Doch es ist ganz einfach. Das ist wissenschaftlicher Standard und keine Meinung. Nur verbohrte Ideologen ignorieren die wissenschaftlichen Fakten.
Und der wäre? Also was ist denn dieser Standard? Was MUSS erfüllt sein, dass ein Mensch sich als Mann oder Frau bezeichnen "darf"?
Es gibt keine wissenschaftliche EINDEUTIGE Defitiniton, was eine Frau ist und was ein Mann ist.
Das gibt es tatsächlich nicht!
Es gibt nur verschiedene Schemata, nach denen in verschiedenen Kontexten von weiblich oder männlich gesprochen wird, aber es gibt KEINE allumfassende wissenschaftliche Definition und keinen Standard, der ÜBERALL gilt.
Die gibt es in der Tat nicht und KEIN seriöser Wissenschaftler würde Dir so einen nennen!
Es gibt aber wohl verschiedene Konzepte, die je nach Kontext Anwendung finden: Die Grenzen sind fließen und nein: Es gibt keinen Zwang, dass man in ALLEN Kontexten immer in die gleiche Schublade passen MUSS.
Also zB wird man NATÜRLICH in der Reproduktionsmedizin andere Definitionen anlegen, als in der Bekleidungsindustrie oder in der Sozialwissenschaft.
Also zB kann man natürlich in der Reproduktionsmedizin klar sagen: Wenn man von einem Mann spricht, meint man den Part, der die Spermien hat oder haben könnte und der weibliche Part ist der, der die Eizelle hat oder haben könnte. NIEMAND käme auf die Idee, zu einer Samenbank zu gehen und zu sagen: Ich möchte bitte Sperma spenden, aber ich bin biologisch gesehen eine Frau, fühle mich als Mann. Das ist Schmarrn und auch wenn dergleichen Verhalten hier offenbar unterstellt wird: Das ist und bleibt Quatsch und ist nicht das Ziel einer Akzepttanz von Transidentität. Bzw würde der Arzt, der so ein Anliegen als absurd zurückweist natürlich NICHT als intolerant eingestuft werden.
was anderes ist es, wenn ich zB das Geschlecht im Kontext der Bekleidungsindustrie definiere: Da mag es durchaus sein, dass ich "Männermode" produziere, die durchaus auch von Frauen getragen werden kann (ist die Frau dann keine Frau mehr oder darf sie die Teile nicht tragen, weil sie "wissenschaftlich" gesehen doch kein Mann ist?).
oder anderes Beispiel: In der Kunst wird oft Nacht, Mond, weich, weiblich gleichgesetzt und Tag, Sonne, männlich, stark: Ist ein Mann, der sich nun eher weich und "nächtlich" erlebt deswegen kein Mann sondern eine Frau? oder MUSS jeder Mann sich mit Tag, Sonne und stark identifizieren?
NEIN: Dennoch darf es diese Konstrukte geben: Weil es für jeden Kontext ein anderes Konstrukt geben DARF!
Auch in der Sexualität: Wir definieren den männlichen Part oft als den aktiven und den weiblichen als passiv: ist nun ein Mann, der eine sehr passive sexualität lebt denn kein Mann?
Also es gibt ihn nicht: Den EINEN wissenschaftlichen Standard!
Es gibt ihn noch nicht mal genetischoder medizinisch: natürlich kannst Du sagen, ein Mann ist der, der einen Penis hat, aber was ist mit genetischen Männern, die aber nur einen Minimalpenis haben, der eigentlich schon keiner mehr ist? Ab wann "dürfen" die sich als Mann fühlen, bzw welchen Stadard müssen die erfüllen, um sich als Mann definieren zu dürfen?
Oder was ist mit Menschen, die 3 Gelschlechtschoromosomen haben? Welchem Standard dürfen die gehorchen?
Oder anderes Beispiel: Ein Freund von mir hat eine Stammzellenspende bekommen, die sein Leben von einer Leukämieerkrankung rettete: Das Blut stamm von seiner Schwester: dh, er wird für den Rest seines Lebens eindeutig weibliches Blut haben: Sein Blut ist genetisch weiblich. Ist er deswegen eine Frau, weil sein Blut genetisch weiblich ist?
Fragen über Fragen:
Und die Antwort ist eindeutig: Es gibt verschiedene Konzepte von "männlich und weiblich" und je nach Kontext werden die mit anderen Inhalten gefüllt.
Das ist gut so und DARF sein! ich denke sogar, es MUSS sein.
Wie langweilig wäre es denn, wenn es keine Übergänge gäbe?
Die Welt ist nicht so eindeutig, wie es manche offenbar gerne hätten.
ich finde das gut so, denn alles andere wäre doch fad.