wie Du sie Du sie wünschst.
 
Das ist für mich auch das eigentliche Problem. Der Typ steht seit Wochen in der Kritik, allein die Tatsache, dass es dazu gekommen ist nimmt ihm alle Legitimation. Der Bundespräsident hat ohnehin keine wirkliche, mit echter Macht verbundene Funktion. Das einzig sinnvolle, dass dieses Amt bewirken kann, ist eine Art.. überparteiliche Stimme der Moral, die über inner- und zwischenparteilichen Machtkämpfen steht. Sie sollte die regierende Politik hin und wieder an ihre eigentlichen Ziele erinnern und ihr auf die Füße treten, wenn sie, wie so oft, den Machterhalt der Partei vor die eigentlichen politischen Ziele stellt. Und wie zur Hölle soll eine erwiesenermaßen korrupte Witzfigur wie der Wulff irgendjemanden noch einmal an seine moralischen Pflichten erinnern können?


Auch: Im Strafgesetzbuch gibt es den Tatbestand der "Verunglimpfung des Bundespräsidenten", welcher die Beleidigung des Präsidenten rechtlich sankioniert. In Anlehnung an diesen Paragraphen würde ich auch einen solchen Befürworten, der die Beleidigung des Volkes durch den Präsidenten unter Strafe stellt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Egal, ob Wulff Dinge getan hat, die rechtlich nicht in Ordnung waren oder nicht, spiel alles keine Rolle. Er hat sich mit seinem Verhalten schon vor langer Zeit angreifbar gemacht.

Was ich definitiv für schlecht halte, ist, dass er bei anderen absolute Wahrheit und Korrektheit einfordert, aber für sich einen anderen Maßstab anlegt.
 
Was ich definitiv für schlecht halte, ist, dass er bei anderen absolute Wahrheit und Korrektheit einfordert, aber für sich einen anderen Maßstab anlegt.
Das ist in der Tat anhand von einigen Vorfällen und Zitaten Wulffs gut zu beobachten. Dass er im Hinblick auf diesen Maßstab, den er an andere anlegt, in Bezug auf seine eigene Person eine Ausnahme macht, macht ihn hochgradig unglaubwürdig und zeigt im Grunde, dass er diesem Maßstab selbst nicht gerecht wird.

Damit degradiert er sich zu einem Moralprediger, der sich amoralisch verhält.

Als vernunftbegabter moralischer Mensch wäre er längst zurückgetreten.
 
Dieter Grimm, angeblich einer der angesehensten Juristen der Welt, von 1987 bis 1999 Richter am Ersten Senat des Bundesverfassungsgerichts, über C. Wulff:
Überhaupt stehen rechtlich relevante Verfehlungen nicht im Vordergrund der Debatte. Die Frage ist vielmehr, ob nach allem, was bis jetzt bekanntgeworden ist, noch Aussicht auf eine erfolgreiche Weiterführung des Amtes besteht.
...
Weder die Vergünstigungen aus seiner Zeit als niedersächsischer Ministerpräsident noch sein jetziger und damaliger Umgang mit den Vorwürfen lassen sich als reine Privatangelegenheiten betrachten.
Bei den Vergünstigungen stellt sich nicht die Frage, ob man als hochrangiger Politiker nicht mehr von seinen Freunden ein Darlehen annehmen oder bei ihnen übernachten dürfe. Die Frage lautet vielmehr, ob diese Vergünstigungen auch gewährt worden wären, hätte der Begünstigte nicht ein hohes staatliches Amt innegehabt, und ob er danach noch frei ist, wenn Entscheidungen zu fällen sind, die die Interessen oder Erwartungen der Freunde betreffen. Schon der Anschein muss vermieden werden.
...
Der Bundespräsident wird es schwer haben, die Werte, denen sich das Gemeinwesen verschrieben hat, noch glaubwürdig zu verkörpern. Als Vorbild scheidet er aus.
...
viele Themen, gerade solche, die Anstand, Aufrichtigkeit und Unabhängigkeit in der Politik betreffen, kann er nicht mehr behandeln, ohne dass sich die Finger sofort auf ihn richten.

...
Das sollte zu der Einsicht führen, dass ein zeitiger Rücktritt dem Verbleib in einem halbierten Amt vorzuziehen ist, im eigenen Interesse und im Interesse des Ganzen.
Jurist Grimm zur Causa Wulff: Der Bundespräsident - Feuilleton - FAZ (Hervorhebungen von mir)
 
Die Staatsanwaltschaft Hannover hat am Donnerstag Privat- und Geschäftsräume des entlassenen Bundespräsidenten-Sprechers Olaf Glaeseker durchsucht. Der enge Vertraute von Christian Wulff wird nach Angaben der Anklagebehörde der Bestechlichkeit verdächtigt.
...
Aufgrund von Medienberichten und Ermittlungen bestehe der Verdacht, dass Glaeseker in den Jahren 2007 bis 2009 die Durchführung und Finanzierung des von Schmidt organisierten Nord-Süd-Dialogs "gefällig gefördert" habe, heißt es in der Mitteilung der Staatsanwaltschaft. Als Gegenleistung habe Glaeseker mehrfach unentgeltlich Urlaube in Ferienhäusern von Schmidt gemacht.
...
Oberstaatsanwalt Lendeckel sprach auf dapd-Nachfrage am Donnerstag davon, dass seine Behörde inzwischen von einem "qualifizierten Anfangsverdacht" gegen Glaeseker ausgehe. "Das ist ein bisschen mehr als nur ein Anfangsverdacht", erklärte er.
Glaeseker soll ab 2008 mit seiner Frau dreimal in Auslandsquartieren des Eventunternehmers Manfred Schmidt gratis Urlaub gemacht haben...
Mehr: Wulffs Ex-Sprecher : Durchsuchung bei Glaeseker | RP ONLINE

Das passt doch ins allgemeine Bild, das wir von diesem Bundespräsidenten haben: Freunde, bei denen die Staatsanwaltschaft Durchsuchungen mit einem "qualifizierten Anfangsverdacht" durchführt.

"Urlaube in Ferienhäusern"? Das scheint uns auch nicht ganz unbekannt zu sein. Wulff hat es sich zur Gewohnheit gemacht, in einem Netzwerk zu operieren, dass auf der Basis von Gefälligkeiten handelt und dabei Recht und Gesetz - von der für einen Bundespräsidenten unabdingbaren Moral spreche ich schon gar nicht - missachtet.

Solche sogenannten "Freunde", die mit Wulff nur aufgrund seiner Position und nicht etwa aufgrund seines netten Charakters "befreundet" sind, sind für einen Bundespräsidenten untragbar.

Zur Vermischung von Privat- und Geschäftsbeziehungen noch mal Dieter Grimm:

Bei den Vergünstigungen stellt sich nicht die Frage, ob man als hochrangiger Politiker nicht mehr von seinen Freunden ein Darlehen annehmen oder bei ihnen übernachten dürfe. Die Frage lautet vielmehr, ob diese Vergünstigungen auch gewährt worden wären, hätte der Begünstigte nicht ein hohes staatliches Amt innegehabt, und ob er danach noch frei ist, wenn Entscheidungen zu fällen sind, die die Interessen oder Erwartungen der Freunde betreffen. Schon der Anschein muss vermieden werden.
Jurist Grimm zur Causa Wulff: Der Bundespräsident - Feuilleton - FAZ
 
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