Struwwelpeter
Mitglied
Ich lese heraus, dass es kein Berliner Testament gab. Vielleicht ein anderes, oder gar keines. Auf jeden Fall haben sie ein Testament gefälscht, in welchem deine Mutter begünstigt wird. Und auf dieser Basis konnte deine Mutter dann entscheiden, wer wieviel vom Erbe erhält.
Und auf jeden Fall gab es so ja einen Erben weniger (dich!) so dass für alle anderen mehr übrig bleibt. Und darum haben deine Brüder da mitgemacht.
Und da bin ich wieder bei dem, was ich bereits schrieb. Wieviel Jahre Gefängnis bekomme ich denn, wenn ich ein Testament fälsche und mir ein paar hunderttausend (!) Euro unter den Nagel reiße? Das endet immer mit einer Freiheitsstrafe, und die wird bei diesen Beträgen auch nicht zur Bewährung ausgesetzt. Und dir hat deine Mutter damit auch massiv geschadet.
Ich bin mir absolut sicher: Zum Todeszeitpunkt meines Vaters gab es kein Testament.
Meine Mutter war schon immer extrem geschäftstüchtig und versiert in finanziellen Dingen.
Dass sie vor lauter Trauer einfach vergessen haben soll, ein Berliner Testament rechtzeitig beim Nachlassgericht einzureichen, passt einfach nicht zu ihr,zumal ein echtes Berliner Testament sie ja sofort abgesichert hätte. Sie hätte rechtmäßig über das Vermögen verfügen und meine Brüder nach Belieben beschenken können.
Ich vermute vielmehr, dass ihr nachträglich bewusst wurde, dass ich meinen Pflichtteil fordern könnte.
Das hätte bedeutet, den Kontostand zum Todeszeitpunkt offenzulegen.
Da das Geld (jeweils 100.000 Euro) aber längst heimlich an meine Brüder geflossen war, wäre ihr Betrug sofort aufgeflogen.
Um das zu vertuschen, haben sie und mein Bruder dieses Testament vermutlich nachträglich aufgesetzt.
Weil ein gefälschtes Original durch eine Laborprüfung sofort auffallen würde, wurde die Einbruchs-Story erfunden.
Mit einer Kopie waren sie auf der sicheren Seite.
Das Nachlassgericht hat diese Kopie dann ja tatsächlich anerkannt.
Nachdem alles rechtskräftig war, wurde mir eine Kopie der "Original Kopie" zugeschickt, Die Schrift war kaum lesbar.
Die Unterschrift meines Vaters wirkte extrem verwaschen – obwohl sie seiner echten Unterschrift wirklich sehr ähnlich sah.